Der Anis-Amri-Komplex

  • Hollywood hätte es nicht besser machen können....


    Eine gute Zusammenfassung in drei Teilen.

    Wer nach dem Lesen zu einem ähnlichen Ergebnis kommt wie ich, der darf hier gern seine Gedanken herauslassen.

    Andere natürlich auch. ;)


    https://www.heise.de/tp/featur…-die-V-Leute-4570071.html


    Hier nur mal ein kleiner Auszug , der verdeutlicht, wie "chaotisch" es um die Personalie "Amri" zuging.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Eine Diskussion, die ich nicht verstehe.


    Man will ja den Bachmann befragen. Dagegen wehren sich einige. Warum? Na weil die mit der Argumentation erreichen wollen, dass dieser Typ den Auftritt nutzen will, um seinen kruden Hirnmüll abzuladen.


    Um was geht es?


    Der Bachmann hat kurz nach den Attentat einen Tweet abgesetzt, in dem er bemerkt, dass er aus der "Einsatzzentrale" die Info bekommen hat, dass der Attentäter ein tunesischer Muslim ist.

    Daraufhin wurde auf Nachfrage festgestellt, dass die Polizei (nach eigenen Angaben) selbst noch nicht wußte, wer der Täter war und woher der kam.


    Wenn nun aber ein solcher Honk solch Informationen kurz nach solch einem Ereignis in den Äther jagt, dann sollte man diesen Typen schon mal fragen, woher er die Infos hat. Wie effektiv diese Befragung sein wird, ist natürlich eine andere Geschichte. Sehr wahrscheinlich wird er sich an nichts mehr erinnern (machen ihm ja seien V-Mann Führer vor).

    Man wird also weder feststellen können woher er diese Info hatte und welcher Dienst ihm diese zugespielt hat. Soll man ihn nun deshalb nicht vorladen? Warum?


    Es wäre fatal, wenn man es nicht machen würde. Denn die befürchteten Gründe sollten kein Grund sein, ihn nicht wenigstens zu befragen. Um bachmännisches Abschweifen zu verhindern, könnte man ja seinen Redefluß kurzerhand unterbrechen und ihn darauf aufmerksam machen, dass seine Absonderungen hier nicht Thema sind, sondern er die Frage einfach beantworten soll. ;)


    Gut, soll er oder soll er nicht?


    Er muß vorgeladen werden! Denn wie der Spiegel richtig (zitiert) schreibt...

    Zitat


    "Man kann Rechtsextremisten doch nicht prozessual privilegieren und ihnen unangenehme Vorladungen ersparen"

    https://www.spiegel.de/politik…eingeladen-a-1295371.html


    Wäre solch ein Ausschluß eines solchen Zeugen fatal. Es wäre ein Zeichen, dass man nur radikal genug sein muß, um nicht mehr vor ein Gericht/U-Ausschuß aussagen zu müssen, weil man da ja eine Plattform für seien radikalen Gedanken bekommt. ....echt jetzt?


    Für mich wäre nämlich auch das WIE er antwortet wichtig.

    Was wir wohl nie erfahren werden ist, von welchem Dienst er diese Info bekam. Für mich eine viel wichtigere Frage, als das WARUM er diese Info bekam.


    Schön zu lesen ist aber auch, wer gegen diesen Auftritt argumentiert.

    Wer nicht alle Zeugen zumindest anhören will, der will auch nichts aufklären. Wer Zeugen ausschließt, der macht sich zum Mittäter. Wer Informationen nicht vollständig haben will (man sollte es wenigstens versuchen), der ist an Wahrheitsfindung nicht interessiert.


    Ich ahne es schon.


    Auch hier ist die "lückenlose Aufklärung" auch nur das Plakat zu einem erbärmlichen Schauspiel mit Darstellern, denen jeder Schauspielschüler mühelos das Wasser reichen kann. Die daily Soap deutscher Ermittler und Aufklärer geht also in die nächste Runde.

    Ich vergebe hiermit den Preis der Kommission für langweilige Unterhaltung an den U-Ausschuß, der sich nicht zu schade ist, den Opfern und Angehörigen den politisch korrekten Mittelfinger zu zeigen.


    Da muß man unweigerlich schmunzeln, wenn dann einer mit Rechts-Staat kommt. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • TP scheint das ähnlich zu sehen, wie ich es tue.


    Zitat


    Soll man einen "widerwärtigen Rechtsextremisten" als Zeugen befragen? Die Frage ist falsch gestellt, wie ihre Umkehrung zeigt: Soll man jemanden nicht als Zeugen befragen, weil er ein "widerwärtiger Rechtsextremist" ist? Einfache Antwort: Wahrheit kann man sich nicht aussuchen, sie ist nicht immer attraktiv und hübsch. Zumal Sonderregeln für Rechtsextreme ein Messen mit zweierlei Maß wäre, denn auch so mancher Beamte z.B. des Bundesamtes für Verfassungsschutz ist in diesem Ausschuss in unerträglicher Weise mit der Wahrheit umgegangen.

    https://www.heise.de/tp/featur…en-vernehmen-4585132.html


    Da es ja Hinweise gibt, dass auch die Polizei schon früher als offiziell bekannt gegeben wußte, wer der Täter war, sollte sich die Frage des "ob" gar nicht stellen.


    Schade, dass durch solche Diskussionen jeder Wille zur Aufklärung ad absurdum geführt wird.


    Aber andererseits ist es auch bezeichnend, dass Straftaten durch politisches Geplänkel unaufgeklärt bleiben. Und mich beschleicht das schlechte Gefühl, dass es nun schon der nächste Anschlag auf zivile Ziele ist, der nicht aufgeklärt wird.


    ....ich hätte jetzt fast geschrieben, ...der nicht aufgeklärt werden will. Aber das wäre zu verschwörerisch.

    Aber halt, es wurde ja auch ohne juristisches Verfahren erklärt und nicht festgestellt, dass die beiden Uwes die 10 Menschen erschossen haben. ...und das alles ohne Beweise, ohne Verfahren und ohne Urteil.


    Nein, so arbeitet kein Rechtsstaat!

    Sechs! Setzten!


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Eigentlich eine ganz normale Befragung, doch dann macht es BÄM!


    Zitat


    Der Vorwurf, den M. erhebt: Innenministerium und Bundeskriminalamt (BKA) sollen zehn Monate vor dem Anschlag angewiesen haben, den damals engsten Spitzel aus dem Umfeld des späteren Attentäters Anis Amri loszuwerden. Und diese Entscheidung sei, so berichtet der NRW-Ermittler, von „ganz oben“ autorisiert gewesen. Konkret nennt M. den Namen eines leitenden BKA-Abteilungsleiters – und den damaligen Bundesinnenminister: Thomas de Maizière.

    https://www.welt.de/politik/de…-die-Bundesregierung.html


    ....ich durchsuche mal noch andere Quellen. Außerdem muß ich solch Aussage erstmal verdauen.

    Bin mal auf Reaktionen gespannt.


    bis denne...

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • M. hat nun ausgesagt. Was natürlich für reichlich Verwirrung sorgte.


    Nachzulesen hier...

    https://www.heise.de/tp/featur…-De-Maiziere-4587763.html


    3 Seiten Text, die erschreckendes zu Tage liefern.


    Zitat


    "Das war die bemerkenswerteste Aussage, die wir bisher gehört haben"

    Auch die Ausschussmitglieder äußerten sich nach dem Vortrag des Zeugen KHK M., während dem es im Ausschussrund und auf der Zuhörertribüne spürbar ruhig geworden war, ähnlich. Es habe wenige Momente im Untersuchungsausschuss gegeben, wo man sprachlos geworden sei, so der FDP-Abgeordnete Benjamin Strasser: "Sie haben heute für einen gesorgt." Er sei noch ganz verblüfft und "vor den Kopf geschlagen", befand der SPD-Kollege Fritz Felgentreu und die Grünen-Abgeordnete Irene Mihalic sagte: "Das war die bemerkenswerteste Aussage, die wir bisher gehört haben."

    Jetzt sollte einige ihre alten Aussagen mal überdenken.

    Oder auch, was sie nicht gesagt haben.


    Unterm Strich bleibt hier nichts konstruktives hängen. Wen DAS Aufklärung und Schutz durch unsere Ermittlungsbehörden bedeuten soll, dann kann ich persönlich auf solch "Schutz" verzichten.


    Danke Rechtsstaat!


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.