manifest des waffen-freaks (english text, sorry)

  • einige leute hier scheinen eine besondere beziehung zu schusswaffen zu haben (ich nehme mich davon nicht aus). das zu ergründen soll dieser thread versuchen.

    I trust my gun more than I trust you.

    I trust that my gun is less likely to be turned against me than you are.

    I trust that my gun is more likely to protect me, and those around me, than the police are.

    I trust my gun to stand between me and you whether you want to impose your best intentions, or your less-than-best intentions, upon me by force.

    I know that my gun isn't perfect, but I'd rather take the risks involved with my gun's imperfections than the risks involved with having your perfections imposed upon me by force, even if it's by force of law.

    sollte bedarf an einer deutschen übersetzung bestehen, werde ich die nachliefern.

  • Das impliziert, Waffen gegen Menschen einsetzen zu wollen. Ist das, hier für Mitteleuropa gesprochen, tatsächlich Grundlage privaten Waffenbesitzes? Eine Waffe ist ja nicht nur eine Schusswaffe, sondern eine Menge mehr. Ich halte das in Masse für nicht haltbar.

  • I trust my gun more than I trust you.

    I trust that my gun is less likely to be turned against me than you are.

    I trust that my gun is more likely to protect me, and those around me, than the police are.

    I trust my gun to stand between me and you whether you want to impose your best intentions, or your less-than-best intentions, upon me by force.

    I know that my gun isn't perfect, but I'd rather take the risks involved with my gun's imperfections than the risks involved with having your perfections imposed upon me by force, even if it's by force of law.

    Typisch Amiland: Erst schießen, dann nachschauen. Und dass die Rate der Tötungsdelikte in USA mehr als doppelt so hoch ist wie bei uns, überrascht dann auch nicht.

  • Das impliziert, Waffen gegen Menschen einsetzen zu wollen. Ist das, hier für Mitteleuropa gesprochen, tatsächlich Grundlage privaten Waffenbesitzes?

    ist es das nicht immer? die wumme in deiner hand, macht alle körperlichen vorteile deines feindlichen gegenübers zunichte. nicht umsonst plädiert die us-verfassung für freien waffenbesitz.

  • Jeder Bundesbürger, der legal Waffen erworben hat, besitzt und nutzt, hat eine Sachkundeprüfung abgelegt und unterliegt einer durchaus strengen behördlichen Überprüfung seines polizeilichen Führungszeugnisses und des nachweisbaren Bedürfnisses. Und da verständlicherweise auch das geltende Notwehrrecht einen Teil der Prüfungsfragen vorgibt, wird jeder Sport- oder Böllerschütze, jeder Traditionspfleger im Rahmen eines Schützenvereins und jeder Jagdpächter oder wer sonst immer eine Jägerprüfung abgelegt hat, sich bewusst sein, wie streng die Justiz im Falle seines Griffs zur Waffe, die in seinem Haushalt vorhanden ist, beurteilen würde, wenn er sie gegen einen Einbrecher zum Einsatz brächte…


    Die Zeilen, die "DieFlow" da aus einem "political forum" kopiert hat, entstammen sicher einem dieser Agitatoren gegen die National Rifle Association, die für das in den USA in der Verfassung verbriefte Recht des Bürgers auf private Bewaffnung streitbar eintritt, um es nicht durch politischen Aktivismus der ohnehin von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlichen Gesetzgebung negieren zu lassen.

    Die Waffe ist für Mehrzahl ihrer Besitzer ein Sportgerät - und in den USA sicher auch ein Stück Verbundenheit mit der Historie.

  • […] typisch Amiland: […]

    Typisch Dyl U. - erst 'ne Kopie aus 'nem Vorgängerbeitrag, natürlich nicht als Zitat gekennzeichnet, dann ein läppisches Vorurteil als "Antwort". Übrigens dieser "bricklayer" aus dem political forum, das DieFlow hier zum Anlass nimmt, einen neuen Thread zu starten, scheint ein reiner Provokateur zu sein, wie sich schon bei flüchtiger Inaugenscheinnahme einer rasch herausgegriffenen Auswahl seiner 5.473 Beiträge in jenem Forum deutlich zeigt.


    Also: Wenn hier schon über Waffen diskutiert werden soll, dann doch bitteschön einigermaßen sachlich, wie sich das für ein solches Thema gehört. Wie im Umgang mit Werkzeugen oder Musikinstrumenten verlangt auch der Umgang mit Waffen ein gewisses Ma an Konzentration und Sensibilität - deswegen ist der Gesetzgeber ja auch bemüht, Waffen gar nicht erst in die Hände charakterlich dazu ungeeigneter Personenkreise geraten zu lassen.


    Die in den so plakativ (oder facebook-tauglich) daherkommenden "Thesen" erwähnte Treue der Waffe hängt auch von der Pflege ab, die ihr Besitzer angedeihen lässt - in diesem Punkte ähnelt eine Schusswaffe schon eher einem Haustier, nur, dass sie nicht täglich gefüttert werden muss, wohl aber nach jedem Gebrauch gereinigt werden muss, wie ein Pferd nach jedem Ritt gestriegelt…


    Natürlich ist der Kreis derer, deren bester Freund die Waffe ist, überschaubar.

  • Das eigentlich üble an Waffen ist, dass sich zwar die Technik seit der ersten Benutzung eines Knüppels durch einen Hominiden gegen andere seiner Art erheblich verbessert hat, aber keineswegs die charakterliche Eignung der Benutzer.

    Waffennarren gehören durchweg in die Psychiatrie.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Jetzt bin ich mal zynisch: das amerikanische Recht,dass jedermann mit 'ner Waffe rumlaufen und agieren kann,ist vielleicht die hinterwäldlerische Art ,der Überbevölkerung zu begegnen.

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Das eigentlich üble an Waffen ist, dass sich zwar die Technik seit der ersten Benutzung eines Knüppels durch einen Hominiden gegen andere seiner Art erheblich verbessert hat, aber keineswegs die charakterliche Eignung der Benutzer.

    so ist es wohl. im sinne einer pseudolinken gleichmacherei, aka. nivellierung der menschenwürde, sollte die feuerwaffe eine erhabene position einnehmen. tut sie aber offenbar nicht.

  • […] Waffennarren gehören durchweg in die Psychiatrie.

    Wohin gehört, wer ganze von ihm willkürlich "definierte" Menschengruppen in psychiatrischen Einrichtungen wegsperren lassen will? Soweit ich weiß üben Sportschützen ihren Sport nicht auf belebten Straßen aus, sondern auf vollständig umfriedetem Areal, dem Schießstand nämlich, dessen Betritt Unbefugten schon aus Sicherheitsgründen untersagt ist.

  • Es ist 1. kein Vorurteil, dass gerade in Amerika erst geschossen und dann geschaut wird - die Zahl der Todesopfer ist enorm.

    Warum sollte man 2. über Waffen "sachlich" diskutieren, wenn man ihren ungerechtfertigten Gebrauch weitgehend ablehnt und der gerechtfertigte bestens geregelt ist, wie Du vorher ausgeführt hast?

    Meinem Verständnis nach soll hier 3. nicht über Waffen diskutiert werden, sondern über deren Gebrauch und Mißbrauch, über die Mentalität von Waffennarren (siehe Strangtitel) , über lasche Gesetze oder strenge, also über den Einsatz von Waffen, nicht aber über die Waffen selbst.

    Das hast Du 4. meines Erachtens völlig missverstanden, was sich schon daran zeigt, dass Du die Pflege einer Waffe mit dem Striegeln eines Pferdes vergleichst.


    Würdest du eine Diskussion über Waffen analog zu einer über Musikinstrumente oder Werkzeuge interessant finden?

  • Typisch Dyl U. - erst 'ne Kopie aus 'nem Vorgängerbeitrag, natürlich nicht als Zitat gekennzeichnet, dann ein läppisches Vorurteil als "Antwort".

    Mit einem Minimum an Intelligenz waren die kursiv markierten Zeilen als Zitat erkennbar. Und dass die Rate der Tötungsdelikte in Amiland doppelt so hoch ist wie bei uns, ist kein "läppisches Vorurteil" (Zitat I'm a Substitute), sondern nachlesbare Statistik.


    Statistisch besitzt in Amiland jeder Zivilist, vom Säugling bis zum Greis, eine Schusswaffe. Dass schon Kinder von ihren Eltern an der Waffe ausgebildet werden, ist für I'm a Substitute wohl auch ein "läppisches Vorurteil" (Zitat I'm a Substitute). Die NRA ist nichts weiter als eine üble Lobby-Organisation der Waffenindustrie, für die das Verfassungsrecht auf private Bewaffnung nur ein Vorwand ist. Der 2. Zusatzartikel zur Verfassung ist ohnehin völlig aus der Zeit gefallen. Wie gut aber die NRA ihre Lobbyarbeit versteht, zeigte sich am Verfahren District of Columbia v. Heller 2008, in dem der SCOTUS eine Entscheidung zugunsten der Waffenlobby fällte; immerhin gab es damals bereits ein Minderheitsvotum zugunsten des D.C.


    deswegen ist der Gesetzgeber ja auch bemüht, Waffen gar nicht erst in die Hände charakterlich dazu ungeeigneter Personenkreise geraten zu lassen.

    Dein Wort in Gottes Ohr.


    https://www.t-online.de/nachri…wieder-waffen-tragen.html

  • Ich finde diese Distanz nicht "seltsam", sondern vernünftig. Allerdings beruht sie wohl weniger auf der Vernunft der Masse der Leute als auf staatlichen Beschränkungen. Gäbe es die nicht, hätten wir bei uns auch bald amerikanische Verhältnisse.

  • nebendbei möchte ich anmerken, dass bezüglich des bundesdeutschen normalbürgers und schusswaffen eine seltsame distanz besteht. ob das vielleicht mit dem ww2 und deutschlands niederlage zusammenhängt?

    Wenn man das Gewaltmonopol des Staates akzeptiert, und die Politik für eine vernünftig gestaltete innere Sicherheit sorgt, die im übrigen auch eine Frage sozialer Sicherheit ist, braucht keine einzige Privatperson wirklich eine eigene Schusswaffe.

    Wenn man allerdings Gier und Ellenbogenmentalität fördert, ergibt das im Endeffekt leider auch den Bedarf nach privatem waffenbesitz.


    Alles eine Frage der Ideologie.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • nebendbei möchte ich anmerken, dass bezüglich des bundesdeutschen normalbürgers und schusswaffen eine seltsame distanz besteht. ob das vielleicht mit dem ww2 und deutschlands niederlage zusammenhängt?

    Das liegt eher daran, dass der "normale" Mann/Frau in Europa nie eine Waffe tragen durfte und das über Jahrhunderte. Die Masse der Normalos waren Bauern und Leibeigene und die haben höchstens Mistgabeln gegen ihre Herren erhoben. Nach der Aufklärung und einer strukturierteren Gesellschaft mit verbrieften Rechten und Pflichten war es nicht mehr von Nöten, dass der Einzelne das Recht in die eigene Hand nimmt und den Pferdedieb am nächsten Baum aufhängt.Europa ist nicht Texas und es dauerte auch nicht 2 Wochen bis ein Taxas Ranger vorbeikam, wenn man ihn brauchte.

    Australien hatte eine ähnliche Geschichte und da wurde der Bürger entwaffnet.Von mir aus können die in den USA noch einmal so viele Waffen (300 Millionen) in Umlauf bringen wenn sie möchten- es ist ihr verbrieftes Recht.Und mir ist es allemal lieber sie ballern in den USA rum, als auf anderen Kontinenten.Ich denke aber, dass der junge Amerikaner dies in Zukunft lieber in der virtual reality macht als in seiner hood.

  • Es ist 1. kein Vorurteil, dass gerade in Amerika erst geschossen und dann geschaut wird - die Zahl der Todesopfer ist enorm. […] Würdest du eine Diskussion über Waffen analog zu einer über Musikinstrumente oder Werkzeuge interessant finden?

    Es gibt zahlreiche Länder, Völker, Nationen und Kulturkreise, in denen Waffenbesitz völlig normal und alltäglich ist - aus historischen Gründen mag dies in Deutschland seit vielleicht zwei Generationen unvorstellbar sein.

    Dagegen ist die ideologisch unterfütterte latente Gewaltbereitschaft kein bisschen dem hehren Ziel, den deutschen Michel zum Citoyen umzuerziehen nähergekommen… es ist übrigens längst festgestellt, dass frühzeitiges Erlernen des Umgangs mit Waffen späteren Gewaltphantasien entgegenwirkt. Und da heutzutage praktisch kein Kind mehr mit Erbsen- oder Knallpistolen spielen darf, schon das Indianerkostüm ist bekanntlich nicht mehr politisch opportun… bedenkt man dann noch, dass ungefähr die Hälfte der jährlich durch Schusswaffen getöteten Personen sich (vorsätzlich) selbst erschossen haben, und ein weiterer nennenswerter Anteil im Rahmen von Polizeieinsätzen ums leben gekommen sind, und bedenkt man dann noch, wie sorglos so mancher US-Amerikaner mit seiner Waffe umgeht, relativiert sich die hohe Todesrate merklich. Statistisch lagern in den Haushalten der USA 300.000.000 Schusswaffen - allerdings sind nur 43% der US-Bürger Waffenbesitzer.


    Übrigens: Auch Waffen haben einen ästhetischen Reiz - sie verbieten zu wollen mag ja dem Zeitgeist entsprechen, verarmte die Reste unserer Kultur jedoch schmerzlich.

  • Dagegen ist die ideologisch unterfütterte latente Gewaltbereitschaft kein bisschen dem hehren Ziel, den deutschen Michel zum Citoyen umzuerziehen nähergekommen… es ist übrigens längst festgestellt, dass frühzeitiges Erlernen des Umgangs mit Waffen späteren Gewaltphantasien entgegenwirkt. Und da heutzutage praktisch kein Kind mehr mit Erbsen- oder Knallpistolen spielen darf, schon das Indianerkostüm ist bekanntlich nicht mehr politisch opportun… bedenkt man dann noch, dass ungefähr die Hälfte der jährlich durch Schusswaffen getöteten Personen sich (vorsätzlich) selbst erschossen haben, und ein weiterer nennenswerter Anteil im Rahmen von Polizeieinsätzen ums leben gekommen sind, und bedenkt man dann noch, wie sorglos so mancher US-Amerikaner mit seiner Waffe umgeht, relativiert sich die hohe Todesrate merklich. Statistisch lagern in den Haushalten der USA 300.000.000 Schusswaffen - allerdings sind nur 43% der US-Bürger Waffenbesitzer.


    Übrigens: Auch Waffen haben einen ästhetischen Reiz - sie verbieten zu wollen mag ja dem Zeitgeist entsprechen, verarmte die Reste unserer Kultur jedoch schmerzlich.

    Unter Tötungsdelikten versteht man Mord und Totschlag. Da kannst du noch so viel mit Zahlen jonglieren, die Rate dieser Delikte ist in Amiland mehr als doppelt so hoch wie bei uns.

    Hinzu kommen natürlich noch jede Menge "Unfälle", bei denen beispielsweise schon Zweijährige ihre Mutter erschossen haben, weil die ihre geladene und entsicherte Pistole im Einkaufswagen liegen ließen. Aber das fällt für mich unter Darwinismus. :)


    Schusswaffen als ästhetische Kulturträger zu bezeichnen, naja, dazu sage ich mal nichts. Aber die German Rifle Organisation als ernst zu nehmenden Diskussionspartner anzusehen, ist schon arg lächerlich.