manifest des waffen-freaks (english text, sorry)

  • Na dann pass mal schön auf, dass du und deine Quellen mal nicht in die Falle tappen.

    keine angst. ich kenne die vt-deppen-szene ziemlich gut. insbesondere jene, die auf youtube ihr unwesen treiben. dass yt (aber auch twitter und fb) nun den besen schwingt, begrüße ich außerordentlich. die bande hat zwar noch ausweichplattformen (wie bitchute und v-kontakte), aber die haben lange nicht die reichweite wie die etablierten social networks.

  • das sehen diese jungs aber anders:


    Mal eine Frage an die Moderation: Dürfen hier unreife Kinder, die ein Forum für Baller-Phantasien und Schulhofheldentum benutzen, mitschreiben? Oder erst ab 18?



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Es gibt zahlreiche Länder, Völker, Nationen und Kulturkreise, in denen Waffenbesitz völlig normal und alltäglich ist - aus historischen Gründen mag dies in Deutschland seit vielleicht zwei Generationen unvorstellbar sein.

    Das mag auch historische Gründe haben. Das liegt aber vor allem an faktischen Gegebenheiten. Es gibt in Mitteleuropa nun mal abseits von Jagd und Sport als Hobby und vielleicht kunsthistorischen Sammlungen keinen objektiven Bedarf für private Schusswaffen. Das gilt aber für andere Länder nicht. Das trifft auf denjenigen, der im Herzen Kanadas, in entlegenen Gegenden der USA (Alaska zum Beispiel) oder im Norden Russlands wohnt, schon mal nicht zu. Man holt sich dort das Fleisch, das einen den Winter überleben lässt, ja nicht von Aldi. Von daher ist es dort schon sehr wichtig, auch den Nachwuchs an Schusswaffen heranzuführen, vor allem aber auch an die Regeln dabei und die Gefahren. Und wenn ich mir das letztens gepostete Bild mit dem Mädchen mit dem pinken KK- Gewehr vor einer Scheibe betrachte, klappt das ja in aller Regel auch. Verschluss draußen, Finger nicht im Abzug, geschossen auf Splatterburst- Target... Und wenn ich das mit YT- Filmchen aus Deutschland vergleiche, bei denen mir regelmäßig schlecht wird... Es ist sehr wohlfeil, mit Aldi vor der Tür und noch ohne Bären an der Tür mit dem Finger auf andere zu zeigen.

  • ... Es ist sehr wohlfeil, mit Aldi vor der Tür und noch ohne Bären an der Tür mit dem Finger auf andere zu zeigen.

    Richtig. Nur trifft das auf z.B. Kanada zu wo es wesentlich weniger Missbrauch gibt oder auf, wie Du sagtest, Sibirien oder andere, entlegende Gegenden Russlands.

    Nur denjenigen wird ja der Besitz und der Nutzen der Waffen doch von niemenden hier ernsthaft abgesprochen.


    Wir diskutieren hier aber über eine Waffengeilheit die über jedes Maß geht, die Minderjährigen, und nun werde ich mal plakativ, das Ansehen einer halbnackten Gallionsfigur an einem historischen Segler nicht zugemutet wird, gleichzeitig aber das schießen mit bis zu flakgeschützartigen Kalibern beigebracht wird.


    Wir sprechen hier über private Waffenarsenale eines Vorstadtnachbarns die jede Söldnertruppe z.B. in Syrien vor Neid erblassen lässt.


    Oder halt Perversitäten wie etwas das jemand meint ( hier der "tollste" Scharfschütze Amerikas ) seinen an Kriegsneurose leidenen Kameraden mit einem Besuch auf dem Schießplatz zu kurieren. Und prompt von jenem erschossen wird. Bad luck.


    Tja, und dem rosa KK Gewehr in der Hand der Lütten steht dann sowas gegenüber:


  • […] Es gibt in Mitteleuropa nun mal abseits von Jagd und Sport als Hobby und vielleicht kunsthistorischen Sammlungen keinen objektiven Bedarf für private Schusswaffen. […]

    Immerhin akzeptierst Du diese drei potenziellen Bedarfsauslöser - die Gesetzgebung beschneidet schon jetzt die Ausübung jener Hobbies und die nächste Stufe der Verschärfung steht vor der Tür. Der Witz ist aber, dass mit dem Waffengesetz der Gewaltbereitschaft organisierter Kriminalität faktisch nicht entgegengewirkt wird… und genau dies wird im Allgemeinen doch vorgeschoben: In den 70er Jahren die RAF, später bzw. aktuell islamistische Gefährder…

  • Organisierte Banditen werden sich immer Waffen besorgen können, aber man darf Joe Bloggs die Waffenbeschaffung nicht erleichtern, weil es, wie wir ja sehen, immer geistig angekränkelte Leute gibt, die ihrem kleinen Ego mit einer Knarre aufhelfen.


    In Amerika sind mal Jugendliche auf der Suche nach was Alkoholischem nachts in eine offenstehende ! Garage gegangen, der Besitzer hat Geräusche gehört und unverzüglich seine Knarre benutzt, um das Geräusch zu beenden - für immer.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Tja, und dem rosa KK Gewehr in der Hand der Lütten steht dann sowas gegenüber:

    Auch Darwin-Award. Nach dem Tod zu verleihen. Menschen ohne gesunden Menschenverstand gibt es halt immer wieder. Wie weit man das verallgemeinern kann und sollte, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich musste früher ja immer mal mit ausländischen Polizeibeamten (EU) auf den Schießstand. Und selbst die haben von mir am Anfang nur eine Patrone bekommen. Aus gutem Grund...

  • […] Ich musste früher ja immer mal mit ausländischen Polizeibeamten (EU) auf den Schießstand. Und selbst die haben von mir am Anfang nur eine Patrone bekommen. Aus gutem Grund...

    Komisch. Selbst völlig unerfahrene Wehrpflichtige haben früher jeweils 5 Schuss zum Bestücken der Magazine ihrer Sturmgewehre bzw. Maschinenpistolen in die Hand gedrückt bekommen.

  • In Amerika sind mal Jugendliche auf der Suche nach was Alkoholischem nachts in eine offenstehende ! Garage gegangen, der Besitzer hat Geräusche gehört und unverzüglich seine Knarre benutzt, um das Geräusch zu beenden - für immer.

    Jepp. Wobei derjenige im Anschluss wohl für die Tötungsabsicht verurteilt wurde. Zu Recht.


    Allerdings: In Deutschland werden Forderungen nach dergleicher Vorgehensweise lauter. Auch und gerade in Gegenden wie hiesiger, wo Diebstähle ein wesentliches Problem darstellen und der Bürger sich hilflos und verlassen fühlt. Nicht nur fühlt, sondern es meistens auch ist. Es passiert ja nichts. Effektive, nichttödliche Abwehrmittel gibt es legal nicht mehr, die Täter werden meist nicht ermittelt. Und wenn doch ist das Strafmaß marginal und das eigentliche Opfer bleibt auf den Kosten sitzen. Wenn zum Unglück noch Pech dazukommt, findet man sich selbst auf der Anklagebank wieder. Wie der behinderte Jugendliche in Dresden, der in einer Straßenbahn von einer Gruppe angegriffen wurde. Bespuckt, an der Haaren gezogen, geschlagen. Der wehrte sich mit Tierabwehrspray. Und wurde wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Die anderen blieben straffrei, das Verfahren wurde eingestellt. Und da wundert sich jemand über die aktuellen, durchaus besorgniserregenden Entwicklungen?

  • Ich will ja nicht unken, aber: Dresden. Ein Behinderter, ohnehin Rechtslastigem wegen Volksgesundheit und so unangenehm, wagt es, sich erfolgreich zu wehren...

    Hat jemand Berufung eingelegt?



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Mit links oder rechts hatte das nichts zu tun. Mit Ausländern auch nicht. Ich würde eher sagen, das übliche suburbane Klientel. Über Rechtsmittel ist in dem Fall nichts bekannt geworden. Mir jedenfalls nicht. Es wäre eh nicht im Gedächtnis der Bevölkerung geblieben. Dort steht grundsätzlich das erste Urteil. Ausweislich der Urteilsbegründung ging es auch nicht um Behinderte, die der Richter nicht leiden konnte. Die entsprach im Tenor den anderen Fällen, in denen es der einfache Bürger gewagt hatte, sich gegen Rechtsbruch mit durchaus angemessenen Mitteln zu wehren.

  • Na ja, wenn sich´s so abgespielt hat, wie Du es geschildert hast, kann man sich das Urteil des Gerichts gar nicht anders erklären.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Na ja, wenn sich´s so abgespielt hat, wie Du es geschildert hast, kann man sich das Urteil des Gerichts gar nicht anders erklären.

    Man kann sehr wohl. Und ich sehe da schon einen Zusammenhang mit dem Thema hier als auch mit so allgemein auftretenden Tendenzen. Schließlich war ich seit der Wiedervereinigung mittendrin in den Vorgängen. Wenn auch meist im Osten. Der sich verstärkende Ruf nach Selbstverteidigung (auch mit Schusswaffen) und anderen, mit dem GG eher nicht zu vereinbarenden Tendenzen in Sachen WaffG kommt ja nicht aus dem Nichts. Er hat Ursachen, die ich als astreine gesellschaftliche Fehlentwicklung bezeichnen würde und mit Rationalität nichts mehr zu tun hat. Am Ende des Tages wackelt das Gewaltmonopol des Staates, auch auf Grund judikativer Entscheidungen. Das bringt Kräften Zulauf die behaupten, die von Hitler begonnene Entwaffnung des Volkes würde nun vollendet und das Volk schutzlos vor Gesetz und Gericht. Ich bezeichne das als fatal und das ist es wohl auch. Man muss dem entgegentreten. Nicht mit "Schusswaffen für alle", sondern mit vernünftigen Regeln. Das aber meint nicht ständig neue Verbote und unsinnige Beschränkungen. Das meint eine ganze Reihe praxisgerechter Maßnahmen, nicht nur beim WaffG. Davon sind wir weiter entfernt als zuvor.

  • Wenn ich eine Wanderung durch den Wald mache, brauche ich vielleicht einen GPS-Logger, aber kein Messer. :/

    Bei Dir (wo immer Du auch wohnst) mag das so sein. Ich brauche eins, um Äste zu beseitigen, Zeltnägel einzuschlagen, Seile zu kürzen oder zu kappen, Feuer zu machen und zu erhalten, klemmende Karabiner zu öffnen, Pilze zu ernten, ein kleines Loch zu graben, einen Fisch zu töten und auszunehmen, einen Wanderstock herzustellen, Signale zu geben, Sachen zu reparieren, an Trinkwasser zu gelangen, den Bleistift anzuspitzen, eine Verpackung zu öffnen, ein Nachtlager zu bauen... Alles mit einem Werkzeug. Ich brauche es nicht, um einen rechtswidrigen gegenwärtigen Angriff abzuwehren. Dafür ist es absolut ungeeignet. Und nun?


    PS: Du nutzt GPS- Geräte zur Orientierung im Wald? Ach so, na dann...

  • Wer kann heute denn noch mit Karte und Kompass umgehen?

    Ich. Und eine ganze Menge anderer Leute. Nicht nur im Wald, denn aus gutem Grund ist das beispielsweise auf dem Wasser Bestandteil der Prüfungen. Was den Wald betrifft, funktioniert solch Orientierung mittels GPS im Mischwald schon bei Nebel nur schlecht bis meistens gar nicht. Wenn ich auch glaube, das Verfahren mit Karte ist am Aussterben. Das weiß man natürlich nicht, wenn man nie ernsthaft im Wald war.

  • Wie der behinderte Jugendliche in Dresden, der in einer Straßenbahn von einer Gruppe angegriffen wurde. Bespuckt, an der Haaren gezogen, geschlagen. Der wehrte sich mit Tierabwehrspray. Und wurde wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Die anderen blieben straffrei, das Verfahren wurde eingestellt.

    Habe mal versucht zu recherchieren. Merkwürdigerweise habe ich die Geschichte (von 2009) nur bei Bild und PI gefunden. Und nichts darüber, wie es vor Gericht weiter ging.