afd wirkt: rechtsextremist versucht schwarzen zu erschießen

  • Die AfD wurde bekanntlich von einem Herrn Henckel, seinen Freunden und einem Hamburger Professor mit bescheidenem politischen Durchblick gegründet, alles Kräfte aus dem "Westen", die allerdings wußten, wie man die "Abgehängten" im Osten und in den sozialen Brennpunkten des Westens für die platten Parolen gewinnt. Ursache für die AfD war und ist die abgehobene Politik von Schröder und nun 14 Jahren Merkel!

    Die AfD wurde ursprünglich als EU-skeptische und rechtskonservative Partei gegründet, von Leuten, denen die CDU zu sozialdemokratische war. Das hatte mit Schröder gar nichts zu tun, im Gegenteil, die Herren Lucke und Henkel hatten nicht die Absicht, Hartz-Gesetze und andere "Errungenschaften" von Rot-Grün zurückzunehmen (außer vielleicht den Atomausstieg), sondern repräsentierten eher die INSM. Und mit Merkel hatte es nur bedingt zu tun.

  • Der Herr Lucke hat die AfD zwar gegründet, steht aber jetzt einer Vereinigung vor, die sich als Partei gibt, aber völlig unbekannt ist und bleibt, weil man sich den Namen überhaupt nicnt merken kann - ein L ist drin und ein K auch, aber den dritten Buchstaben weiß man schon nicht mehr, geschweige denn in welcher Reihenfolge sie aufscheinen und warum überhaupt... Es ist auch völlig wurscht, weil die AfD eine hauptsächlich ostdeutsche Erscheinung ist und sich auch so gibt, selbst wenn ein paar Wessis mitmischen.


    Die Leute, die sich als abgehängt empfinden und deshalb der AfD zulaufen, kümmern sich einen Dreck um die Weltwirtschaft, auch wissen sie gar nichts von der Politik von Schröder und Merkel, sie sind nur einfach mal so dagegen, weil es so lustig ist, gegen Merkel zu sein. Es ist ihnen auch völlig egal, ob und dass die Flüchtlingsströme wegen des Neokolonialismus eintreffen, denn da, wo sie wohnen, sehen sie die gar nicht. Interessant ist nämlich, dass da, wo wirklich viele Flüchtlinge sind, der Widerstand weit geringer ist als da, wo mal 20 Flüchtlinge "eingelagert" werden sollen, was aber nicht klappt, weil sofort gezündelt wird.

    Wenn das deine Analyse ist, dann ist die aber auch sehr.... schlicht.

    Da würde ich dann doch eher dem Kater zustimmen. Denn unsere BT-Politiker hatten es ja in der Hand, eine Politik für Menschen zu machen. Statt dessen wurde nur so abstrahiert und Politik für Sachsen, Hessen die Deutschen oder eben das Land gemacht. Damit kann aber ein Individuum nicht viel anfangen, eben weil es so abstrakt ist.

    Die Wessis in der AfD haben einen gravierenden Fehler gemacht. Sie haben die verkorksten Braunhirne zugelassen, weil sie ein Wählerpotenzial versprachen, das sonst nur von der NPD abgeschöpft wurde. Meiner Meinung nach ging es denen in dieser Fase nur um Stimmen und Einfluß. Und wie man an den Braunhirnen hängt, kann man ganz deutlich an den Ausschlußverfahren sehen, die einfach nicht statt finden. Hätte sich die AfD von Anfang an diese Bräunlinge von Hals gehalten, dann wäre sie nur eine Hardcore FDP gewesen und würde um die 5% Hürde herumdümpeln.


    So ist es den Hardcorekonservativrechten zu verdanken, dass Rhetorik und Argumentation dazu benutzt wurde, "kritische" Wähler ab zu fischen. Stimmen!Stimmen!Stimmen!


    Jetzt haben sie aber einen Punkt erreicht, wo das zurückrudern schlicht unmöglich wird, weil die gefangenen Stimmen dann sofort weg wären. Das "Laute" und die Provokationen sind doch nur Show und wenn man das unter die Lupe nimmt, fehlt jede Menge Substanz.


    Ja, durch die Politik der letzten 20 Jahre ist eine kritische Masse entstanden, die jegliches Vertrauen in diese Politik verloren hat. Wahllügen mit Ansage, schlechtes Handwerk, Skandale, Täuschungen und noch einiges mehr haben dazu beigetragen, dass der Mensch auf der Straße denkt, dass man auf solche Typen auch verzichten kann.


    Und wenn weiterhin bei der Aufarbeitung die engagierten Politiker (U-Ausschüsse, Arbeitskreise) von staatlichen Institutionen wie der letzte Dummbatz behandelt werden, dann Fragt dieser Mensch von der Straße eben danach, welche Kompetenzen unsere Politiker überhaupt noch haben.


    All das ist eine Mischung, die sich eben ungünstig auf die Stimmung im Land auswirkt. Da braucht man keine Hilfsschuldigen ala AfD. Der Boden für diese "Zucht" wurde von den etablierten gedünkt und nun wächst, was da eben so wächst. Da darf sich niemand aus der Verantwortung stehlen.


    Die Abgehängten denken doch an die Wirtschaft. Denn wenn da das Bier zu teuer wird, dann ist diese Wirtschaft eben schlecht besucht und geht den Bach runter. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Schmarren. Die AfD, trotz ihrer "Quellen" im Westen, hat Erfolg vor allem im Osten, weil sich nach der Wende herausgestellt hat, dass der Westen doch anders ist, als man sich im Osten ausgemalt hat und nicht jeder Westler ein Füllhorn zu verschenken hat. Das nimmt der Osten dem Westen übel. Und dagegen protestiert der Osten. "Wir haben gedacht, dass Ihr.,." ist der Tenor. Daher kommt das Beleidigtsein als Grundrauschen.

    Sorry aber das ist wirklich weit ausgeholt und hat nur marginal und in Einzelfällen etwas mit der Realität zu tun. Klar wurde das "Schaufenster" gesehen. Und ja, vllt hat man sich das alles etwas anders vorgestellt. Aber niemand im Osten wollte oder will etwas geschenkt. Und wenn du nicht die Hälfte der Menschen beleidigen willst, die nach der Wende Jobs angenommen haben, die nicht mal mehr ein Wessi machen wollte, Wochen lang auf Montage, die Familie nur kurz an den Wochenenden oder komplette Umzüge in neue Gegenden, oder von dem, was man hatte das beste zu basteln, dann versuche das Thema nicht so simpel zu definieren.


    Nicht die Wessis mußten ihr Leben auf den Kopf stellen, kein Wessi mußte sich umstellen, kein Wessi hat seine Biographie "verloren"....ihr habt weiter gemacht. DAS ist der kleine aber feine Unterschied.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Woher kamen denn die verkorksten Braunhirne? Wo begannen Pegidisten mit Galgen rumzulaufen? Und wo sind wie viele hinterhergelaufen?

    Und wieso waren die Wessis in der AfD dafür verantwortlich? Lucke ist ja ziemlich bald weggewesen.


    Politik für das Land zu machen, für Hessen oder Sachsen heißt, dass man die Politik für die Menschen vernachlässigt? Wie seltsam ist das denn. Vor allem: Wer als Politiker Politik "für die Menschen" macht, wird alsbald verdächtigt, ein Populist zu sein.

  • Ja, durch die Politik der letzten 20 Jahre ist eine kritische Masse entstanden, die jegliches Vertrauen in diese Politik verloren hat. Wahllügen mit Ansage, schlechtes Handwerk, Skandale, Täuschungen und noch einiges mehr haben dazu beigetragen, dass der Mensch auf der Straße denkt, dass man auf solche Typen auch verzichten kann.

    Eigentlich müsste diese kritische Masse dann aber mittlerweile bemerkt haben, dass die AfD eben gerade keine Alternative ist.

  • Von daher trifft die AfD in den ostdeutschen Bundesländern sehr wohl einen Nerv, den es schon immer gegeben hat.

    Das ist ein guter Satz, denn ich bin der Meinung, dass dieser "Alltags-Rassismus" (den es selbstverständlich auch im Westen gab) von einer Partei institutionalisiert wurde. Das fällt nun den Ossi-Home-Rassisten auf die Füße und man nennt sie, wie sie eben genannt werden. Die Aufregung ist dann natürlich groß. Und es will mal wieder keiner ein solcher sein. Nur geht jede Begründung dieser Fraktion am Ende nach hinten los.


    Sachsen hatte ja schon zu DDR Zeiten einen Sonderstatus. Das ist aber auch geschichtlich eine Art Tradition. ;)

    Im Heute stellt sich das natürlich dümmlich dar. Etwas zurückgeblieben und verstaubt.

    Nur ist es nun mal Realität. Deshalb ist zu fragen, wie es so weit kommen konnte? Und da sind wir dann wieder bei der Politik der letzten 20 Jahre.


    Beispiel: Wo war der Hotspot der Solarindustrie? Richtig, im Osten! Hier hätte ein Industriezweig gefördert und aufgebaut werden können. Aber die Politik hat anders entschieden und so gingen in diesem Bereich, der wirklich Potenzial hatte, ca 60 000 Jobs den Bach runter. Wer hat da eigentlich interveniert?

    Jetzt, wo es der Kohle an den Kragen geht, da heulen die Betroffenen nun rum. Ist auch gut vermittelbar, denn die Kohleindustrie ist auch im Westen wichtig. Jahrzehnte lange Subventionen haben diese Industrie am Leben gehalten. Ohne diese, wäre die Kohleindustrie in D schon längst abgesoffen.

    Fällt dir was auf? Es sind Wessis beteiligt und schon heult man wieder rum.


    Klar wurden wir verarscht. Zur Wende vorrangig von Wessis. Das vergißt kein Mitarbeiter von Romonta und kein Arbeiter aus dem Wilhelm Pieck Kombinat Mansfeld. Erstere wurde mit Hilfe der Treuhand geplündert und den zweiten hatte man erklärt, dass die Technik schlecht und alt sein. Trotzdem wurde die komplette Drahtzuganlage (meine Mutter hat dort 15 Jahre lang gearbeitet) demontiert und im Westen wieder aufgebaut und läuft wahrscheinlich noch heute.


    Das bleibt hängen. Und jeder hat seien Erfahrungen gemacht. Jene, die ihr Glück im Westen suchten, jene, die zu haus geblieben sind und das beste aus ihrer Situation machten.


    Zitat

    Ganz ehrlich, diese Darstellung der Ossis nervt mich zusehends. Die allermeisten Ossis sind nach der Wende aus eigener Kraft ganz gut auf die Füße gefallen. Auch die, die in den Westen gegangen sind. Sie haben ihre Chancen genutzt oder einfach das Beste draus gemacht. Dass ein derartiger Bruch im Lebenslauf wie der der Wende nicht einfach mal mit links zu meistern ist, dürfte klar sein. Auch, dass dabei Menschen auf der Strecke blieben. Aber es bleiben immer Menschen auf der Strecke. Das soll nicht heißen, dass ich mit dem Handeln der Politiker nach der Wende einverstanden bin. Aber die Ossis per se als betrogen und benachteiligt darzustellen, entspricht einfach nicht der Realität.

    "...per se..." natürlich nicht. Es gibt sie aber, diese Fälle und ich denke, die Identifikation der Ossis spielt hier eine wichtige Rolle. Auch ich hatte manchmal den Eindruck, dass man mich verarschen will. Nur ticke ich leider etwas anders. Hab ich ja schon zu DDR Zeiten und das hab ich auch gemerkt.

    Man sollte hier natürlich, wie bei allem, nicht pauschalisieren.

    Diese "Abgehängten" gibt es selbstverständlich. Nur ist das kein Schnitt der Statistik, sondern sollte auch individuell betrachtet werden. Das Kollektiv starb mit der Wende! ;)

    Wir beide wissen auch, dass es in der DDR eine "Schicht" gab, die nun wirklich mit Bildung nicht viel am Hut hatte. Genau diese Larven und deren Vervielfältigungen sind heute das eigentliche Problem. Sowas wählt AfD und denkt, das wäre "Protest". Dabei ist das eigentlich nur eine Bestätigung meiner hier entworfenen Theorie. :)


    Warum wähle ich die nicht? Das hab ich mich echt schon mal gefragt.

    Ich hab da sogar eine für mich befriedigende Antwort gefunden. Aber das konnte ich nur, weil ich in der Lage bin zu reflektieren und Prinzipien habe. Ähnlich wird es dir gehen. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Politik für das Land zu machen, für Hessen oder Sachsen heißt, dass man die Politik für die Menschen vernachlässigt?

    Es geht hier um die Darstellung. Ich selber kann mir schon mal wenig darunter vorstellen. Schon gar nicht, wenn dann Sachen dabei rauskommen, die einzig der Industrie in die Hände spielen.


    Politik für Menschen machen, soll heißen, dass man diese ernst nimmt. Genau diesen Eindruck habe ich nicht. Banken sind aber keine Menschen, Konzerne auch nicht. Und ein Mensch versteht schon mal gar nicht, dass bei Steuerfragen immer die "Großen" begünstigt werden, die "Kleinen" aber zahlen dürfen.

    Wenn das die Politik ist, dann hat sie einfach versagt.


    "Die Kohle fällt immer nach oben!"


    Wer sich eine prekäre Schicht heranzüchtet, der braucht sich nicht zu wundern, wenn die nicht mehr so funktioniert, wie sie soll.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Eigentlich müsste diese kritische Masse dann aber mittlerweile bemerkt haben, dass die AfD eben gerade keine Alternative ist.

    Ist sie ja auch für die Mehrheit nicht. Frag einen AfD Wähler und du wirst bei den Antworten nur den Kopp schütteln. Egal ob der Wähler nun aus den NBLs kommt oder den Gebrauchten Bundesländern zu hause ist.


    Jede Begründung ist für einen normaldenkenden Menschen unverständlich bis lächerlich. Und Hinweise, dass es eben KEINE Alternative ist, werden mit: "Dann haben wir den Großen aber mal eins ausgewischt!" beantwortet. Toll! Wenig bis gar nicht intelligent aber schlagkräftig daneben.


    ;)

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Diese Argumentation kommt mir doch 'n bisschen sehr nahe an Wählerschelte. Weder die Union geschweige denn Merkel gehören zu meinen Favoriten,aber: warum wählt Deutschland diesen Verein immer wieder?? Deren Politik? Oder einfach nur Gewohnheit?? Oder gibt's da ein bislang nicht entdecktes Geheimnis???

    Diese Frage ist sehr berechtigt. Merkel, die CDU und die SPD als degradierter Mitläufer machen eine Politik gegen große Teile der Bevölkerung, dummerweise wurde und wird diese Politik von den Wähler/innen seit langem immer wieder neu durch gewunken. Diese Umstand wiest auf von Intelligenz befreite sado-masochistische Tendenzen bei den Wähler/innen von CDU und SPD, denen deren Politik wenig nutzt.


    Wir haben allerdings keine wirkliche Demokratie, denn der Wille des Souverän interessiert Politik und Eliten generell einen Dreck. Das Volk soll wollen, was die Eliten wollen, für deren Interessen arbeitet die gekaufte ferngesteuerte Politik, die genauso wenig souverän wie das Volk ist.


    Deswegen bleibe ich bei meinem Vorwurf der Hurerei und verschärfe den: So manche Prostituierte verkauft sich nicht aus niederen Motiven, sondern wird fremdbestimmt zur Prostitution gezwungen. Politiker/in muss man nicht werden. Wer sich freiwillig dem dortigen System von devoter Hörigkeit, Lüge und Korruption unterwirft, ist selber schuld.


    Die Teile des Volkes natürlich auch, die diese Nasen wieder den Blankoscheck zum das Volk verarschen jedesmal neu ausstellen.

  • Frage an den Kater: Was ist denn die richtige Beurteilung der BRD gewesen?

    Die Westzonen haben sich von Beginn an gegnerisch zur sowjetischen Besatzungszone verhalten. Die von Adenauer angestrebte Westbindung bewirkte, dass alle Bestrebungen, die dt. Einheit wieder herzustellen unterbunden wurden. Der "Kalte Krieg" hatte im Grunde genommen schon in Jalta begonnen und nun mit Gründung der BRD entwickelte sich diese zum Frontstaat. Diese Positionen wurden bis 1989 beibehalten.

  • Eigentlich müsste diese kritische Masse dann aber mittlerweile bemerkt haben, dass die AfD eben gerade keine Alternative ist.

    Solange CDU/CSU/SPD nicht begreifen, was falschgelaufen ist und noch falsch läuft, wird die AfD genügend Protestpotential für sich einnehmen können. Und die Politik der letzten 20 Jahre haben eben Schröder und Merkel zu verantworten, das ist Fakt.

  • Solange CDU/CSU/SPD nicht begreifen, was falschgelaufen ist und noch falsch läuft, wird die AfD genügend Protestpotential für sich einnehmen können. Und die Politik der letzten 20 Jahre haben eben Schröder und Merkel zu verantworten, das ist Fakt.

    Was die Gründe des angeblichen "Protestes" sind, hat ja zizou sehr fein herausgearbeitet und mit dem Märchen ausgeräumt, dass es in den Ost-Bundesländern keinen immanenten Rassismus gegeben hat und gibt, und alles nur eine Reaktion auf Schröder, Merkel und "die Politik der letzten 20 Jahre" ist.


    Wer in trotziger Opposition verharrt, ist nicht fähig, selbst dazu beizutragen, Dinge zu ändern, die er als falsch zu erkennen meint. Man muss sich keiner rassistischen, reaktionären Partei anschließen, in der man übrigens kein bisschen besser "mitreden" kann als in allen anderen Parteien, und die sich sowohl an ihren Rändern als auch im Kern mit Leuten einlässt, die sogar dem "braven" Wutbürger mit Deutschland-Hut gewiss ein Tuck zu viel sind - der NPD, den Identitären und allerlei anderem Nazi-Gesocks.


    So viel kann nirgends falsch gelaufen sein, dass man sich mit denen einlässt.

  • So viel kann nirgends falsch gelaufen sein, dass man sich mit denen einlässt.

    Der Protestwähler lässt sich nicht mit der AfD ein, er teilt auch nicht deren Ideologie! Er wählt "Protest", möchte den Regierenden einen Schuß vor den Bug setzen, damit sie mal nachdenken, weshalb ihnen die Zustimmung verweigert wird. Schröder und Merkel haben 20 Jahre gegen das Volk und seine Interessen regiert. Da ist eben zuviel falsch gelaufen, als dass jetzt das neue Vertrauen aus dem Hut gezaubert werden kann. Und die "Die Linke" hat eben auch versagt, sie ist sozialdemokratisch geworden, hat sich der Macht und den Fetttöpfen der Politik angebiedert, zeigt auch keine Alternative auf, hat die einzige fähige Politikerin, Frau Dr. Wagenknecht gemobbt und sich nirgends in der Regierungsverantwortung von den Etablierten unterschieden.

  • Zunächst: Ich habe gemeint, dass die AfD sich ohne Not mit den Hardcore-Nazis einlässt, was sie als eine "weitere Partei in der Parteienlandschaft" völlig desavouiert.


    Des weiteren kann man darüber, ob Schröder und Merkel tatsächlich immer alles falsch gemacht und - vor allem - immer gegen das Volk regiert haben, durchaus geteilter Meinung sein. Nicht, dass ich einen der beiden je gewählt habe, aber wenn man Deine Suadas liest, meint man, dass wir alle im Elend verrotten, und da kann man sich schon fragen, wie es kommt, dass Du von hoher moralischer Warte aus Deine Urteile fällst, ohne im geringsten selbst etwas für die Deiner Meinung nach "richtige Politik" zu tun.


    Erzähl bitte nicht wieder was von Deinem Alter und dass Du JETZT nichts mehr tun müsstest, sondern erzähle lieber, was Du getan HAST, wenn es denn was zu erzählen gibt. Man kann Leute wie die Schwan für unfähig halten, aber sie traut sich was und ist bereit, für ihre Überzeugungen in den Ring zu steigen.

    So etwas imponiert mir wirklich.


    Alles nur zu Sch*** zu erklären, ist wirklich einfach und keineswegs zielführend.

  • Solange CDU/CSU/SPD nicht begreifen, was falschgelaufen ist und noch falsch läuft, wird die AfD genügend Protestpotential für sich einnehmen können. Und die Politik der letzten 20 Jahre haben eben Schröder und Merkel zu verantworten, das ist Fakt.

    Ist ja alles richtig. Ich frage mich nur, was von dem, was falsch gelaufen ist, für die "Protestwähler" der AfD relevant ist. Wenn sich der Protest auf Flüchtlingspolitik und gefühlte nationale Minderwertigkeit beschränkt, läuft noch mehr falsch.

  • Auch die Flüchtlingpolitik hat im Osten der Republik keineswegs die Auswirkungen wie in vielen westdeutschen Kommunen, und trotzdem wird sie als Vorwand hergenommen, diese allgemeine Dauer-Krittelei zu rechtfertigen.


    Kann ja sein, dass dass es ein nationales Minderwertigkeitsgefühl gibt, das ist aber kein Grund, sich daraufhin tatsächlich minderwertiger zu verhalten und den Nazis nachzulaufen.

  • Auch die Flüchtlingpolitik hat im Osten der Republik keineswegs die Auswirkungen wie in vielen westdeutschen Kommunen, und trotzdem wird sie als Vorwand hergenommen, diese allgemeine Dauer-Krittelei zu rechtfertigen.


    Kann ja sein, dass dass es ein nationales Minderwertigkeitsgefühl gibt, das ist aber kein Grund, sich daraufhin tatsächlich minderwertiger zu verhalten und den Nazis nachzulaufen.

    Diese Jungs sind von Demokratie und Rechtsstaat einfach wahnsinnig enttäuscht. Der Nazismus bietet ihnen Halt. Sie reden sich ein, dass "früher alles besser war", dass der NS-Staat das wahre Deutschtum repräsentiert und der Adolph den Krieg nur verloren hat, weil Juden und Kapitalisten ihn gelinkt haben. Sie würden gern dort weiter machen, wo Hitler aufhören musste.

  • Das halte ich für falsch, denn keiner hat Nazi-Deutschland noch bewusst erlebt. Dass sie es zurückwünschen, glaube ich nicht. Was sie aber auch nicht erlebt haben, sind Demokratie und Rechtsstaat und sie sind deshalb von deren Fehlern enttäuscht.

    Auch in einer Demokratie versuchen Politiker, ihr eigenes Süppchen zu kochen, und auch in einem Rechtsstaat können Juristen versuchen, ihre Entscheidungen nach eigenen Vorstellungen, Liebedienerei oder Beziehungen zu treffen.

    Allerdings kann man dagegen angehen, man muss sich nicht zwingend reglos niederlassen, das große Jaulen beginnen, sich wieder von aller Welt verarscht fühlen und mit denen sympathisieren, die selbst innerhalb ihrer eigenen Blase undemokratisch agieren.

  • Das halte ich für falsch, denn keiner hat Nazi-Deutschland noch bewusst erlebt. Dass sie es zurückwünschen, glaube ich nicht.

    Das ist es ja gerade. Sie haben es selbst nicht erlebt und fallen deshalb umso leichter auf das Geschwätz von AfD und Co. rein. Was sie aber erlebt haben, ist der schlagartige Wechsel von kommunistischer Wohlfühldiktatur zu einem kapitalistischen Dschungel, in dem man frei und selbstbestimmt ist. Das haben viele nicht verkraftet. Sie wollen die Diktatur wieder zurück haben. Sie verlangen nach Führung. Sie wollen glücklich sein. Liberalismus und Eigenverantwortung sind reinstes Gift für Menschen, die in einem kommunistischen Umfeld sozialisiert wurden.