afd wirkt: rechtsextremist versucht schwarzen zu erschießen

  • Dass die DDR-Bewohner sich in einer kommunistischen "Wohlfühldiktatur" wähnten, ist angesichts der vielen Fluchtversuche und der Nörgelei bei Gespächen mit Vertrauten für falsch. Mir kommt aber der Gedanke, dass sie eventuell einfach ans Nörgeln gewöhnt waren und einfach weiternölrgeln, ungeachtet der Umstände, unter denen sie gerade leben.

  • ... Politik für das Land zu machen, für Hessen oder Sachsen heißt, dass man die Politik für die Menschen vernachlässigt? ...

    So ungefähr mutet das an, was seit der Wende läuft. Alles für die Wirtschaft, und wenn Brotkrumen übrig bleiben fällt auch mal was für die Menschen ab.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Die Westzonen haben sich von Beginn an gegnerisch zur sowjetischen Besatzungszone verhalten. Die von Adenauer angestrebte Westbindung bewirkte, dass alle Bestrebungen, die dt. Einheit wieder herzustellen unterbunden wurden.

    So weit richtig. Und es gab sie ja, die Politiker, die sich einer "Vereinigung" nicht entgegenstellten und sie offen diskutieren wollten. Nur stellte die ganz schnell fest, dass denen das nicht gut bekam.

    Denn von Anfang an war "Der Russe" Feindbild Nr. 1 und sollte draußen gehalten werden.


    Jeder Befürworter einer Einheit geriet ins Fadenkreuz der Org Gehlen und seiner Denunziations-Maschine.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Mir kommt aber der Gedanke, dass sie eventuell einfach ans Nörgeln gewöhnt waren und einfach weiternölrgeln, ungeachtet der Umstände, unter denen sie gerade leben.

    Das gibt es sicherlich auch. Vermutlich gibt es auch welche, die die sogenannte "Wiedervereinigung" von vorn herein abgelehnt haben, weil sie eben nicht der Meinung waren, dass ihre Utopie gescheitert ist. Hartgesotte, stramme Kommunisten wie Sudel-Ede zum Beispiel.

  • Das ist dein subjektiver Eindruck. Warum auch immer. Vielleicht wähnst du dich auf der Verliererseite, oder gehörst zu den Leuten, die bestimmte Errugenschaften als selbstverständlich erachten und sich dann darüber empören, dass sie sich finanziell daran beteiligen sollen.

    Dein Beitrag kommt den spekulativ angelegtem Versuch gleich mich billig zu diskreditieren. Gleichzeitig versuchst du ungewollt, ich vermute eher gewollt, Leute zu verhöhnen, die im angeblich ach so gut aufgestellten Deutschland zu den Verlierern gehören. Du übersiehst scheinbar: Im Niedriglohnsektor verdingen sich seit 2005 ca. 35% der Beschäftigten, 1995 waren es noch 15%.


    Wie erklärst du diesen Anstieg?

    Sind die arbeitenden Menschen dümmer oder fauler geworden?

  • Du übersiehst scheinbar: Im Niedriglohnsektor verdingen sich seit 2005 ca. 35% der Beschäftigten, 1995 waren es noch 15%.


    Wie erklärst du diesen Anstieg?

    Sind die arbeitenden Menschen dümmer oder fauler geworden?

    Ich kann nur spekulieren. Was sagen denn Fachleute dazu?


    Ah, hier steht es:

    http://www.bpb.de/geschichte/d…5/niedriglohnsektor?p=all

    Zitat


    3. Gründe für die wachsende Zahl von Geringverdienern

    Wie konnte es zu solch einem starken Anstieg der Niedriglohnbeschäftigung kommen? Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit, vor allem nach der Wiedervereinigung, hatten Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt eine schwache Verhandlungsposition. Der Rückgang der Tarifbindung – in Westdeutschland war im Jahr 2008 etwa jeder dritte Betrieb (34 Prozent), in Ostdeutschland hingegen nur gut jeder fünfte Betrieb (21 Prozent – Zahlenangaben nach IWH 2009, S. 51) an eine Tarifregelung gebunden – hat die Ausweitung der Niedriglohnbeschäftigung ebenfalls begünstigt. Vor allem durch die Auslagerung von Unternehmensteilen an andere Unternehmen, die nicht tarifgebunden sind, versuchen Unternehmen Kosten zu sparen. Sie erhöhen gleichzeitig den Druck auf die Stammbeschäftigten, Zugeständnisse bei Löhnen, bei Sonderzahlungen oder bei der Arbeitszeit zu machen. Durch die Verlagerung der Beschäftigung zum Dienstleistungssektor hat sich die Beschäftigung von Frauen ausgeweitet. Ein Teil dieser Verlagerung war mit dem Rückgang von Vollzeittätigkeiten und der Ausweitung von Minijobs verbunden, die durch eine unterdurchschnittliche Bezahlung gekennzeichnet sind.

  • Die AfD begann als ostdeutsche Erscheinung mit westdeutschen Ausläufern, sie hat auch immer noch im Osten ihre größten Erfolge. Da nun aber der Osten weit weniger Flüchtlingsströme zu verkraften hat als die westdeutschen Kommunen, trotz all der Unsäglichkeiten der westdeutschen Politik, kommen mir die Zusammenhänge mit dem Neokolonialimus und der ungerechten Weltwirtschaftsordnung sehr konstruiert vor.


    Dass die AfD im Osten geboren worden sein soll, erscheint mir auch sehr konstruiert. Henkel und Lucke als Ossis, klingt charmant, ist aber nicht unbedingt richtig.

  • Ich kann nur spekulieren. Was sagen denn Fachleute dazu?


    Ah, hier steht es:

    http://www.bpb.de/geschichte/d…5/niedriglohnsektor?p=all

    Ich könnte es nicht besser darstellen, wie diese von dir verlinkte Quelle. Diese weist auf vielseitige willkürliche Versuche seitens der Arbeitgeber, in Deutschland Löhne zu drücken. Gewinne machen auf Kosten anderer - diese anderen sollen verlieren, damit skrupellose Akteure satt Kasse machen können. Ein Ausdruck für das soziale Versagen des Kapitalismus.

  • Dass die DDR-Bewohner sich in einer kommunistischen "Wohlfühldiktatur" wähnten, ist angesichts der vielen Fluchtversuche und der Nörgelei bei Gespächen mit Vertrauten für falsch. Mir kommt aber der Gedanke, dass sie eventuell einfach ans Nörgeln gewöhnt waren und einfach weiternölrgeln, ungeachtet der Umstände, unter denen sie gerade leben.

    Das kommt als das arrogante Geblubber von Wessis vor, die vom Osten soviel Ahnung haben wie eine Kuh vom Klavierspielen.


    Viele Ossis hatten Grund zur massiven Kritik an der DDR, konnten sich aber eine solche nicht erlauben.

    Und nach der Wende wurde die neue Freiheit schnell mit D-Mark und Blättern im Otto-Katalog gleich gesetzt, die Meinung der Normalmenschen unter den Ossis interessierte (genauso wie die der Normalos unter den Wessis) die neue Politik einen Dreck.


    Die Ostbetriebe wurden in wenigen Jahren verramscht und größtenteils geschliffen, Ossis verloren scharenweise ihre Jobs und konnten lernen, dass die neuen Eliten genauso wie alten lügen und betrügen.


    Und dann wundern sich die Macher und Mitläufer dieses undemokratischen Systems darüber, dass die im alten Ost- wie im neuen vereinigten Gesamtdeutschland zur politischen Unmündigkeit erzogenen Neubürger den modernen Rattenfängern auf den Leim gehen. Diese Bigotterie stinkt zum Himmel.

  • Auch die Flüchtlingpolitik hat im Osten der Republik keineswegs die Auswirkungen wie in vielen westdeutschen Kommunen, und trotzdem wird sie als Vorwand hergenommen, diese allgemeine Dauer-Krittelei zu rechtfertigen.

    Es geht doch keineswegs nur um die Flüchtlingspolitik, die ist doch nur der Aufhänger, an dem sich die AfD festkrallt, um wirklich die übleren Typen an sich zu binden.

    Es ist die europäische Desintegration, die von Merkel vorangetrieben wurde, mittels Austeritätspolitik und Verächtlichmachung der südeuropäischen Staaten durch unsere Medien. Es ist die Feindposition zu Russland, die Deutschland massive Nachteile einbringt, nur weil wir in vasallischer Unterwerfung die Politik der USA in vorauseilendem Gehorsam bedingungslos unterstützen, ganz gleich, wie blödsinnig diese gestaltet wird. Und es ist die kritiklose Haltung gegenüber Polen, dem Baltikum, die Ausdehnung der Nato an Russlands Grenzen, die unmittelbar gegen dt. Sicherheitsinteressen gerichtet ist, denn Deutschland wird im Konfliktfall der Hauptkriegsschauplatz werden. Dass Deutschland hinsichtlich seiner internationalen Wettbewerbsfähigkeit infolge mieser Bildungspolitik und noch schlechterer Familien- und Sozialpolitik stetig verliert, ist ein weiterer entscheidender Punkt, weshalb die GroKo weg muss. Wir brauchen eine andere bessere Politik! Ein Bündnis Rot/Rot/Grün könnte viel bewirken, wenn die richtigen Leute die Führung übernehmen.

  • Ich könnte es nicht besser darstellen, wie diese von dir verlinkte Quelle. Diese weist auf vielseitige willkürliche Versuche seitens der Arbeitgeber, in Deutschland Löhne zu drücken. Gewinne machen auf Kosten anderer - diese anderen sollen verlieren, damit skrupellose Akteure satt Kasse machen können. Ein Ausdruck für das soziale Versagen des Kapitalismus.

    Der Kapitalismus ist nicht für Sozialpolitik zuständig.


    Dass die (Ex-DDR-)Arbeitnehmer die Verlierer der sogenannten "Wiedervereinigung "sind, liegt einerseits an der ihnen anerzogenen Unmündigkeit im "Arbeiter-und-Bauernstaat", aber anderseits auch daran, dass man sie einfach ins kalte Wasser warf. Gewerkschaften und Politiker hätten diese Entwicklung verhindern können, aber leider konnten sie es nicht voraussehen.


    Die Unternehmen haben nur das getan, was sie immer tun, nämlich ihre Profite maximiert.

  • Der Kapitalismus ist nicht für Sozialpolitik zuständig.


    Dass die (Ex-DDR-)Arbeitnehmer die Verlierer der sogenannten "Wiedervereinigung "sind, liegt einerseits an der ihnen anerzogenen Unmündigkeit im "Arbeiter-und-Bauernstaat", aber anderseits auch daran, dass man sie einfach ins kalte Wasser warf. Gewerkschaften und Politiker hätten diese Entwicklung verhindern können, aber leider konnten sie es nicht voraussehen.


    Die Unternehmen haben nur das getan, was sie immer tun, nämlich ihre Profite maximiert.

    "Gewerkschaften und Politiker hätten diese Entwicklung verhindern können, aber leider konnten sie es nicht voraussehen."


    So könnte man auch die Entstehung und Machtergreifung des deutschen Faschismus erklären.


    Klar, hinterher ist man meistens klüger, aber so blöd wie sich die deutsche Politik seit 1989 angestellt hat, muss und darf man nicht sein, erst recht nicht, wenn man politisch arbeiten (und damit dick Geld verdienen) will. Natürlich war einfach zu erkennen, was eine flotte Anpassung der DDR an die BRD-Systematik erbringen würde: Den weitgehenden Zusammenbruch der dortigen Wirtschaft und den damit zwangsläufig verbundenen Verlust der Mehrheit der bisherigen Arbeitsplätze.


    Das hat die Politik kommen sehen, das musste sie erkennen, wenn nicht, dann sollten die damaligen wie heutigen Blindgänger 50% der Nettobezüge, die sie für ihr Dilettantentum erhalten haben, an den Staat zurück überweisen.


    Die Politik hat willentlich die Menschen größtenteils belogen und betrogen, der Bimbeskanzler faselte etwas von blühenden Landschaften, die so entweder nicht kamen und wenn, an deren Blütenduft die Normalbevölkerung nur eingeschränkt schnuppern durfte. Kasse machten Eigennutz & Co, die sich an Soli und den krummen Geschäften der Treuhand bis heute bereichern.


    Die Aussage, dass Unternehmer darauf konditioniert wären unisono maximale Profite zu scheffeln, halte selbst ich als entschiedener Kapitalismuskritiker für ein Gerücht. Es gibt die schwer kranken Nasen, die für jedes Prozent Rendite die eigene Großmutter verkaufen und die eigene Mutter als Zuschlag drauf legen würden, die Handlungen dieser kranken Idioten sind leider auch sehr relevant für die vielfältig kranken Entwicklungen auf diesem Globus (es ist ja nicht das erste mal dass Kranke die Welt in Richtung Wand fahren), aber so krank sind nicht alle.


    Es gibt keine Lizenz zum sich und andere ruinieren, auch nicht für schwerkranke Hirne, die Gott Mammon so tief in dessen vergoldeten Popo gekrochen sind, so dass sie seit langem nicht mehr mitbekommen, was für ein Scheiß sich alles unter diesem Popo angesammelt hat. Diese Kritik gilt auch für die Politik,welche als billige Hure dieser manischen Profitmaximierung zuarbeitet. Diese betreibt einen unmenschlichen Verrat an all den Opfern dieser Maximierung und das sind inzwischen weltweit mindestens 3,5 Milliarden Menschen.


    Und selbstverständlich ist der Kapitalismus für das Soziale zuständig, so wie jedes politische und wirtschaftliche System das ist, erst recht, wenn er sich zum allein selig machenden System aufplustern will. Dann muss er sich wenigstens effizient darum bemühen, dass er das einhält, was er verspricht. Das fällt aber meist aus, genauso wie es bei all den leeren Versprechungen des Wiederveinigungs-Gedöns ausgefallen ist.


    Wirtschaft findet nicht im luftleeren Raum statt, das was Finanzwelt und Ökonomie betreiben, setzt auf große Teile der Menschheit, wenn diese vielen Menschen als Produzenten und Konsumenten verplant werden. Wenn dieses Vorgehen dann sehr negative Folgen für viele dieser Menschen zeitigt, gehört dieses Vorgehen sanktioniert und unterbunden.


    Kapitalismus ist keine putzige Feierabendrunde Monopoly, die keinem weh tut und den wenigen Spielern Spaß bereitet. Der aktuelle Finanzkapitalismus ist ein Verbrechen an großen Teilen der Menschheit. Möglicherweise werden die dafür Verantwortlichen das erst wieder merken (wenn überhaupt), wenn mal wieder fast alles in Schutt und Asche liegt. Wir sind auf direktem Wege dahin, auch deswegen, weil große Teile der Menschheit aus den Fehlern der Vergangenheit und den vielen damit verbundenen Opfern nichts lernen wollen.

  • Dass die (Ex-DDR-)Arbeitnehmer die Verlierer der sogenannten "Wiedervereinigung "sind, liegt einerseits an der ihnen anerzogenen Unmündigkeit im "Arbeiter-und-Bauernstaat", aber anderseits auch daran, dass man sie einfach ins kalte Wasser warf. Gewerkschaften und Politiker hätten diese Entwicklung verhindern können, aber leider konnten sie es nicht voraussehen.

    "Anerzogene Unmündigkeit" - so ein Stuss. Du kennst mit Sicherheit niemanden, der in der DDR gelebt hat.


    Es gab einen, der die Probleme vorhergesehen hat: Lafontaine. Und der wurde als Überbringer der schlechten Nachricht geprügelt.


    Der Geburtsfehler war die überstürzte Einführung der Westmark, wodurch der Handel mit dem Osten Europas zusammenbrach (was Helmut Kohl nicht vorhersehen konnte, wie er mit treuherzigem Augenaufschlag verkündete). Hinzu kam, dass man auch Firmen platt gemacht hat, die auf dem Weltmarkt durchaus konkurrenzfähig waren. Die Westfirmen haben sich gefreut, auf diese Weise lästige Konkurrenz los zu werden, denn der Westen brauchte aufgrund seiner Überproduktion die Ex-DDR als Absatzmarkt, aber nur sehr begrenzt als Arbeitsmarkt. Das betraf sogar Gastronomie und Landwirtschaft; Hotels und Gaststätten wurden von Westfirmen übernommen und bekamen Knebelverträge, nur noch Lebensmittel aus dem Westen anzubieten.


    "Unternehmen haben nur das getan, was sie immer tun, nämlich ihre Profite maximiert." Natürlich, und die Politik hat ihnen fleißig dabei geholfen.

  • "Unternehmen haben nur das getan, was sie immer tun, nämlich ihre Profite maximiert." Natürlich, und die Politik hat ihnen fleißig dabei geholfen.

    Dabei hat die Politik eher die Aufgabe, den Kapitalismus zu dämpfen, denn innerer Frieden ist wichtig für jeden Staat. Aber naja, nun hat man ja Erfahrung. Sollte sich noch mal ein Staat der BRD anschließen wollen, wird man die alten Fehler sicher nicht wiederholen.

  • Es ist die europäische Desintegration, die von Merkel vorangetrieben wurde, mittels Austeritätspolitik und Verächtlichmachung der südeuropäischen Staaten durch unsere Medien. Es ist die Feindposition zu Russland, die Deutschland massive Nachteile einbringt,

    Merkel hat die Medien veranlasst, mittels Verächtlichungmachung der südeuropäischen Staaten die europäische Desintegration voranzutreiben?


    Verstehst du eigentlich selbst immer, was Du schreibst? Es ist doch ausnahmslos eine Aneinanderreihung von Schlagworten.


    Dass in Russland der Feind gesehen wird, hat sich Russland selbst redlich verdient, durch blutige Niederschlagung der Aufstände in Ostdeutschland und sogenannten "Bruderländern".

  • Dass in Russland der Feind gesehen wird, hat sich Russland selbst redlich verdient, durch blutige Niederschlagung der Aufstände in Ostdeutschland und sogenannten "Bruderländern".

    Dafür war Russland definitiv nicht verantwortlich, das geschah während des Kalten Krieges durch die UdSSR, die ihren Einflußbereich sichern musste. Russland hat nach der Wende immer dem Westen die Hand gereicht, ehrlich Kooperation angeboten, die allerdings nicht angenommen wurde, weshalb man eben reagierte und seine Verteidigung wieder auf Vordermann brachte, was jeder verantwortungsbewußte Staat tun würde, an dessen Grenzen ein potentieller Gegner aufmarschiert.

    Und Du solltest mal gegenüberstellen, in wieviel Staaten die USA interveniert haben, wenn ihnen dort die Entwicklung nicht passte. Die Kette ist wesentlich länger als die der UdSSR.

  • Ach so, Russland ist nicht die UdSSR. Ja dann. Dann muss man´s umschreiben und fragen, warum nicht sehr viele Leute gemerkt haben, dass es nur noch Russland gibt und keine UdSSR mehr ;-)

    Russland ist der Rest der UdSSR, man nennt es auch Nachfolgestaat. Und das politische System Russlands hat dort angeknüpft, wo es die Revolution von 1905 hinterlassen hat. Das erklärt vieles, was dort heute abläuft. Russland ist eindeutig ein kapitalistischer Staat geworden. Zudem hat Russland die 1000 Jahre Diktatur des Reiches nie bisher überwinden können, die die Menschen geprägt haben. Das alles zum Verständnis, wenn man Russland begreifen will.

  • Zudem hat Russland die 1000 Jahre Diktatur des Reiches nie bisher überwinden können, die die Menschen geprägt haben. Das alles zum Verständnis, wenn man Russland begreifen will.

    Das, und die Sowjetdiktatur. Aus dem Grund tun sich die Russen auch mit Demokratie so schwer.


    War ja in Deutschland auch so ähnlich. Der erste Anlauf nach dem WW1 ging daneben. Der zweite Versuch hat jetzt schon 70 Jahre gehalten. Das gibt Hoffnung. Obwohl die Feinde der Demokratie in den letzten Jahren wieder ziemlich stark geworden sind.

  • Der Kapitalismus ist nicht für Sozialpolitik zuständig.

    Tja das denken viele dieser Knallchargen in den Leitungsebenenen von Unternehmen. In unserer Verfassung liest sich das etwas anders.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca