Landtagswahlen Sachsen 2019

  • […] CDU/CSU ist schon nicht das Schlechteste.

    Zumindest aber hat sie auf Bundesebene seit Oktober 1982 die Lebenssituation zahlreicher Bürger sukzessive zu verschlechtern beigetragen… die "politische Mitte" ist verschoben worden, der Miittelstand bedenklich geschrumpft, (West-) Deutschlands Kerntugenden Stabilität und Wohlstand sind im Gini-Koeffizient trotz aller Beteuerungen, im internationalen Vergleich spürbar abgerutscht…


    Die Mehrheit der DDR-Bürger war ja schon vor der Wiedervereinigung staatsverdrossen, und genau diese Eigenschaft pflegt man als typische Folklore weiterhin - der Erfolg der AfD ist doch ein deutliches Zeichen, dass die "bürgerliche Mitte", die sich in den Neuen Bundesländern als abgehängt wahrnimmt, jedes Staatswesen auszuhebeln entschlossen ist.

  • Und Du glaubst allen Ernstes, im Falle des Deinen Wünschen entsprechenden Wahlergebnisses würden, ...

    Ich hatte kein meinen Wünschen entsprechendes Wahlergebnis. Ganz einfach deshalb, weil ich keiner der angetretenen Gruppierungen oder Parteien zutraue, die polarisierte Situation zu befrieden und das Land voranzubringen. Von daher hatte ich nichts erwartet. Das habe ich auch bekommen.

  • […] weil ich keiner der angetretenen Gruppierungen oder Parteien zutraue, die polarisierte Situation zu befrieden und das Land voranzubringen. […}

    Es scheint das generelle Problem der Politik zu sein, dass die Unlösbarkeit vorhandener Probleme ihre wahre Existenzgrundlage ist - verkauft werden kann schließlich nur die Illusion, es werde besser - wohl niemand hat es treffender formuliert als Dr Irénée Louis Sandomir, der Politik, egal welcher Couleur, als Abfolge parteilicher und rhetorischer Wutanfälle charakterisiert hat…

  • … dass die Unlösbarkeit vorhandener Probleme ihre wahre Existenzgrundlage ist ...

    Es gibt kein unlösbares Problem. Auch nicht in Sachsen. Jedenfalls nicht aus der Gruppe, die auf Landesebene zu lösen sind oder auf deren Lösung im Bund oder auch in der EU zumindest Einfluss genommen werden kann. Punkt. Landesregierungen werden gewählt, um die Interessen das Landes oder Freistaates zu vertreten und nicht nur für den Fortbestand, sondern für eine Weiterentwicklung zu sorgen. Auch Punkt. Es kann nicht sein, dass beispielsweise solche erkennbar idiotischen Vorschläge wie die der Kohleausstiegsfolgen-Kommission auch nur ansatzweise und widerspruchsfrei durchkommen. So was geht ganz einfach nicht. Ich habe seitens der Landespolitik keinen Aufschrei vernommen. Und es gibt Lösungen.

  • Zumindest aber hat sie auf Bundesebene seit Oktober 1982 die Lebenssituation zahlreicher Bürger sukzessive zu verschlechtern beigetragen…

    Das bildest du dir ein. Laut OECD-Bericht 2018 schneidet Deutschland besser ab als der Durchschnitt der 34 gemessenen Industrieländer. Das soziale Umfeld mit Familie und Freunden stimmt, die Umweltqualität ist hoch, Jugendarbeitslosigkeit ist gering. Auch die Gefahr, Opfer eines Verbrechens zu werden, viel geringer als anderswo. Die Wirtschaft wächst seit Jahren, die Staatskassen sind gut gefüllt.


    Die Mehrheit der DDR-Bürger war ja schon vor der Wiedervereinigung staatsverdrossen, und genau diese Eigenschaft pflegt man als typische Folklore weiterhin - der Erfolg der AfD ist doch ein deutliches Zeichen, dass die "bürgerliche Mitte", die sich in den Neuen Bundesländern als abgehängt wahrnimmt, jedes Staatswesen auszuhebeln entschlossen ist.

    Rund 20% rechtsradikale, AfD-wählende Spinner in der Ex-DDR, sind nicht die Mehrheit.


    Und gerade in Westdeutschland wird man sich hüten ein Staatswesen abzusägen, das für 70 Jahre Frieden und Wohlstand zeichnet.

  • Hätte, hätte, Fahrradkette.

    Sich für Flüchtlinge einzusetzen kommt halt nicht mehr an.

    Es geht bei dem Ergebnis der AfD nicht um Flüchtlinge, die sind nur ein Aufhänger für die ganz Verblödeten. 30 Jahre kolonialistische Politik gegen die NBL und deren Folgen sollte man analysieren, dazu den Exitus an jungen Fachkräften und die Entvölkerung der ländlichen Räume spielen die Hauptrolle, ebenso die Anbiederung der Die Linke an die etablierten, deren Bestrebungen an den Fettöpfen der politischen Macht teilzuhaben, kommen negativ an und führten zu überproportionalen Verlusten.

  • Was hast du denn an Merkel auszusetzen? Sie will doch sowieso aufhören. CDU/CSU ist schon nicht das Schlechteste.

    Sie war und ist als Kanzlerin unfähig und hat die Chancen Deutschlands weitgehend verspielt. Die Infrastruktur ist verlottert, 1 Billion Investitionen wurden nicht getätigt, dazu das Verhältnis zu Russland in eine durchaus kritische Phase gebracht, ganz abgesehen davon, dass die EU desintegriert worden ist.

  • Du musst dieses Land wohl sehr hassen. :(

    Genau das Gegenteil ist der Fall, es geht mir gegen den Strich, wie dümmliche Politik Deutschland und die EU ruiniert, erneut völlig unnötige Spannungen eskaliert werden, die sich schnell in militärischen Konflikten entladen können. Dazu die unterirdische Wirtschaftspolitik, die in keiner Weise den Erfordernissen der Zeit entspricht.

  • Sie war und ist als Kanzlerin unfähig und hat die Chancen Deutschlands weitgehend verspielt. Die Infrastruktur ist verlottert, 1 Billion Investitionen wurden nicht getätigt, dazu das Verhältnis zu Russland in eine durchaus kritische Phase gebracht, ganz abgesehen davon, dass die EU desintegriert worden ist.

    Unter Beachtung all ihrer Schwächen und Missachtung der Frage, ob ihre Entscheidung in der Flüchtlingsfrage richtig war oder nicht: Diese Frau hat Deutschland ziemlich erfolgreich durch allerlei Krisen geführt; sie wird von den mächtigsten Frauen und Männern dieser Welt respektiert, sie kann sehr mutig sein und hat ihren Job unterm Strich in den harten Zeiten ihrer Regierungszeit (international und national) gut gemacht. Nach ihr wird es nicht lange dauern, bis sich so mancher einer Person wie Frau Merkel zurückwünscht ...

  • Unter Beachtung all ihrer Schwächen und Missachtung der Frage, ob ihre Entscheidung in der Flüchtlingsfrage richtig war oder nicht: Diese Frau hat Deutschland ziemlich erfolgreich durch allerlei Krisen geführt; sie wird von den mächtigsten Frauen und Männern dieser Welt respektiert, sie kann sehr mutig sein und hat ihren Job unterm Strich in den harten Zeiten ihrer Regierungszeit (international und national) gut gemacht. Nach ihr wird es nicht lange dauern, bis sich so mancher einer Person wie Frau Merkel zurückwünscht ...

    Diese Auffassung kan ich in keiner Weise teilen, doch es sei Dir unbenommen, es so zu sehen. Deutschland und die EU wurden durch auch die Politik von Frau Merkel in der geselschaftlichen Entwicklung um mindestens 10 bis 15 Jahre zurückgeworfen. Es wird für eine nächste Regierungskonstellation extrem schwer werden, die durch Merkels Politik entstandenen Schäden und Versäumnisse aufzuarbeiten bzw. zu korrigieren.

  • Merkels Politik war gekennzeichnet von Dilettantismus. Ihre Atompolitik war ein einziges Desaster. In der Finanzpolitik hat sie nur reagiert, indem sie viel Geld in die Hand genommen hat, wovon ausschließlich Banken und Autoindustrie (Abwrackprämie) profitiert haben. Ihre Handhabung der Flüchtlingskrise war gut gedacht, aber schlecht gemacht. Ansonsten wurden Probleme nur ausgesessen. Klimaziele wurden krachend verfehlt. Die Probleme in der Sozialversicherung wurden mit halbherzigen Maßnahmen zugekleistert. Auf dem Arbeitsmarkt haben prekäre Arbeitsverhältnisse zugenommen.

    Insbesondere die Jahre 2013-2017 wurden vergeudet, als man mit der SPD eine Zweidrittelmehrheit hatte, mit der man ggf. Grundgesetzänderungen hätte durchsetzen können, um Reformen voranzutreiben.

  • .............. sie wird von den mächtigsten Frauen und Männern dieser Welt respektiert, ..............

    Ein dt. Regierungschef wird i.d.R. respektiert, das sagt rein gar nichts über seine Qualität aus. Schließlich erwarten die Damen und Herren, die die Macht haben, auch Gegenleistungen sowie auch Respekt. Auch die Ehrendoktorwürden sind keineswegs über zu bewerten, die bekommt man eben in solcher Funktion als Staatschef. Wie die Leistung zu bewerten ist, ist eine gänzlich andere Frage. Neben Schröder dürfte Merkel als eine der eher schlechten Kanzler in die Geschichte eingehen.


    Allein, dass die sogenannten Volksparteien CDU/CSU/SPD in der Wählergunst in den Keller gerutscht sind und eine Partei, wie die AfD entstehen konnte, ist ein Ergebnis, das voll zu Lasten der Politik von Schröder, aber vor allem, von Merkel geht.

  • Diese Auffassung kan ich in keiner Weise teilen, doch es sei Dir unbenommen, es so zu sehen. Deutschland und die EU wurden durch auch die Politik von Frau Merkel in der geselschaftlichen Entwicklung um mindestens 10 bis 15 Jahre zurückgeworfen. Es wird für eine nächste Regierungskonstellation extrem schwer werden, die durch Merkels Politik entstandenen Schäden und Versäumnisse aufzuarbeiten bzw. zu korrigieren.

    Nur die jetzigen Wahlergebnisse haben mit deiner wiederholt gemachten Einschätzung nichts zu tun.


    Die Rechtsaussenwähler und Erfolge der AFD in Sachsen ( und anderswo in östlichen Dunkeldeutschland ) haben komplett andere Ursachen, dort will man in diesee miefigen Blase des Nationalismus und des Egozentrischen weiterleben, dieser Menschenschlag hat überhaupt nicht begriffen wie und was sich in unserer offenen und pluralistischen Gesellschaft bewegt.

    Au contraire, in weiten Teilen im Osten werden die Anti-europäischen, nationalistischen Tendenzen weiter steigen, und nicht weil die europäische Politik versagt, diese wird per se nicht angenommen, Leute die die AFD wählen sind Anti-Europäer.


    Und deine hochgelobten Linken werden auch über die Zeit im Osten diese Landes komplett marginalisiert werden.


    Ich erinnere nur an das Scheitern des Oskar Lafontaine seiner Zeit. Und zwar war das nicht nur weil er unbequeme Wahrheiten angesprochen hat, er hat etwas gesagt was die ostdeutschen Gefühle stark angegriffen und was bis dato dort nicht begreifbar ist.


    Oskar sprach davon das er sich als Gesamteuropäer sieht der sich auch z.B. in Paris zu Hause fühle könnte ( im übertragenen Sinne ).

    Ein Affront gegenüber den national gesinnten Auffassungen in Sachsen, Brandenburg etc.

  • Es geht bei dem Ergebnis der AfD nicht um Flüchtlinge, die sind nur ein Aufhänger für die ganz Verblödeten. 30 Jahre kolonialistische Politik gegen die NBL und deren Folgen sollte man analysieren, dazu den Exitus an jungen Fachkräften und die Entvölkerung der ländlichen Räume spielen die Hauptrolle, ebenso die Anbiederung der Die Linke an die etablierten, deren Bestrebungen an den Fettöpfen der politischen Macht teilzuhaben, kommen negativ an und führten zu überproportionalen Verlusten.

    Du solltest dir nicht Begrifflichkeiten der Braunen zu eigen machen, Kater- das steht dir nicht. In Kolonien werden nicht Billionen investiert/gepumpt, sondern entnommen. Kolonien haben auch keine eigenen Parlamente, sondern eine Kolonialverwaltung. Kolonien haben auch keine Verfassungen und schon gar nicht nennen sie sich Staat- einige mit Sahne und Kirsche oben drauf sogar Freistaat.

    Menschen, welche in echten Kolonien lebten und mit 20 keine Hände mehr hatten (Kongo) würden solchen Parolentrompetern ins Gesicht spucken.

  • Die Wahlergebnisse in Sachsen und Brandenburg erfüllen in jeder Weise meine Erwartungen, wenn auch nicht meine Hoffnungen.

    Es ist unangenehm, in einem Land zu leben, dessen einer Teil dem anderen fremd und feindlich gesinnt ist.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Die Wahlergebnisse in Sachsen und Brandenburg erfüllen in jeder Weise meine Erwartungen, wenn auch nicht meine Hoffnungen.

    Es ist unangenehm, in einem Land zu leben, dessen einer Teil dem anderen fremd und feindlich gesinnt ist.

    Niemand sollte jene Menschen vergessen, die NICHT AfD wählen. Ich hoffe, dass der Denkzettel für die anderen Parteien groß genug ist, um einige Dinge anders zu machen. Mal schauen. Ich bin halt eine leidenschaftliche Optimistin.

  • Die Wahlergebnisse in Sachsen und Brandenburg erfüllen in jeder Weise meine Erwartungen, wenn auch nicht meine Hoffnungen.

    Es ist unangenehm, in einem Land zu leben, dessen einer Teil dem anderen fremd und feindlich gesinnt ist.

    Wir haben jetzt unsere eigenen Südstaaten und ich sehe nicht das sich das in Kürze ändern wird.


    Was das für "unsere" (D) Außenwirkung bedeutet konnte ich gestern wieder in der englischen/amerikanischen Presse lesen. Viele Stimmen gehen da noch moderat mit um, aber es gab natürlich die Heissdüsen welche Drohungen wie 20 Atombomben reichen für D hinauskrakeelten.

    Wir sind und bleiben auf der Fahndungsliste, weil wir nun einmal die einzigen sind die diesen Horror auch umgesetzt haben. Da ist es egal ob die anderen auch Faschoblobs oder Ultra Rassisten in der Führung haben.Wir sind und bleiben unter doppelter Beobachtung und an uns werden doppelte Maßstäbe gesetzt. Ich hoffe das die Knallköppe das irgendwann kapieren.

  • Du solltest dir nicht Begrifflichkeiten der Braunen zu eigen machen, Kater- das steht dir nicht. In Kolonien werden nicht Billionen investiert/gepumpt, sondern entnommen. Kolonien haben auch keine eigenen Parlamente, sondern eine Kolonialverwaltung. Kolonien haben auch keine Verfassungen und schon gar nicht nennen sie sich Staat- einige mit Sahne und Kirsche oben drauf sogar Freistaat.

    Menschen, welche in echten Kolonien lebten und mit 20 keine Hände mehr hatten (Kongo) würden solchen Parolentrompetern ins Gesicht spucken.

    Zumal solche Art Erklärungsversuche nur zu billig sind.


    Negieren Sie doch das seit Bestehen der Bundesrepublik es auch hier Regionen gab wo aus diversen Gründen wenig bis gar nicht investiert wurde, die seit 50 Jahren als abgehängt gelten können. Gibt/gab es dort eine rechtspolitsche Erruption wie jetzt in den NBL's ?


    Und bei allen Beleidigtsein, vulgo ostdeutschen Befindlichkeiten und Rufen nach kapitalistischen, über alles sich ergiessenden Manna, erinnere ich hier daran das es nirgendwo auf der Welt vergleichbares gab wo innerhalb so einer Zeitspanne das hier geschafft wurde. Nirgendwo.


    Und auch nochmal, Ostdeutschland hätte mit dem Thatcherismus noch eine ganz andere, schon verwirklichte Fresse des Kapitalismus in Sachen Umwandlungsprozess erfahren können. Ein Vorgehen was so manche Industriefreunde der konservativen Sorte hier allzu gern umgesetzt hätten...

  • Niemand sollte jene Menschen vergessen, die NICHT AfD wählen. Ich hoffe, dass der Denkzettel für die anderen Parteien groß genug ist, um einige Dinge anders zu machen. Mal schauen. Ich bin halt eine leidenschaftliche Optimistin.

    Was wäre denn die Konsequenz oder "Alternative", also um diesen Denkzettel zu begegenen ?


    Nach Steuerbord ( also rechts ) driften um diffuse Befindlichkeiten jener zu befriedigen, für jedem ein Merkblatt in Sachen Zukunfsängste drucken lassen oder wieim Realsozialismus alles vorkauen müssen ?


    Das kann es doch nicht sein.