Landtagswahlen Sachsen 2019

  • Du weichst aus. Kannst du denn wenigstens einen ihrer Fehler nennen?

    Ich weiche in keiner Weise aus! Allein die unkorrigierte Fortsetzung von Schröders verhängnisvoller Agendapolitik wäre zu nennen, dann die Austeritätspolitik, die den Zusammenhalt der EU-Staaten und deren Solidarität miteinander ruiniert hat, die Politik gegenüber Russland, die zu einer Neuauflage des Kalten Kriegs führt, die Afghanistanpolitik, völlig abwegig und nutzlos, Die Vasallenschaft zu den USA und zu dem rechtsextremen Regime Netanyahus etc. etc., dazu die "Schwarze Null Politik" die zu den massiven Versäumnissen im Ausbau der Infrastruktur führte, die uns heute im internationalen Wettbewerb massiv schwächen! Das sind nur einige Positionen, man könnte noch zig weitwere hinzufügen, von der Bildungspolitik bis zur nicht angepassten Steuergesetzgebung etc.etc. pp!

  • Die SPD-Leute Helmut Schmidt und Gerhard Schröder waren gute Bundeskanzler, nach allem was ich über sie gelesen habe. Als ich nach Deutschland kam, war Helmut Kohl Kanzler. Den fand ich weniger berauschend.

    Als Schmidt von Kohl abgelöst wurde, schrieben englische Zeitungen, "A great man goes, a tall man comes".

  • Da hast Du einen Punkt: Es gibt ein Video, in dem Hillary Clinton die gesamte Pharmaindustrie angelastet wird, und dem "Clinton-Kartell" unterstellt wird, durch Zusammenarbeit mit der Pharmaindustrie Millionen von Amerikanern ums Leben zu bringen, weil niemand ihnen sagt, dass "sour honey" alle Krankheiten heilt. Sour honey (was immer das ist) gibt es nur selten, aber hier kann man es bestellen...


    Das Merkel-Kartell wiederum hat den Kalten Krieg mit Russland befeuert und vieles mehr... Augen auf!



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Als Schmidt von Kohl abgelöst wurde, schrieben englische Zeitungen, "A great man goes, a tall man comes".

    Deutschland hatte seit Otto von Bismarck eigentlich keinen Kanzler mehr, dem man uneingeschränkt "Größe" bescheinigen könnte.

    Adenauer hat Deutschland den USA unterworfen, Erhardt war als Kanzler überfordert, Brandt und Schmidt waren gegenüber den sonstigen Kanzlern ein Segen, Kohl hat den Zipfel der Geschichte erwischt und das Glück, als Einheitskanzler in die Geschichte eingehen zu dürfen. Schröder hat die SPD ruiniert und Merkel glänzte durch Unfähigkeit bis heute.

  • Deutschland hatte seit Otto von Bismarck eigentlich keinen Kanzler mehr, dem man uneingeschränkt "Größe" bescheinigen könnte.

    Bismark hat, um seinen seinen Plan das dt. Reich zu einigen eine ungeahnte Größe zu verleihen bewußt einen Krieg und eine Demütigung Frankreichs provoziert.

    Die Reparationen Frankreichs an das dt. Reich kannten zu jener Zeit kein Vergleich, das Land, bzw. Paris versank in ein Blutbad und das Kaiserreich brach zusammen.

    Durch diesen Akt legte er den Grundstein zur sogenannten Erbfeindschaft im vollen Bewusstsein das Frankreich seine verlorenden Ländereien sich zurück holen würde.


    Nur hatte die dt. Arroganz und typische, übergroße Hybris an der auch Bismark zu leiden hatte nicht bedacht das die folgenden Waffengänge zu Ungunsten Deutschlands ausgehen würden und wiederum das eigene Land ins Chaos stürzten.


    Ergo kann jemand wie Bismark niemals als mögliche Problemlösung gelten oder als Vorbild für irgendeine politische Größe...

  • Es ging wahrscheinlich nicht ohne die Kriege zur damaligen Zeit, um Deutschland zu einem Reich zu vereinen. Und die Erbfeindschaft zu Frankreich wurde in den Napoleonischen Kreigen begründet, hauptsächlich durch Preussen.

    Als Bismarck das Reich gesichert hatte, wollte er Stabilität, keineswegs neue Kriege führen, weshalb ihn der unselige Wilhelm II. auch in den Ruhestand schickte, darin besteht die Tragik des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.

  • Du weichst aus. Kannst du denn wenigstens einen ihrer Fehler nennen?

    1, Ausstieg aus dem Atomausstieg

    2, Keine Gestaltungswille in der Verkehrspolitik (wir zahlen 10 Mrd per anno für eine angeblich privatwirtschaftlich organisierte Bahn die uns gehört und viel zu wenig zu dem taugt, zu dem sie nütze sein sollte.

    3. Zu geringe Investitionen in die Bildung

    4. mangelnder Verbraucherschutz

    5. eine hegemonial ausgerichtete EU-Osterweiterung

    6. Nichteinlösung der Klimaschutzziele

    7. Nicht Einhaltung der 1972 versprochenen Oda-Qupte

    8.desaströs vergeigte PKW-Maut ("wird es mit mir nicht geben")

    9. Nichtstun in Bezug kalte Progression

    10. Aussitzen des Pflegenotstands

    11.jahrelanges Zulassen von Cum-Cum und Cum-Ex- Steuerbetrug

    12. Wahllüge Mehrwertsteuer

    13. Aussitzen des Dieselgate

    14. zunehmende Armutsquote (jedes 5 Kind wächst in einem relativ armen, jedes 6. Kind in einem absolit armen Haushalt auf)

    15. keinen Plan in der Rentenpolitik

    16. keinen Plan in der Wohnungspolitik

    17. einseitige und unsoziale Begegnung der Euroschuldenkrise

    18. einseitige und unsoziale Begegnung der Finanzkrise

    19. Kein Plan in der Energiepolitik

    20. verschleppte Infrastrukturbildung

  • Es ging wahrscheinlich nicht ohne die Kriege zur damaligen Zeit, um Deutschland zu einem Reich zu vereinen. Und die Erbfeindschaft zu Frankreich wurde in den Napoleonischen Kreigen begründet, hauptsächlich durch Preussen.

    Als Bismarck das Reich gesichert hatte, wollte er Stabilität, keineswegs neue Kriege führen, weshalb ihn der unselige Wilhelm II. auch in den Ruhestand schickte, darin besteht die Tragik des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.

    Ich würde eher mit Ludwig XiV beginnen. Man muss nur in Heidelberg auf den Hügel schauen, um zu sehen was er angerichtet hat. Aber eigentlich war schon der 30 jährige Krieg und Frankreichs unselige Rolle darin der Beginn zukünftiger Konflikte. Frankreich hatte nie Interesse an einem großen ostrheinischen Nebenbuhler und hatte daher immer seine Fühler nach den kleinen deutschen Fürstentümern ausgestreckt.

    Da die Geschichte nun einmal das fränkische Erbrecht kannte ist es nun einmal gekommen wie es ist. Aber die Bevölkerung hatte zu keiner Zeit ein Interesse an diesen ständigen Querelen. Karl der Allergrößte hätte einfach das karolingische Hausrecht ändern sollen und ein "geeintes" Europa wäre heute das normalste von der Welt^^.

  • Ja, das sind Punkte die "uns" am Herzen liegen und die sicherlich schlecht bearbeitet wurden, oder in härteren Fällen sogar sabotiert. Ich muss aber anmerken, wenn der Vergleich hier gestattet ist, dass 50% deiner Punkte noch nicht einmal Gegenstand einer Erwähnung (geistige Vergegenwärtigung) in der US-Politik (Gesellschaft) darstellen. Von daher würde ich anmerken, dass wir in D zumindest in der Theorie schon einen Zivilisationspunkt weiter sind.

  • Hurra!!! Nun wird nach der Wahl alles neu gemacht und man wählt sich die alten Larven wieder als Landtagspräsident.

    https://www.spiegel.de/politik…mt-bleiben-a-1285628.html


    Das ist natürlich was innovatives und das gab es......schon immer. Natürlich freue ich mich wieder über die Bestätigung meiner Vorurteile, die ich über dieses Bundesland habe. ;)


    Aber so ein Rechts-Konservatives Staubhirn ist ja die Bestätigung des Kontinuierlichen. Alle machen so weiter, weil da etwas neues versprochen wurde. Wahnsinn war was nochmal? Immer das gleiche tun und auf andere Ergebnisse zu hoffen? :D


    mfg

  • Ich würde eher mit Ludwig XiV beginnen. Man muss nur in Heidelberg auf den Hügel schauen, um zu sehen was er angerichtet hat. Aber eigentlich war schon der 30 jährige Krieg und Frankreichs unselige Rolle darin der Beginn zukünftiger Konflikte. Frankreich hatte nie Interesse an einem großen ostrheinischen Nebenbuhler und hatte daher immer seine Fühler nach den kleinen deutschen Fürstentümern ausgestreckt.

    Da die Geschichte nun einmal das fränkische Erbrecht kannte ist es nun einmal gekommen wie es ist. Aber die Bevölkerung hatte zu keiner Zeit ein Interesse an diesen ständigen Querelen. Karl der Allergrößte hätte einfach das karolingische Hausrecht ändern sollen und ein "geeintes" Europa wäre heute das normalste von der Welt^^.

    Auch "Karl der Größte" war ein Kind seiner Zeit und dazu ein Massenmörder an den Sachsen und anderen Volksstämmen.

  • Das hört sich schon wieder stark konstruiert an. Die "keinen Plan"-Punkte auf jeden Fall.

    Sicherlich hat Merkel auch manchen Fehler gemacht. Aber doch nicht "Zulassen von Steuerbetrug". Zu sowas hat sie doch überhaupt keine Macht. Hier ist kein Willkürregime am Werkeln.

    Auch deine angebliche "einseitige und unsoziale Begegnung" der Krisen entspringen vielleicht deinem Bauchgefühl, doch faktisch hat Mutti Merkel dieses Land souverän durch alle Krisen geschippert.


    Du bist mal wieder nur am Übertreiben.

  • Sicherlich hat Merkel auch manchen Fehler gemacht. Aber doch nicht "Zulassen von Steuerbetrug". Zu sowas hat sie doch überhaupt keine Macht.

    Dann nenne es "Beihilfe durch Unterlassen". Es war schon auffällig, wie lustlos Schäuble den Cum-Ex-Betrug angegangen ist.


    Ich bin auch nicht mit allem einverstanden in der Liste; z.B. Punkt 3 - Bildung ist Ländersache; Punkt 5 - die EU-Osterweiterung war vor ihrer Zeit; Punkt 7 - die ODA-Quote ist immerhin seit 2013 deutlich gestiegen. Aber "keinen Plan" zu haben in so wichtigen Fragen wie Rente, Gesundheit, Pflege, Wohnen ist nicht konstruiert, sondern durchgängige Charakteristik Merkelscher Politik des Aussitzens. Leute mit Ideen gab es genug, und wenn man den eigenen Landsleuten nicht traut, dann lohnt es sich, auch mal über den Tellerrand zu schauen, z.B. nach Österreich oder in die Schweiz. Dort sieht man zumindest, wie man eine vernünftige Bürgerversicherung und Rentenversicherung organisiert.


    Euroschuldenkrise und Finanzkrise wurden lediglich auf dem Rücken der Kleinsparer ausgetragen; wo sind die Regulierungs-Maßnahmen, die eine Wiederholung der Finanzkrise verhindern können?

  • Wobei es sich damals nicht um die Sachsen mit dem komischen Dialekt handelte, sondern um Bewohner des heutigen Niedersachsens. ;)

    Ich glaube, die Kämpfe um die Macht gingen über Niedersachsen hinaus, ist allerdings schwer zu belegen, da die Stammesverschiebungen in Europa noch nicht abgeschlossen waren.

  • Dann nenne es "Beihilfe durch Unterlassen". Es war schon auffällig, wie lustlos Schäuble den Cum-Ex-Betrug angegangen ist. (...) Euroschuldenkrise und Finanzkrise wurden lediglich auf dem Rücken der Kleinsparer ausgetragen; wo sind die Regulierungs-Maßnahmen, die eine Wiederholung der Finanzkrise verhindern können?

    Als es um die Mehrwetsteuererhöhung ging war sich die damalige GroKo schnell einig, wie man die Normalbürger flott abkassieren kann. Die lange Beständigkeit des Soli zeigt diese Wegelagerermentalität der Politik ebenso. Und wehe ein ALG-II-Bezieher nimmt einen Behördentermin nicht wahr, dann kann flott ein Abzug auf die eh niederen Bezüge drohen. Wenn es dagegen um die (wegen eigenem Versagen) drohenden Verluste der Banken geht, dann wird diesen Bankrotteuren mit dem hart erarbeiteten Steuergeld der mittleren und unteren Klassen der Popo gepampert. Oben darf gezockt werden was geht, dafür steht die Politik von Merkel.

    Zitat

    Ich bin auch nicht mit allem einverstanden in der Liste; z.B. Punkt 3 - Bildung ist Ländersache; Punkt 5 - die EU-Osterweiterung war vor ihrer Zeit; Punkt 7 - die ODA-Quote ist immerhin seit 2013 deutlich gestiegen.

    Bildung ist zwar Ländersache, aber der Bund könnte sehr wohl einen deutlich höheren Anteil zu den nationalen Bildungsausgaben leisten. Mit etwa nur 4,8% des BIP liegen diese im OECD-Vergleich nur im mageren Mittelfeld.


    Merkel hat die EU-Osterweiterung politisch unterstützt und fortgeführt und das in einem Sinne, der rücksichtslos über die russischen Interessen ging. Bei der EU-Osterweiterung ging es nie so wirklich um die Menschen, sondern um neue Märkte für westliche Exporte und östliche Importe von Billiglöhnern. und auf den Frieden und die Entspannungspolitik wurde und wird geschissen. Auch dafür steht Merkel.


    Deutschland sagte 1972 eine ODA-Quote von 0,7% des BIP zu, diese wurde in den nun 47 Jahren nur einmal erfüllt und lag rund 40 Jahre unter 0,4%. Merkel ist seit 2005 Kanzlerin, d. h. in den 8 Jahren bis 2013 dümpelte die ODA-Quote wie gehabt knapp oberhalb der Hälfte was 1972 versprochen wurde. Aktuell liegt sie bei 0,61%,also immer noch unter dem Versprochenen Wert, und erreicht die 0,7% Marke nur, wenn die Kosten für die hiesige Fluchthilfe zu den Ausgaben für Entwicklung gerechnet werden, was aber sinnlos wäre, da Fluchthilfe kaum mit Entwicklungshilfe gleichgesetzt werden darf, sondern eher einer Reaktion auf die Folgen mangelnder Entwicklungspolitik gleichkommt.