Hilfe, Bürger kommt!

  • Parteien brauchen Wähler/innen. Am Besten scheint das aus Sicht gerade etablierter Parteien der Typ von Wähler/in zu sein, der oder die artig sein Kreuz beim eigenen Verein macht und sich sonst genauso artig aus der Politik heraushält. Auf einem Volksfest dem örtlichen Abgeordneten die Hand schütteln und die handzahme Hintergrundkulisse fürs Poesialbum bilden, das geht noch ok, aber wehe es kommen kritische Fragen oder es meldet sich gar Protest. Dann tauchen manche Politiker/innen so flott ab wie ein Sack Zement im Dorfteich und es gilt das Motto dieses Threads. Das soll in diesem thematisiert werden.

  • Auf der Frageplattform abgeordnetenwatch haben die MdBs der CDU (200 Abgeordnete) aktuell (112.08.2019) 1713 von 2620 Fragen beantwortet (65,38%), die der CSU (46 Abgeordnete) 370 von 766 Fragen (48,30%). Damit belegen diese beiden Parteien im Vergleich von 9 im Bundestag vorhandenen Parteien die Plätze 7 und 8, nur die Partei "Die Blauen" (mit EX-AfD Frontfrau Frauke Petry kommt mit 35,29% beantworteten Fragen (6 von 17) noch schlechter weg.


    Zum Vergleich: Die Linke hat 740 Antworten von 868 Fragen beantwortet (85,25%) und belegt damit Platz 2, die Grünen haben 1001 von 1236 Fragen beantwortet (80,99%) und kommen auf Platz 3. Insgesamt wurden bis zum 12.08.2019 von 10231 Fragen 7409 beantwortet (72%).


    ]https://www.abgeordnetenwatch.de/


    Die schlechten Werte für CDU und SPD dürften auch daher rühren, dass eine nicht geringe Anzahl von Abgeordneten dieser beiden Parteien kategorisch Antworten auf Fragen verweigern, welche auf der Plattform abgeordnetenwatch an ihre Adresse gerichtet werden. Entweder schweigen sie ignorant zu den ihnen gestellten Fragen oder geben eine Erklärung ab, dass sie nicht auf dieser Plattform antworten wollen und dass die fragenden Bürger bitte sich direkt via Mail oder Post an sie wenden sollen. Das Interesse ist offensichtlich: Die Öffentlichkeit soll nichts von den Antworten dieser Abgeordneten mitbekommen, fragt sich simpel, warum?


    Die zweite Vorgehensweise wird z.B. vom MdB Björn Simon praktiziert:



    https://www.abgeordnetenwatch.…uestion/2018-11-22/307344


    Die von Herrn Simon vorgebrachten Bedenken gegenüber Abgeordnetenwatch erscheinen mir konstruiert und aus der Luft gegriffen. Das teile ich ihm mit und befrage ihn dazu:



    https://www.abgeordnetenwatch.…uestion/2018-12-04/307758


    Auch auf diese Kritik bzw. die damit verbundenen Fragen geht Herr MdB Simon nicht ein, sondern wiederholt nur stereotyp seine unbelegten Anschuldigungen gegenüber Abgeordnetenwatch und bitte um den "direkt" versuchten Dialog per Post oder E-Mail.

  • Auch auf diese Kritik bzw. die damit verbundenen Fragen geht Herr MdB Simon nicht ein, sondern wiederholt nur stereotyp seine unbelegten Anschuldigungen gegenüber Abgeordnetenwatch und bitte um den "direkt" versuchten Dialog per Post oder E-Mail.


    In einer am 9.April 2019 an Simons Adresse versendeten Mail habe ich an seinem Antwortverhalten und seinem Politikstil Kritik geübt:


  • In einer am 9.April 2019 an Simons Adresse versendeten Mail habe ich an seinem Antwortverhalten und seinem Politikstil Kritik geübt: (...)

    Auch auf diese Mail erfolgte keine Reaktion seitens des Herrn, der laut seiner Auskunft auf abgeordnetenwatch.de sich darauf freuen würde, direkt per Mail mit Bürger/innen sich austauschen zu können. Vielleicht liegt seine Zurückhaltung daran, dass ich neben ihm auch weitere rund 135 Adressen mit Kopien meines Schreibens bedacht hatte . Wenn dem so wäre, dann ist das m.E. nur peinlich für einen Menschen, der viel Geld in der Politik verdient und die Öffentlichkeit scheut, wenn es um die Politik geht, die er für genau diese Öffentlichkeit macht.


    Solche Themen scheinen ihm deutlich lieber zu sein:


    Zitat

    Im Moment nutze ich die parlamentarische Sommerpause des Deutschen Bundestages, um viele Termine im Wahlkreis wahrzunehmen. Bei diesen Veranstaltungen komme ich mit den Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Kreis Offenbach ins Gespräch und nehme viele Anregungen und Wünsche für meine Arbeit als Abgeordneter mit. Von zwei besonderen Terminen will ich an dieser Stelle gerne berichten.


    Anfang Juli hatte ich die Ehre, eine echte Hoheit zu treffen: die Deutsche Weinkönigin Carolin Klöckner. Gemeinsam mit ihr und dem Magistrat der Stadt Obertshausen durfte ich das jährliche Weinfest meiner Heimatstadt eröffnen. Das Fest fand in diesem Jahr ausnahmsweise an der Burg im Hain statt. Am Rande des tollen Veranstaltungsortes gab es bei guten Gesprächen viele edle Tropfen zu genießen. Im weiteren Verlauf des Sommers stehen noch mehrere Weinfest im Wahlkreis an auf die ich mich freue, an diesem Wochenende beispielsweise in Dietzenbach. (...)

    https://www.xn--bjrn-simon-fcb…45238254d907da34ea9394ef6