Die ehemalige DDR

  • Auch der GAZ 24 - Wolga war ein begehrtes Auto. Nicht nur bei Taxiunternehmen. :)


    Wolga-Taxi-mieten-Dresden-1.jpg

    Manche habe da einen Vergaser vom Lada eingebaut, dann wurde er sogar sparsam im Verbrauch. da aber in der DDR sowieso nur 100km/h erlaubt waren, kam auch ein Wolga kaum über 10 l Normal/100 km. Und bei etwas Pflege war das Fahrzeug ziemlich robust. Einige Oldtimer des Typs laufen auch bei uns in Mecklenburg heute noch.

  • Huch, das Kanzler Kohl wollte die DDR für 100 Milliarden kaufen.


    Zitat:

    Generaloberst Anton Terentjew, regte sich trotzdem auf, dass die Bundesrepublik „Ostdeutschland für ein Butterbrot bekommen“ habe. Der damalige Stabschef und damit Hauptverantwortlicher der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte verwies auf ein Zitat Helmut Kohls, der einmal sagte, dass er bei den Verhandlungen mit Gorbatschow bereit gewesen wäre, bis zu 100 Milliarden D-Mark für die DDR zu zahlen. Gorbatschow hätte den Fehler gemacht, „sich schon mit 7,8 Milliarden zufrieden zu geben.“, so der russische Generaloberst.


    https://de.sputniknews.com/pol…tschland-fuer-butterbrot/

    Die meisten Ruinen haben zwei Beine.

  • Schon bezeichnend, dass ein Thread über ein dreißig Jahren verschwundenes Land so stark frequentiert ist....

    Warum? Die damals getroffenen Entscheidungen (aller Seiten) sind nun mal Basis für das heute. Nicht nur als Grundlage für heute, sondern auch für das Verständnis von heute. Und bestenfalls für die heutigen Entscheidungen.

  • Ein Brötchen war ein Rosinenbrötchen, das 90 Cent kostete. Damit ist die Summe nach Abzug von 90 Cent durch vier teilbar, also kostete ein Brötchen 1,02 Euro.

    Dass ein Mensch, der 5 Brötchen käuft, möglicherweise nicht unbedingt 5 gleiche Brötchen kauft, übersteigt das Vorstellungsvermögen von so manchen Zeitgenossen. Die sollten lieber wieder Erbsen zählen, die sehen meist alle gleich aus.

  • Schon bezeichnend, dass ein Thread über ein dreißig Jahren verschwundenes Land so stark frequentiert ist....

    Weil heute über die DDR und die damaligen Realitäten massiv fehlinformiert wird, ist es nicht verwunderlich, dass man als Zeitzeuge dem entgegentritt, auch dann, wenn man keineswegs damals traurig war, dass das Honecker-Regime in den Orcus gestürzt wurde. Allerdings wurde mit dem Zusammenbruch des Ostblocks der Klassenkampf von der internationalen Ebene wieder auf die nationale innere und wesentlich begrenztere nationale Auseinandersetzung verlagert und damit für Milliarden Menschen die Hoffnung auf Veränderung ihrer Situation für jahrzehnte begraben.

  • Schon bezeichnend, dass ein Thread über ein dreißig Jahren verschwundenes Land so stark frequentiert ist....

    Ein Staat, der 40 Jahre lang existiert, Menschenrechte missachtet und viele Todesopfer gefordert hat (mal abgesehen von denen, die aufgrund der Schikanen nicht gestorben, aber psychisch und physisch massiv geschädigt wurden - oft einschließlich ihrer Angehörigen und Freunde), gehört nicht in die Schublade des Schweigens oder Vergessens.

  • Ein Staat, der 40 Jahre lang existiert, Menschenrechte missachtet und viele Todesopfer gefordert hat (mal abgesehen von denen, die aufgrund der Schikanen nicht gestorben, aber psychisch und physisch massiv geschädigt wurden - oft einschließlich ihrer Angehörigen und Freunde), gehört nicht in die Schublade des Schweigens oder Vergessens.

    Diese Betrachtung sollte auch bei der Beurteilung Israels und seines Regimes zur Anwendung kommen. Dort sind sogar 100 Jahre zu bewerten, die bis heute das Palästinensische Volk in unendliches Leid gestürzt haben.

  • Von meiner Seite kommt diese Betrachtung auch in Bezug auf Israel zur Anwendung, aber nicht in diesem Thread.

    Und ob 40 oder 100 Jahre zu bewerten sind, spielt meiner Meinung nach gar keine Rolle. Entscheidend ist, WAS passiert ist. Mord bleibt Mord. Egal, wie oft er in einer bestimmten Zeitspanne verübt wird. Dasselbe gilt für Menschenrechtsverstöße. Und die Machenschaften der StaSi werden nicht unbedeutender, weil es die DDR im Vergleich mit anderen Unrechtsregimen "nur" 40 Jahre gab.

  • Von meiner Seite kommt diese Betrachtung auch in Bezug auf Israel zur Anwendung, aber nicht in diesem Thread.

    Und ob 40 oder 100 Jahre zu bewerten sind, spielt meiner Meinung nach gar keine Rolle. Entscheidend ist, WAS passiert ist. Mord bleibt Mord. Egal, wie oft er in einer bestimmten Zeitspanne verübt wird. Dasselbe gilt für Menschenrechtsverstöße. Und die Machenschaften der StaSi werden nicht unbedeutender, weil es die DDR im Vergleich mit anderen Unrechtsregimen "nur" 40 Jahre gab.

    Auch in dieser Sicht kann ich vollinhaltlich mit Dir übereinstimmen. Nur ist die DDR gottlob 30 Jahre Geschichte, der Apartheidsstaat verfolgt aber weiter seine expansiven Ziele mit brachialer Gewalt.

  • Die letzten Posts bestätigen nur meine "Sucht" nach geschichtlicher Aufarbeitung.

    Lernen, was schief lief, Konsequenzen ziehen und Lehren lernen.


    Auch wenn es von dem einen oder anderen etwas belacht wird, es ist wichtig zu schauen, was schief lief, um zu verstehen, was man ändern muß.


    Und nur mal zum Verständnis zitiere ich aus dem 10. Band der Aufarbeitung der BND Geschichte.


    Seite 716, Kapitel: Die "klare Gefahr": Sozialdemokraten, letzter Absatz


    Zitat

    Über Jahre hinweg fütterte der "Doktor" (Gehlen) Staatssekretär Hans Globke und Bundeskanzler Adenauerin Hunderten von Berichten mit Interna aus der SPD und ihrem Parteivorstand:Persönliches, Privates, Politisches, Programmatisches - alles. Noch Ende 1960 konnte man in einer Meldung über Willy Brandt in rechtsradikaler Diktion lesen:

    "Dieses Schwein hat aus westlicher Emigrantensicherheit und mit der Roten Kapelle Dinge auf dem Kerbholz, die ihn zu gegebener umlegen können. Wir haben Material, aber wir haben auch Zeit"*


    *BND Archiv 100338

    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Schon bezeichnend, dass ein Thread über ein dreißig Jahren verschwundenes Land so stark frequentiert ist....

    Als Staatswesen ist die DDR nicht mehr existent, aber in Mentalität, Wahlverhalten und Lebensgefühl zeichnet sich doch weiterhin eine nicht zu leugnende Andersartigkeit auf weiten Teilen des einstigen Staatsgebietes ab… nicht umsonst steht, was unter'm Stichwort "Ostalgie" so alles summiert wird, doch in hohem Kurs.

  • Russen-Propaganda im Zusammenhang mit einem verblichenen sowjetischen Satellitenstaat ist immer besonders lecker. :)

    Wenn du dich mit diesem Thema "Leuna" mal befassen würdest, dann könntest du evtl. feststellen, dass die Russen hier das Spiel der Kapitalisten mitspielen. Denn die liefern den Stoff für die Rohölabhängigen.


    Und was soll an diesem Artikel "Russen-Propaganda" sein? Zeig das mal auf und dann können wir das mal auseinander nehmen. Mal davon ab, könnte man sich auch den Erwerb der Leuna-Werke vornehmen. Was da an (Unter-der-Hand)-Geschäften ablief, sollte schon bekannt sein. Also grad die Übernahme ist ein Musterbeispiel kapitalistische Auswüchse mit allem drum und dran. Schmiergelder, Schwarzgeldkonten, bestechliche Politiker, Geschacher. Kohl, Schäuble, Pfals.....das reicht schon für mehrere Jahrzehnte Knast.


    Und der Staatskonzern Elf spielte clever mit.


    Zitat


    Zwischen 1987 und 1997 bewegten sie laut der Genfer Staatsanwaltschaft 130 Millionen Euro zwischen Liechtensteiner Trusts, Schweizer und Luxemburger Banken, Offshore-Firmen auf Antigua und in Panama. Der Genfer Untersuchungsrichter Paul Perraudin sieht darin eine „unsinnige wirtschaftliche Struktur, die einen konkreten Verdacht der Geldwäscherei begründet“. Unzählige Devisen- und Kassageschäfte zwischen den gleichen Banken über Konten eines anderen wirtschaftlich Berechtigten sind klassische Geldwaschtransaktionen. Das Verwirrspiel dieser Kick-back-Überweisungen dient dazu, den Fluss des Geldes und die Identität des Empfängers zu verschleiern.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Leuna-Aff%C3%A4re


    Extra für dich die Tante Wiki.


    Ich hätte da noch Buchtipps aber du hast es ja nicht so mit ausführlichen lesen von tiefergehenden Analysen. Aber vielleicht fällt dir was auf. Ab wann fingen die an Gelder zu verschieben und sammeln? Ab 1987? ....ich hoffe nicht, dass da schon Leuna im Fokus stand, denn dann wußten andere mehr als die Bürger der DDR. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Und was soll an diesem Artikel "Russen-Propaganda" sein?

    Spucknixnews.com postuliert die alte Lüge vom russischen Wohltäter bzw. "Brudervolk" und behauptet, dass der Russki immer noch den Menschen der Ex-DDR sehr zugeneigt ist. Sowas ist typisch für die unseriöse Kreml-Presse.


    https://www.faz.net/aktuell/fe…putnik-news-13514327.html

  • Spucknixnews.com postuliert die alte Lüge vom russischen Wohltäter bzw. "Brudervolk" und behauptet, dass der Russki immer noch den Menschen der Ex-DDR sehr zugeneigt ist. Sowas ist typisch für die unseriöse Kreml-Presse.


    https://www.faz.net/aktuell/fe…putnik-news-13514327.html

    Und die unseriösen Hurenblätter des Kapitalismus (wie z.B. die FAZ) jubeln seit Jahrzehnten die Sklavenfesseln der Westbindung hoch.