Die ehemalige DDR

  • Sozialismus schuetzt nicht vor Rassismus

    Im Sozialismus werden viele stark selbstbezogen, entwickeln ein krasses Anspruchsdenken, weil der Staat ihnen suggeriert, sie haben Anspruch auf dieses und jenes, nur weil sie auf der Welt sind. In der Zone hat sich der Staat um alles gekümmert, nur um eines nicht: Freiheit.


    Mag sein, dass die Ossis glaubten, die Vietnamesen würden ihnen etwas wegnehmen. Der kleine Ostzönler hatte ja keine Gelegenheit mal mit einem Vietnamesen zu reden und bekannterweise ist Fremdenhass dort besonders groß, wo man keinen Kontakt zu den Fremden hat. Man kennt sie nur vom sehen und von irgendwelchen Lügengschichten, die über sie erzählt werden.


    Etwa sowas wie "Flüchtlinge fressen Kinder":


  • :lach-m:....köstlich. Ja natürlich! Genau so wars! Ganz genau so. Glaub das einfach weiter und fühl dich in deiner Meiungsblase wohl. Bitte verlasse sie nicht und beglücke uns weiter mit deinen Erfahrungen aus der DDR.


    Danke :hut:

    Wenn Wessis über die DDR reden,

    dann kommt mir das manchmal so vor als ob Kleriker über Sex predigen würden.

  • Wenn Wessis über die DDR reden,

    dann kommt mir das manchmal so vor als ob Kleriker über Sex predigen würden.

    Du meinst sicher evangelische Kleriker. ;)


    Wessis sind normalerweise unbefangen, wenn sie über den verblichenen "Realsozialismus" quasseln. Ich bin diesbezüglich eine Ausnahme. Ich hasse alles, was mit dem roten Gesocks aus Osteuropa verbandelt war, so also auch den Honecker-Staat.

    Falls du was zu den vietnamesischen Arbeitern in der Zone ergänzen/berichtigen kannst, nur zu!


    Btw, und "danke" dass du den AdHominem-Pöbelheini zitierst. Ich habe den auf Igno gesetzt. Ich habe Zizou versprochen dass das so bleibt, damit sie weniger saubermachen muss.

  • I


    Mag sein, dass die Ossis glaubten, die Vietnamesen würden ihnen etwas wegnehmen. Der kleine Ostzönler hatte ja keine Gelegenheit mal mit einem Vietnamesen zu reden und bekannterweise ist Fremdenhass dort besonders groß, wo man keinen ...

    Es war ein Abkommen der DDR mit anderen "sozialistischen Bruderstaaten", Ausbildung gegen Arbeitskraft. Kontakte zu eigenen Staatsbuergern versuchte man staatlich zu verhindern. Der "Rassismus" wurde mehr oder weniger staatlich gefoerdert, der Vietnamese, ein unbekanntes Wesen.

    Noch heute trifft man in Vietnam viele die gut Deutsch sprechen, Akademiker die in der DDR studiert haben.

    Die DDR hat viel fuer Vietnam getan. Besser Plattenbauten als gar keine Wohnung.

    Fluechtlinge? Gab es ja von Vietnam genug, "Boat Peoble". Opfer des Kalten Krieges, eines Stellvertreterkrieges. Heute haben wir die Schauplaetze im Mittleren und Nahen Osten und in Afrika die Fluechtlingsstroeme ausloesen.

    In Syrien wurde kraeftig gebomt, westliche Staaten und Russland. Ein grosser Teil der Syrienfluechtlinge haben wir Russland zu verdanken. Regionen die vor dem Eingreifen als sicher galten bombardierten ploetzlich russische Jets.

    ( Gleich faengt die antiwestliche Fraktion wieder an zu schreien.)

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • in der Zone gab es eine Arbeitspflicht. Kein Witz. Die galt auch für Frauen. Folglich musste das Regime die Unterbringung der Kinder irgendwie organisieren.


    Dabei erfolgte gleich die notwendige, frühkindliche, realsozialistische Indoktrination der Kleinen. Schon in jungen Jahren zu lernen den Klassenfeind zu hassen, war da schon wichtig. Schon Dreijährige spielten "Republikflüchtige Abknallen" mit Holzgewehren. :D

    Womit wir wieder bei Flüchtlingen sind.

    Das ist falsch! Es gab keine Pflicht zu arbeiten, Meine erste Frau war jahrelang zuhause und hat sich um die Kinder gekümmert, das hat keinen gestört. Wer genug Geld hatte, das nicht aus kriminellen Quellen stammte, musste auch nicht arbeiten.

  • Wo wir wieder bei der sog. "DDR" sind. Die hatten auch Ausländer (aus Vietnam) da. Ich weiß nicht mehr, ob das Flüchtlinge oder Gastarbeiter waren. Diese Leute wurden strikt getrennt von den Einheimischen gehalten, warum auch immer. Und natürlich haben die Einheimischen sie gehasst, wie das eben normal ist. :(

    Wir hatten auch Menschen aus Palästina, Mosambique, Ägypten, Libyen, Kongo, Vietnam, Laos, Cuba, Chile, Nigaragua und anderen Staaten. Und die durften durchaus Kontakt zu uns haben, denn sie arbeieten vielfach mit uns zusammen an diversen Projekten. Gehasst wurden sie höchstens von Dummköpfen, die nie begriffen haben, was Internationale Solidarität bedeutete.

  • Du pöbelst bisweilen auch so ungeniert, als dass du dir deine abfällige Bemerkung gegenüber Gun schenken kannst. Wenn du die DDR hassen willst- deine Sache. Politisch war da m.E. vieles nicht in Ordnung, aber auch die alte DDR war nie eine wirkliche Demokratie. Da zählte de facto nur das was die Menschen mit Kapital und Einfluss wollten, und dieses Manko setzte sich nach 1990 auch im Osten durch. Man nahm sich eine biedere Opportunistin, baute diese systematisch zur Kohlnachfolgerin auf und erzählt dem Volk, dass fast alle ganz angetan sind von der. Alles was links von der SPD daher kommt (die längst von der Mitte ins neoliberale Lager gerutscht ist und sich selber nicht mehr wiedererkennt) soll als nicht politikfähig diffamiert werden um den Reichen deren Pfründe sichern zu können. Überlege dir mal wer wirklich von deinem undifferenzierten Block nach Osten profitiert.

  • Du pöbelst bisweilen auch so ungeniert, als dass du dir deine abfällige Bemerkung gegenüber Gun schenken kannst. Wenn du die DDR hassen willst- deine Sache. Politisch war da m.E. vieles nicht in Ordnung, aber auch die alte DDR war nie eine wirkliche Demokratie. Da zählte de facto nur das was die Menschen mit Kapital und Einfluss wollten, und dieses Manko setzte sich nach 1990 auch im Osten durch. Man nahm sich eine biedere Opportunistin, baute diese systematisch zur Kohlnachfolgerin auf und erzählt dem Volk, dass fast alle ganz angetan sind von der. Alles was links von der SPD daher kommt (die längst von der Mitte ins neoliberale Lager gerutscht ist und sich selber nicht mehr wiedererkennt) soll als nicht politikfähig diffamiert werden um den Reichen deren Pfründe sichern zu können. Überlege dir mal wer wirklich von deinem undifferenzierten Block nach Osten profitiert.

    Du wolltest sicher "die alte BRD" schreiben, sonst macht es keinen SInn.:)

  • Das ist falsch! Es gab keine Pflicht zu arbeiten,

    Das müsstest du eigentlich besser wissen. In Kapitel 1 der Verfassung der DDR "Grundrechte und Grundpflichten der Bürger" befindet sich Artikel 24 Absatz 2:


    "(2) Gesellschaftlich nützliche Tätigkeit ist eine ehrenvolle Pflicht für jeden arbeitsfähigen Bürger. Das Recht auf Arbeit und die Pflicht zur Arbeit bilden eine Einheit."


    http://www.documentarchiv.de/ddr/verfddr.html#KAPITEL%201-2


    Es bestand also sehr wohl eine Pflicht, zu arbeiten. Um diese Pflicht zu untermauern, gab es den § 249 StGB der DDR:


    "§ 249. Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit durch asoziales Verhalten.

    (1) Wer das gesellschaftliche Zusammenleben der Bürger oder die öffentliche Ordnung und Sicherheit beeinträchtigt, indem er sich aus Arbeitsscheu einer geregelten Arbeit entzieht, obwohl er arbeitsfähig ist, wird mit Verurteilung auf Bewährung, Haftstrafe oder mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft.

    (2) Ebenso wird bestraft, wer der Prostitution nachgeht oder in sonstiger Weise die öffentliche Ordnung und Sicherheit durch eine asoziale Lebensweise beeinträchtigt.

    (3) In leichten Fällen kann von Maßnahmen der strafrechtlichen Verantwortlichkeit abgesehen und auf staatliche Kontroll- und Erziehungsaufsicht erkannt werden.

    (4) Ist der Täter nach Absatz 1 oder 2 oder wegen eines Verbrechens bereits bestraft, kann auf Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren erkannt werden.

    (5) Zusätzlich kann auf Aufenthaltsbeschränkung und auf staatliche Kontroll- und Erziehungsaufsicht erkannt werden."


    https://de.wikipedia.org/wiki/%C2%A7_249_StGB_der_DDR


    Das Vorbild dieses DDR-Paragraphen, seine Herleitung ist übrigens auch sehr interessant.

  • Meine erste Frau war jahrelang zuhause und hat sich um die Kinder gekümmert, das hat keinen gestört. Wer genug Geld hatte, das nicht aus kriminellen Quellen stammte, musste auch nicht arbeiten.

    Grundsätzlich sollte jede Frau in DDR erstens möglichst viele Kinder bekommen und zweitens dennoch arbeiten gehen. In der DDR herrschte Arbeitskräftemangel und die Frauen wurden als Arbeitskraft schlichtweg gebraucht. Deshalb gab es das hervorragend ausgebaute Betreuungsnetz (Kinderkrippen, Kindergärten, Hort, Schule), was außerdem den Vorteil bot, dass man der Kinder quasi von Geburt an ideologisch habhaft wurde.


    Ab 1986 konnte auch beim ersten Kind das bezahlte Babyjahr in Anspruch genommen werden und der Schwangerschaftsurlaub betrug 18 Wochen. Bis dahin gab es ab dem zweiten Kind ein Babyjahr. Kinderreichen Familien (ab drei Kinder) spendierte der Staat diverse Vergünstigungen bis hin zum kostenlosen Waschen der Wäsche in einer Wäscherei. Aber arbeiten mussten sie alle.


    "Hausfrau und Mutter", das war in der DDR ein absolut verpöntes Modell vor dem Hintergrund der Frauenrolle im Dritten Reich (beim § 249 StGB - asoziales Verhalten war man da nicht so pingelig, was den Bezug zum Dritten Reich anging) und auch beim Klassenfeind BRD. Deshalb entschied der Staat, ob und wie lange eine Frau in der DDR Hausfrau und Mutter sein durfte. Die freie Entscheidung der Frau oder von Paaren, dass man ein paar Jahre zu Hause bleibt und sich ausschließlich dem Haushalt und den Kindern widmet, war in der DDR nicht möglich. Oder besser, das war einigen wenigen Privilegierten vorbehalten, denn:


    Interessant finde ich dein Eingeständnis, dass es in der DDR Bessergestellte gab, die aufgrund ihres Einkommens Sonderrechte genossen. Das sollte man doch in einer klassenlosen Gesellschaft wie dem Sozialismus nicht vermuten. Na jut. Da du nach eigenem Bekunden Auslandskader gewesen bist, ist deine Familie zudem sicherlich noch in Genuss zusätzlicher Privilegien gekommen. Auch na jut.

  • Wir hatten auch Menschen aus Palästina, Mosambique, Ägypten, Libyen, Kongo, Vietnam, Laos, Cuba, Chile, Nigaragua und anderen Staaten. Und die durften durchaus Kontakt zu uns haben, denn sie arbeieten vielfach mit uns zusammen an diversen Projekten. Gehasst wurden sie höchstens von Dummköpfen, die nie begriffen haben, was Internationale Solidarität bedeutete.

    Ja, hatten wir. Und die Kontakte beschränkten sich in der Regel auf das Arbeitsleben und Begegnungen auf der Straße oder in den Verkehrsmitteln. Diese Kontaktarmut war staatlich durchaus gewollt.

    Zitat

    Offiziell waren die "ausländischen Werktätigen", die ab den 1960er Jahren in die DDR kamen, "Freunde", die eine Ausbildung erhielten, um anschließend beim Aufbau ihrer Heimat, den sozialistischen Bruderländern, zu helfen. Die Wirklichkeit sah jedoch oft anders aus. Ann-Judith Rabenschlag über Anspruch und Wirklichkeit im Leben der "Gastarbeiter" in der DDR.


    https://www.bpb.de/geschichte/…beitsmigranten-in-der-ddr


    oder


    https://www.mdr.de/zeitreise/v…sarbeiter-vietnam100.html


    https://www.zeit.de/zeit-gesch…da-auslaender-einwanderer

  • Zizou, als ehemalige DDR-Bewohnerin bist Du eine Wohltat für alle, die des Herrn Katers Behauptungen aufgrund eigener Verwandschaftsbeziehungen keinen Glauben schenken mögen.


    Im Prinzip ist mir ja egal, wie die frühere DDR war, nur bekommt man einen Hals, wenn ehemalige DDR´ler im nachhinein die DDR im Vergleich mit Westdeutschland so übel nicht fanden, sogar besser, obwohl ich wetten möchte, dass es ihnen jetzt viel besser geht als damals. Der Ober-Ossi Kater weiß ja als Reisekader mit Privilegien nicht mal, wie es den anderen ging.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Die ehemalige DDR hatte so viele Gesichter wie sie Einwohner hatte. Ich lebte in Berlin, da war vieles anders als im Rest der DDR, schon weil wir nebenan den Westen hatten. Der Kater hat als Reisekader und als Mensch seiner Generation eine andere DDR erlebt als ich. Und auch Gun, der nicht in Berlin lebte, hat vieles anders erlebt als ich. Ohne Frage. Deshalb nehme ich nicht für mich in Anspruch, für alle DDR-Bürger zu sprechen, wie mir hier von Einzelnen permanent unterstellt wird.

    Es gibt aber Dinge, die so wie sie hier zum Beispiel vom Kater beschrieben werden, nicht gewesen sind. Und das kann ich einfach nicht kommentarlos stehen lassen.

  • ...hat als Reisekader und als Mensch seiner Generation eine andere DDR erlebt als ich. Und auch Gun, der nicht in Berlin lebte, hat vieles anders erlebt als ich. Ohne Frage. Deshalb nehme ich nicht für mich in Anspruch, für alle DDR-Bürger zu sprechen, wie mir hier von Einzelnen permanent unterstellt wird.

    Letztens die interessante Doku über das Modelabel "Exquisit" gesehen. Unter anderen wurde da geschildert wie die Kataloge "abgenommen" werden mussten. Da wurden dann Aufnahmen moniert nicht wegen einer eventuellen.. Freizügigkeit oder Extravagance sondern weil 2-3 Bilder in Sanssouci aufgenommen waren und mit den Palmen im Hintergrund "zu" Italienisch" wirkten... Muss man als Wessi erstmal überlegen was das bedeutete...

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Allerdings habe ich eine andere DDR erlebt als Frau Zizou und einige andere, insbesondere Leute, die ihr "Wissen" von Verwandten kennen, die dem Staat nicht wohlgesonnen waren oder aus eventuell oberflächlichen Besuchen. Und meine Privilegien bestanden einzig darin, studieren zu dürfen, aufgrund fehlender Westverwandtschaft auch drei jahre im Yemen arbeiten zu können, bis ich aufgrund liberalerer Auffassungen zur Entwicklungspolitik auch nach Hause geschickt wurde und es mit "Reisekader" vorbei war.

  • Ein Ostberliner Onkel von mir - der, den alle anderen wegen seiner "Staatstreue" mieden -, hatte eine Menge Westverwandte und durfte trotzdem im Ausland arbeiten. Uns, die Westverwandten, hat er immer um Langenscheid-Wörterbücher gebeten...

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Allerdings habe ich eine andere DDR erlebt als Frau Zizou und einige andere, insbesondere Leute, die ihr "Wissen" von Verwandten kennen, die dem Staat nicht wohlgesonnen waren oder aus eventuell oberflächlichen Besuchen.

    Ich zumindest, kenne persönlich eine Person die dort aufgewachsen ist und die noch niemals ein gutes Wort über diesen Schurkenstaat auf deutschem Boden verloren hat. Laut seiner Aussagen, waren zum Schluß alle seiner Freunde und Bekannten mit der "DDR" unzufrieden.


    Kein Staat kann auf Dauer überleben, wenn ein Großteil seiner Bürger innerlich gekündigt hat.