Die ehemalige DDR

  • Ich finde, es muss mal langsam Schluss sein. Diese ganzen Ossi/Wessi-Plattheiten tragen möglicherweise mehr zum Verdruß über die "Einheit" bei als alles andere.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Die ganzen letzten 30 Jahre seit der "Wiedervereinigung" sind ein einziger Jammer, wenn man sich vor Augen hält, was das Ausland damals vermutet hat, wie ein starkes Deutschland zukünftig agieren würde. Statt dessen wurde der Osten platt gemacht, die osteuropäischen Staaten wurden hochgerüstet auf Schuldenbasis, das Feindbild "Russland" blieb erhalten, die Nato wurde an dessen Grenzen ausgedehnt und die EU wurde anstatt integriert, zum Spielball der Spaltungsveranstaltungen der USA.

    Ich bin dort gewesen.

  • Gestern habe ich auf MDR eine mir vorab empfohlene Sendung gesehen, die eine dem eingefleischte Wessi unerklärliche Affinität der DDR-Bewohner zu oder mit Russland sehr gut darstellte und erklärte. Mir ist bewusst geworden, dass es eine Generationenfrage ist, dass sich also vor allem ältere Ex-DDR´ler ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl mit Russland bewahrt haben, das weniger mit der höheren Politik zu tun hat, als mit gemeinsamem Erleben. Den Älteren ist Russland einfach nicht so fremd wie der Westen. Diese Doku sollte öfter gezeigt werden, und nicht nur beim MDR, sondern im 1. und 2. Programm.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Gestern habe ich auf MDR eine mir vorab empfohlene Sendung gesehen, die eine dem eingefleischte Wessi unerklärliche Affinität der DDR-Bewohner zu oder mit Russland sehr gut darstellte und erklärte. Mir ist bewusst geworden, dass es eine Generationenfrage ist, dass sich also vor allem ältere Ex-DDR´ler ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl mit Russland bewahrt haben, das weniger mit der höheren Politik zu tun hat, als mit gemeinsamem Erleben. Den Älteren ist Russland einfach nicht so fremd wie der Westen. Diese Doku sollte öfter gezeigt werden, und nicht nur beim MDR, sondern im 1. und 2. Programm.

    Deutsche und Russen sind in der Geschichte oft Leidensgenossen gewesen, sie mußten als einfache Menschen, als das Volk die Folgen der Kriminellen Politik ihrer Führungen ausbaden. Es gibt eben keine Feindschaft zu Russland und schon gar kein Interesse an einer neuerlichen Konfliktlage mit Russland, die beiden Staaten nur zum Nachteil sich auswirkt.

  • Vielleicht kann ich als mittelalter Wessi das Gefühl, das "Ossis", zumal ältere, für Russland und die Russen haben, auch jetzt besser verstehen, weil der Bericht zeigte, wie gut den "Ossis" bewusst war, dass es dem normalen Russen in seinem Land auch schlecht, vielleicht sogar schlechter ging, dass z. B. russische Soldaten überhaupt die ärmsten Schweine waren. Sowas verbindet. Und wenn man dann plötzlich selbst zum Wessi wird, mit Zugang zur "freien Welt", ist es nicht vorstellbar, dass man sich den armen Schweinen gegenüber plötzlich als Verräter fühlt? Dazu würde ich gern die Meinung unserer hauseigenen Ossis erfahren.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Deutsche und Russen sind in der Geschichte oft Leidensgenossen gewesen, sie mußten als einfache Menschen, als das Volk die Folgen der Kriminellen Politik ihrer Führungen ausbaden. Es gibt eben keine Feindschaft zu Russland und schon gar kein Interesse an einer neuerlichen Konfliktlage mit Russland, die beiden Staaten nur zum Nachteil sich auswirkt.

    Wobei Du keinen Unterschied machst zwischen der Politik der russischen Führung und den russischen Menschen. Putin könnte es sehr wohl an einem Konflikt liegen.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Deutsche und Russen sind in der Geschichte oft Leidensgenossen gewesen, sie mußten als einfache Menschen, als das Volk die Folgen der Kriminellen Politik ihrer Führungen ausbaden. Es gibt eben keine Feindschaft zu Russland und schon gar kein Interesse an einer neuerlichen Konfliktlage mit Russland, die beiden Staaten nur zum Nachteil sich auswirkt.

    Erzähl das dem Genossen Putin. Vielleicht glaubt er dir ja.

  • Vielleicht kann ich als mittelalter Wessi das Gefühl, das "Ossis", zumal ältere, für Russland und die Russen haben, auch jetzt besser verstehen, weil der Bericht zeigte, wie gut den "Ossis" bewusst war, dass es dem normalen Russen in seinem Land auch schlecht, vielleicht sogar schlechter ging, dass z. B. russische Soldaten überhaupt die ärmsten Schweine waren. Sowas verbindet. Und wenn man dann plötzlich selbst zum Wessi wird, mit Zugang zur "freien Welt", ist es nicht vorstellbar, dass man sich den armen Schweinen gegenüber plötzlich als Verräter fühlt? Dazu würde ich gern die Meinung unserer hauseigenen Ossis erfahren.

    Wir fühlen uns nicht als Verräter gegenüber den Russen, denn die haben im Gegensatz zu den USA gehalten, was abgesprochen war und ihre Besatzungstruppen abgezogen. Die NATO und die USA dagegen haben sich an die Grenze Russlands ausgedehnt, behandeln Russland als Feindstaat und haben keinerlei Lehren aus der Geschichte gezogen. wir im Osten wollen aber ein konstruktives Verhältnis zu Russland und keinesfalls einen neuen Krieg in Europa.

  • Wobei Du keinen Unterschied machst zwischen der Politik der russischen Führung und den russischen Menschen. Putin könnte es sehr wohl an einem Konflikt liegen.

    Das ist Unsinn, Auch Putin weiss, dass er im Krieg nichts gewinnen kann. Ein Krieg mit Russland würde nuklear eskalieren, wenn nur eine Seite in einen strategischen Nachteil gelangt. Was das für Europa bedeuten würde, möchte ich mir gar nicht ausmalen.

  • Wir fühlen uns nicht als Verräter gegenüber den Russen, denn die haben im Gegensatz zu den USA gehalten, was abgesprochen war und ihre Besatzungstruppen abgezogen. Die NATO und die USA dagegen haben sich an die Grenze Russlands ausgedehnt, behandeln Russland als Feindstaat und haben keinerlei Lehren aus der Geschichte gezogen. wir im Osten wollen aber ein konstruktives Verhältnis zu Russland und keinesfalls einen neuen Krieg in Europa.

    Diesen Deinen Beitrag finde ich in sich unlogisch, außerdem ging es mir nicht um NATO und Lehren aus der Geschichte. Aber das hast Du wohl nicht verstanden.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Aber versteht "Ihr" auch Geschriebenes schlechter als Wessis?

    Es ging weder um NATO noch darum, wer welche Absprachen gehalten oder an welche Grenze vorgerückt ist, es ging überhaupt nicht um Politik, so daß es keinen Grund gibt, Deinen immerwährenden Text abzuspulen.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Aber versteht "Ihr" auch Geschriebenes schlechter als Wessis?

    Es ging weder um NATO noch darum, wer welche Absprachen gehalten oder an welche Grenze vorgerückt ist, es ging überhaupt nicht um Politik, so daß es keinen Grund gibt, Deinen immerwährenden Text abzuspulen.

    Das Leben des Einzelnen ist durchaus abhängig von der Politik und wir im Osten waren uns dessen immer bewußt. Euch scheint aber auch nach Jahrzehnten nicht klar zu sein, dass von der gegenwärtigen NATO die größte Kriegsgefahr ausgeht.

  • Mir ist bewusst geworden, dass es eine Generationenfrage ist, dass sich also vor allem ältere Ex-DDR´ler ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl mit Russland bewahrt haben, das weniger mit der höheren Politik zu tun hat, als mit gemeinsamem Erleben.

    Es ist immer eine Generationenfrage. UND eine des Erlebens. Beides ist (übergeordnet) eine Frage von Politik.


    Ich beispielsweise war öfters in der UdSSR und in Bulgarien und Rumänien. Aus dieser Zeit gibt es also (weitgehend positive) Erfahrungen und persönliche Kontakte, die teilweise bis heute andauern. Natürlich fehlt das den jüngeren Generationen. Genau so wie die Erlebnisse aus der direkten Wendezeit bis ca. 1998. So etwas prägt nun mal. Niemand wäre in der damaligen UdSSR auf den Gedanken gekommen, jemandem die Reparatur eines defekten Reifens zu verweigern. In Frankreich habe ich das 1993 oder 1994 erlebt. Und obwohl eine gute Freundin in Paris lebt, sieht mich seitdem dort niemand mehr. Es gibt Regionen in Westdeutschland, da bekommen mich keine 10 Pferde hin und von dort ansässigen Firmen kaufe ich selbst online nichts. Ja, das ist extrem nachtragend. Aber auch so was wie ausgleichende Gerechtigkeit. Bei genauerem Durchdenken könnte man nämlich auf die Idee kommen, das einen mit dem Bauern aus einem Bergdorf in der ehemaligen Grafschaft Glatz mehr verbindet als mit betrügerischen Bewohnern einer Mainzer Reihenhaussiedlung.


    Das mag sich irgendwann ändern. Allerdings nicht, so lange Betroffene noch am Leben sind.

  • Euch scheint aber auch nach Jahrzehnten nicht klar zu sein, dass von der gegenwärtigen NATO die größte Kriegsgefahr ausgeht.

    Ich bitte dich. Wir Wessis werden doch nicht der Feindpropaganda des roten Gesindels verfallen. Daran haben sich schon Sudel-Ede und seine Genossen die Zähne ausgebissen. Wir haben diese verlogenen Hunde auch ohne Krieg besiegt. Nicht ein Schuß war nötig. :)

  • Wir fühlen uns nicht als Verräter gegenüber den Russen, denn die haben im Gegensatz zu den USA gehalten, was abgesprochen war und ihre Besatzungstruppen abgezogen. Die NATO und die USA dagegen haben sich an die Grenze Russlands ausgedehnt, behandeln Russland als Feindstaat und haben keinerlei Lehren aus der Geschichte gezogen. wir im Osten wollen aber ein konstruktives Verhältnis zu Russland und keinesfalls einen neuen Krieg in Europa.

    Besatzungstruppen? Mit diesem Status ist schon lange Schluss. Du kannst es gerne NATO - Truppen nennen. Ostdeutschland ist NATO und dort haben russische Truppen nichts verloren. Zeige mir einmal ein Abkommen wo bei der Wiedervereinigung ein Abzug der NATO - Truppen vereinbart wurde.

    Die anderen osteuropaeischen Laender wollten in die NATO und EU und wurden aufgenommen. Nach Katers Vorstellungen sollte man suveraene Staaten bevormunden, solche Entscheidungen verbieten und darueber bestimmen was sie zu tun und zu lassen haben.


    Weite Teile Osteuropas haben sich dem Westen angeschlossen, Putin und der Kater haben das zu akzeptieren. Und falls Schweden und Finnland unter den Schirm der NATO wollen haben das beide auch zu akzeptieren.


    Die NATO wuerde da bestimmt nicht um Erlaubnis bitten. Wozu auch? Die Ukraine? Wenn beide Seiten ja sagen? Auch die Ukraine ist ein souveraener Staat und muss nicht erst den Herr Putin um Erlaubnis bitten, den Kater schon mal gar nicht.


    Vielleicht sollten sich Putin und Russland mal Gedanken machen wieso ihnen die Felle davon schwimmen. Bestimmt weil der "Westen" so boese ist und Russland zu den Guten gehoert. Wer in aller Welt will schon zu den Guten gehoeren?

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)