Die ehemalige DDR

  • Das kommt darauf an, wie man "schlechteres Leben" definieren will.

    Ein schlechteres Leben definiere ich primär mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit, Meinungs-Unfreiheit und -schnüffelei, so dass man bei "falschen" Äußerungen negative Folgen bis hin zu Gefängnis oder Job-Verlust fürchten kann. Primär. Dazu wirtschaftliche Schwierigkeiten, bei denen "Wir hatten immer genug zu essen" das höchste der Gefühle war. Sekundär. Immerhin! Verglichen mitdem Kongo...

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Wenn man , wie Du, leider faktenresistent ist, kann man solch eine Sicht der Dinge haben, mit der Realität hat das allerdings nichts zu tun!:(:(:(:!:

    Aha. Die Fakten waren also nicht Mauer, Schießbefehl, Stasi, Zwangsadoptionen und Mangelverwaltung? Das war nicht die Realität? Was war es denn? Behauptungen der BILD? Alles nicht wahr? Dann verstehe, wer will, warum so viele unter Lebensgefahr abgehauen sind oder abhauen wollten und im Knast landeten?

    Erzähl doch Du mal, was die Fakten waren.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Ein schlechteres Leben definiere ich primär mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit, Meinungs-Unfreiheit und -schnüffelei, so dass man bei "falschen" Äußerungen negative Folgen bis hin zu Gefängnis oder Job-Verlust fürchten kann. Primär. Dazu wirtschaftliche Schwierigkeiten, bei denen "Wir hatten immer genug zu essen" das höchste der Gefühle war. Sekundär. Immerhin! Verglichen mitdem Kongo...

    Narrenfreiheit ist ungleich "besseres Leben". Ich verzichte auf vieles, ohne mir ein Verbot auferlegt worden zu sein. Kommt auf die Lebenseinstellung an. Ich könnte z.B. Jesus oder Mohammed irgendwie beleidigen. Meinen Chef im Beisein seiner Person als Arschloch bezeichnen. Die Lehrerin oder die eigene Mutter als Schlampe betiteln. Ist das Meinungsfreiheit? Ist das erwünscht? Auch bei uns haben Äußerungen und Verhalten Konsequenzen, die jedoch im Toleranzbereich etwas weiter gesteckt, -aber nicht minder zu verachten ist. Du kannst dir auch sicher sein, dass man auch dich fast lückenlos überwachen kann und überwacht. Ist das nicht "Schnüffelei"? Wirtschaftliche Verhältnisse sind ein delikates Thema. Wie denkst Du über einen Multimillionär und er über dich? Vergleicht er dich nicht mit den Verhältnissen eines armen "Schluckers", der sich nicht alle 12 Monate einen Porsche, eine Villa und eine Luxusjacht leisten kann? Oder bist Du mit deinem Leben doch eher zufrieden?

  • Hä? Insgesamt verstehe ich Deinen Text nicht ganz, besonders nicht den Passus über die wirtschaftlichen Verhältnisse. On ein Multimillionär mich für einen armen Schlucker hält, kann mir doch sowas von latte sein.


    Mit meinem Leben bin ich insgesamt sogar sehr zufrieden, obwohl es momentan noch nicht wieder ganz so locker-leicht verläuft wie früher. Aber das wird schon!


    Was ich meinte, ist: Es ist ein Unterschied, ob Du Dich freiwillig in Deinen Meinungsäußerungen einschränkst oder eben nicht.

    Dass Du Jesus oder Mohammed "irgendwie" beleidigen kannst, stimmt, aber nicht lange, dann findet sich einer mit einem Messer.

    Wenn Du Deinen Chef ein Arschloch nennst, ist er sicher nicht mehr lange Dein Chef. Du kannst aber völlig unbeschadet, Herrn Amthor einen Politiker nennen, den Du nie wählen würdest, ihn sogar eine lächerliche Figur nennen. Du kannst auch einen langen Artikel veröffentlich, in dem Du genau darlegst, warum für Dich Frau Merkel eine schlechte Politikerin war, oder warum sie eine gute war, Herr Merz uns aber ins Verderben führen würde.


    Zwischen Meinung und Beleidigung steht die Sprache.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Genau da liegt der Hund begraben, Argo. Dein Vergleich mit dem Kongo entspricht genau dem eines Multimillionärs, gegenüber Unsereiner. Wir haben genug zu essen, ein Dach über dem Kopf und sind doch halbwegs glücklich, obwohl wir uns nicht alle 12 Monate einen Porsche, eine Villa und eine Luxusjacht leisten können. :)

  • Und auch die, die es können, sind nicht immer glücklich, aber das ist eine andere Sache.


    Um wieder auf die DDR zurückzukommen: Auch da hatten die Leute genug zu essen und ein Dach über dem Kopf, die Gleichheit war größer, und hätten sie nicht alle im West-Fernsehen die tollen Kulissen sehen können, wäre es wohl auch genug gewesen. Aber dass jemand abgehauen ist, weil er im Fernsehen (oder auf der Transit-Autobahn) die größeren Autos gesehen hat, halte ich für undenkbar. Das Gefühl des Eingesperrtseins, nicht reisen zu können, wohin man wollte (per Flugzeug oder Autostop...), nicht unbedingt den Lieblings-Beruf wählen zu können, die vielen Heimlichkeiten in der Beziehung zu anderen, sich überlegen zu müssen, was man wem sagt, wem man vertrauen kann, kurzum die allgegenwärtige Überwachung und Propaganda, das hat vielleicht mehr Leute gen Westen getrieben als die fehlenden Bananen. Am Schwarzen Meer hat meine Tante gesagt, dass man die Wessis an ihrem ungezwungeneren Verhalten erkennen kann. "Ihr DENKT nicht mal daran, dass man manches besser nicht sagt." hat sie gesagt.


    Im Grunde ist jede zur Staatsdoktrin erhobene Weltanschauung von Übel. Ob Kommunismus oder Islam.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Zumindest Teile der Linke (und nicht nur ein paar vereinzelte Personen dort) sowie weite Teile der Vorfeldorganisationen sind dem extremen oder radikalen und / oder offen verfassungsfeindlichen Lager zuzuordnen. Mit bürgerlich im herkömmlichen Wortsinne hat das in der Tat nichts mehr zu tun.

    Das kann man immer noch über Teile der CDU sagen die noch nicht zur AfD abgewandert sind, aber den dortigen Müll gedanklich unterstützen.

  • Ist der Staatsdoktrin?


    Aus Wiki":

    Eine Doktrin (von lateinisch doctrina ‚Lehre‘) ist ein System von Ansichten und Aussagen, das oftmals den Anspruch hat, allgemeine Gültigkeit zu besitzen.

    Im politischen Sprachgebrauch wird die Doktrin als politische Leitlinie der Regierung aufgefasst. Sie wird einseitig von dieser erklärt und stellt kein völkerrechtliches Dokument dar. Bekannt sind vor allem die außenpolitischen Doktrinen der US-amerikanischen Präsidenten und in den ehemaligen realsozialistischen Staaten der Marxismus-Leninismus als Staatsdoktrin.


    Der Kapitalismus ist keine Staatsdoktrin, nicht mal eine Doktrin, das solltest Du wissen.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

    Einmal editiert, zuletzt von ArgoNaut ()

  • Und auch die, die es können, sind nicht immer glücklich, aber das ist eine andere Sache.


    Um wieder auf die DDR zurückzukommen: Auch da hatten die Leute genug zu essen und ein Dach über dem Kopf, die Gleichheit war größer, und hätten sie nicht alle im West-Fernsehen die tollen Kulissen sehen können, wäre es wohl auch genug gewesen. Aber dass jemand abgehauen ist, weil er im Fernsehen (oder auf der Transit-Autobahn) die größeren Autos gesehen hat, halte ich für undenkbar. Das Gefühl des Eingesperrtseins, nicht reisen zu können, wohin man wollte (per Flugzeug oder Autostop...), nicht unbedingt den Lieblings-Beruf wählen zu können, die vielen Heimlichkeiten in der Beziehung zu anderen, sich überlegen zu müssen, was man wem sagt, wem man vertrauen kann, kurzum die allgegenwärtige Überwachung und Propaganda, das hat vielleicht mehr Leute gen Westen getrieben als die fehlenden Bananen. Am Schwarzen Meer hat meine Tante gesagt, dass man die Wessis an ihrem ungezwungeneren Verhalten erkennen kann. "Ihr DENKT nicht mal daran, dass man manches besser nicht sagt." hat sie gesagt.


    Im Grunde ist jede zur Staatsdoktrin erhobene Weltanschauung von Übel. Ob Kommunismus oder Islam.

    Wir sind nicht off topic, lieber Argo. Die Staatsbürger der ehemaligen DDR müssen ihr Dasein und ihre Lebensumstände nicht rechtfertigen müssen. Sie haben das Beste aus der Situation gemacht, was zu machen war. Wenn die ehemaligen "Ossis" sagen, dass es ihnen gar nicht so schlecht ging, weil es an Essen und Unterkunft nicht mangelte, sollte man keinen Vergleich mit Kongo herstellen. Wir arbeitenden Menschen sind für die reiche Oberschicht - frei nach Deiner Definition - auch Kongolesen, die froh sind, genug zu Essen und ein Dach über den Kopf zu haben. Ich finde die Ostalgie nicht so befremdlich, da es bei ihnen vermutlich im Alltag "menschlicher" zuging, als im Westen.

  • Genau da liegt der Hund begraben, Argo. Dein Vergleich mit dem Kongo entspricht genau dem eines Multimillionärs, gegenüber Unsereiner. Wir haben genug zu essen, ein Dach über dem Kopf und sind doch halbwegs glücklich, obwohl wir uns nicht alle 12 Monate einen Porsche, eine Villa und eine Luxusjacht leisten können. :)

    Solange sich Menschen und ganze Völker noch nicht mal soziale Sicherheit, Gesundheit leisten können, fast chancenlos ihr Leben fristen müssen und sogar von uns mit Kriegen und schamloser Ausbeutung überzogen werden, kann ein anständiger Mensch nicht einfach "glücklich" sein. Darin unterscheiden sich eben die meisten Ossis von den Wessis, denn wir empfinden Solidarität mit Allen, die schuldlos unterprivilegiert sind, weil der Imperialismus lieber Billionen US-$ in Rüstung und Kriegen versenkt, als die Probleme der Menscheit zu lösen!:evil::evil::evil::!::!::!:

  • Ein schlechteres Leben definiere ich primär mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit, Meinungs-Unfreiheit und -schnüffelei, so dass man bei "falschen" Äußerungen negative Folgen bis hin zu Gefängnis oder Job-Verlust fürchten kann. Primär. Dazu wirtschaftliche Schwierigkeiten, bei denen "Wir hatten immer genug zu essen" das höchste der Gefühle war. Sekundär. Immerhin! Verglichen mitdem Kongo...

    Das vermengt aber zwei Dinge. Da wäre zum einen das persönliche tägliche Erleben des in solcher Situation lebenden Menschen. Und zum anderen die Beurteilung Dritter aus der gesicherten, generalisierten Außenansicht. Es muss zwangsläufig zu unterschiedlichen Ergebnissen führen, wenn man über unterschiedliche Dinge redet.

  • Und auch die, die es können, sind nicht immer glücklich, aber das ist eine andere Sache.


    Um wieder auf die DDR zurückzukommen: Auch da hatten die Leute genug zu essen und ein Dach über dem Kopf, die Gleichheit war größer, und hätten sie nicht alle im West-Fernsehen die tollen Kulissen sehen können, wäre es wohl auch genug gewesen. Aber dass jemand abgehauen ist, weil er im Fernsehen (oder auf der Transit-Autobahn) die größeren Autos gesehen hat, halte ich für undenkbar. Das Gefühl des Eingesperrtseins, nicht reisen zu können, wohin man wollte (per Flugzeug oder Autostop...), nicht unbedingt den Lieblings-Beruf wählen zu können, die vielen Heimlichkeiten in der Beziehung zu anderen, sich überlegen zu müssen, was man wem sagt, wem man vertrauen kann, kurzum die allgegenwärtige Überwachung und Propaganda, das hat vielleicht mehr Leute gen Westen getrieben als die fehlenden Bananen. Am Schwarzen Meer hat meine Tante gesagt, dass man die Wessis an ihrem ungezwungeneren Verhalten erkennen kann. "Ihr DENKT nicht mal daran, dass man manches besser nicht sagt." hat sie gesagt.


    Im Grunde ist jede zur Staatsdoktrin erhobene Weltanschauung von Übel. Ob Kommunismus oder Islam.

    Der Kommunismus ist keine Staatsdoktrin, sondern eine philosophisch abgeleitete Projektion Der gesellschaftlichen Entwicklung, die aus der umfassenden Analyse des Kapitalismus und der Geschichte der Klassengesellschaften zuvor resultiert. Er ist bisher nie erreicht worden, weil die reaktionären Kräfte sich leider immer als mächtiger erwiesen haben, Dennoch verläuft Geschichte objektiv und zunehmend kommt der Imperialismus an seine Grenzen! Er hemmt schon heute die Entwicklung der Menschheit, indem er die Lebensgrundlagen auf Teufel komm raus ausbeutet! Der Islam ist eine Religion, die Dogmen beinhaltet, selbst aber kein Dogma darstellt!:):):):!:

  • ... weil der Imperialismus lieber Billionen US-$ in Rüstung und Kriegen versenkt, als die Probleme der Menscheit zu lösen!

    In Afghanistan hat der Imperialismus doch versucht, den Menschen zu helfen. Sie haben sich aber für die Taliban entschieden. Lassen sich also lieber unterdrücken.


    Denen kann man nicht helfen. Jedenfalls jetzt noch nicht. Sie müssen erst am eigenen Leib bzw. auf die harte Tour erfahren, dass sie falsch abgebogen sind. So in 20 Jahren kann man mal nachschauen, wie es ihnen geht. Vielleicht brauchen sie dann ja Hilfe.

  • In Afghanistan hat der Imperialismus doch versucht, den Menschen zu helfen. Sie haben sich aber für die Taliban entschieden. Lassen sich also lieber unterdrücken.

    Man hat westliche Interessen durchsetzen wollen, die angebliche Hilfe war nur das Argument für die Einfältigen, um den Krieg zu rechtfertigen! Man hat in sinnlosen Kämpfen zehntausende Menschen umgebracht und sich den Hass der Bevölkerung zugezogen, weshalb die Taliban auch innerhalb weniger Monate und Wochen die westlichen Invasoren aus dem Land jagen konnten! und wenn man aus dem Fiasko nichts lernt, wird es jeder Aktion unter USA-Führung ähnlich ergehen! Somalia, Libyen, Irak und Syrien sind Beispiele, wenn der Iran angegriffen wird, ist der Mißerfolg garantiert!

  • Wir sind nicht off topic, lieber Argo. Die Staatsbürger der ehemaligen DDR müssen ihr Dasein und ihre Lebensumstände nicht rechtfertigen müssen. Sie haben das Beste aus der Situation gemacht, was zu machen war. Wenn die ehemaligen "Ossis" sagen, dass es ihnen gar nicht so schlecht ging, weil es an Essen und Unterkunft nicht mangelte, sollte man keinen Vergleich mit Kongo herstellen. Wir arbeitenden Menschen sind für die reiche Oberschicht - frei nach Deiner Definition - auch Kongolesen, die froh sind, genug zu Essen und ein Dach über den Kopf zu haben. Ich finde die Ostalgie nicht so befremdlich, da es bei ihnen vermutlich im Alltag "menschlicher" zuging, als im Westen.

    Nein, ich geniere mich für meine Einschätzung nicht, würde sie allerdings nie in der deutlichen Form geäußert haben, wenn es hier nicht einige User gäbe, denen es ein Anliegen ist, eifrig alles, was "im Westen" geschah, mittels endloser Quellenangaben als verbrecherisch und die Wessis als ahnungslose Trottel hinzustellen.


    Dass es im Alltag der Ossis menschlicher zuging als im Westen, kann sich nur auf eine gewisse Gleichheit der Verhältnisse beziehen (obwohl es auch im Osten einige gab, die gleicher waren als die anderen!), auf persönliche Lebensweg-Entscheidungen auf keinen Fall, denn schon mal der Berufsweg konnte nicht frei gewählt werden. Meine anverwandten Altersgenossen wären z. B. nicht zum Studium zugelassen worden, wenn sie als Akademikerkinder (!), also etwas, worauf sie keinen Einfluss hatten, nicht allerbeste Noten gehabt hätten. Ich würde das nicht menschlich nennen, und den Überwachungsstaat auch nicht.


    Ehrlich: Mir gehen diese Wessi/Ossi-Vergleiche selbst auf den Keks, kann aber inzwischen diese dauernden Schuldzuweisungen an die kriminelle Westpolitik nicht mehr tolerieren, wenn man doch genau weiß, dass weltweit Macht überall da, wo es sie gibt, auch ausgenutzt wird. Überall. Als Wessi ist man geneigt, immer "Die konnten nix dafür" zu denken, erstens, weil der normale Ossis ja wirklich nix dafür konnte - aber auch, weil langsam mal gut ist und man es satt hat, dass die Weltpolitik penibel daraufhin durchforstet wird, wo sich der Westen verbrecherisch schuldig gemacht hat. (Siehe auch den letzten Post vor meinem bezüglich der "westlichen Invasoren" ).Es ist doch auffallend, dass die hiesigen Wessis das in der Gegenrichtung nicht machen - aber klar, die sind einfach nicht gebildet genug...

    Hugh!

         



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  • Ist der Staatsdoktrin?


    Der Kapitalismus ist keine Staatsdoktrin, nicht mal eine Doktrin, das solltest Du wissen.

    Der Kapitalismus kann genauso eine Staatsdoktrin sein wie es der Kommunismus leider oft war und ist (aber nicht immer sein musste). Es kommt darauf an wie totalitär das jeweilige Wirtschaftssystem durch gesetzt wird. Und da schenkt der gegenwärtige Turbokapitalismus dem totalitär geprägten Kommunismus wenig. Die Methodik, mit der der Turbokapitalismus bzw. dessen Protagonisten vorgehen, mag deutlich weniger repressiv veranlagt sein als die des real existierenden Sozialismus/Kommunismus, aber mit Freiheit hat es dieser Turbokapitalismus auch nicht, auch wenn seine Protagonisten das Gegenteil behaupten.


    Wer über Kapital verfügt hat in diesem System die vorherrschende Macht, wer nicht das Nachsehen. Das war schon immer so, aber mit Brosamen (die nur lächerlich geringe Anteil an den produzierten Mehrwerten darstellen) und der omnipräsenten Suggestion, dass es in diesem System allen gut gehen würde, kann man scheinbar die Verlierer entweder mundtot machen oder deren Frust auf Nebenschauplätze (z.B. Flüchtlinge und weitere gesellschaftliche Verlierer) lenken.


    Eine echte Demokratie lässt sich nicht mit dem real existierenden Kapitalismus vereinen und weil die Priorität der Gewinner dieses

    real existierenden Kapitalismus eindeutig zugunsten des letztgenannten ausfällt, gilt das gleiche für die echte Demokratie:


    Die gibt s nicht und soll es auch gar nicht geben (auch wenn dieser Umstand beständig geleugnet wird), denn in einer solchen hätten Ausbeutung, Ungerechtigkeit und die damit verbundenen Lügen keinen Bestand, zumindest nicht auf Dauer.

  • Das vermengt aber zwei Dinge. Da wäre zum einen das persönliche tägliche Erleben des in solcher Situation lebenden Menschen. Und zum anderen die Beurteilung Dritter aus der gesicherten, generalisierten Außenansicht. Es muss zwangsläufig zu unterschiedlichen Ergebnissen führen, wenn man über unterschiedliche Dinge redet.

    Das stimmt natürlich, dann sollte aber das persönliche Erleben eben persönliches Erleben bleiben und nicht die Außenansicht als unwahr diskreditieren.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • ....................... - aber auch, weil langsam mal gut ist und man es satt hat, dass die Weltpolitik penibel daraufhin durchforstet wird, wo sich der Westen verbrecherisch schuldig gemacht hat. (Siehe auch den letzten Post vor meinem bezüglich der "westlichen Invasoren" ).Es ist doch auffallend, dass die hiesigen Wessis das in der Gegenrichtung nicht machen - aber klar, die sind einfach nicht gebildet genug...

    Hugh!

    Es ist eben nicht gut! Denn der USA-geführte Westen verhält sich auch nach dem Zerfall des Ostblocks weiterhin menschheitsfeindlich und aggressiv, um seine Interessen militärisch mit Gewalt um jeden Preis durchzusetzen. Dir scheint das alles am A.... vorbei zu gehen, wir erkennen allerdings die Gefahren. Und wenn Dich jährlich 2 Billionen US-$ weltweite Rüstungskosten plausibel erscheinen, muss man wirklich Defizite in der Beurteilung westlicher Politik vermuten! Wer eine Hochrüstung unterstützt, ist auch als Partei nicht wählbar!

  • Ach Kater - wo sehen wir denn die tollen Militärparaden?? Aber wenn man die weltweiten Rüstungskosten in US-$ angibt, tut man so, als seien das alles Ausgaben des pösen Westen. Du hast im Grunde keine Ahnung, was "menschheitsfeindlich" überhaupt ist, wenn Du, wie es aussieht, Staaten die Treue hältst, aus denen die Menschen davonlaufen. Machst Du einen Unterschied zwischen Mensch und Menschheit?


    Und was heißt "..wir erkennen allerdings die Gefahren."? Wer ist "wir"?

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.