Was macht die Stadt Leipzig.....

  • ....wenn in Dresden ab O9/2019 die AfD regiert?


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine weltoffene Stadt wie Leipzig im Morast des Restsachsens versinken will/kann/möchte.


    Einfach mal gefragt.

  • Uff, genau das hab ich mich auch schon gefragt.


    Ich bin ja eh dafür, dass Leipzig dieses bekloppte Bundesland verläßt. So ein Status wie Bremen, das wär eine Alternative für Leipzig.


    Warten wir es doch mal ab. Wenn man sich hier in Sachsen auf etwas wirklich verlassen kann, dann ist das ein Wahlsieg der CDU. Die sind hier genauso bekloppt, wie die in Bayern. Die wählen sich auch immer die gleichen und hoffen auf andere Ergebnisse. ;)


    mfg

  • Ich hätte ja beinah Sachsen-Anhalt als neue Heimat vorgeschlagen, aber da fielen Stahlknecht und Konsorten ein.

    Also nicht.

    Aber es muss ja eine Möglichkeit geben, der Dummheit zu entgehen.

  • SA ist auch nicht viel besser. Was sich da gesammelt hat, kann man nich mal in den Skat drücken.

    Ich hatte ja erwogen nach einem AfD Sieg in Sachsen wieder in den Harz zurück zu kehren, nur scheint es so, dass sich das nur mit massivem Widerstand gegen den angesammelten Dreck im Landtag verbinden läßt.

    Gut, meinen Harz werd ich nicht allein retten können, leider. Aber aufgeben werd ich auch nicht.

    Ich trag meinen Familiennamen schließlich nicht umsonst. ;)


    Mal schaun was da nächstes Jahr bei der Wahl rauskommt.

  • Also ich sehe noch nicht, dass die AfD in Sachsen ab September regiert. Wie auch? Weder kommen die auf 50% + noch wird mit denen jemand koalieren. Es wird nicht mal für wirkungsvolle Opposition reichen (Listenplätze). Die Gefahr besteht also erst einmal nicht. Und was Leipzig betrifft: Das hat bislang von der Leuchtturmpolitik profitiert. Zugunsten dessen wurde auch über viele Fehlentwicklungen hinweggesehen, die in anderen Teilen Sachsen zu sehr unfreundlichen Pressemeldungen geführt hätten. Wie weit man das beibehalten kann, wird sich zeigen.

  • Wenn sich die SPD und die CDU nicht zusammenraffen, die Grünen sind auch ein heißer Kandidat für die CDU, dann wird es eine Koalition mit der AfD geben. Kretsche wird nach der Niederlage abtreten und dann ist der Weg für Schwarz/Blau frei. Du wirst sehen. Aber lassen wir erstmal das Ergebnis für sich selbst sprechen.

  • Was machen Leipzig?


    Wieder einmal ist der Jahreswechsel ein Anlaß, sich an der herbeifantasierten Linksextremen Szene im Viertel Connewitz abzuarbeiten und diese als Politikum zu mißbrauchen.


    Was ist passiert? Na Silvester, was sonst! Und wie jedes Jahr versammeln sich die Menschen am "Kreuz" und feiern. Wie überall gibt es auch welche, die übertreiben. Das stört die Connewitzer selber und wird auch von denen oft beanstandet. Das ist grob die Ausgangslage.


    Was letztes JAhr gut lief, weil der alte Polizeipräsident die Eskalations-Strategie ernst nahm und auch durchzog, ist dieses Jahr unter dem neuen voll in die Hose gegangen.


    Was ich in den verschiedensten Medien dazu gelesen hab, kann ich gar nicht schlecht genug bewerten. Nur in der TAZ und in der LIZ hab ich Artikel gefunden, die sachlich schildern, was geschah.

    In der LIZ wird auch ein privates Video beschrieben, dass sich auch mit Aussagen von meinen Bekannten deckt, die in diesem Viertel wohnen.


    Fakt ist, schon im Vorfeld der Feierlichkeiten wurden viele Personenkontrollen durchgeführt und "Präsenz" gezeigt, die sich in Teilen unangemessen und recht rabiat abspielten.

    Für Außenstehende, die die Situation nicht kennen, das Viertel nicht mal im Ansatz einzuschätzen wissen, ist das schon eine Relativierung meinerseits. Das soll es aber nicht sein.

    Nur wer nur die Informationen der MSM zur Verfügung hat, der kann nicht mal im Ansatz eine realistische Einschäzung abschätzen.


    Deeskalation...warum? Na weil schlicht den Menschen in diesem Viertel einiges auf den Sack geht. Vorurteile, Framing und schlichte Dummheit sind hier an der Tagesordnung. Connewitz ist keine Linkenhochburg. Nicht mehr. Mittlerweile wohnen hier zwar viele "Alternative" aber auch viele gut situierte Ökos, durch diverse Bauprojekte gefördert auch stink normale "Mittelständler" und ja, auch links orientierte Menschen. Restbestände, also jene, die noch nicht weggeekelt wurden, von links denkende, ja, manche von denen auch extrem eingestellt, gibt es natürlich auch noch.


    Was wäre, wenn man eine Strategie gefahren hätte, wie letztes Jahr? Wäre es zu diesen Ereignissen überhaupt gekommen? Ich denke nein. Es hätte nervende Idioten gegeben, die es so gut wie überall gibt.


    Wer aber Menschen den Eindruck vermittelt, dass allein ihre Anwesenheit schon verdächtig ist, man anlaßlos kontrolliert wird, das auch noch auf rabiate Art und Weise, der provoziert.

    ...gewollt?


    Ich kann diesen ganzen Quark, der größtenteils berichtet wird, einfach nur verachten. Kaum etwas spiegelt das wider, was wirklich Realität ist und es wird benutzt, um Stimmung zu machen.

    Alles auf Kosten der Wahrheit.


    ...

  • Was machen Leipzig?


    Wieder einmal ist der Jahreswechsel ein Anlaß, sich an der herbeifantasierten Linksextremen Szene im Viertel Connewitz abzuarbeiten und diese als Politikum zu mißbrauchen.


    Was ist passiert? Na Silvester, was sonst! Und wie jedes Jahr versammeln sich die Menschen am "Kreuz" und feiern. Wie überall gibt es auch welche, die übertreiben. Das stört die Connewitzer selber und wird auch von denen oft beanstandet. Das ist grob die Ausgangslage.

    Du relativierst Gunni.


    Bleiben wir doch erst mal bei den allgemeinen Fakten. Leipzig schafft es, an 99% aller Tage des Jahres den (deutlichen) Spitzenplatz im Kriminalitätsgeschehen Sachsens einzunehmen. Trotz geringerer Einwohnerzahl im Vergleich mit Dresden. Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist enorm. Da gibt es nichts, was es nicht gibt. Angriffe auf Polizeireviere, Abbrennen von Kfz der Bundeswehr und der DB-AG, Hausbesuche bei Mitarbeitern von Firmen, die einem nicht passen, Zerstörung von Kabeln der Sicherungstechnik im Bahnverkehr, zielgerichtete Zerstörung von Arbeitsmitteln (die Baukräne), Angriffe auf Gerichte, … Und insbesondere Connewitz ist in großen Schritten dabei, sich zur zweiten Rigaer Straße zu entwickeln. Was meint: Völliger Kontrollverlust des Staates. Da kann man ja dafür sein, sollte es dann aber auch so nennen. Was lernt der gemeine Bürger? Du kannst in diesem Land machen, was du willst. Du musst dich nur in einer in einer kritischen Masse zusammenrotten. Dann kannst auch mal ein Lagerfeuer auf der Kreuzung machen. So als allgemeinen Ausdruck des Frohsinns und des Stadtteilzusammenhalts wegen Silvester. Das wird den Bürger jetzt erfreuen, dem die gleichen verbieten, pilzverseuchtes Kartoffelkraut im Garten zu verbrennen - weit weg von jeglicher Wohnbebauung. Das fördert Sympathien für solches Handeln ^^ Vor allem dient es als Vorbild auch außerhalb der eigenen Wohlfühlzone. Etwas, was die beteiligten Personen bis heute nicht begriffen haben.

  • Hat Leipzig nicht mehr Einwohner als Dresden- ich bin verwirrt. Ich bin jetzt kein Experte für Sachsen, aber was ich so aufgeschnappt habe ist Dresden das Symbol für Schönheit und Ästhetik mit einem Hang zum Pomp durch den Status Residenzstadt und Leipzig steht für das aufmüpfige Bürgertum, enormen Reichtum (früher), Geschäftigkeit und Heimat einer der besten Musiker der Welt und aller Zeiten.

    Es scheint, dass bestimmte Charakteristika nicht so schnell verschwinden, auch nicht durch die Jahrhunderte.

  • Hat Leipzig nicht mehr Einwohner als Dresden- ich bin verwirrt. Ich bin jetzt kein Experte für Sachsen, aber was ich so aufgeschnappt habe ist Dresden das Symbol für Schönheit und Ästhetik mit einem Hang zum Pomp durch den Status Residenzstadt und Leipzig steht für das aufmüpfige Bürgertum, enormen Reichtum (früher), Geschäftigkeit und Heimat einer der besten Musiker der Welt und aller Zeiten.

    Es scheint, dass bestimmte Charakteristika nicht so schnell verschwinden, auch nicht durch die Jahrhunderte.

    Natürlich hat Leipzig mehr Einwohner. Der Unterschied ist zwar nicht so groß (ca 30-40k Unterschied) aber dei Mischung machts.


    Leipzig ist auch nicht glleich verstaubtes Dumm-Sachsen. Alles hinter (von L aus gesehen) Grimma ist für mich absolutes Assi-Sachsen. Damit meine ich nicht vorrangig die Menschen an sich, sondern eher eine Mentalität, die schon an Verkrustung grenzt. Ist nur meine persönliche Meinung, also bitte nicht überbewerten.


    Was ich immer zu kotzen finde, wenn der Stadtteil Connnewitz als Hochburg Linksradikaler bezeichnet wird. Ja, viel alternative Lebensweisen vereinen sich da, es ist ein buntes Viertel mit einer sehr geprägten soziokulturellen Szene. Natürlich gibt es sie, die Radikalinslis. Aber die haben es dort nicht leicht, weil das Viertel seit locker 10 Jahren immer mehr gut betuchte dort eine Heimat finden. Stadtplanung und steigende Mieten haben der Szene dort schon fast das Wasser abgedreht.


    Ich kenne min. 5 Personen, die entweder dort wohnen oder nah dran wohnen. Mit zwei hab ich an diesem WE mal telefoniert und beide haben unabhängig den Polizeieinsatz kritisiert.

    Schon weit vor 0 Uhr hat an das Viertel eingekreist und strenge und unangebrachte Personenkontrollen durchgeführt. Man muß aber auch wissen, dass es dort eine Art Ritual ist, wenn sich fast ganz Connnewitz am Kreuz trifft und dort gemeinsam feiert.


    Letztes Jahr unter dem alten Polizeipräsidenten war ja Deeskalation angesagt. Das hat auch gut funktioniert. Polizei war zwar da, nur hielt die sich sehr bedeckt, ließ die Menschen feiern und führten auch keine pauschalen Kontrollen im Vorfeld durch.

    Dieses Jahr war es ganz anders. Der eine sagte mir sogar, dass es in einer Seitenstraße (Selneckerstr.), die zum Kreuz führt, so aussah, als würden die SEK Leute gezielt provozieren.


    Was dort ganz leicht ist, denn auch die "Normalen" fühlen sich wie Kriminelle, wenn solch gekleidete und ausgerüstete auf einen zustürmen, man gegen Hauswände gedrückt wird und Personalien kontrolliert werden und Taschen durchsucht.


    Was dann daraus in den MSM gemacht wurde, grenzt schon an einer Radikalität, die man mit Bezeichnungen "Hochburg" gleich mal allen Bewohnern unterjubelt.


    Egal was Dieter sagt, nein, es geht mir nicht darum Gewalt zu beschönigen oder Klein zureden. Aber ich weiß auch, was unangebrachte Provokation ist. Warum funktionierte das den letztes Jahr so gut?


    Bedenkt man, der Schultze zu NSU Zeiten der Leiter der SOKO Rex war, dann braucht man sich nur deren "Erfolge" beim jagen von Nazis anzuschauen. Die gab es für den in Sachsen nämlich nicht. Sorry, aber ich habe bei meiner Recherche zum NSU diesen Typen in keiner guten Erinnerung.


    mfg

  • Ich hab mir im Alter Katastrophentourismus abgewöhnt. Mir reicht, was da allmorgendlich auf meinem Schreibtisch liegt.

    Also gut, du hast also keine Ahnung. Danke für das Gespräch.


    ...wirklich selten so ein voreingenommenes Zeuch gehört....

  • Der Einsatz der Polizei in Connewitz, und die anschließenden Lügenmärchen der Polizei-Pressestelle, erinnern mich an die Verfahrensweise der SA.

    Ich habe 1989 in Leipzig die Vopo erlebt. Noch ohne Helm und Maske.

    Ich habe auf dem Hallmarkt(Halle), anläßlich der Hartz4-Proteste, eine Polizei erlebt, die bewusst provozierte. Das ist viele Jahre her.

    Das was sich heutzutage Polizei nennt, ähnelt der SA.

    Und wir sollten nicht zulassen, dass diese zur SS degeneriert.

  • Man braucht sich doch nur anzuschauen, wie einige Bemerkungen interpretiert werden.

    Esken forderte, den Polizeieinsatz zu überprüfen und die Presse macht daraus "Esken stellt Polizeieinsatz in Frage"....das "Hochburg-Problem" hatte ich ja schon beschrieben.


    Wie die Sache ohne jegliche Differenzierung hoch gejazzt wird und wie die anfänglichen Übertreibungen in der polizeilichen Darstellungen nach und nach relativiert wurden, spricht auch für sich.


    mfg


    PS: Ich würde aber nicht so weit gehen, unsere Polizei mit SA oder SS zu vergleichen.

  • Die Zeit hat nun einen Artikel veröffentlicht, der die ganze Situation etwas differenzierter darstellt.


    Es geht doch. Es ist der erste Artikel zum Thema, der beide Seiten beleuchtet und anhand eines vorliegenden Videos und Befragungen vor Ort (es scheint doch noch sachlichen Journalismus zu geben, danke dafür), die Schilderungen der Offiziellen in Teilen in Frage stellt.


    Aber lest selbst und schaut euch mal die sogenannte Schlüsselszene an.

    https://www.zeit.de/gesellscha…r-angriffe-polizist-video


    Anmerkung: Nur mal so zum Verständnis, die Menschen am Connewitzer Kreuz treffen sich da nicht, um gegen Polizei zu kämpfen, die treffen sich da, um Silvester zu feiern. Das ist dort so. Auch auf dem Augustusplatz im Zentrum treffen sich ähnliche Massen. Ich würde auch soweit gehen, dass es auch dort zu Unmut kommen würde, wenn man dort von Polizeiseite aus genauso vorgehen würde.

    Macht man aber nicht, weil da viel Pomp und TV mitspielt.


    mfg

  • Aber lest selbst und schaut euch mal die sogenannte Schlüsselszene an.

    Die Szene zeigt meiner Meinung nach den Einsatz von Römische-Lichter-Gateling-Guns. Wenn jemand so ein Ding auf mich richten würde, würde ich auch versuchen dazwischen zu hauen und eine Eskalation ist dabei leicht vorstellbar. Leute die mit solchen Werfern in einem Wohngebiet hantieren und sie auf Menschen richten, gehören nach ein paar Arschtritten einfach weggesperrt. Nach einer wirklich geplanten Aktion sieht es nicht aus. Es wirkt alles eher spontan. Dass es einfach darum ging Silvester zu feiern, ist für mich aber nicht glaubhaft. Brennende Einkaufswagen und diese Gatelings passen nicht dazu. Es ging durchaus um Randale und die Reaktionen der Polizei werden dabei in Kauf genommen.