Rund ums Essen

  • Ich mag es, eine Stunde oder noch länger zu kochen. Gemüse schnippeln, braten, schmoren, kochen usw. - finde ich nach einem stressigen Tag sogar entspannend, denn das hat irgendwie etwas Meditatives (wenn man allein in der Küche steht mit einem Glas Rotwein und der Göttergatte einem nicht die Ohren vollquatscht). Ich mag es auch, die frischen Sachen im Garten zu ernten oder auf dem Markt zu kaufen. Ja, wirklich wahr.

    Ich mag Gerichte mit wenigen, aber richtig guten, frischen Zutaten. Wenn ich ein Rezept lese, das mehr als 10 Zutaten aufweist, ist es für mich in der Regel schon gestorben, denn ich möchte keine Gewürzmischung essen, sondern ein ganz bestimmtes Gericht mit dem typischen Geschmack der verwendeten Zutaten.

  • Vollwert-Schnitzel, Bratkartoffeln und Pilzgemüse für 6 €??? Das kostet bei uns mindestens das Doppelte.

    Das war bei einem Fleischer, der Mittagstisch anbietet. Ja, in einer richtigen Gastronomie hätte das auch so um die 10 Euronen gekostet...mindestens.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • In der Tat: alleine in der Küche werkeln ist durchaus meditativ. Wenn's dann noch von 'nem stimmigen Getränk und ebensolcher Musik (da steh ich sowas von auf Dixiemusic!) begleitet wird,dann ist der Tag in aller Regel ein guter.

    Es soll sogar Tage geben,da schmeckt dann auch noch das Essen

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Wie vieles andere kann ich auch nicht kochen. Frau Argo kann und will nicht kochen. Wir essen also entweder im Lokal, oder Reste "von drüben" also von meinen Eltern, deren Haushälterin auch kocht, oder wir tauen die köstlichen Bofrost- oder Frosta-Sachen auf. Zum Teil sind die echt gut. Bis jetzt leben wir noch, aber sicher ginge es besser.

  • @ Kater: Wer mag heute noch eine ganze Stunde lang kochen und nix als kochen? ......................

    Man hat ungefähr 20 Minuten zu tun, um die Zutaten vorzubereiten und dann kommt es darauf an, was man kocht. Alles andere ist die Beobachtung des Prozesses und ab und zu ein Eingriff, um zu sehen, wie die Garung fortgeschritten ist, um so schonend wie möglich mit den Inhaltsstoffen umzugehen. Derweil kann man auch andere Sachen erledigen, man muss nicht nur am Herd stehen.

  • Wie vieles andere kann ich auch nicht kochen. Frau Argo kann und will nicht kochen. Wir essen also entweder im Lokal, oder Reste "von drüben" also von meinen Eltern, deren Haushälterin auch kocht, oder wir tauen die köstlichen Bofrost- oder Frosta-Sachen auf. Zum Teil sind die echt gut. Bis jetzt leben wir noch, aber sicher ginge es besser.

    Man muss es eben mal selbst ausprobieren, mit einfachen Gerichten beginnen und sich dann an kompliziertere Rezepturen wagen. Dann macht es sogar Spaß und wenn die Verwandtschaft nach einem Festessen noch Monate danach begeistert ist, kann man wahrscheinlich nichts falsch gemacht haben. Zudem entwickelt man ein Gefühl für die Zutaten und Gewürze, so dass man noch nicht mal ein Kochbuch braucht, um wirklich leckere Sachen zuzubereiten. Für ein Nudel oder Reisgericht braucht man ca. 25 bis 30 Minuten, ein aufwendiger Braten braucht 2 bis 4 Stunden, je nach Zubereitungsart, allerdings muss man da nicht daneben stehen, die Bratröhre macht das allein.

  • Man hat ungefähr 20 Minuten zu tun, um die Zutaten vorzubereiten und dann kommt es darauf an, was man kocht. Alles andere ist die Beobachtung des Prozesses und ab und zu ein Eingriff, um zu sehen, wie die Garung fortgeschritten ist, um so schonend wie möglich mit den Inhaltsstoffen umzugehen. Derweil kann man auch andere Sachen erledigen, man muss nicht nur am Herd stehen.

    So flott geht die Kocherei bei mir leider nicht von der Hand. Kommt natuerlich auf das jeweilige Gericht an. Hast du schon mal Hausmacher Spaetzle gemacht? Oder Waraq dawali (gefuellte Traubenblaetter)? Macht man natuerlich nicht taeglich, aber auch ein einfaches Eintofpgericht schaffe ich kaum in der Rekordzeit von zwanzig Minuten - Vorbereitungszeit wohlgemerkt - und das trotz "Schnippelhilfe". Mediativ habe ich Kochen leider noch nie empfunden. Muss es mal mit Musik probieren.

  • Meiner Ansicht nach kann das ja wirklich Spaß machen, wie z. B. Bungee Jumping, aber man muss auch Lust auf diese Art von Spaß haben. Wenn man etwas erst oft probieren muss, um evtl. später Spaß daran zu haben, hab ich lieber Spaß an was anderem, von dem ich schon vorher weiß, dass es mir Spaß machen wird.

    Aufs Kochen hab ich keine Lust, mei Weibi auch nicht, und deshalb ernähren wir uns möglichst arbeitssparend. Klappt ganz gut. All diese Leute, die Burger kauend irgendwelche Kochshows anschauen, fangen auch nicht an zu kochen.


    Abhilfe würde wirklich eine Art "Alltagsunterricht" schon in der Grundschule schaffen, Kochen lernen, Verkehrsregeln lernen, kleine Reinigungsarbeiten vornehmen, Hilfe holen (112 z.B.) und sowas alles. Für einen sehr großen Teil der Bevölkerung wäre das sehr hilfreich.

  • Die Frage ist ja, was war zu erst da ? Der Hype ums Kochen dank mittlerweile ermüdend vieler Medienformate und der dadurch erhöhte Druck das man den Jamie, Tim oder noch gruseliger, den Henssler zu Hause abgeben muss ?


    Oder das Verlangen gutes und gesundes Essen auch zu Hause genießen zu dürfen ?


    Ich habe Arbeitskollegen gehabt ( unverheiratet ;)) die sich wirklich jeden Tag den kulinarischen Dr. Oetker gegeben haben und auch noch vermeldeten, das es Ihnen geschmeckt habe.

  • ..............., aber auch ein einfaches Eintofpgericht schaffe ich kaum in der Rekordzeit von zwanzig Minuten - Vorbereitungszeit wohlgemerkt - und das trotz "Schnippelhilfe". Mediativ habe ich Kochen leider noch nie empfunden. Muss es mal mit Musik probieren.

    Ein Eintopfgericht braucht etwa 3 bis 3,5 Stunden, weil das Rind- oder Lammfleisch ja etwa 2 bis 2,5 Stunden kochen muss, um richtig weich zu werden, da man es mit kaltem Wasser ansetzt. Das Gemüse im Eintopf kocht max. 20 Minuten zum Ende mit. Wenn man Hülsenfrüchte, wie Erbsen, Linsen etc. mit kocht, benötigen die auch ihre Zeit.

  • Vom Eintopf zum Schnitzel.


    Der Waldgeist in Hochheim ist berühmt für seine Riesenschnitzel und noch andere Riesenportionen und Getränke wie den Bembel des Todes oder den Bembel des Grauens. Ich war selbst auch schon dort um meinen Jungs mal ein Schnitzel zu verfüttern, nachdem gemeckert wurde die Schnitzel die Mama zubereitet hat wären zu klein. Natürlich schafft kein normaler Mensch so einen Schnitzelteller. Wenn man ein Viertelschnitzel bestellt, kann man es gerade so schaffen. Aber man kann sich den Rest einpacken lassen und mit nach Hause nehmen. Meine Jungs wollten natürlich alles und haben glaube ich zwei Tage danach noch an ihrer Portion gekaut. ^^


    Aber hier ein heldenhafter Ami, der es schafft :huh: Hätte ich ihm nicht zugetraut, aber der haut rein wie ein Irrer :yikes:


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  • Wenn das so wäre, wäre Chandralathas Vollwert-Essen nicht derart hinten runtergefallen.

    Eine wichtige Rolle spielt dabei, wie der Geschmacksinn im frühen Kindesalter geprägt wird. Wer früh an Fastfood gewöhnt wird, wird es vermutlich auch später vorziehen. Wessen Geschmacksinn nicht sofort mit dem Dampfhammer für immer erschlagen wird, lernt, verschiedene Geschmacksnuancen voneinander zu unterscheiden und Gewürze (auch in weniger hoher Konzentration) wahrzunehmen und zu genießen. ;)

  • Wie vieles andere kann ich auch nicht kochen. Frau Argo kann und will nicht kochen.

    Mir gefällt deine Ehrlichkeit! :)

    OK, ich versuche es auch mal: Ähm, also, es gibt ja nur wenig, was ich nicht kann, aber kochen, nun ja, gehört nicht zu meinen allergrößten Stärken ... :D

    Ich geb' auf, dir gelingt das irgendwie besser mit der Ehrlichkeit - hast wohl mehr Übung. ;)


    Also neuer Versuch: Meine Frau kann so richtig gut kochen! Von Indonesisch bis Italienisch, und ich bin ein ziemlich guter Esser!