Der uralte Streit zwischen Kapitalismus-Sozialismus-Kommunismus

  • Daran ist gar nichts gestört. Selbstverständlich treibt hohe Nachfrage bei geringem Angebot den Preis in die Höhe.

    So selbstverständlich ist das spätestens dann nicht mehr, wenn es um Löhne und Arbeitsbedingungen geht. Da wollen korrupte Arbeitgeber gerne die Marktwirtschaft in den Urlaub schicken, die sie sonst an jeder Ecke als heilige Kuh anbeten.Nehmen wir als Beispiel den Facharbeitermangel in der Pflege. Ein sattes Lohnplus könnte das schwächelnde Angebot an Pflegekräften ordentlich vitalisieren, aber dieser simple marktwirtschaftliche Schritt scheint sich noch nicht zu den Gesundheitspolitikern und den Betriebswirtschaftlern der inzwischen weitgehend privatwirtschaftlich verfassten Pflege herumgesprochen zu haben.


    Die selektive Anwendung der Marktwirtschaft beweist worum es in diesem entarteten Kapitalismus geht - um den Profit derjenigen, die meist schon mehr als genug Kapital haben. Der Rest kann verarmen, in seinen Grundrechten beschnitten und seiner ökonomischen wie sozialen Freiheit beraubt werden.

  • Zweifelsohne gibt es immer Migrationsbewegungen, doch wenn über zwei Millionen Gutgebildete eine Region verlassen, hat das Folgen, darum ging es! Und es war meine Antwort auf Herrn ArgoNaut, der mal wieder nicht verstehen wollte, welchen Einfluß Bildung auf das Wahlverhalten hat. Nach dreißig Jahren ist die Demographie im Osten eben eine Andere! Und nach wie vor sind auch rund 90 % im Osten keine "Rechten" oder gar "Rechtsradikale" sowie über 60 % der AfD Wähler Protestwähler, die die Politik von Merkel/der GroKo auf den Plan geholt hat.

    Ich verstehe sehr gut, welchen Einfluss Bildung auf das Wahlverhalten haben kann. Aber 1. sind die zwei Millionen, die die DDR verlassen haben, nicht das gesamte Volk gewesen, der größere Teil blieb zurück; und jetzt sag mir mal, ob dieser größere Teil schlecht gebildet ist, und wenn ja, warum Du dann immer der Bildung in der DDR Hymnen singst. Irgendwie schießt Du Dir mit Deiner Argumentation immer selbst ins Knie.


    Es gibt aber auch 2.! Nämlich dass sogar sehr gebildete Menschen sehr unterschiedliche politische Ansichten haben können, ohne dass man die Menschen, die anderer Meinung sind als man selbst, für ungebildete idioten halten könnte. Die Bildung verhilft zwar manchem zum besseren Verständnis der Dinge, aber es kommt immer noch viel dazu: Die eigene Vergangenheit mit allerlei Prägungen, die Gesellschaft, in der man sich befindet, der Eigennutz, die Medien, die man konsumiert, der eigene Charakter. Sonst müssten ja alle gebildeten Menschen immer einer Meinung sein.

  • Ich verstehe sehr gut, welchen Einfluss Bildung auf das Wahlverhalten haben kann. Aber 1. sind die zwei Millionen, die die DDR verlassen haben, nicht das gesamte Volk gewesen, ...............

    Das die Millionen vorwiegend aus Gegenden kamen, wo die Chancen sich besonders schlecht darstellten, scheint Dir nicht einzuleuchten. Und nirgends habe ich gesagt, dass alle verblödet sind. Auch akzeptiere ich durchaus die Vielfalt des Denkens und der Ansichten.

  • Drücke ich mich eigentlich so miserabel aus, oder wie kommt es, dass Du einfach nicht verstehst, was ich sage: Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass die Millionen, die das DDR-Gebiet verlassen haben, aus Gegenden kamen, in denen sie durchaus Chancen gehabt haben. Ich habe nur gesagt, dass die DDR mehr Einwohner hatte, als die paar Millionen, die sie Richtung Westen verlassen haben, und meinte damit, dass genügend Leute weiterhin auf dem Gebiet der ehemaligen DDR wohnen, über deren Wahlverhalten Du schweigst.. DU hattest gesagt, dass Millionen gut Gebildete das Land verlassen haben, was tatsächlich so klingt, als seien die Zurückgebliebenen eben zurückgeblieben...Es ging ja um das Wahlverhalten, und Deine Worte:


    "wenn über zwei Millionen Gutgebildete eine Region verlassen, hat das Folgen, darum ging es! Und es war meine Antwort auf Herrn ArgoNaut, der mal wieder nicht verstehen wollte, welchen Einfluß Bildung auf das Wahlverhalten hat. Nach dreißig Jahren ist die Demographie im Osten eben eine Andere! Und nach wie vor sind auch rund 90 % im Osten keine "Rechten" oder gar "Rechtsradikale" sowie über 60 % der AfD Wähler Protestwähler, die die Politik von Merkel/der GroKo auf den Plan geholt hat."


    klingen für mich, als seien die Gebildeten weggegangen und die Zurückgebliebenen hätten eben, - weil nicht gebildet genug! - ein befremdliches Wahlverhalten an den Tag gelegt. Wenn es rein um Protest gegangen wäre, hätten sie auch die Linke wählen können. Aber nein, sie mussten die Nazis wählen.

  • So selbstverständlich ist das spätestens dann nicht mehr, wenn es um Löhne und Arbeitsbedingungen geht.

    Damit hat das prinzipiell nichts zu tun. Wer eine Wohnung in einer besonders teuren Wohngegend mietet, der verfügt schon über ein entsprechendes Einkommen. Ansonsten steht er gar nicht erst vor der Wahl, dort nach Wohnungen zu suchen.

  • ArgoNaut :

    Ich war damals in einem Chemiebetrieb beschäftigt.

    Nach einer 12-Stunden-Schicht erschien die Ablösung nicht, weil der Arsch nach dem Westen abhaute.

    Also 24-Stunden-Schicht, weil sich Chemieanlagen nicht so einfach abschalten lassen.

    Haben wir auch nicht, weil es damals noch so etwas wie Solidarität gab.


    Der Arsch hatte im Osten Wohnung, Job, und einen Lohn, der durchaus höherwertig war.


    Ich besuchte ihn nach etwa 2 Jahren in Mettmann.

    Er war arbeitslos.


    Den meisten wird es ebenso ergangen sein.


    Ich denke an eine Episode: Es war in Franken. 1993. Ich legte in einer Gaststätte gedankenlos eine Schachtel F6 auf den Tisch, und wurde fortan nicht mehr bedient.


    Wer ist das Arschloch?

    Die meisten Ruinen haben zwei Beine.

  • Damit hat das prinzipiell nichts zu tun. Wer eine Wohnung in einer besonders teuren Wohngegend mietet, der verfügt schon über ein entsprechendes Einkommen. Ansonsten steht er gar nicht erst vor der Wahl, dort nach Wohnungen zu suchen.

    Jetzt einer mal nicht so billig zurück. Du siehst die Marktwirtschaft als ein von dir geschätztes Prinzip für die benannte Entwicklung verantwortlich, ich habe ein Gegenbeispiel genannt, das sehr deutlich belegen kann, dass dieselbe Marktwirtschaft außer Kraft gesetzt wird, wenn es um die Interessen von arbeitenden Menschen geht.


    Im Turbokapitalusmus regiert die nackte Willkür der Menschen mit Kapital. Das verletzt unsere Verfassung, die Demokratie, die Würde vieler Menschen und den sozialen Frieden. Die darauf bezogenen Negativfolgen sind klar zu erkennen, die für diese Folgen höchst mitverantwortliche Politik eiert aber herum, ist in ihren untauglichen Konzepten gefangen und fährt weiter in Richtung Wand. Und du schwingst dein Fähnchen für diesen rückständigen Wahnsinn.

  • .....klingen für mich, als seien die Gebildeten weggegangen und die Zurückgebliebenen hätten eben, - weil nicht gebildet genug! ....

    Es haben einige Regionen im Osten nahezu 40 bis 50 % der jüngeren, flexibleren Bevölkerung verloren. Die Arbeitsplätze in den LPG/VEG, den örtlichen Verwaltungen und Institutionen sowie handwerklichen Betrieben fielen auch weg, weil eben die Strukturen verschwanden, die Landwirtschaftsbetriebe insbesondere keine 300 Leute beschäftigten sondern mit 30 bis 50 auskamen, indem Reparaturen, Dienstleistungen und Sozialleistungen entweder ausgelagert oder aufgegeben wurden.

    Zurückgeblieben sind dort die Besitzenden, lokal gebundenen und eben die Älteren sowie jene, die im Westen eh keine Chance gehabt hätten. Und jene, die auf sich nahmen, zu pendeln, im Westen zu arbeiten und wochenlang sich von der Familie zu trennen.

    Wer die Entwicklung miterlebt hat, betroffen war, der versteht auch, weshalb "Protest" gewählt wird, wenn sich in dreißig Jahren die Situation nicht ändert. Die Linke hat voll versagt, die SPD die Menschen verraten und von der CDU ist nichts zu erwarten.

    Dass von der AfD erst recht keine Verbesserung kommen kann, dürfte klar sein, doch der Schuß vor den Bug der Etablierten ist schon das Fanal, das nötig ist, damit sich was ändern könnte.

  • Ich frag mich, auf welche meiner Bemerkungen du antwortest :yikes::thinking-020: Weder habe ich von Arschlöchern gesprochen, noch habe ich es gutgeheißen, dass Leute abgehauen sind. Und Deine F6-Geschichte hatte durchaus Entsprechungen im Osten des Landes. Also was willst Du eigentlich sagen, bzw. worauf beziehst du dich?

  • Jetzt einer mal nicht so billig zurück. Du siehst die Marktwirtschaft als ein von dir geschätztes Prinzip für die benannte Entwicklung verantwortlich, ich habe ein Gegenbeispiel genannt, das sehr deutlich belegen kann, dass dieselbe Marktwirtschaft außer Kraft gesetzt wird, wenn es um die Interessen von arbeitenden Menschen geht.

    Marktwirtschaft wird nur (regional) außer Kraft gesetzt, wenn die Regierung sie einschränkt. Das hat mit den "Interessen von arbeitenden Menschen" doch gar nichts zu tun.


    Hinter "Interessen von arbeitenden Menschen" steckt letztlich ein kapitalistisches Prinzip: Profitmaximierung. Auf den "Arbeiter" bezogen bedeutet das: möglichst viel zu verdienen, bei möglichst geringem Einsatz der eigenen Arbeitskraft. Ich finde das völlig okay. Was ist deine Meinung dazu?

  • Hinter "Interessen von arbeitenden Menschen" steckt letztlich ein kapitalistisches Prinzip: Profitmaximierung. Auf den "Arbeiter" bezogen bedeutet das: möglichst viel zu verdienen, bei möglichst geringem Einsatz der eigenen Arbeitskraft. Ich finde das völlig okay. Was ist deine Meinung dazu?

    Das kann man so sehen, aber Arbeiter, die ihren Einsatz so gering wie möglich halten und trotzdem möglichst viel Geld verdienen wollen, müssen sich ohnehin bald einen anderen Job suchen.

  • Ich frag mich, auf welche meiner Bemerkungen du antwortest :yikes::thinking-020: Weder habe ich von Arschlöchern gesprochen, noch habe ich es gutgeheißen, dass Leute abgehauen sind. Und Deine F6-Geschichte hatte durchaus Entsprechungen im Osten des Landes. Also was willst Du eigentlich sagen, bzw. worauf beziehst du dich?

    Das bezog sich nicht auf Dich.

    Wenn ich einen Arbeitsvertrag habe, dann erfülle ich diesen Vertrag.


    Diese Leute fuhren in den bezahlten Urlaub.

    Deren Lohn/Gehalt wurde überwiesen.

    Deren Konten wurden nicht gelöscht.

    Deren Inhalte wurde in DM umgetauscht.


    Ich mag Feiglinge nicht. Egoisten schon gar nicht.

    Die meisten Ruinen haben zwei Beine.

  • ...................Hinter "Interessen von arbeitenden Menschen" steckt letztlich ein kapitalistisches Prinzip: Profitmaximierung. Auf den "Arbeiter" bezogen bedeutet das: möglichst viel zu verdienen, bei möglichst geringem Einsatz der eigenen Arbeitskraft. Ich finde das völlig okay. Was ist deine Meinung dazu?

    Profitmaximierung bedeutet, die lebendige Arbeit des Werktätigen, unselbständig Beschäftigten, möglichst weit unter dem Wert einzukaufen, der für die Reproduktion der Arbeitskraft notwendig ist. Das ist der reale Kapitalismus! Der Arbeiter muss möglichst viel Mehrwert produzieren, damit der größte Teil davon in die Taschen des Unternehmers unentgeldlich abgezweigt werden kann, was dann zum Profit und Surplusprofit führt. Karl MARX lesen bildet, es sei Dir nahegelegt, es zu tun!

  • Das kann man so sehen, aber Arbeiter, die ihren Einsatz so gering wie möglich halten und trotzdem möglichst viel Geld verdienen wollen, müssen sich ohnehin bald einen anderen Job suchen.

    Das gehört dazu. Der Arbeitnehmer sollte immer bestrebt sein, einen Job zu suchen, wo er möglichst viel verdient und möglichst wenig arbeiten muss. Im Normalfall tut er das auch.

  • ....................Im Normalfall tut er das auch.

    Der Normalfall ist heute, dass er einen Job hat, den er möglichst behalten will. Dafür arbeitet er sogar unentgeldlich und leistet Überstunden. Und wer über 40 Jahre ist, weiss genau, dass er schon eine besonders gefragte Qualifikation haben muss, um im Falle einer Entlassung nicht bei Hartz IV zu landen, ohne Chance bis zur Niedrigrente mit 67 da wieder raus zu kommen.

  • Der Normalfall ist heute, dass er einen Job hat, den er möglichst behalten will. Dafür arbeitet er sogar unentgeldlich und leistet Überstunden.

    Wie kommst du auf das schmale Brett? Warum sollte jemand einen Job behalten wollen, der nicht lukrativ ist? Das ist ganz bestimmt nicht der Normalfall, sondern die Ausnahme.

    Und wer über 40 Jahre ist, weiss genau, dass er schon eine besonders gefragte Qualifikation haben muss, um im Falle einer Entlassung nicht bei Hartz IV zu landen, ohne Chance bis zur Niedrigrente mit 67 da wieder raus zu kommen.

    Wer über 40 ist, noch als unselbständiger Arbeitnehmer seine Brötchen verdient und während seines gesamten Erwerbslebens keine besondere Qualifikation erworben hat, bei dem ist in der Tat Hopfen und Malz verloren. Der wird vielleicht auf Dauer-Hartz4 landen und dieses Land verfluchen. Doch eigentlich sollte er besser bei sich selbst nach Defiziten suchen, die ihn dorthin gebracht haben, wo er jetzt ist.

  • Das gehört dazu. Der Arbeitnehmer sollte immer bestrebt sein, einen Job zu suchen, wo er möglichst viel verdient und möglichst wenig arbeiten muss. Im Normalfall tut er das auch.

    Es können aber nicht alle Manager in einer Bank werden.


    Sind das die sachlichen Beiträge, die du meinst? lol....

    Dann solltest du mal anfangen uns zu erklären, was für dich der "Normalfall" im Detail bedeutet.


    Und schön, wie du im Zusammenhang mit Lohnempfängern von "Profit" redest.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Profit


    Selbst WIKI erklärt das etwas anders.

    Begriffe sollte man schon richtig verwenden, es sei denn, man möchte falsch verstanden werden.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • O.K.:

    Du hast keine Ahnung, geschweige denn Wissen. oder noch sonst irgendetwas.


    Es ist wohl müßig zu fragen, wer dich für deine Beiträge bezahlt.

    Mensch Grimmi, bist du etwa auch noch nicht Firmenboss? Dann bist du noch keine 40 :)


    Ich amüsiere mich grad köstlich, bei solchen Beiträgen. Was will der dem Forum eigentlich erklären?

    Ein Lohnempfänger, der "Profit" macht, den er durch einen spontanen Arbeitswechsel natürlich maximieren kann und sich dabei noch etwas Arbeitszeit einsparen kann. Is doch Schlaraffia vom feinsten. :)


    Zumindest steht er zu seiner Inkompetenz und ich bestätige ihm ein straffes Selbstbewußtsein und ein schlichtes Hirn. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.