Der uralte Streit zwischen Kapitalismus-Sozialismus-Kommunismus

  • .......Wer über 40 ist, noch als unselbständiger Arbeitnehmer seine Brötchen verdient und während seines gesamten Erwerbslebens keine besondere Qualifikation erworben hat, .................

    Dann sind wohl über 60 % der Bevölkerung nach Deiner Meinung minderbemittelt, denn die Mehrheit arbeitet im Angestellten-Verhältnis, zumindest in Deutschland.

  • Marktwirtschaft wird nur (regional) außer Kraft gesetzt, wenn die Regierung sie einschränkt. Das hat mit den "Interessen von arbeitenden Menschen" doch gar nichts zu tun.


    Die Marktwirtschaft wird schnell da außer Kraft gesetzt, wo das wirtschaftlich (und damit auch politisch mächtigen) Interessensgruppen nutzt, um deren Proteste zu sichern oder zu erweitern. Arbeitgeber fahren seit 3 Jahrzehnten eine Form der psychologischen Kriegsführung gegen die Arbeitnehmerseite, die verdeckte Arbeitslosigkeit wird genutzt um Löhne zu drücken. Vin einem Facharbeitermangel wird fabuliert, aber nichts produktiv marktwirtschaftlich gegen diesen unternommen.


    Das einzige was an diesem Zitat stimmt ist die Aussage, dass das benannte Vorgehen nicht mit den Interessen von arbeitenden Menschen zu tun.

    Zitat

    Hinter "Interessen von arbeitenden Menschen" steckt letztlich ein kapitalistisches Prinzip: Profitmaximierung. Auf den "Arbeiter" bezogen bedeutet das: möglichst viel zu verdienen, bei möglichst geringem Einsatz der eigenen Arbeitskraft. Ich finde das völlig okay. Was ist deine Meinung dazu?

    Du versuchst hier vielleicht den Spieß umzudrehen, aber deine Aussagen haben mit der Realität nichts gemeinsam. Das Wort "Profitmaximierung" als Ausdruck des Arbeitnehmerinteresses verstehen zu wollen ist reichlich bizarr, denn diese Profitmaximierung sol meist durch eine teils gnadenlose Reduzierung der Lohnkosten erzielt werden. Es ist gut möglich, dass Unternehmensgewinne steigen, aber die Reallöhne in selben Unternehmen sinken.


    Es ist natürlich, dass unterschiedliche Grippen unterschiedliche Interessen verfolgen. Es kommt dann darauf an, dass die Vermittlung dieser Interessen auf Augenhöhe erfolgt und keine Grippe auf Kosten einer anderen sich einseitige Vorteile erwirbt. Genau diese Augenhöhe wird seit 30 Jahren zunehmend zerstört und die Gesellschaft im Zusammenhang Merkels mieser Politik.sozial wie politisch gespalten. Der aktuelle Kapitalismus ist zur Diktatur des Kapitals entartet.

  • Du versuchst hier vielleicht den Spieß umzudrehen, aber deine Aussagen haben mit der Realität nichts gemeinsam. Das Wort "Profitmaximierung" als Ausdruck des Arbeitnehmerinteresses verstehen zu wollen ist reichlich bizarr,

    Es ist doch nicht schwer zu verstehen. Der Arbeitnehmer erzeugt seinen Erlös, indem er seinen Organismus einsetzt, also Gehirnschmalz und/oder Muskelkraft. Zum Aufladen und zur Pflege seines "Produktionsmittels" braucht er, vereinfacht gesagt, Nahrung und Entspannung (Freizeit). Dieses Auftanken ist leider nicht kostenlos, d.h. geht von seinem Erlös ab. Die Differenz, also das was übrig bleibt, nachdem er seine "Maschine" nach getaner Arbeit wieder für einen neuen Arbeitszyklus vorbereitet hat, ist sein Gewinn (oder Profit).


    Und diesen Gewinn zu maximieren ist Bestreben eines jeden Arbeitnehmers.

    Das kapitalistische Prinzip ist allgegenwärtig. :)

  • Es ist doch nicht schwer zu verstehen. Der Arbeitnehmer erzeugt seinen Erlös, indem er seinen Organismus einsetzt, also Gehirnschmalz und/oder Muskelkraft. Zum Aufladen und zur Pflege seines "Produktionsmittels" braucht er, vereinfacht gesagt, Nahrung und Entspannung (Freizeit). Dieses Auftanken ist leider nicht kostenlos, d.h. geht von seinem Erlös ab. Die Differenz, also das was übrig bleibt, nachdem er seine "Maschine" nach getaner Arbeit wieder für einen neuen Arbeitszyklus vorbereitet hat, ist sein Gewinn (oder Profit).


    Und diesen Gewinn zu maximieren ist Bestreben eines jeden Arbeitnehmers.

    Das kapitalistische Prinzip ist allgegenwärtig. :)

    Den Beitrag hättest du dir schenken können, der vom Marx schon benutzte Begriff der Reproduktionskosten ist mir bekannt, genauso wie 99% der mündigen Gesellschaft die von dir erläuterten Zusammenhänge kennen dürften.


    Was ist mit den 24% der Beschäftigten, die sich im Niedriglohnsektor verdingen müssen?

    Mit deren beschissenen Löhnen ist nur leider das Aufladen und die Pflege der von ihnen eingesetzten "Produktionsmittels" nur eingeschränkt möglich und in aller Regel bleibt da auch bei sparsamer Wirtschaftsführung nichts übrig, das als privater Gewinn ausgewiesen werden könnte. 24% der Beschäftigten (und m.E. nicht nur die) scheinen von diesem angeblich allgegenwärtigen kapitalistischen Prinzip ausgeschlossen zu sein, besser gesagt es nützt ihnen nichts, sondern nur denen, die über Kapital verfügen.


    Damit kommt nur einmal mehr ein Grundprinzip des Kapitalismus zum Vorschein: Viele Verlierer sollen den exorbitanten Profit lächerlich kleiner Minderheiten ermöglichen. Von einem Profit derjenigen sprechen zu wollen, die in diesem miesen Spiel nicht viel gewinnen oder teils nur verlieren können, beweist keinen Realitätsbezug.

  • Den Beitrag hättest du dir schenken können, der vom Marx schon benutzte Begriff der Reproduktionskosten ist mir bekannt, genauso wie 99% der mündigen Gesellschaft die von dir erläuterten Zusammenhänge kennen dürften.

    Nicht dass du mich jetzt für einen Marxisten hältst. Das würd ich dir wirklich übel nehmen. :D

    Was ist mit den 24% der Beschäftigten, die sich im Niedriglohnsektor verdingen müssen?

    Ich schätze mal, dass sie persönliche Hinderungsgründe haben, um einen besser bezahlten Job anzunehmen. Vielleicht beherrschen sie die Sprache nicht, sind Analphabeten, haben psychische Probleme, etc. Es kann viele Ursachen haben. Bestimmt gibt es längst Studien zu der Problematik.

    Mit deren beschissenen Löhnen ist nur leider das Aufladen und die Pflege der von ihnen eingesetzten "Produktionsmittels" nur eingeschränkt möglich und in aller Regel bleibt da auch bei sparsamer Wirtschaftsführung nichts übrig, das als privater Gewinn ausgewiesen werden könnte.

    In dem Fall sollte man gar nicht arbeiten gehen, sondern zu 100% von staatlicher Stütze leben (und eventuell hin und wieder mal etwas Schwarzarbeit verrichten).

    Damit kommt nur einmal mehr ein Grundprinzip des Kapitalismus zum Vorschein: Viele Verlierer sollen den exorbitanten Profit lächerlich kleiner Minderheiten ermöglichen.

    Arbeitnehmer sind keine Verlierer. Sie tragen keinerlei unternehmerisches Risiko. Selbst wenn der Betrieb pleite geht, gehören sie zu den ersten, zwischen denen die Insolvenzmasse aufgeteilt wird.

    Arbeitnehmer sind rechtlich besser gestellt als Unternehmer und genießen viele Vorzüge dieses Staates. Manch ein Kleinunternehmer hat schon aufgegeben, weil er die Chance hatte, in ein lukratives Angestelltenverhältnis zu wechseln.

  • Ein Commie der sich über Tote aufregt ist wirklich selten. Normalerweise produziert ihr doch Leichenberge, beim Versuch ihre Utopie zu verwirklichen. Und dann stört euch das auch nicht.

    Kommen da jetzt noch Argumente, oder war's das schon? 8-) ...Lächerlicher Marktschreier. Deine paradoxe politische Ambivalenz gepaart mit Naivität und Polemik erinnert mich irgendwie an Fluffi oder Zebra aus Posiwirien... ;-/ Na, jedenfalls leg ich dich jetzt zu den Akten; du hast es nicht drauf, Mann. 8-)

    Warum müsst ihr XXX EDIT XXX immer so maßlos übertreiben?


    Nur weil keine Obergrenze definiert wurde, heißt das nicht, dass dem Kapitalismus keine natürlichen Grenzen gesetzt sind. Ressourcen wie Bodenschätze, Transportmittel, und Fachpersonal sind nicht unendlich verfügbar. Gefahren für Umwelt, Gesellschaft und sogar den Weltfrieden bremsen den Kapitalismus aus. Ein Kapitalist, der das alles missachtet, sägt letztlich am eigenen Ast.

    Extremisten und Sektierer sind zuhauf im systemischen marktradikalen Wirtschaftsfaschismusmilieu zu finden und nennen sich dort u.a. "Experten", obwohl sie in jede Krise bis zuletzt blind reintaumeln und danach lernresistent genauso blind weitertaumeln, und ganz gewiß werden dem Kapitalismus Grenzen gesetzt. Ressourcen, Kapazitäten, aber vor allen Dingen auch Konsumenten, wenn man eine immer größere Masse davon immer ärmer macht und somit zunehmend vom für dieses kranke System überlebenswichtigen Konsum ausschließt. Ist das simple Monopoly-Spiel-Prinzip. 8-) Der Nach-mir-die-Sintflut-Profitmaximierer und Unbegrenztes-Wachstum-Marktsektierer des Kapitalismus will weder die Grenzen des Wachstums auf begrenztem Raum noch diese systemimmanente und zugleich paradoxe/kannibalistische Gefällebildung wahrhaben und agiert so, als gäbe es nur den eigenen kleinen BWL-Horizont. Das längerfristige Große und Ganze im Zusammenhang sehen die Wenigsten von denen, und verstehen bzw. logische Konsequenzen daraus ziehen tut kaum einer. Aber ganz selbstredend wird dieses System wieder am Ende der Fahnenstange anlangen, wie so oft zuvor - nur daß es irgendwann keinen Spielraum mehr für die nächste Monopoly-Partie nach dem üblichen destruktiven Reset geben wird und man hoffentlich endlich begreift, daß wir ein neues Spiel brauchen... ;-/

    Geldbeutelunabhängige Freiheit und soziale Gerechtigkeit statt Kapitalismus: Stoppt die Diktatur der reichen Minderheit!

  • Ich habe vor kurzem eine Definition gelesen, die mir gefällt:

    Im Kommunismus wurde zuerst verstaatlicht und dann ruiniert, im Kapitalismus ist es genau anders rum.

    Warum der Sozialismus Erfolg hatte und hat kann ich mir nur so erklären, dass viele Menschen Sozialismus mit sozial verwechseln und noch immer nicht begriffen haben, dass das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat. ?(

  • Es beweist, dass es keine Wirtschaftsform gibt, die die alle Menschen glücklich macht, wobei - Glück? - Glück ist nicht etwas man 24 Stunden rund um die Uhr empfindet, es gibt Glücksmomente, die machen glücklich. Viel wichtiger ist Zufriedenheit.

  • Es beweist, dass es keine Wirtschaftsform gibt, die die alle Menschen glücklich macht, wobei - Glück? - Glück ist nicht etwas man 24 Stunden rund um die Uhr empfindet, es gibt Glücksmomente, die machen glücklich. Viel wichtiger ist Zufriedenheit.

    Sorry, aber was ist denn das für eine Nebelkerze?


    Jede Wirtschaftsform hat erst einmal die unbedingte Pflicht Elend von den Menschen abzuwenden, sprich für die Befriedigung der Grundbedürfnisse eines JEDEN Menschen beizutragen. Das geht und das muss gehen, zumindest müssen Menschen sich unbedingt für dieses Ziel engagiert einsetzen. Darüber hinaus haben Politik, Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme die Aufgabe allen Menschen solide Grundlagen für ein gutes Leben zu bieten, sprich Ausbildung, Arbeit, Erwerb, Gesundheitsfürsorge, persönliche Entwicklung.


    Es geht nicht darum, dass man 24 Stunden rund um die Uhr Glücksmomente empfindet, Das geht nicht, den Schwachsinn versuchen sch allenfalls ein paar Junkies oder durchgeknallte Hedonisten anzutun, aber gesund denkende Menschen ticken da anders. Das weißt du auch bzw. solltest du wissen.


    Dass aber rund 40 000 Kinder jeden Tag weltweit wegen Armut sterben, dass gehört bestimmt nicht zu den Glücksmomente, die irgendwen glücklich machen können. Und mit Zufriedenheit darf da auch nichts sein.


    Es ist absurd und infam, dass in unserer allgemeinen Wohlstandsverblödung jedem Dödel suggeriert wird, er oder sie bräuchte unbedingt das neueste Streichelhandy, während anderorts für diesen und vielen weiteren bizarren Luxus geschuftet, gelitten und teils gestorben wird. Dass die Menschheit es bis heute nicht geschafft hat solide Lebensgrundlagen für alle ihrer Angehörigen zu schaffen (obwohl das gut ginge) beweist erst einmal nur die Blödheit dieser Menschheit, insbesondere die Blödheit der Teile der Menschheit, die über Kapital, Ressourcen und Macht verfügen.

  • Warum der Sozialismus Erfolg hatte und hat kann ich mir nur so erklären ...

    Wie und wo hatte er Erfolg? Sozialistische (oder sagen wir mal "prä-kommunistische") Gesellschaften basierten nur auf Zwang und Unterdrückung. Sozialistische Staaten hinkten dem Westen in jeder Beziehung hinterher.

  • Wie und wo hatte er Erfolg? Sozialistische (oder sagen wir mal "prä-kommunistische") Gesellschaften basierten nur auf Zwang und Unterdrückung. Sozialistische Staaten hinktem dem Westen in jeder Beziehung hinterher.

    Das ist dein enges Weltbild, das vermutlich einer jahtzehntelang genossenen pro-kapitalischen Gehirnwäsche geschuldet sein könnte, die solange Mittel und Oberschicht in die Mangel nimmt, bis sich keine Gehirnzelle mehr traut sich mit Gedanken der sozialen Gerechtigkeit zu beschäftigen. Solche entleeerten Hirne bekommen da nicht viel mehr hin außer vielleicht ein bisschen verlogene Benefiz-Kacke vor Weihnachten, die der Berater zu 40% von der Steuer absetzten lässt und welche das auf stand by geschaltete ungute Gewissen besänftigen soll.


    Schon die simple Vereinfachung, dass der Sozialismus sowohl zeitlich als räumlich überall versagt hätte, ist selten dämlich. Dein Eifer bezogen auf die allein selig machende Ersatzreligion Kapitalismus hat intellektuell betrachtet schon fanatische Züge, auch wenn dein kleinbürgerlich gestricktes Naturell das zu überdecken versucht.

  • Jede Wirtschaftsform hat erst einmal die unbedingte Pflicht Elend von den Menschen abzuwenden, sprich für die Befriedigung der Grundbedürfnisse eines JEDEN Menschen beizutragen.

    Das ist aber eine sehr eigenwillige Definiton.


    In Wirklichkeit legt eine Wirschaftsform den Rahmen bzw. die Regeln fest, nach denen die Menschen untereinander Handel treiben. :)


    Elend abzuwenden ist Sache des Sozialwesens.

  • Das ist aber eine sehr eigenwillige Definiton.


    In Wirklichkeit legte eine Wirschaftsform den Rahmen bzw. die Regeln fest, nach denen die Menschen untereinander Handel treiben. :)


    Elend abzuwenden ist Sache des Sozialwesens.

    Das sehe ich als einen fundamentalen Denkfehler, der aber für viele Fans eines ungezügelten Kapitalismus typisch ist.


    Eine Wirtschaftsform ist ein Konstrukt, dass die Grundzüge des Wirtschaftens vorgibt. Wie eng dieser Rahmen gefasst und wie die Regeln jeweils definiert werden, das hängt dann von der weiterführenden politischen Gestaltung dieser Wirtschaftsform ab. Sozialismus ist nicht gleich Sozialismus, das gleiche gilt für den Kapitalismus. Zudem sind Mischformen und weitere Formen möglich, so dass ein reines Schwarz-Weiß-Denken null weiterhilft. Da könntest du dran arbeiten.


    Um negative Entwicklungen wie z.B. Armutsbildung verhindern zu können, müssen wir an die Ursachen heran, um diese abzustellen. Das was Menschen arm macht gehört bekämpft.


    Genau da verweigert sich dein Ansatz, der schließt nicht aus, dass Menschen arm gemacht werden und unterlässt die politische Analyse. Das Sozialwesen soll dann wieder richten, was andere kaputt gemacht haben. Das ist genau das defekte Verständnis von einem als Lückenbüßer degenerierten Sozialwesen, das der von egomanischen Kapitalisten angerichteten Scheiße schlecht oder unbezahlt hinterherräumen soll.


    Oh nein, es ist Sache von ALLEN, dass sie sich fair, ehrlich und sozial verhalten.

    Solidarität ist keine Einbahnstraße.