Indien, die bevoelkerungsreichste Demokratie der Welt

  • Dort fanden vor einiger Zeit Wahlen statt. Die Hindunationalisten erreichten die absolute Mehrheit. International hat es Glueckwuensche gehagelt, auch aus Deutschland. Weniger gluecklich dagegen waren im Vielvoelkerstaat Indien ethnische und religoese Minderheiten. Zu Recht, wie man nun sieht. Ploetzlich sind 1,9 Millionen Menschen dort illegal, wurden praktisch als staatenlos erklaert. Wie die tagesschau de. gestern berichtete, veroeffentlichte der Bundesstaat Assam ein Staatsbuergerregister, in dem vor allem Muslime nicht verzeichnet sind und somit als illegal gelten.


    "Um ins das Staatsbürgerschaftsregister aufgenommen zu werden, müssen die Einwohner des Bundesstaates nachweisen, dass ihre Familien schon vor 1971 in Assam gelebt haben. Wer danach kam, gilt als illegaler Einwanderer aus dem benachbarten Bangladesch."


    Den Menschen droht Abschiebung oder Internierung in Lagern. Bangladesh will die von Indien abgelehnten Einwohner nicht aufnehmen.

    "Der Kampf gegen die Fremden" hat nicht erst jetzt begonnen. Der Vorwurf, es gehe um die Ausgrenzung von Muslimen, wird zurueck gewiesen.


    " "Indien gehört den Indern, das gilt auch in Assam. Wir sind hier doch keine Müllkippe für illegale Bangladeschis." Die "ganze demographische Struktur von Assam" habe sich verändert, sagt er. "Das ist eine Gefahr für die Identität, die Sprache und die Kultur der einheimischen und indigenen Bevölkerung hier im Nordosten Indiens."


    https://www.tagesschau.de/ausl…staatenlosigkeit-101.html


    Wie sehr sich doch die Aengste von Nationalisten aehneln.. kommt mir bekannt vor.

  • Die Israelisierung macht auch vor Indien nicht halt, Apartheid als Staatsraison!

  • Mahatma Gandhi waere sicher nicht amused. Gandhi war ein glauebiger Hindu, doch in seine Gebete mischte er stets auch buddhistische Gesaenge und Verse aus dem Koran. Das hat einigen missfallen und folglich war es ein Hindu-Extrmist, der Gandhi erschossen hat und mit ihm die Traeume eines friedlichen Zusammenlebens der Religionen.

  • Was wohl Mahatma Gandhi zu dieser Entwicklung sagen würde??

    Die Lehren dieses großen Inders wurden ebenso verraten, wie mit dem Zionismus das humanistische Erbe des Judentums zu Grabe getragen wurde. Dass Menschenrechte universelle Geltung haben müssen, ist bestimmten Kräften nie klar geworden.

  • Es ist leider nichts Neues, dass in Indien Minderheiten ebenso diskriminiert werden wie Frauen und Kinder. Ein Blick in den Jahresbericht 2017/2018 von amnesty international reicht aus, um zu erkennen, dass der ethnische und religiöse Schmelztiegel Indien von einer Demokratie, in der Menschenrechte für alle gelten, noch weit entfernt war und ist. Sehr weit sogar.

    Eine Diskussion über Indiens Probleme auf Zionismus, Israel und das Judentum oder auf Muslime zu reduzieren, geht am Thema vorbei.


    https://www.amnesty.de/jahresb…18/indien#section-1722141

  • Eine Diskussion über Indiens Probleme auf Zionismus, Israel und das Judentum oder auf Muslime zu reduzieren, geht am Thema vorbei.


    https://www.amnesty.de/jahresb…18/indien#section-1722141

    Absolut. Nicht nur die Abermillionen an völlig Entrechteten die durch absurde Gewohnheiten als "outcasts" komplett Menschenunwürdig ihr dasein fristen, auch Frauenrechte (Heirat) im Einzelnen und auch allgemeinen sowie die "Tradition" das Familien Ihre Schulden über unzählige Generationen weitervererben und dadurch seit Jahrhunderten als Sklaven oder Leibeigene behandelt werden, zeigt das die Anschauung das "westlicher EInfluß zerstört tradierte Lebensgewohnheiten" auch genau das Gegenteil, also ein mehr an Gutes für die Menschen vor Ort sein kann....

  • ................Eine Diskussion über Indiens Probleme auf Zionismus, Israel und das Judentum oder auf Muslime zu reduzieren, geht am Thema vorbei........

    Du hast mich völlig mißverstanden. Wenn die Welt zur Politik Israels und zum Zionismus schweigt, wie sollte sie zu den internen Fragen Indiens, seiner umfassenden Mißachtung der Menschenrechte, der Frauenrechte, den Umgang mit Kashmir, dem Kastenwesen und sonstigen weiteren Problemen die Stimme erheben.