Leihfahrräder und Elektroroller

  • Die Autoren sicher nicht. Es ist die Meinung der Leihroller-Saboteure. Der Vollständigkeit halber hätte ich dich wohl besser fragen sollen, ob du mit dieser Meinung konform gehst.

    Was die Meinung der Autoren zu der geschäftlichen Praxis von Uber angeht bin ich zu 100% auf der Linie der Autoren. Ich betreibe andere m.E. demokratischer versuchte Methoden, aber angesichts der Wirkungslosigkeit derselben falle ich nicht in eine m.E. bigotte Empörung, wenn Kapitalisten mit einer Zerstörungswut konfrontiert werden, die sie jeden Tag unschuldigen Menschen zumuten.


    Du regst dich darüber auf, dass hier Räder zerstört werden sollen, dass tagtäglich die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen weltweit und die Natur durch diesen Raubritterkapitalismus zerstört wird scheint dir keine Rede wert.

  • Du regst dich darüber auf, dass hier Räder zerstört werden sollen ...

    Aufregen ist übertrieben. Es sind ja nicht meine Fahrräder. Ich finde es nur befremdlich, dass manche mit Zerstörungswut reagieren. Es ist ziemlich irrational. Es wirkt ein bisschen wie eine Ohnmachtsreaktion; wie ein Hilferuf.

    dass tagtäglich die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen weltweit und die Natur durch diesen Raubritterkapitalismus zerstört wird scheint dir keine Rede wert.

    Das ist etwas, woran bereits gearbeitet wird. Der menschliche Anspruch nach hoher Lebensqualität ist definitiv schädlich für die Umwelt. Wir dürfen es eben nicht übertreiben.

  • Was für ein Zeuch :augenrollen:! Niemand kann behaupten, dass diese Roller ernsthaft zur Mobilität beitragen. Sie sind ein Spielzeug, und die Kinder, die ja nie aufräumen wollen, aber spielen, lassen sie überall stehen, In Parks (!), auf dem Bürgersteig, vor Eingängen.


    Die Dinger sind unnütz, umweltschädlich und nicht ungefährlich. Nachts fahren Lastwagen herum, um sie einzusammeln, teil zur Wiederaufladung der Batterien, teils zur Verschrottung. Nie würde ich etwas mutwillig zerstören, das ist gegen meine Natur, allerdings gebe ich zu, dass ich jeden Weg gutheiße, der dem Rollerunwesen ein Ende bereitet. Wann immer ich in München bin - wo sie reichlich im Weg stehen - ärgere ich mich darüber.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Niemand kann behaupten, dass diese Roller ernsthaft zur Mobilität beitragen.

    So wie Fahrräder, nur dass sie keine Muskelkraft benötigen, also auch für Menschen geeignet sind, die einen weniger ausdauernden Bewegungsapparat haben.

    Die Dinger sind unnütz, umweltschädlich und nicht ungefährlich.

    Weder/noch. Aber was ist schon "nicht ungefährlich"?


    Nachts fahren Lastwagen herum, um sie einzusammeln,

    Manche Rollerverleiher lassen die Dinger auch von Teilzeitjobbern zu Hause aufladen.


    Nie würde ich etwas mutwillig zerstören, das ist gegen meine Natur, allerdings gebe ich zu, dass ich jeden Weg gutheiße, der dem Rollerunwesen ein Ende bereitet.

    Du lässt also gern andere die Drecksarbeit machen und jubelst nur dazu. Analog zu Gaffern, die einem Lynchmob beiwohnen. Das ist schlau. Denn dann kannst du hinterher immer sagen: "Das habe ich aber so nicht gewollt!" :)

  • Wieso? Ich sage doch ganz deutlich, dass meine Sympathie denen gilt, die den Rollern den Garaus machen. Schließ nicht immer von Dir.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Ich sage doch ganz deutlich, dass meine Sympathie denen gilt, die den Rollern den Garaus machen.

    Was hättest du wohl gemacht, wenn du zu einer Zeit gelebt hättest, als die ersten PKWs auf den Straßen erschienen sind?


    Vorher nur von Pferden oder Eseln gezogene Karren, hin und wieder ein Fahrrad oder eine Person mit Handwagen. Und nun dieses technische Teufelszeug!

  • Es ist ein Denkfehler von Dir: Das Auto ht Pferdekutschen ersetzt, es ist nicht zusätzlich hinzugekommen, wenn man davon absieht, dass mehr Leute sich ein Auto leisten konnten als Stallungen mit Pferden - obwohl es damals auch Mietpferde gab.


    Die rioller sind Schnickschnack, Spielzeug.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Das Auto ht Pferdekutschen ersetzt, es ist nicht zusätzlich hinzugekommen,

    Du willst doch nicht etwa behaupten, dass über Nacht plötzlich alle ehemaligen Kutschenpiloten mit einem Auto unterwegs waren? Der Übergang geschah sehr langsam.



    Die rioller sind Schnickschnack, Spielzeug.

    Und du magst kein Spielzeug. :)

  • Du willst doch nicht etwa behaupten, dass über Nacht plötzlich alle ehemaligen Kutschenpiloten mit einem Auto unterwegs waren? Der Übergang geschah sehr langsam.

    Was du aber auch für dummes Zeug schwatzt! Denk doch mal darüber nach, was Du selbst geschrieben hast: "...wenn du zu einer Zeit gelebt hättest, als die ersten PKWs auf den Straßen erschienen sind?" Die haben doch nicht über Nacht allüberall herumgestanden. Meine Güte.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Du.

    Du hast mich gefragt, was ich bei demTeufelszeug Auto gemacht hätte und hast sie damit mit den von mir bemängelten Rollern gleichgesetzt.

    Aber noch mal gaaanz langsam: Die Autos haben die Kutschen ersetzt, Die Roller sind zusätzlich zu Autos, Fahrrädern, Motorrollern und Motorrädern Die Autos standen nicht im Weg rum, schon gar nicht auf Bürgersteigen. Die Roller stehen genau da.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • […] Niemand kann behaupten, dass diese Roller ernsthaft zur Mobilität beitragen. […]

    Naja, 1961 hatte ja auch niemand die Absicht, in der Stadt Berlin eine Mauer zu errichten, und plötzlich stand sie da… die E-Scooterei wurde durchaus von "Influencern" und "pressure gruops" als unweltfreundlichste Fahrgelegenheit für die berühmt=berüchtigte "last-mile"zwischen Wohnung oder Bushaltestelle, zwischen innerstädtischem Parkplatz und Arbeitsplatz, zwischen Hauptbahnhof und touristischem Hotspot oder zwischen Partymeile und Ausnüchterungszelle angepriesen…

  • Du.

    Mitnichten. Zeig doch mal wo.


    Die Autos haben die Kutschen ersetzt,

    Aber nein. In der Übergangszeit wurden sie immer mehr. Viehkarren und Autos benutzten die gleichen Straßen. Verstopfte Straßen und Straßenlärm waren in der vor-automobilen Zeit nahezu unbekannt.

    Die Autos standen nicht im Weg rum, schon gar nicht auf Bürgersteigen.

    Das tun sie sogar heute noch. Entweder als Falschparker, oder legal, weil Raum für Fußgänger verkleinert wurde, um Parkflächen zu schaffen.

  • Mitnichten. Zeig doch mal wo.


    Aber nein. In der Übergangszeit wurden sie immer mehr. Viehkarren und Autos benutzten die gleichen Straßen. Verstopfte Straßen und Straßenlärm waren in der vor-automobilen Zeit nahezu unbekannt.

    Das tun sie sogar heute noch. Entweder als Falschparker, oder legal, weil Raum für Fußgänger verkleinert wurde, um Parkflächen zu schaffen.

    Wer lesen kann, ist immer eins voraus.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • […] Die rioller sind Schnickschnack, Spielzeug.

    Zum Massenphänomen sind diese E-Scooter ja eigentlich erst geworden, als a) die EU beschloss, ihren Betrieb grundsätzlich zu erlauben und b) im Handumdrehen mehrere Unternehmen ganze Flotten von Leihrollern im Öffentlichen Raum bereitgestellt haben. Die Technik des E-Scooters mag für bestimmte Nutzungen praktikabel sein, das Geschäftsmodell basiert jedoch darauf, dem Smartphone-Nutzer eine neue Anwendungsmöglichkeit (zum Entsperren des abgestellten Rollers) für sein Immer-Dabei-Gadget zu bieten. Und zugleich werden Millionen von Bewegungsbildern gesammelt und ausgewertet.