Leihfahrräder und Elektroroller

  • […] Es hat sich längst gezeigt, dass sie dafür nicht genutzt werden.

    Die Erfolgsbilanz der auf zwei und vier Rädern zahlreich genutzten "Sharingkultur" spricht eher dafür, dass sowohl Leihroller als auch Leihrädern in großer Zahl genutzt werden - wie beim Automobil leidet dann allerdings die private Nachfrage nach dem Erwerb derartiger Fahrzeuge,… wie wohl Andy Warhol unser gegenwärtiges Zeitalter betrachtet hätte!

  • Leihroller sind bei kürzeren Strecken ein Ersatz für´s Laufen und werden just for fun benutzt. Leihräder werden touristisch für Besichtigungen und Ausflüge genutzt, inzwischen sieht man sie seltener, und wenn, dann im Gebüsch. Leihautos nimmt man für Transporte und weitere Strecken.

  • Aufregen ist übertrieben. Es sind ja nicht meine Fahrräder. Ich finde es nur befremdlich, dass manche mit Zerstörungswut reagieren. Es ist ziemlich irrational. Es wirkt ein bisschen wie eine Ohnmachtsreaktion; wie ein Hilferuf.


    Auch wenn du nun deinen Aufreger nieder zu köcheln versuchst, es war und ist einer solange der Titel dieser Diskussion beibehalten wird.


    "Verwirrte Antikapitalisten zerstören Leihfahrräder und Elektroroller"


    Der Duktus deiner Empörung ist unverkennbar. Natürlich muss auch deine politische Gesinnung bzw. die damit verbundenen Feindbilder in den ersten beiden Worten zum Ausdruck kommen.


    Zitat

    Das ist etwas, woran bereits gearbeitet wird. Der menschliche Anspruch nach hoher Lebensqualität ist definitiv schädlich für die Umwelt. Wir dürfen es eben nicht übertreiben.

    Soso, dass Problem, dass täglich die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen weltweit und die Natur durch diesen Raubritterkapitalismus zerstört werden soll etwas sein, "woran bereits gearbeitet wird"?


    Das ist putzig zu hören, die Realität fällt da nur m.E. leider deutlich weniger putzig aus.


    Wer arbeitet denn bereits an diesem Problem, außer den üblichen Verdächtigen (NGOs, Privatleute, Initiativen)?


    Und wenn juckt das denn wirklich, dass der menschliche Anspruch nach hoher Lebensqualität dich schädlich für die Umwelt auswirken kann und auswirkt?


    Und um welche Definition nach hoher Lebensqualität geht es hierbei überhaupt?

  • Du.

    Du hast mich gefragt, was ich bei demTeufelszeug Auto gemacht hätte und hast sie damit mit den von mir bemängelten Rollern gleichgesetzt.

    Aber noch mal gaaanz langsam: Die Autos haben die Kutschen ersetzt, Die Roller sind zusätzlich zu Autos, Fahrrädern, Motorrollern und Motorrädern Die Autos standen nicht im Weg rum, schon gar nicht auf Bürgersteigen. Die Roller stehen genau da.

    Die Kosten für Pferde sind auch heute so hoch, dass man sich anstatt eines Gespanns für eine Kutsche zwei Luxusautos leisten kann, die zudem nicht jeden Tag gefüttert, gestriegelt und bewegt werden müssen, also Arbeitsleistung wie Pferde beanspruchen.

  • […] Die Roller stehen genau da.

    Logisch - sollten die Roller bei Nichtbenutzung etwa auf Fahrbahnen abgestellt werden? Nach drei Monaten e-Scooter-Hype fällt die vorläufige Bilanz eher ernüchternd aus, Immerhin soll in Berlin die ordnungsgemäße Abstellung des gerade nicht benötigten Scooters honoriert werden - anderswo werden bereits Verbotsforderungen laut - und München sorgt gerade vor, dass beim baldigen Oktoberfest nicht von Bierzelt zu Bierzelt gescootert wird… Das diesjährige Oktoberfest wird sicher einen Bußgeldeinnahmen-Spitzenwert mit sich bringen!

  • Danke, Gunny, ich habe die Lust verloren, auf seine Provokationsversuche zu antworten, wie andere auch, deshalb versucht er jetzt, mit seinem pubertären Kommentar zum Knarrenmann empörte Antworten herauszulocken.

    Logisch - sollten die Roller bei Nichtbenutzung etwa auf Fahrbahnen abgestellt werden? Nach drei Monaten e-Scooter-Hype fällt die vorläufige Bilanz eher ernüchternd aus, Immerhin soll in Berlin die ordnungsgemäße Abstellung des gerade nicht benötigten Scooters honoriert werden - anderswwerden bereits Verbotsforderungen laut - und München sorgt gerade vor, dass beim baldigen Oktoberfest nicht von Bierzelt zu Bierzelt gescootert wird… Das diesjährige Oktoberfest wird sicher einen Bußgeldeinnahmen-Spitzenwert mit sich bringen!

    Die Scooter müssen sogar in erheblichem Abstand außerhalb des Zauns abgestellt werden, aufs Festgelände dürfen sie gar nicht, und es sollte mich angesichts der Kontrollen an den Eingängen wundern, wenn es mehr als drei Leuten gelingt, sie reinzuschmuggeln. Das ginge nur mit konzertierter Aktion, Ablenkung durch eine laute Gruppe und sowas. Ich bin mir sicher, dass es Idioten gibt, die es genau so versuchen, warum auch immer.

  • Nun übertreib doch nicht. Eine Bekannte von mir hat 4 Pferde und ein ziemlich geringes Einkommen. Die könnte sich nicht einmal ein Luxusauto leisten.

    Wenn sie einen Bauernhof hat, wo die Pferde versorgt werden können, die vier Pferde Stuten und Rassepferde sind, die etwa 2 bis 3 Fohlen je jahr zum Verkauf ergeben, dann lassen sich die Kosten relativ gering halten und durch die Erlöse zumindest teilweise kompensieren. Ansonsten kostet die Haltung eines Pferdes im Jahr rund 5000 Euro +++, abhängig von vielen Faktoren.

  • zizou

    Hat den Titel des Themas von „Verwirrte Antikapitalisten zerstören Leihfahrräder und Elektroroller“ zu „Leihfahrräder und Elektroroller“ geändert.
  • Der Sharing-Boom hat in der Tat das Stadtbild grundlegend verändert - der smartphoneaffine Verbraucher erwartet halt, dass überall griffbereit bereitsteht, was ihn verlocken können, für die nächsten Minuten zu entleihen… und weil das Geschäftsfeld noch neu ist, zeigt sich eine "Goldgräberstimmung", deren Marktkonsolidierung bisweilen schon eingesetzt hat.

    ….und was die Damen und Herren Entleiher so hinterlassen nimmt mehr und mehr den Charakter von Sperrmüll an.

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Und wen juckt das, auf das Lesch und Tgunberg berechtigt weisen?

    Nich all zu viele.

    Die ganze Diskussion geht mMn nämlich in eine Richtung, die zu sehr den "Profit" in den Vordergrund stellt.

    Hab da heute was im Radio gehört, wo man sich schon Gedanken macht, wer vom Öko.Boom profitiert und da standen die Autofirmen ganz vorn, obwohl die ja maßgeblich an der Misere Schuld sind, weil sie eben Entwicklungen nicht gemacht haben, weil die sich nicht lohnen.


    Jetzt, wo der Staat wieder Prämien und Zuschüssen ins Gespräch bringt, drängeln sich diese Blutsauger gleich wieder in den Vordergrund und wollen die ersten sein, die sich diese Gelder nicht entgehen lassen wollen.


    Und wieder werden die Täuscher und Betrüger die Gewinner sein.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Und wen juckt das, auf das Lesch und Tgunberg berechtigt weisen?

    Ziemlich viele, denn ihre Ansichten infiltrieren die Gesellschaft wie ein Virus. Die Menschen fürchten sich am meisten vor Terrorismus, Arbeitslosigkeit und Umweltkatastrophen. Gretel und Harald können in einer Gesellschaft, in welcher freie Rede ein hohes Gut ist, sehr viele Menschen erreichen. :)