Der Beschiss an arbeitenden Menschen

  • Seit rund 25 Jahren läuft in Deutschland eine Art psychologische Kriegsführung gegen einen Teil der arbeitenden Menschen. Die Ziele: die versuchte Entrechtung und politische Entwaffnung dieser Menschen um diesen schlechte Arbeitsbedingungen aufdrücken zu können, mit der skrupellose Arbeitgeber ihre Profite steigern können.


    Mit allen möglichen Trick wird seit langen übergreifend versucht, Vorteile auf der Arbeitgeberseite zu bilden, die eindeutig zu Lasen der Arbeitnehmer gehen. Der Verlust von Existenzgrundlagen, der Würde arbeitender Menschen, Lebensqualität, Arbeitsmotivation, Qualität der geleisteten Arbeit, des sozialen Miteinanders sowie des gesellschaftlichen Zusammenhalts. wurden und werden billigend in Kauf genommen. Die Gier mach Profit bestimmt einen Tunnelblick, der die Bedürfnisse von Millionen Menschen im Dunkeln darben lässt. In diesem Thread kann dieser miese Beschiss und der Kampf dagegen beschrieben werden. Ich sehe ihn als eine Fortsetzung dieser beiden im Archiv befindlichen Threads:


    https://politopia.de/forum/index.php?thread/19095-miese-jobkultur/ 


    https://politopia.de/forum/index.php?thread/5569-l%C3%B6hne/

  • Dieter

    Hat den Titel des Themas von „Der a Beschiss an arbeitenden Menschen“ zu „Der Beschiss an arbeitenden Menschen“ geändert.
  • Mit allen möglichen Trick wird seit langen übergreifend versucht, Vorteile auf der Arbeitgeberseite zu bilden, die eindeutig zu Lasen der Arbeitnehmer gehen. Der Verlust von Existenzgrundlagen, der Würde arbeitender Menschen, Lebensqualität, Arbeitsmotivation, Qualität der geleisteten Arbeit, des sozialen Miteinanders sowie des gesellschaftlichen Zusammenhalts. wurden und werden billigend in Kauf genommen. Die Gier mach Profit bestimmt einen Tunnelblick, der die Bedürfnisse von Millionen Menschen im Dunkeln darben lässt.

    In vielen Stellenanzeigen bzw. Jobangeboten findet man nur selten Infos zur vom Arbeitgeber angedachten Entlohnung. Das sehe ich als pure Willkür, denn in vielen Fällen verfügen die Arbeitgeber über eine konkrete Vorstellung von dem wie viel (bzw. wie wenig) Lohn sie zahlen wollen. Zu verhandeln gibt es da oft eher nichts, also warum zeigen viele Arbeitgeber keine klare Kante, wenn es um den Lohn geht?

    Die nebulöse Praxis mit der viele Arbeitgeber hier vorgehen (leider auch vorgehen können, weil sich diese Praxis viele Arbeit suchende Menschen gefallen lassen), gewährt für die Arbeitgeberseite folgende Vorteile (auf Kosten der Arbeitssuchenden):

    • der Lohn wird quasi tabuisiert - es soll sich nicht schicken danach zu fragen
    • der Lohn kann somit als "Nebensache" erscheinen (was er definitiv nicht ist -auch für den Arbeitgeber nicht)-
    • wer sich bewirbt tritt mit Bewerbung und Antritt zum Bewerbungsgespräch in Vorleistung . Nach dieser Vorleistung sind vermutlich Arbeit suchende Menschen vermutlich verstärkt bereit unattraktive Bedingungen zu akzeptieren, spätestens dann wenn sie in mehreren Bewerbungsverfahren nur Absagen oder Sch.... in verschiedenen Geschmacksrichtungen erfahren haben.

    Dieses Prozedere legt den Verdacht nahe, dass in aller Regel eine gute Arbeit erwartet wird (was verständlich ist), dafür aber nur schlecht bezahlt werden soll. Beides passt nicht und das wissen viele Arbeitgeber. Sie versuchen es aber dennoch und schweigen sich über diesen von ihnen versuchten Beschiss aus. Allein dieser Umstand macht einen Thread wie diesen so notwendig. Ein niedriger Lohn ist nicht sexy, aber darüber schweigen sehe ich erst recht als unsexy. Nicht nur ich:



    https://news.kununu.com/5-personaler-luegen-die-du-dir-nicht-auftischen-lassen-solltest/?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=knl_22.08.2019_DE&utm_content=Mailing_11521565


    Ich konnte noch nie etwas mit dieser versuchten Übervorteilung arbeitender oder Arbeit suchenden Menschen anfangen, diese miese Praxis verleidet mir die Freude an der Arbeit gewaltig und lässt mich Arbeitgeber, die solche Methoden erkennen lassen, als Gegner, teils als Feinde erleben. Ich finde es schlimm, dass sich allgemein so sehr viele Arbeitssuchende diesen unnötigen willkürlichen Beschiss gefallen lassen. 30 Jahre neoliberale Verdummungspolitik haben aus vielen Arbeitnehmern Arbeitssklaven gemacht. Das versaut das Klima an allen möglichen Ecken und das darf man sich nicht gefallen lassen., auch wenn man dann das Gefühl bekommen kann, man wäre in diesem Irrenhaus der einzige, der gesund arbeiten will.

  • Im September 2018 berichtete ich im damaligen Löhne-Thread über den von mir versuchten Dialog mit einer Frankfurter HNO-Praxis.


    Löhne


    Diese Praxis leistet m.E. ungenügende Ausschreibungen der Jobs, welche sie auf dem studentischen Arbeitsmarkt anbietet. Aussagefähige Angaben zur vermutlich fixen Vergütung werden von dieser Praxis durchgängig verweigert,damit erkenne ich die in # 2 beschriebene Problematik für diese Praxis als relevant.. Diesbezügliche Anfragen von meiner Seite werden von den Verantwortlichen ignoriert,


    Interessanterweise schaltet das benannte Unternehmen alle paar Wochen dieselbe Ausschreibung neu, vermutlich läuft die Veröffentlichung im Abonnement. Das lässt mich darauf schließen, dass das Unternehmen sich dauerhaft schwer damit tut,ausreichend Mitarbeiter/innen zu finden bzw. zu halten.


    Sollte dieses Problem bestehen, könnte dieses m.E. durch bessere Konditionen gelöst oder zumindest minimiert werden, die diesen Job betreffen. Was die Ausschreibung angeht ist dort kein Reformwillen zu erkennen. Am Mittwoch, 04. September 2019 versuche ich nach längerer Pause diese Praxis auf dieses Moment anzusprechen.



    Auch dieses Schreiben stößt nicht auf Gegenliebe, bis zum 18.09.2019 kann ich keine Reaktion erkennen, d. h. keine Antwort soll mal wieder eine Antwort sein. Ich nehme das nicht persönlich, sondern sehe es ...


    a) als Teil des Prinzips, mit dem kritische Stimmen mundtot gemacht werden sollen


    b) oder zumindest als Ausdruck einer allgemeinen Abstumpfung, die damit begründet werden könnte, dass über den vielen alltäglichen Beschiss nicht geredet werden kann/soll, weil das verdammt weh tun würde wenn man erkennen müsste, wie sehr wir uns gegenseitig für dumm verkaufen.


    Gestern (18.09.2019) hat diese Arzt-Praxis die benannte Ausschreibung in alter Form neu geschaltete. Das will ich nicht ganz auf mir sitzen lassen, habe gestern mein vermutlich letztes Schreiben an das Unternehmen verfasst, dass ich mehrfach im Netz veröffentliche und mit einem Verteiler von ca. 200 Adressen gleich an es senden werde. (Fortsetzung folgt)

  • Dieses Prozedere legt den Verdacht nahe, dass in aller Regel eine gute Arbeit erwartet wird (was verständlich ist), dafür aber nur schlecht bezahlt werden soll. Beides passt nicht und das wissen viele Arbeitgeber. Sie versuchen es aber dennoch und schweigen sich über diesen von ihnen versuchten Beschiss aus. ...

    Ja, auch das. Aber letztlich hat sich doch eine Spirale gebildet. Lehrstellen bleiben trotz Vorhandensein von Jugendlichen ohne eine solche unbesetzt. Warum? Weil sic h in Deutschland herumgesprochen hat, dass man in diesem Beruf keinen Blumentopf gewinnen kann und immer irgendwie um den Mindestlohn herum dahinleben wird. Deswegen fangen sie damit gar nicht erst an. Das sind Berufe, in denen Gehaltsverhandlungen schlicht keine Rolle spielen, Augenhöhe hin oder her. Das war ja mal anders, oder? Da konnte sich auch ein Installateur oder ein Hausmeister ein Häuschen leisten. Nichts luxeriöses, nichts großes, mit Entbehrungen und viel Eigenleistung, aber er konnte es. Die Frage müsste also eher lauten: Was hat sich verändert?

  • Im September 2018 berichtete ich im damaligen Löhne-Thread über den von mir versuchten Dialog mit einer Frankfurter HNO-Praxis.


    Löhne


    (...) Gestern (17.09.2019) hat diese Arzt-Praxis die benannte Ausschreibung in alter Form neu geschaltete. Das will ich nicht ganz auf mir sitzen lassen, habe gestern mein vermutlich letztes Schreiben an das Unternehmen verfasst, dass ich mehrfach im Netz veröffentliche und mit einem Verteiler von ca. 200 Adressen gleich an es senden werde. (Fortsetzung folgt)

    Hier nun die Kopie eines Schreibend, dass ich gestern am 17.09.2019 verfasst habe und das ich heute am 18.09.2019 an diese Arzt-Praxis einschließlich rund 150 Kopien (BCC und CC) versenden werde:


    Fortsetzung folgt in Beitrag # 6

  • Zitat

    Hier nun die Kopie eines Schreibend, dass ich gestern am 17.09.2019 verfasst habe und das ich heute am 18.09.2019 an diese Arzt-Praxis einschließlich rund 150 Kopien (BCC und CC) versenden werde:


    (...)


    Fortsetzung folgt in Beitrag # 6

    Der Beschiss an arbeitenden Menschen


    Hier die Fortsetzung meines Schreibens:


  • Zitat

    Ja, auch das. Aber letztlich hat sich doch eine Spirale gebildet. Lehrstellen bleiben trotz Vorhandensein von Jugendlichen ohne eine solche unbesetzt. Warum? Weil sic h in Deutschland herumgesprochen hat, dass man in diesem Beruf keinen Blumentopf gewinnen kann und immer irgendwie um den Mindestlohn herum dahinleben wird. Deswegen fangen sie damit gar nicht erst an. Das sind Berufe, in denen Gehaltsverhandlungen schlicht keine Rolle spielen, Augenhöhe hin oder her.

    Der Beschiss an arbeitenden Menschen


    Da stimme ich dir Dieter zu. Es gibt in Deutschland millionenfach miese Berufe bzw. Jobs, in denen Gehaltsverhandlungen schlicht keine Rolle spielen sollen. Mit Augenhöhe ist da gar nichts, denn wenn es eine solche gäbe, dann wäre ein solcher Beschiss gar nicht möglich. Kein freier Mensch lässt sich die Ausbeutung seiner Arbeitskraft und die damit zwangsläufig verbundene Armut freiwillig gefallen. Es braucht ein Repertoire subtiler, teils richtig mieser Methoden, um Menschen in eine so schlechte .Position zu bringen, so dass sie die unnötig schlechten Konditionen schlicken, die in vielen deutschen Arbeitsverhältnissen gang und gäbe sind. Und wenn in Deutschland lebende Menschen da nicht mehr so ohne weiteres mitspielen (weil sie in diesem stinkereichen Land nicht wie Sau leben wollen), dann versuchen Arbeitgeber und Politik seit Jahren mit Billigjobbern aus dem Ausland den magersüchtigen Arbeitsmarkt zu fluten. Osteuropa, Südeuropa, nun zunehmend aus den von Elend und Krieg zerstörten oder bedrohten Regionen, aus den Flüchtlinge zu uns kommen. Gedemütigte und arme Menschen sollen die neue Einsatzreserve für die schäbige Unternehmenswillkür bilden, die sich wie ein Krebs durch die Ökonomie und diese Gesellschaft frisst. Das Endstadium lässt grüßen.


    Zitat

    das war ja mal anders, oder? Da konnte sich auch ein Installateur oder ein Hausmeister ein Hä

    Das war einmal anders in Deutschland, in Ost wie in West. Seit gut 30 Jahren versauen aber krude neoliberale Theorien die Hirne von Teilen der "Führungspersonale" und haben von oben ausgehend inzwischen weite Teile der gesellschaftlichen Basis korrumpiert. Das geschieht alles nach Plan. Die Planer interessieren sich nur einen Dreck für das Allgemeinwohl und arbeiten ausschließlich ihren überreichen Brötchengebern zu, welche in ihrem gestörten Narzismus die komplette Sahnetorte für sich und ihre Clans besetzen und die Krumen für den großen Rest der Allgemeinheit übrig lassen.


    Die kleine Arztpraxis ist Opfer und Täter zugleich in diesem miesen Spiel, eigentlich keine Zielscheibe für meine Kritik, aber ich nehme mir alle vor, wofür mir die Zeit reicht. Die Deutsche Bahn weiß wovon ich rede. Beim nächsten Lokführerstreik kommt Kleinlok wieder aus dem Lokschuppen. :yesnod:

    5 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok () aus folgendem Grund: Das war ja mal anders, oder? Da konnte sich auch ein Installateur oder ein Hausmeister ein Häuschen leisten. Nichts luxeriöses, nichts großes, mit Entbehrungen und viel Eigenleistung, aber er konnte es. Die Frage müsste also eher lauten: Was hat sich verändert?

  • Ja, auch das. Aber letztlich hat sich doch eine Spirale gebildet. Lehrstellen bleiben trotz Vorhandensein von Jugendlichen ohne eine solche unbesetzt. Warum? Weil sic h in Deutschland herumgesprochen hat, dass man in diesem Beruf keinen Blumentopf gewinnen kann und immer irgendwie um den Mindestlohn herum dahinleben wird. Deswegen fangen sie damit gar nicht erst an. Das sind Berufe, in denen Gehaltsverhandlungen schlicht keine Rolle spielen, Augenhöhe hin oder her. Das war ja mal anders, oder? Da konnte sich auch ein Installateur oder ein Hausmeister ein Häuschen leisten. Nichts luxeriöses, nichts großes, mit Entbehrungen und viel Eigenleistung, aber er konnte es. Die Frage müsste also eher lauten: Was hat sich verändert?

    Verändert hat sich, dass heutzutage kaum ein junger Mensch Installateur oder Hausmeister sein will. Zu anstrengend, zu dreckig, zu wenig Geld. Da bleibt man lieber zu Hause und bezieht Sozialleistungen, wenn es nicht anders geht. Das ist zumindest weniger anstrengend und sauber bleibt man auch. Das ist die eine Seite, die andere besteht sicherlich in den Löhnen, von denen man nicht leben kann.

    Allerdings beginnt sich das zu verändern. Denn die von mir oben geschilderte Situation hat dazu geführt, dass Handwerk keinen Nachwuchs mehr findet und die Firmen dadurch zunehmend Probleme bekommen. Die Auftragslage ist oft sehr gut, kann aber nicht voll ausgeschöpft werden, weil das Personal fehlt. Inzwischen bilden viele Handwerksbetriebe wieder selbst aus und zahlen dafür recht ordentlich. Wobei man sagen muss, dass es eben Berufe mit guten und mit weniger guten Verdiensten gibt und wenn ich nur einen Hauptschul- oder mäßigen Realschulabschluss habe, steht eigentlich schon fest, in welcher Liga ich spielen werde. Ich denke, das ist eine ziemlich komplexe Geschichte, die nicht nur etwas mit Lohndumping zu tun hat.


    Auf Rügen und auf dem Darß findet die Hotel- und Gaststättenbranche schon seit Jahren kein Personal mehr. Die Einheimischen wollen in diesen Bereich einfach nicht tätig sein und sind lieber arbeitslos oder leben von dem, was sie mit der Vermietung von eigenen Ferienwohnungen und -häusern einnehmen. Vor drei Jahren hat Meck-Pom deshalb 200 spanischen jungen Leuten einen Ausbildungsplatz in der Hotel- und Gaststättenbranche angeboten, die Initiative wurde mit großem Erfolg angenommen. Viele von denen werden bleiben und in Meck-Pom arbeiten - warum machen und wollen die das und unsere eigenen jungen Leute nicht?

  • Der Verlust von Existenzgrundlagen, der Würde arbeitender Menschen, Lebensqualität, Arbeitsmotivation, Qualität der geleisteten Arbeit, des sozialen Miteinanders sowie des gesellschaftlichen Zusammenhalts. wurden und werden billigend in Kauf genommen. Die Gier mach Profit bestimmt einen Tunnelblick, der die Bedürfnisse von Millionen Menschen im Dunkeln darben lässt.

    Das war in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts noch so, als man noch nicht wusste, dass das Wohlbefinden von Belegschaft und Kundschaft direkt mit dem Profitzuwachs korrelieren. Ihr Marx-Jünger lebt in der Vergangenheit. Das ist voll traurig. :(

  • Das war in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts noch so, als man noch nicht wusste, dass das Wohlbefinden von Belegschaft und Kundschaft direkt mit dem Profitzuwachs korrelieren.

    Bitte Beispiele von heute!


    Wenn nicht, dann ist dieser Kommentar einfach nur Schrott.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Viele von denen werden bleiben und in Meck-Pom arbeiten - warum machen und wollen die das und unsere eigenen jungen Leute nicht?

    Status-Druck und Abwertung von Arbeit innerhalb bestimmter Tätigkeiten, in der Gesellschaft, der Peer Group und den Medien. Auch die Politik hat auf dieser Klaviatur gespielt und vor Jahren verstärkt die akademische Trommel gewirbelt, allen voran unsere Kanzlerin Merkel. Hinzu kommt die Abstempelung innerhalb unserer Gesellschaft, wenn du dich auf das Abenteuer einfacherer Jobs und Tätigkeiten für eine gewisse Zeit eingelassen hast, du hast dann eine Nummer auf der Stirn tätowiert. Das werden natürlich viele abstreiten, aber wenn es zur Einstellung kommen soll, werden sich viele die Frage stellen, warum hat der/die das gemacht- da ist doch was faul.


    Dies ist nicht auf D beschränkt, sondern betrifft alle 1 Welt-Länder, obwohl D nach dieser Seite nicht mehr dazu gehört http://worldpopulationreview.c…s/second-world-countries/ ^^8o.

  • Dann beschränke deine Aussagen auch auf diese Ausnahmen. Der Alltag der meisten sieht nun mal etwas anders aus.

    Und ja, es gibt auch gut bezahlte andere. Nur trifft das nicht die Kritik, die hier formuliert wurde.

    Es kann schließlich nicht jeder in IT Firmen arbeiten, die sich solch Maßnahmen leisten können.


    Und es ändert auch nichts an dem immernoch enorm großen (im Verhältnis) Niedriglohnsektor in unserem Land.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Donnawetta! Hier ist von "Beschiss" zu lesen, und dabei steigt die arbeitnehmerseitige Kaufkraft und steigt und steigt… schließlich soll auch die neueste IPhone-Generation in großen Stückzahlen verkauft werden!

    So ist es. Das geht alles Hand in Hand. Zufriedene Mitarbeiter -> qualitativ hochwertige Produkte -> zufriedene Kunden -> mehr Umsatz -> mehr Wachstum -> mehr Jobs -> mehr Geld in der Staatskasse -> mehr Lebensqualität auch für nicht-erwerbstätige Menschen ... usw.usw. Lang lebe der Kapitalismus!


    Das marxistische Dogma des ausgebeuteten Arbeitnehmers hat zumindest in den westlichen Ländern keinerlei Berechtigung mehr. Die größte Gefahr für Privatwirtschaft und Staat sind Mitarbeiter, die innerlich gekündigt haben. Und genau die bekommt man, wenn man sein Personal wie Sklaven behandelt.

  • ............. Viele von denen werden bleiben und in Meck-Pom arbeiten - warum machen und wollen die das und unsere eigenen jungen Leute nicht?

    Weil sie in Spanien noch weniger Chancen haben und noch weniger verdienen. Und mittlerweile ist ein Urlaub an der Ostsee schon z.T. erheblich teurer als in den südlichen Ländern, obwohl die Serviceleistungen eher bescheiden sind. Hinzu kommt, dass in vielen Orten an der Ostsee die Mieten für normale Dienstleistereinkommen unbezahlbar geworden sind und dafür mehr als 50% des Nettoeinkommens draufgeht.

  • So ist es.............................Das marxistische Dogma des ausgebeuteten Arbeitnehmers hat zumindest in den westlichen Ländern keinerlei Berechtigung mehr. ..........................

    So ist es eben nicht! Es sollte so sein, nur die Realität ist, dass der Ausbeutungsgrad der abhängigbeschäftigten in der "Ersten Welt" eher steigt, weil ein immer größerer Betrag der Wertschöpfung in den Profit eingeht, weil eben die Produktivität erheblich steigt und damit der Teil der unentgeldlichen Aneignung des Mehrwertes durch die Eigner der Unternehmen größer wird.