Der Beschiss an arbeitenden Menschen

  • Es ist statistisch seit langem belegt, dass Menschen, die bei uns in Armut leben, im Mittel etwa 8 Jahre früher sterben als der gut situierte Teil der Bevölkerung. Die Ursachen sind differenziert aber eng mit Armut assoziiert.:(:(:(:thumbdown::!:

    Unter anderem deshalb ist es mir auch ein Rätsel, weshalb sich die SPD über das Vorhaben "Mindestlohn rauf auf 12,-- Euro" feiern lässt. 12,-- Euro sind als Selbstverständlichkeit zum Weg zu einer vernünftigen Lebensbasis aller noch zu wenig. Aber wir sind sehr bescheiden gemacht worden.


    https://www.demogr.mpg.de/de/n…arme_und_arbeitslose_6649


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • 12 Euro für ( meist ) ungelernte Kräfte ist durchaus vertretbar und im Gegensatz zu anderen EU - Staaten eher üppig.


    https://de.statista.com/statis…-mindestloehne-in-der-eu/

  • 12 Euro für ( meist ) ungelernte Kräfte ist durchaus vertretbar und im Gegensatz zu anderen EU - Staaten eher üppig.


    https://de.statista.com/statis…-mindestloehne-in-der-eu/

    Geht innerhalb der EU runter bis 2 € (in Bulgarien).Selbst nach Kaufkraft und evtl. geringeren Abzuegen stehen die Mindestloehne in keinem Verhaeltnis.

    Niedrige Loehne schaffen zwar Arbeitsplaetze, sprich die Industrie verlagert die Produktion in Billiglohnlaender vor der Haustuer. Nur was bringt das? Die Arbeiter dort koennen von dem Lohn nicht leben, wichtige Fachkraefte ziehen ab. Nebenbei oeffnet man der Korruption, dem Schwarzhandel und der Schwarzarbeit Tuer und Tor.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • […] Der Lauterbach soll sowas studiert haben.

    Das erklärt vieles!

    Dennoch: Kleinloks threadauslösende Erregung über seines Erachtens zu gering entlohnte Studentenjobs oder Helfertätigkeiten geht verfehlt das Thema: Der Beschiss trifft eher den nach Tarif bezahlten in Vollzeit arbeitenden Menschen, der gewerkschaftlich erkämpft ein nominal hohes oder zumindest ausreichendes Salär erhält, aber wegen der Steuerprogression weniger hat, als in Zeiten, als die Monatslöhne gerade mal dreistellig ausfielen…

  • Geht innerhalb der EU runter bis 2 € (in Bulgarien).Selbst nach Kaufkraft und evtl. geringeren Abzuegen stehen die Mindestloehne in keinem Verhaeltnis.

    Niedrige Loehne schaffen zwar Arbeitsplaetze, sprich die Industrie verlagert die Produktion in Billiglohnlaender vor der Haustuer. Nur was bringt das? Die Arbeiter dort koennen von dem Lohn nicht leben, wichtige Fachkraefte ziehen ab. Nebenbei oeffnet man der Korruption, dem Schwarzhandel und der Schwarzarbeit Tuer und Tor.

    Zustimmung. Natürlich sind viele Faktoren innerhalb und außerhalb Deutschlands zu berücksichtigen. Schon wegen den Mieten. Mit 12 Euro kommt man in den Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln und München nicht weit. Genauso ist es außerhalb Deutschlands. Die Lebenshaltungskosten in den jeweiligen Ländern, wie von Dir Bulgarien genannt, sind auf das Einkommen angepasst. Zumindest die Grundnahrungsmittel oder die Bekleidung. Wofür wir hier 10 Euro bezahlen, zahlen die dort 1/4. Der einzig ausschlaggebende Faktor dürfte die Familiengröße sein. Ein Ernährer für eine Familie mit 5 Personen ist überall auf der Welt zur Armut verdammt, wenn er Mindestlohn bekommt.

  • Das erklärt vieles!

    Dennoch: Kleinloks threadauslösende Erregung über seines Erachtens zu gering entlohnte Studentenjobs oder Helfertätigkeiten geht verfehlt das Thema: Der Beschiss trifft eher den nach Tarif bezahlten in Vollzeit arbeitenden Menschen, der gewerkschaftlich erkämpft ein nominal hohes oder zumindest ausreichendes Salär erhält, aber wegen der Steuerprogression weniger hat, als in Zeiten, als die Monatslöhne gerade mal dreistellig ausfielen…

    Du verfehlst (mal wieder) das Thema. Ich kann für mir wichtige Balange Threads eröffnen und da habe ich eingangs klar deutlich gemacht, um was es mir geht:


    Zitat von Kleinlok

    Seit rund 25 Jahren läuft in Deutschland eine Art psychologische Kriegsführung gegen einen Teil der arbeitenden Menschen. Die Ziele: die versuchte Entrechtung und politische Entwaffnung dieser Menschen um diesen schlechte Arbeitsbedingungen aufdrücken zu können, mit der skrupellose Arbeitgeber ihre Profite steigern können.


    Mit allen möglichen Trick wird seit langen übergreifend versucht, Vorteile auf der Arbeitgeberseite zu bilden, die eindeutig zu Lasen der Arbeitnehmer gehen. Der Verlust von Existenzgrundlagen, der Würde arbeitender Menschen, Lebensqualität, Arbeitsmotivation, Qualität der geleisteten Arbeit, des sozialen Miteinanders sowie des gesellschaftlichen Zusammenhalts. wurden und werden billigend in Kauf genommen. Die Gier mach Profit bestimmt einen Tunnelblick, der die Bedürfnisse von Millionen Menschen im Dunkeln darben lässt. In diesem Thread kann dieser miese Beschiss und der Kampf dagegen beschrieben werden.

    Wenn du der Ansicht sein solltest, dass der Beschiss eher die nach Tarif bezahlten in Vollzeit arbeitenden Menschen treffen würde, die zunächst ein nominal hohes oder zumindest ausreichendes Salär bekommen, aber wegen der Steuerprogression dann netto deutlich weniger erhalten würden, dann eröffne einen Therad in dem das beha delt werden kann (z.B. "Der Beschiss an steuerzahlenden Beschäftigten). Verschone nur diesen Thread von deinen Bauchpinseleien, wenn dessen Thema dich nicht interessiert. Der Widerstand gegen den vielfachen Beschiss an arbeitenden Menschen braucht deine Nebelkerzen nicht.

  • […] Ich kann für mir wichtige Belange Threads eröffnen und da habe ich eingangs klar deutlich gemacht, um was es mir geht: […]

    Nun, der im von Dir verfassten Startbeitrag thematisierte […]

    […] Verlust von Existenzgrundlagen, der Würde arbeitender Menschen, Lebensqualität, Arbeitsmotivation, Qualität der geleisteten Arbeit, des sozialen Miteinanders sowie des gesellschaftlichen Zusammenhalts […]

    […] trifft ja durchaus nicht nur den neben seinem Studium mit stundenweise ausgeübten Hilfstätigkeiten sich etwas dazuverdienenden Menschen - und wenn jede Hilfstätigkeit mit 12,-/h entlohnt würde, dann ließe so manche Dienstleistung sich gar nicht mehr anbieten… abgesehen davon müsstest Du es dann, dem Gleichbehandlungsgrundsatz entsprechend, fordern, dass auch dem "Ausbeuter" seine 12,- persönlichen Bruttoeinkommens stündlich garantiert wären.

  • Geht innerhalb der EU runter bis 2 € (in Bulgarien).Selbst nach Kaufkraft und evtl. geringeren Abzuegen stehen die Mindestloehne in keinem Verhaeltnis.

    Niedrige Loehne schaffen zwar Arbeitsplaetze, sprich die Industrie verlagert die Produktion in Billiglohnlaender vor der Haustuer. Nur was bringt das? Die Arbeiter dort koennen von dem Lohn nicht leben, wichtige Fachkraefte ziehen ab. Nebenbei oeffnet man der Korruption, dem Schwarzhandel und der Schwarzarbeit Tuer und Tor.

    All die Dinge haben Kapitalisten noch nie gestört, denn das war ja gerade der Vorteil der Kapitalistischen Gesellschaftsformation gegenüber der Sklaverei/ Feudalismus. Man kauft nur die Arbeitskraft und alles Andere überlässt man der Gesamtgesellschaft1

  • .... abgesehen davon müsstest Du es dann, dem Gleichbehandlungsgrundsatz entsprechend, fordern, dass auch dem "Ausbeuter" seine 12,- persönlichen Bruttoeinkommens stündlich garantiert wären.

    Du solltest mal erkennen, wie mit Billiglohnunternehmen u.a. mit betrügerischen Methoden bis hin zum Steuer-und Sozialbetrug in Deutschland, insbesondere von Dienstleistungsunternehmen Millionäre produziert wurden, von denen nur wenige sich vor Gerichten veerantworten mussten!

  • […] Steuern, die wirklich Reiche nicht zahlen. […]

    Besteuert werden Einkünfte, während die Vermögen jener so neidisch in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit gerückten Superreichen in weitgehend illiquiden Anlagen, deren jeweiliger Wirtschaftstätigkeit der Volkswirtschaft zugutekommt, vorliegen. Wie stände es wohl um die Bruttoinlandsprodukte der G20-Länder, gäbe es diese Vermögensakkumulation nicht?

    Im Übrigen zahlen, selbst wenn die individuelle Einkommensbesteuerung durch allerlei Abschreibungsmöglichkeiten gemindert wird zahlreiche andere Steuerarten - etwas Grundsteuer für größeren Grundbesitz, Arbeitgeberanteile für die jeweiligen Hausverwalter, beschäftigten Gärtner, sonstiges Personal inkl. Leibwächter, Mehrwertsteuer auf den Preis von Luxusyachten, Privatflugzeugen etc. das läppert sich zusammen.

  • Besteuert werden Einkünfte, während die Vermögen jener so neidisch in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit gerückten Superreichen in weitgehend illiquiden Anlagen, deren jeweiliger Wirtschaftstätigkeit der Volkswirtschaft zugutekommt, vorliegen. Wie stände es wohl um die Bruttoinlandsprodukte der G20-Länder, gäbe es diese Vermögensakkumulation nicht?

    Im Übrigen zahlen, selbst wenn die individuelle Einkommensbesteuerung durch allerlei Abschreibungsmöglichkeiten gemindert wird zahlreiche andere Steuerarten - etwas Grundsteuer für größeren Grundbesitz, Arbeitgeberanteile für die jeweiligen Hausverwalter, beschäftigten Gärtner, sonstiges Personal inkl. Leibwächter, Mehrwertsteuer auf den Preis von Luxusyachten, Privatflugzeugen etc. das läppert sich zusammen.

    Die "armen Superreichen", man kann sie nur bedauern, real aber wird der Mittelstand durch den Staat maßlos ausgeplündert, durch NULLZINSPOLITIK, Mehrfachbesteuerung, Energiepolitik und weitere diverse Abgabenstrukturen!:(:(:(:!::!::!:

  • Nun, der im von Dir verfassten Startbeitrag thematisierte […]

    […] trifft ja durchaus nicht nur den neben seinem Studium mit stundenweise ausgeübten Hilfstätigkeiten sich etwas dazuverdienenden Menschen - und wenn jede Hilfstätigkeit mit 12,-/h entlohnt würde, dann ließe so manche Dienstleistung sich gar nicht mehr anbieten… abgesehen davon müsstest Du es dann, dem Gleichbehandlungsgrundsatz entsprechend, fordern, dass auch dem "Ausbeuter" seine 12,- persönlichen Bruttoeinkommens stündlich garantiert wären.

    Ich sehe es als absurd, dass in einem reichen Land wie Deutschland so manche Dienstleistung gar nicht mehr angeboten werden könnte,, wenn die dort arbeitenden Menschen nicht mehr mit einem Niedriglohn ausgebeutet werden würden.


    Erst einmal muss der Preis für diese Leistungen nicht schmerzhaft steigen. Die eigentlichen Kostentreiber sind die Immobilenwirtschaft, der Energiesektor und der Staat, der bei allem die Hand aufhält.Und selbst wenn auf Grund gerechtfertigter Lohnsteigerungen der Preis für den einen oder den anderen nicht mehr tragbar wäre, dann lernt er oder sie auf diese Leistung zu verzichten bzw. macht die Arbeit selber.


    Miest läuft es aktuell so, dass im Lohn gedrückte Mitarbeiter sich für Kunden arm arbeiten, denen es wirtschaftlich gut bis sehr gut geht. Die letzteren sollen endlich faire Preise zahlen oder selber für ihren Luxus arbeiten.

  • Die "armen Superreichen", man kann sie nur bedauern […]

    Bedauert werden wollen die "Superreichen" wohl sicher nicht - man sollte sich als Normalverdiener oder auch als unterdurchschnittlich bezahlter Mensch darüber im Klaren sein, wie die eigene Situation aussähe, gäbe es keine Großkonzerne, und auch nicht den Aktienmarkt/die Wertpapierbörsen…

  • Ich sehe es als absurd, dass in einem reichen Land wie Deutschland so manche Dienstleistung gar nicht mehr angeboten werden könnte,, wenn die dort arbeitenden Menschen nicht mehr mit einem Niedriglohn ausgebeutet werden würden. […]

    Wird eine Dienstleistung vom Kunden nicht mehr angenommen, weil sie überteuert scheint, wird auch niemand mehr diese Dienstleistung anbieten. So einfach ist das - und Du siehst schon am (im internationalen Vergleich noch verhältnismäßig niedrigen) Preisgefüge für die Dinge des täglichen Bedarfs, dass auch diese den Mindestlohnempfänger den Gegenwert für mehr als fünf Minuten Arbeitszeit kosten, wenn 12,-/h gezahlt werden oder würden… schließlich sind's selbst beim Frühstücksbrötchen ja mindestens fünf Personen, die an dessen Herstellung und Verkauf beteiligt sind (der Bauer, der das Getreide liefert, der Bäckergeselle, der die Backlinge in die Verkaufsstellen bringende Transporteur, die Bäckereifachverkäuferin und die die Mehrwertsteuer abführende Buchhaltungsfachkraft) - wie viele Brötchen müssten diese Personen stündlich produzieren und verkaufen, damit der Mindestlohn mit ihrer Arbeit erwirtschaftet werden kann?

  • Wird eine Dienstleistung vom Kunden nicht mehr angenommen, weil sie überteuert scheint, wird auch niemand mehr diese Dienstleistung anbieten. So einfach ist das - und Du siehst schon am (im internationalen Vergleich noch verhältnismäßig niedrigen) Preisgefüge für die Dinge des täglichen Bedarfs, dass auch diese den Mindestlohnempfänger den Gegenwert für mehr als fünf Minuten Arbeitszeit kosten, wenn 12,-/h gezahlt werden oder würden… schließlich sind's selbst beim Frühstücksbrötchen ja mindestens fünf Personen, die an dessen Herstellung und Verkauf beteiligt sind (der Bauer, der das Getreide liefert, der Bäckergeselle, der die Backlinge in die Verkaufsstellen bringende Transporteur, die Bäckereifachverkäuferin und die die Mehrwertsteuer abführende Buchhaltungsfachkraft) - wie viele Brötchen müssten diese Personen stündlich produzieren und verkaufen, damit der Mindestlohn mit ihrer Arbeit erwirtschaftet werden kann?

    Wenn eine Dienstleistung vom Kunden nicht angenommen wird, muss er auf diese verzichten oder selbst für diese Leistung sorgen. Das müssen jeden Tag Menschen mit geringem Einkom men, wozu eigentlich?


    Es ist mehr als gen ug für alle da, so dass die in einer Gesellschaft geleistete Wertschöpfung so fair vereteilt werden kann, so dass alle die an dieser Wertschöpfung beteiligt sind einen guten Lohn und damit ein faires Auskommen in der Volksökonomie haben. Diese Maxime wurde sukzessive ab den frühen 1980er Jahren abgeschafft und mit Schröders Agenda-Politik endgültig aufgegeben. Einem durch Niedriglöhne verursachter Personalmangel soll nicht durch bessere Löhne (was marktwirtschaftlich wäre) sondern durch den Import neuer billiger Arbeitsmigranten begegnet werden.


    Dass dumme Gejammer, dass man angeblich Menschen nicht würdig bezahlen kann, wo dieses Land im Überfluss erstickt, ist einfach nur noch zum Kotzen. Wsas bringt es dir persönlich, dass du das falsche Liedchen geiziger Bonzen mitpfeifst?