Der Beschiss an arbeitenden Menschen

  • Und das Problem wird durch regionale Mindestlöhne gelöst? So in der Realität?

    Das Problem kann m.E. durch regionale Mindestlöhne nicht gelöst werden und muss das ach nicht. Es ist stattdessen notwendig das Problem von seinen Ursachen her auf zu rollen und darauf bezogen Lösungsansätze zu entwickeln. Und eine elementar wichtige Ursache wird durch schlechte Löhne gebildet, die sich deutlich unter den in diesem eigentlich reichen Land üblichen Standards bewegen wozu übrigens auch der offizielle Mindestlohn gehört.

  • Man sollte bei Mieten auch mal darüber nachdenken, wem diese Einnahmen zugute kommen.

    So lange ein Vermieter durch seine Einnahmen die Kosten des Mietobjektes deckt, Rücklagen für evtl. Notfälle bilden kann und für sich ein Einkommen generiert, ist ja alles im Rahmen. Nur sind Mieten heute eben nicht nur derart gestaltet.

    Oft müssen mit den Einnahmen auch andere ausbezahlt werden, die weder mit dem Erhalt des Mietobjektes zu tun haben, noch müssen sich die um ein solches kümmern.

    Mieten sind heute nämlich auch Spekulationsobjekte von "Investoren" und "Anlegern" und die wollen natürlich am Ende des Jahres ihre "Dividende". Das verteuert die Kosten für den Mieter und treibt natürlich den Mietspiegel in die Höhe.

    Das mit dem Angebot und Nachfrage Ding ist hier genauso kaputt, wie in Teilen der Wirtschaft.

    Wenn es funktionieren würde, dann hätten wir keinen gewollten Leerstand.


    Und auch bei Löhnen ist etwas kaputt. Ja, da hat Kleinlok recht, auch hier ist nichts zu sehen von "Angebot" und "Nachfrage". Wenn eine Firma ANs sucht, dann werden die bestimmt nicht mit hohen Löhnen werben.

    Wenn das so wäre, dann müßte zB Krankenpflegern mittlerweile 5-6 Mille im Monat geboten werden.

    Doch leider ist dies nicht der Fall. Allein die Vorstellung, dass ein Alt eingesessener mit alten Verträgen 3 Mille verdient, ein Neuer aber 5 Mille bekommt, ist schlecht vermittelbar, wenn der Lohn des Alteingesessenen nicht angeglichen wird.


    Ich wohne im Dachgeschoß, 3 Raum auf 85 qm. Neben mir ist eine 2Raum 60 qm Wohnung. Dort wechselte in den letzten 10 Jahre oft der Mieter. Der aktuelle bezahlt mittlerweile für diese kleine Buchte so viel wie ich für meine, denn jeder Mieterwechsel wurde für eine Erhöhung genutzt. Der neue Verwalter (DW) will halt die Anleger bedienen.


    Angebot und Nachfrage? Eher friß oder stirb. Das beschreibt es wesentlich besser. :)


    mfg

  • Man sollte bei Mieten auch mal darüber nachdenken, wem diese Einnahmen zugute kommen.


    Da muss man gar nicht groß überlegen, aber danke dafür dass du ausführlich beschrieben hast, dass es beim Vermieten heute sehr oft um ein Geschäft geht, mit dem Anleger ein quasi leistungsloses Einkommen generieren wollen - "Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten!".


    In Wirklichkeit lassen diese Anleger andere Menschen für ihren Gewinn arbeiten und zwar nicht selten deutlich mehr als das nötig wäre, damit sie diesen Gewinn quasi ohne eigene Arbeitsleistung einstreichen können. Das kommt dann dem Prinzip des Schlaraffenlandes nahe und soll das auch, auch wenn es zu Lasten vieler anständiger Menschen geht. Das galt aber im Kapitalismus schon immer als formal korrekt und legal. Reiche dürfen ohne Arbeit reicher werden, Arme müssen hart arbeiten um nicht zu verrecken.


    Zitat

    Und auch bei Löhnen ist etwas kaputt. Ja, da hat Kleinlok recht, auch hier ist nichts zu sehen von "Angebot" und "Nachfrage". Wenn eine Firma ANs sucht, dann werden die bestimmt nicht mit hohen Löhnen werben.Wenn das so wäre, dann müßte zB Krankenpflegern mittlerweile 5-6 Mille im Monat geboten werden. (...)


    Angebot und Nachfrage? Eher friß oder stirb. Das beschreibt es wesentlich besser. :)

    Friss oder stirb - dieses Motto hat sich fast überall schamlos durchgesetzt, auch wenn öffentlich gerne einen auf Freiheit, Demokratie und sozial gemacht wird. In den letzten30 Jahren haben eine der besitzenden Klasse ergebene Politik und öffentliche Meinungsmache dieses Motto entscheidend verschärft. Selbst wer sich volkswirtschaftlich schädlich verhält, Unternehmen, Arbeitsplätze, Einkommen und Existenzen ruiniert kann damit mitunter privat satt abstauben. Sollen doch der Rest der Welt Krepieren, Hauptsache die eigene Wampe wird gemästet. Dazu passt dann auch, dass der eigene Vermögenszuwachs oft nicht fair versteuert wird. Die, die es gaben, wollen nichts davon abgeben und willen noch mehr. So kommen dann zigtausende Adressen auf die CDs der Steuersünderkarteien, Putzfrau Erna war da bestimmt nicht dabei.


    Wenn es so richtig mies läuft, wird der Normalbürger vierfach abgezockt durch:


    a) eine zu geringe Entlohnung seiner Arbeitsleistung

    b) Zahlen einer in Relation zu seinem Einkommen zu hohen Steuerlast und Abgaben

    c) Zahlen zu hoher Mieten

    d) Reduzierung der stattlichen Leistungen


    Was hat das Brummelbärchen davon, dass er den hier im Fall der Mieten und Köhne erkennbaren Beschiss nicht wahrgaben will? Profitiert er selber von diesem Beschiss oder hat er einfach nicht gelernt (wie so viele andere auch) die spätkapitalistische bzw. neoliberale Verblendung zu durchschauen und zu überwinden, die dieses Land in die Mangel genommen hat?


    Es ist lächerlich sich über lächerlich geringe Mindestlöhne aufregen zu wollen,

    während an anderer Stelle ganz satt abgestaubt wird. Das ist so albern als wenn sich der Juwelier über eine Schwalbe echauffiert, welche die Krümel unter seinem Esstisch abstaubt während zeitgleich ohne sein Wissen sein Geschäft von ungebetenen Gästen ausgeraubt wird.


  • Es geht weiter. Am 07.01.2021 stößt mir mal wieder eine m.E. reichlich devote Ausschreibung auf. Ich frage bei dem betreffenden Unternehmen nach:


    Auch im Fall dieser Häuslebauer wird mein Versuch mit denen ein offenes Gesprächs zu führen zu einer schweren Geburt. Keine Antwort soll scheinbar eine Antwort sein. Auch Erinnerungen an meine Anfrage werden ausgesessen.


    In diesem Fall hatte ich dummerweise an einer Stelle meiner Anfrage einen falschen Namen verwendet, als ich diesen Fehler erkannte habe ich deswegen um Entschuldigung gebeten und diesen Fehler korrigiert. Das sollte reichen um verstanden werden zu können.


    Wahrscheinlich hat man mich verstanden und zwar so klar, so dass man die dadurch erkennbare Kontroverse scheut. Am 29. Januar 2021 erhalte ich eine Antwort seitens einer der Geschäftsführer des befragten Unternehmens, diese ist aber denkbar kurz gehalten, geht auf meine Anfrage nicht im Ansatz ein und enthält nur die Frage ob ich an der ausgeschriebenen Stelle interessiert bin. Ich schreibe am 01.02.2021 zurück:



    Nun erfolgt wieder das altbekannte Schweigen , am 05.02.2021 melde ich mich erneut:



    Nein, der gute Mann will nicht antworten und ist auf alle Zeit feige abgetaucht. Zwischenzeitlich ist wenigstens die alberne Ausschreibung deaktiviert worden, mit dem das Unternehmen mit devoten Arbeitgeberpraktiken sehr wahrscheinlich spottbilliges Fachpersonal generieren wollte. Vielleicht kann das Aussitzen meiner Anfrage schon damit erklärt werden, dass den für diese devote dumme Ausschreibung Verantwortlichen bewusst war bzw. bewusst geworden ist, dass es für deren Gestaltung keine glaubwürdigen Argumente gibt. Mit leerer Argumentenkiste diskutiert es sich schwer.


    Für mich aber ist auf Grund der feigen Auszuzieren seitens des angefragten Unternehmens noch kein befriedigender Zustand eingetreten. Ich sehe es als möglich, dass das Unternehmen zwar dem Dialog mit mir aus dem Wege gehen will, aber unverändert weiter auf devote Art und Weise spottbilliges Fachpersonal sucht. Also setze ich passend am Aschermittwoch (17.02.2021) einen drauf.


    Fortsetzung in Beitrag # 666


    RE: Der Beschiss an arbeitenden Menschen

  • Nein, der gute Mann will nicht antworten und ist auf alle Zeit feige abgetaucht. Zwischenzeitlich ist wenigstens die alberne Ausschreibung deaktiviert worden, mit dem das Unternehmen mit devoten Arbeitgeberpraktiken sehr wahrscheinlich spottbilliges Fachpersonal generieren wollte. Vielleicht kann das Aussitzen meiner Anfrage schon damit erklärt werden, dass den für diese devote dumme Ausschreibung Verantwortlichen bewusst war bzw. bewusst geworden ist, dass es für deren Gestaltung keine glaubwürdigen Argumente gibt. Mit leerer Argumentenkiste diskutiert es sich schwer.


    Für mich aber ist auf Grund der feigen Auszuzieren seitens des angefragten Unternehmens noch kein befriedigender Zustand eingetreten. Ich sehe es als möglich, dass das Unternehmen zwar dem Dialog mit mir aus dem Wege gehen will, aber unverändert weiter auf devote Art und Weise spottbilliges Fachpersonal sucht. Also setze ich passend am Aschermittwoch (17.02.2021) einen drauf.

    Gleich mehrere Unternehmen werden von mir mit einer

    öffentlichen Kritik an deren m.E. devoten Arbeitgeberpraktiken bedacht:


    Fortsetzung in 668


    RE: Der Beschiss an arbeitenden Menschen

  • Gleich mehrere Unternehmen werden von mir mit einer

    öffentlichen Kritik an deren m.E. devoten Arbeitgeberpraktiken bedacht:


    Fortsetzung in 667


    Hier eine Kopie dieser Kritik:



    Fortsetzung in Beitrag

  • 2. Person Singular ist "Du" wie auch "Sie". Was stört dich daran?


    Ich mache dir einen Vorschlag: Bei deinem nächsten Kontakt zu den "Freunden und Helfern" redest du die betreffenden Damen und Herren in der 2. Person Singular an. Vielleicht wirst du dann den Unterschied erkennen.

  • Gleich mehrere Unternehmen werden von mir mit einer

    öffentlichen Kritik an deren m.E. devoten Arbeitgeberpraktiken bedacht: (...)

    Sorry, das ging bis jetzt in die Hose, hier nun der ultimative Versuch:



    Fortsetzung in Beitrag # 671


    RE: Der Beschiss an arbeitenden Menschen

  • Fortsetzung in Beitrag # 671


    Hier die Fortsetzung:


  • Den Unterschied wozu?

    Welche Person würdest du denn nehmen?

    Ich sieze in aller Regel erwachsene Menschen, die mir nicht näher bekannt sind.

    Dafür sieht unsere Kultur formal die 3. Person Plural "Sie" vor, auch wenn die angesprochene Person im Singular auftritt.


    Muss ich dir sonst noch was grundlegendes erklären?

    Pipi machen kannst du schon alleine - oder? :smilie_love_351:

  • Dafür sieht unsere Kultur formal die 3. Person Plural "Sie" vor, auch wenn die angesprochene Person im Singular auftritt.

    3. Person Plural wird mit kleinem S geschrieben und ist für mindestes 2 Leute gedacht. Das "Sie" mit großem S schimpft sich "2. Person Plural (formell)".


    Muss ich dir sonst noch was grundlegendes erklären?

    Besser nicht. Deine Erklärungen sind nämlich großer Mist. :(

  • 3. Person Plural wird mit kleinem S geschrieben und ist für mindestes 2 Leute gedacht. Das "Sie" mit großem S schimpft sich "2. Person Plural (formell)".


    Besser nicht. Deine Erklärungen sind nämlich großer Mist. :(

    Da weißt du was das formale angeht mehr als ich. Gebe ich zu.


    Deine Frage sehe ich aber als genauso großen Mist

    wie du meine darauf versuchte Erklärung.

  • In Wirklichkeit lassen diese Anleger andere Menschen für ihren Gewinn arbeiten und zwar nicht selten deutlich mehr als das nötig wäre, damit sie diesen Gewinn quasi ohne eigene Arbeitsleistung einstreichen können. Das kommt dann dem Prinzip des Schlaraffenlandes nahe und soll das auch, auch wenn es zu Lasten vieler anständiger Menschen geht. Das galt aber im Kapitalismus schon immer als formal korrekt und legal. Reiche dürfen ohne Arbeit reicher werden, Arme müssen hart arbeiten um nicht zu verrecken.


    Unsere Wohnung wurde verkauft, glücklicherweise an einen sozial-eingestellten Investor. Er hat mehrere Immobilien und hat den Mietvertrag der vorherigen Besitzerin übernommen, ohne Mieterhöhung. Er wird die nächsten 10 Jahre die Miete nicht erhöhen, wie er uns versicherte, denn als Geologe verdient er bereits so viel, dass eine Mieterhöhung ihm steuerlich nicht zugute käme. Ich habe den Eindruck, dass die vorherige Eigentümerin ihn überredet hat, die Wohnung zu kaufen, damit wir in unserem Alter nicht mehr umziehen müssen. Das hatte uns nämlich sehr bedrückt.


    In unserer Wohnung ist eine Einbauküche von seiten des vorherigen Mieters. Fiel ein Elektrogerät aus, bekamen wir immer so einen billigen Schiet als Ersatz, so dass wir am Ende eine eigene Geschirrspülmaschine von Siemens anschafften. Unser neuer Vermieter möchte mit Erneuern von Geräten nicht behelligt werden und hat uns diese wunderbare, chice, moderne Einbauküche geschenkt!!! Gerne kaufen wir die Geräte selbst. :D

  • Ich sieze in aller Regel erwachsene Menschen, die mir nicht näher bekannt sind. […]

    Toll. Nichtsdestotrotz gibt es zahlreiche Unternehmen, bisweilen ganze Branchen, in denen nach gewissermaßen dänischem Vorbild das Duzen üblich ist, ja als selbstverständlich erwartet wird. Gerade in jüngeren Unternehmen und stark teamorientierten Arbeitsgruppen flacher Hierarchien soll dies ja einen besseren Informationsfluss, höhere Mitarbeitermotivation und ein günstigeres Betriebsklima bewirken…

  • Toll. Nichtsdestotrotz gibt es zahlreiche Unternehmen, bisweilen ganze Branchen, in denen nach gewissermaßen dänischem Vorbild das Duzen üblich ist, ja als selbstverständlich erwartet wird. Gerade in jüngeren Unternehmen und stark teamorientierten Arbeitsgruppen flacher Hierarchien soll dies ja einen besseren Informationsfluss, höhere Mitarbeitermotivation und ein günstigeres Betriebsklima bewirken…

    Da bettest du artig die Phrasen runter, mit denen bisweilen die schwer verlogene Duz-Kumpelei begründet werden soll, die heute in der ach so schönen Arbeitswelt üblich sein soll. :brav:


    Angenommen es ginge den betreffenden Unternehmen wirklich um "flache Hierarchien", "besseren Informationsfluss", "höhere Mitarbeitermotivation" und ein "günstigeres Betriebsklima"....


    :freude:


    ....warum versiegt deren ach so tolle Informationsfluss immer dann, wenn es um den Lohn geht (der in nicht seltenen Fallen zu einer verbesserten Motivation der Mitarbeiter/innen führen könnte?


    Und warum brechen sich diese angeblich so weltoffenen, um "flache Hierarchien bemühten Vereine in 95% der Fälle wo ich Anfragen an diese betreffs deren Ausschreibepraxis richte

    so sehr einen ab?