Die Goldenen Zwanziger Jahre

  • Wie wohl jeder ahnte (oder wusste), sind die Goldenen 20er keine deutsche Erfindung, sondern dahinter steckte wieder einmal der größte kulturelle Impulsgeber der Moderne, unsere allseits geliebte USA. <3


    Drüben nannte man die Erscheinung "Roaring 20s".


    Und wieder einmal war der Krieg der Vater aller Dinge. Die USA haben durch Waffenlieferungen im WW1 (natürlich in Verbindung mit den Segnungen des Kapitalismus) einen unglaublichen Wirtschaftsaufschwung erlebt, was dann auch schnell nach Europa rüberschwappte.


    Film dazu (English):

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    Und wieder einmal war der Krieg der Vater aller Dinge. Die USA haben durch Waffenlieferungen im WW1 (natürlich in Verbindung mit den Segnungen des Kapitalismus) einen unglaublichen Wirtschaftsaufschwung erlebt, was dann auch schnell nach Europa rüberschwappte.

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    Und, wie wurde das finanziert? Durch Schulden, welche in den nachfolgenden Jahrzehnten mit hohen Steuern wieder eingetrieben wurden. Also auf dem Rücken nachfolgender Generationen.

    Das läuft genau wie heute - der selbsternannte Weltsheriff USA leistet sich auf Kosten zukünftiger Generationen eine Armee, die jedes Jahr den Schuldenberg in neue Höhen treibt.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Und, wie wurde das finanziert? Durch Schulden, welche in den nachfolgenden Jahrzehnten mit hohen Steuern wieder eingetrieben wurden. Also auf dem Rücken nachfolgender Generationen.

    Das läuft genau wie heute - der selbsternannte Weltsheriff USA leistet sich auf Kosten zukünftiger Generationen eine Armee, die jedes Jahr den Schuldenberg in neue Höhen treibt.

    Ausgaben fürs Militär sind nur auf Platz 3. Sozialausgaben und Medicare sind der dickste Kostenfaktor. Naja, bei 329 Millionen Einwohnern wohl auch kein Wunder. https://www.usdebtclock.org/


    Auch ein kapitalistisch und liberal geprägtes Land ist darauf angewiesen, dass es seinen Bürgern gut geht. Wahrscheinlich mehr noch als andere Länder.

  • ...........Auch ein kapitalistisch und liberal geprägtes Land ist darauf angewiesen, dass es seinen Bürgern gut geht. ...............

    Dass es nicht seinen Bürgern, sondern einer bestimmten Anzahl seiner Bürger, "GUT" geht! Diese Zahl darf leicht über der kritischen Masse sein, wenn der Staat einigermaßen stabil bleiben soll. Wird allerdings die kritische Masse unterschritten, könnte es revolutionär werden, wird sie dagegen erheblich überschritten, sinkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit, weil die Arbeitskosten vergleichsweise zu hoch sein könnten.Der Kapitalismus braucht die relative Armut der Vielen für die Akkumulation des Reichtums der Wenigen

  • Dass es nicht seinen Bürgern, sondern einer bestimmten Anzahl seiner Bürger, "GUT" geht! Diese Zahl darf leicht über der kritischen Masse sein, wenn der Staat einigermaßen stabil bleiben soll. Wird allerdings die kritische Masse unterschritten, könnte es revolutionär werden, wird sie dagegen erheblich überschritten, sinkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit, weil die Arbeitskosten vergleichsweise zu hoch sein könnten.Der Kapitalismus braucht die relative Armut der Vielen für die Akkumulation des Reichtums der Wenigen

    Das ist vollkommen richtig. Nehmen wir den Mindestlohnsektor. Ohne ihn könnte so manches Unternehmen garnicht florieren. Oder nehmen das Unwesen mit den Subunternehmen, die mit ausländischen Arbeitnehmern arbeiten, die wie Sklaven gehalten werden und kaum was verdienen.

  • Der Kapitalismus braucht die relative Armut der Vielen für die Akkumulation des Reichtums der Wenigen

    Nein, Kapitalismus braucht in erster Linie Freiheit und fähige Akteure. Armut ist immer schlecht, auch für eine Gesellschaft, die auf Marktradikalismus setzt. Armut führt zu Unzufriedenheit und Kriminalität. Armut begünstigt zerstörerische Ideologien wie Faschismus und Kommunismus. Deshalb ist eine kapitalistische Gesellschafft auch immer bedacht, die Armut so gering wie möglich zu halten.

  • Nein, Kapitalismus braucht in erster Linie Freiheit und fähige Akteure. Armut ist immer schlecht, auch für eine Gesellschaft, die auf Marktradikalismus setzt. Armut führt zu Unzufriedenheit und Kriminalität. Armut begünstigt zerstörerische Ideologien wie Faschismus und Kommunismus. Deshalb ist eine kapitalistische Gesellschafft auch immer bedacht, die Armut so gering wie möglich zu halten.

    Eigentlich nicht, sonst hätte man mit der EU Erweiterung nicht den Druck im bestehenden Produktionskessel Westeuropa wissentlich erhöht, welches letztendlich Sinn und Zweck der Übung war. Sprich den hiesigen Markt mit Low cost willigen Sklaven zu fluten oder Produktionsmittel dorthin zu schaffen.


    Und sonst hätte man nicht Stickum in Deutschland sich vom "Sozialen" der Marktwirtschaft zum Nachteil der Arbeitnehmer verabschiedet zu Gunsten der eigenen Export Industrie die durch exorbitante Überschüsse ebenso wissentlich die Schulden und dito auch Armutsspirale in den Abnehmerländern erhöht.


    Die Vorstellung das die kapitalistischen Spielführer das Spiel beherrschen und rechtzeitig die Bremsen bedienen können ist irrig. Au contraire, wenn so langsam die Erkenntnis dräut das die Sicherheitsmechanismen versagen weil keiner gewillt sich der übervollen Taschen auch nur teils zu entledigen, wo nach wird gerufen ? Nach dem Mandat der Politik die dann wieder für eine Weile in den Genuß kommt das Steuer zu übernehmen.

  • Die Vorstellung das die kapitalistischen Spielführer das Spiel beherrschen und rechtzeitig die Bremsen bedienen können ist irrig.

    Klar, deshalb ist die Ausbremserei auch Sache des Staates. Und eben dieser sorgt auch dafür, dass Armut im Kapitalismus nicht überhand nimmt, wenn die Protagonisten des Spiels zu gierig werden. Nur wird er sich hüten den Kapitalismus selbst zu bekämpfen, denn er selbst lebt ja auch davon.

  • Klar, deshalb ist die Ausbremserei auch Sache des Staates. Und eben dieser sorgt auch dafür, dass Armut im Kapitalismus nicht überhand nimmt, wenn die Protagonisten des Spiels zu gierig werden.

    Und wie gut das funktioniert, erleben wir ja seit geraumer Zeit.


    Dem Kapitalisten interessieren ein paar arme Hansen nicht, den Staat schon, denn der muß für die aufkommen. Wenn dann Reiche extra besteuert werden und von ihren Milliarden ein paar Promill abgeben sollen, dann ist das Gezeter groß und der Weltuntergang ist schneller da, als die Klimakatastrophe.


    Dürfen Angestellte am Erfolg der Firma prosperieren? Ja oder nein?

  • Dürfen Angestellte am Erfolg der Firma prosperieren? Ja oder nein?

    Das kommt auf die Firma an, wie es da geregelt ist. Manche schütten Prämien aus, oder gewähren besonders engagierten Angestellten, und Personen in Schlüsselpositionen, Vorkaufsrecht auf Firmenanteile. Am bekanntesten ist wohl Microsoft, die etliche Millionäre generiert haben.

  • Nein, Kapitalismus braucht in erster Linie Freiheit und fähige Akteure. Armut ist immer schlecht, auch für eine Gesellschaft, die auf Marktradikalismus setzt. Armut führt zu Unzufriedenheit und Kriminalität. Armut begünstigt zerstörerische Ideologien wie Faschismus und Kommunismus. Deshalb ist eine kapitalistische Gesellschafft auch immer bedacht, die Armut so gering wie möglich zu halten.

    Nenn doch mal einen kapitalistischen Staat, wo das zutrifft: Amerika? China...?



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Das kommt auf die Firma an, wie es da geregelt ist. Manche schütten Prämien aus, oder gewähren besonders engagierten Angestellten, und Personen in Schlüsselpositionen, Vorkaufsrecht auf Firmenanteile. Am bekanntesten ist wohl Microsoft, die etliche Millionäre generiert haben.

    Es ging mir nicht um finanzielle Teilhabe, sonst hätte ich das geschrieben.

    Was du meinst, trifft auf einige Konzerne zu, die weltweit agieren und zu den Top 10 der Topverdiener gehören. Was aber ist mit mittelständischen Betrieben? Also hier in D!

    Und bitte, ich meine "prosperieren", nicht "Bestechung"!