Extinction Rebellion

  • Das kann ich nicht bestätigen. Umweltschädigung war immer präsent. Auch nach 1980 noch. Schließlich gab es die erste Klimakonferenz bereits 1979 und seit 1995 regemäßig

    Zitat

    Im Februar 1979 verabschiedeten die Delegierten eine Deklaration. Darin heißt es: „Die Nationen der Welt müssen alles dafür tun, einen menschengemachten Wandel des Klimas zu verhindern, der das Wohlbefinden der Menschheit gefährden könnte.“


    https://www.faz.net/aktuell/wi…-ueberblick-15924682.html


    Auch hier kann mal mal rein schauen.

    https://www.klimareporter.de/g…neten-noch-retten-konnten


    Die globale Klimaschädigung wurde zwar nicht so massiv und deutlich in den Medien kommuniziert, gänzlich unbekannt war es allerdings auch nicht, wenn man Nachrichten geschaut hat.

    Es war ein anderer Zeitgeist.


    TM, die sich jedenfalls die Frage "Warum habt ihr nichts dagegen gemacht" gefallen lassen würde

  • Das kann ich nicht bestätigen. Umweltschädigung war immer präsent. Auch nach 1980 noch. Schließlich gab es die erste Klimakonferenz bereits 1979 und seit 1995 regemäßig

    ...

    TM, die sich jedenfalls die Frage "Warum habt ihr nichts dagegen gemacht" gefallen lassen würde

    Es war nicht gänzlich unbekannt, das bestreite ich gar nicht. Man konnte es wissen. Das nützt aber gar nichts, denn die globale Erwärmung war nicht präsent. Vielleicht Dir ? Mir jedenfalls nicht. Vielleicht dass die Ressourcen endlich sind und knapp werden würden, das schon, aber Klimakatastrophe ? Wenn “man“ das alles 1979 wusste, wie konnte “man“ dann daran arbeiten den Kapitalismus und seine Umwelt-Auswirkungen auf der ganzen Welt zu verbreiten, bis dort jeder ein Auto und einen Kühlschrank hat ?


    Für mich sah es länger so aus, als wäre es umwelttechnisch auf einem guten Weg. Die Kloake vor meiner Haustür, also der Vater Rhein, wurde langsam wieder sauber und der Fischbestand erholte sich. Die Wälder litten nicht mehr unter dem sauren Regen, das Ozonloch wurde von der Erfindung eines später abgewickelten DDR-Kühlschrank-Betriebes geschlossen. Die Fabrikschlote, soweit es noch welche gab, emittierten höchstens weißen Rauch und der stank auch nicht mehr so sehr.


    Dass der ganze Dreck noch da war, nur nicht mehr in meiner Umgebung, das realisierte ich erst später. Dass er zwar nicht mehr am Rhein war, aber dass wir ihn einfach nur an den gelben Fluß exportiert hatten, nur die Werkbank umgezogen hatten, das merkte man ja nicht gleich - es sah doch alles besser aus.


    Wer sind "wir" denn "um etwas dagegen zu tun" ? Konnten wir verhindern, dass multinational operierende Konzerne immer mächtiger wurden und Arbeitsplätze dorthin exportierten wo Arbeit billiger war ? Das konnten "wir" noch nie und dabei ging es nur um Arbeitsplätze und nicht um eine Katastrophe. Vielleicht braucht es einfach eine Katastrophe dafür ? Darunter geht es wohl nicht.

  • Ok, es stimmt durchaus, dass die Tragweite nicht in dem Maße medial war, wie heute. Durch das Internet hat sich da auch einiges getan. Viral verbreitet sich das auch schneller. Der Journalismus ist letztlich auch tendenziell etwas reißerischer geworden.


    Wer sind "wir" denn "um etwas dagegen zu tun" ? Konnten wir verhindern, dass multinational operierende Konzerne immer mächtiger wurden und Arbeitsplätze dorthin exportierten wo Arbeit billiger war ? Das konnten "wir" noch nie und dabei ging es nur um Arbeitsplätze und nicht um eine Katastrophe. Vielleicht braucht es einfach eine Katastrophe dafür ? Darunter geht es wohl nicht.


    Naja, ganz so leicht darf man es sich auch nicht machen. Ich hatte mal in meiner Sig "Stell dir vor es ist Demo und keiner geht hin"

    In den 90er bis 00ern war es - im Verglich zu den 80ern - recht ruhig mit dem "Aufstand" der "Massen".

    Sicherlich sind die Möglichkeiten der Bürger leider sehr begrenzt. Alle 4 Jahre an der Urne tut es jedenfalls nicht.

    Aber gänzlich unwirksam sind/waren sie auch nicht.


    https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=415800

    http://www.berndsenf.de/pdf/TanzUmDenGewinn.pdf


    Den Tanz ums goldene Kalb kann man auch nur schwer gewinnen.

    Sehr lesenswert aus 1999. Da wird angerissen, wie sich das Fehldenken und -handeln in die Gesellschaft eingeschlichen hat. Ich hatte das an anderer Stelle bereits grob angerissen.

    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15275050.html


    Aber lassen wir das alles mal dahingestellt. Spätestens jetzt, seit FfF kann sich keiner mehr herausreden.

    Viele Leute sind leider schon genervt, vom Thema Klimaschutz, Plastikproblem....

    Das haben zumindest meine Gespräche mit Kassiererinnen und Kunden im Supermarkt, Postboten, Tankstellenwart, Putzfrau und Co ergeben.


    Der Medienhype, bewirkt somit bei einigen leider das genaue Gegenteil. Sie schotten sich noch mehr ab, fühlen sich unter Druck, haben anscheinend das Gefühl, man schiebe ihnen den schwarzen Peter zu. Die Tendenz, die eigene Verantwortung abzuschieben, statt sie zu sehen, wird verstärkt.

    Schade eigentlich, aber passt total in die heutigen Zeiten. Nach dem Motto?: "Ich hab mit meinem Leben genug zu tun, ändern kann ich sowie so nichts, die da oben machen sowie so was sie wollen." Also wieder Verantwortung abwälzen und einen Schuldigen suchen.


    TM, durchaus so altmodisch zu sagen, dass sie einen Werte- und Moralverfall sieht, der uns allen nicht gut tut

  • Kannst du Beispiele nennen?

    Ja, sogar sehr viele. Ich machs nur mal an einem Beispiel:


    Es gibt viele Projekte, wo ganze Siedlungen fast alels recyclen und sich autonom mit Energie versorgen und sogar das Abwasser klären.

    Abwasser wird heute überall geklärt. Ob wir das gut oder schlecht hinbekommen haben, steht auf einem völlig anderen Blatt. Insbesondere hinsichtlich der Kosten.


    Völlig anders sieht das mit der immer wieder propagierten Energieautonomie aus. Das suggeriert in der allgemeinen Diskussion, die Gemeinde / Siedlung würde sich in Masse selbst mit Energie versorgen. Nur - das ist eine rein rechnerische Größe, die in der Praxis fast keinem hilft. Weder den Menschen noch dem Klima. Vor allem verdeutlicht es beim genauerem Durchdenken die Grundfehler der Energiewende. In der Betrachtung wird völlig unterschlagen, dass autonom nun mal nicht autark ist. Es werden einfach nur Kosten verschoben. Die erforderliche Ertüchtigung der letzten Meile beispielsweise bezahlt die Allgemeinheit über die Netzentgelte. Die Kosten für die Regelenergie übernimmt die Allgemeinheit. Den CO2- Ausstoß dafür auch. Bei genauerer Betrachtung funktioniert das EEG genau so. In einem Land, wo sonst das Verursacherprinzip hochgehalten wird (jedenfalls, wenns gerade passt) ist das wenig zielführend. Skalieren wir das Ganze auf einen Haushalt runter, nachfolgend an meinem Beispiel und angenommen, ich wäre heute 30 :grinsweg: ergibt sich genau dieses Bild. Ich nagle eine PV- Anlage zu völlig überhöhten Preisen aufs Dach und speise den Strom ein. Nach 10, 15 Jahren hat sich das amortisiert. Für mich. HierzuDorfe bezahle ich nämlich noch die Ertüchtigung des Hausanschlusses. Die weiteren Folgekosten in nicht ganz unerheblicher Höhe überlasse ich anderen. Deutlich wird das, wenn man mal autonom streicht und autark setzt. Ja, es mir ohne weiteres möglich, als Einzelperson oder kleine Familie stromautark zu leben. Dazu brauche ich nur Geld und muss auf das Funktionieren der Gesellschaft als Großes und Ganzes sowie auf ein paar Regeln schei**en. Ist in einem Jahr erledigt. Damit ist wem geholfen? Auf Gemeindebasis funktioniert das heute weder technisch noch ökonomisch. Es hat ja nicht an Versuchen gemangelt. Gescheitert sind bislang mehr oder weniger alle.

  • Das Argument mit den Leitungskosten, Netzentgelte etc. kann ich leider nicht gelten lassen. Energieversorgung und Infrastruktur ist nunmal Staatsaufgabe. Dass dies privatisiert wurde, ist ein anderes Thema. Und die Einspeisung, gestiegene Solarmodule noch mal ein anderes Thema. Und von Atomkraft, was die den Steuerzahler und die Menschheit kostet, will ich erst gar nicht anfangen.


    Wie du richtig erkannt hast, sprach ich von autonom und nicht autark. Bezüglich Autarkie im Energiesektor gibt es unterschiedliche Definitionen

    Das Thema ist auch sehr komplex.

    Zitat

    Obwohl der Ausbau von Erneuerbaren Energien per Definition mit einer (wenigstens teilweise) dezentralen, und daher aus Sicht der Kommunen autarkeren Energieversorgung verbunden ist, sollte der Begriff der Energieautarkie nur im Falle einer angestrebten weichen (bilanziellen) oder harten (leistungsbezogenen)

    Energieautarkie und nicht bei einer reinen tendenziellen Energieautarkie (vgl. Kap. 2) verwendet werden. Hierzu wurde eine Arbeitsdefinition von Energieautarkie erarbeitet, die versucht, die wichtigsten Aspekte des Grades, des Umfangs und des Anteils an Erneuerbaren Energien sowie die Charakteristika der Energienachfrage (Energieart, Anwendung und Branche) zu berücksichtigen.

    .. Eine weiche oder harte Energieautarkie durch PV und Batteriespeicher-Verbundsysteme ist aus heutiger Sicht weder auf kommunaler Ebene noch auf der des Einzelgebäudes wirtschaftlich attraktiv. Wenn die Investitionen für Batteriespeicher sich zukünftig stark reduzieren, könnte sich diese Situation deutlich ändern.

    .. In der Regel kann die Anwendung von Bioenergie zum Heizen wirtschaftlich sein, aber für Stromerzeugung oder Verkehr eher nicht. Dahingegend eignen sich gebäudegebundene PV- und Windanlagen für die Stromerzeugung auf kommunaler Ebene, wobei ihre Potenziale unter anderem von der Siedlungsdichte und anderen regionalen Gegebenheiten abhängen.


    Und ja, wir sind weit davon, uns autark zu versorgen.

    Es geht mir primär auch nicht darum autark zu sein, sondern die Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen und die dezentrale Versorgung, Energiegewinnung und CO2 Einsparungen voran zu treiben. Und das klappt definitiv in einigen Dörfern.

    Vor allem auch, den Energiekonzernen mal einen Riegel vor zu schieben. Klappt leider nicht. Die werden immer die Gewinner sein und ihre Investitionen und Verluste sozialisieren. Energieversorgung sollte staatlich sein.

    Ja, es mir ohne weiteres möglich, als Einzelperson oder kleine Familie stromautark zu leben. Dazu brauche ich nur Geld und muss auf das Funktionieren der Gesellschaft als Großes und Ganzes sowie auf ein paar Regeln schei**en.


    Das verstehe ich nicht. Inwiefern auf das Funktionieren der Gesellschaft und Regeln scheißen? Weil es die Energiekonzerne mit Unterstützung der Politik nicht zulassen, dass man ihnen Gewinne abgräbt? Weil es m.W. nicht erlaubt ist Strom zu erzeugen, ohne ihn einzuspeisen?


    In Städten ist eine autarke Versorgung kaum möglich. Es sind viel zu hohe Speicherkapazitäten erforderlich. Da sind wir technisch noch nicht weit genug, bzw. sind die Techniken auch nicht gerade sehr umweltfreundlich. Das Speicherproblem ist aus meiner Sicht das Hauptproblem bei der Nutzung regenerativer Energien, die halt nie konstant verfügbar sind. Außer den Wellen im Meer und dem CO2 in der Luft.


    Wer ausschließlich die E-Mobilität propagiert, muss konsequenter Weise auch dafür sorgen, dass der Strom aus regenerativen Energien gedeckt wird.

    Daher ist dieser - für mich falsche und unverständliche Weg - einseitig auf E-Technik zu setzen, nicht als eine Nebelkerze und mal wieder geschickte Propaganda und Beruhigungspille für's Wahlvolk.

    Es braucht nicht mal viel Wissen, um das zu erkennen.


    TM, überzugt, dass man mit den entsprechenden Maßnahmen den CO2 Ausstoß drastisch verringern könnte

  • Das verstehe ich nicht. Inwiefern auf das Funktionieren der Gesellschaft und Regeln scheißen? Weil es die Energiekonzerne mit Unterstützung der Politik nicht zulassen, dass man ihnen Gewinne abgräbt? Weil es m.W. nicht erlaubt ist Strom zu erzeugen, ohne ihn einzuspeisen?

    Unter anderem, weil es mir als Einzelperson verboten ist, mich von öffentlicher Stromversorgung vollständig abzukoppeln. Ja, damit scheiße ich auf Regeln, meinen Anteil zum gesellschaftlichen Ausbau der Stromversorgung zu leisten. Und jepp, das kann ich. Und deine Argumentation stützt das. Natürlich leiste ich damit keine Zahlungen mehr an den Konzern XYZ. Der wird den Ausfall der Zahlungen von mir und vielleicht 1 Million anderen auf die Restkunden umlegen. Problem gelöst. Und der Staat legt den entsprechenden Ausfall (immerhin sind erheblichste Anteile am Strompreis Steuern und Abgaben) einfach auf alle um. Der auf mich entfallende Anteil ist dann immer noch geringer als meine jetzt bestehende und künftig zu erwartende Last. Gesunder Menschenverstand. Wollen wir das?

  • Wer ausschließlich die E-Mobilität propagiert, muss konsequenter Weise auch dafür sorgen, dass der Strom aus regenerativen Energien gedeckt wird.

    Daher ist dieser - für mich falsche und unverständliche Weg - einseitig auf E-Technik zu setzen, nicht als eine Nebelkerze und mal wieder geschickte Propaganda und Beruhigungspille für's Wahlvolk.

    Nicht ganz. Moderne Gaskraftwerke haben einen Wirkungsgrad von 60%; damit würden E-Autos die Energie bereits besser nutzen als Erdgas-Autos.

  • Nicht ganz. Moderne Gaskraftwerke haben einen Wirkungsgrad von 60%; damit würden E-Autos die Energie bereits besser nutzen als Erdgas-Autos.

    Elektrolyse hat einen großtechnischen Wirkungsgrad von über 80%. Und sorgt in Verbindung mit einer Brennstoffzelle dafür, dass im Kfz auch Wirkungsgrade von 60% erzielt werden. Jedenfalls wenn man berücksichtigt, dass so ein e-Auto nun mal in unseren Breiten meist auch beheizt werden will.

  • Elektrolyse hat einen großtechnischen Wirkungsgrad von über 80%. Und sorgt in Verbindung mit einer Brennstoffzelle dafür, dass im Kfz auch Wirkungsgrade von 60% erzielt werden. Jedenfalls wenn man berücksichtigt, dass so ein e-Auto nun mal in unseren Breiten meist auch beheizt werden will.

    Man kann grob davon ausgehen, dass man für den Antrieb mit Brennstoffzelle die doppelte Menge Elekrizität braucht wie bei der direkten Nutzung des Stroms. Deckt sich auch mit Tests.

  • dass so ein e-Auto nun mal in unseren Breiten meist auch beheizt werden will.

    Und wenn es eh schon heißer wird, auch klimatisiert....denn nur mit offenem Fenster wirste dann auch nicht weit kommen.....

    Und so eine normale E-Karre im Winter?

    Licht, Heizung, Scheibenwischer, 835 Assistenzsysteme.....alles nicht gerade stromsparend, da ist dann ganz schnell die Reichweite im Arsch.....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • ..........TM, Rüstung sollte nur für den Bedarf des eigenen Landes erlaubt sein und Exporte grundsätzlich verboten werden

    Das wäre ein wichtiger Schritt zur allgemeinen Abrüstung, denn die meisten Staaten könnten dann die Rüstungsaufwendungen gar nicht finanzieren und würden auch das know-how nicht entwickeln können, mit dem heutige Rüstung erstellt wird.

  • Man kann grob davon ausgehen, dass man für den Antrieb mit Brennstoffzelle die doppelte Menge Elekrizität braucht wie bei der direkten Nutzung des Stroms. Deckt sich auch mit Tests.

    Wenn die Energiedichte in Batterien nicht wesentlich erhöht werden kann, die physikalisch/chemischen Grenzen sind absehbar, ist die Brennstoffzelle dennoch das Mittel der Wahl, weil eben auch ihre Entwicklung noch erheblich Potential hat.......... Und Solarenergie lässt sich unendlich darstellen, da kommt es letztendlich nicht darauf an, wieviel man für Wasserstoff braucht.

  • TM, überzugt, dass man mit den entsprechenden Maßnahmen den CO2 Ausstoß drastisch verringern könnte

    Nicht nur "könnte", sondern wohl auch "müsste". Und sei es nur, weil wir vorsichtig sein sollten. Letztlich geht es nur um das Wie, den Weg. Und da muss man neidlos anerkennen, dass wir die deutsche Energiewende grandios in den Sand gesetzt haben. Auch wenn es natürlich auch Erfolge gab. Insgesamt gesehen ist das Ergebnis ein Desaster. Aber so was von! Das liegt maßgeblich nicht an Merkel oder irgendwelchen Konzernen. Es liegt am Grundkonzept, ohne wenn und aber. Es wurde weitgehend auf Annahmen gesetzt, die so nicht eingetroffen sind. Nachkorrigiert wurde aber auch nicht und falls ausnahmsweise doch, machte die Korrektur alles nur noch schlimmer. Die gesamte Energiewende, die eigentlich nur eine Stromwende war, basierte auf dem Prinzip Hoffnung. "Irgendwer wird schon was erfinden" "Das wird durch industrielle Großproduktion viiiel billiger" Das passierte teilweise auch, aber eben nicht im notwendigen Umfang. Letztlich war es auch ökonomisch nicht sonderlich darstellbar, aus vielerlei Gründen heraus. Einige haben sich eine goldene Nase verdient, viele hatten den Zonk. Auf die sich abzeichnende Eskalation hat keiner reagiert, heute hat sie sich etabliert und sorgt für weitere Probleme. Und wie viel es Otto gekostet hat, unter den gegebenen Bedingungen die Exportwirtschaft am Leben zu halten, will ich gar nicht schreiben. Und heute? Wollen wir dasselbe weiter machen. Nur in verschärfter Form. Und man meint, mit den selben Methoden andere Ergebnisse zu erzielen. Das wird nicht funktionieren.

  • An wem dann? Wer hat seit 2005 die Richtlinien der Politik bestimmt?

    Die hat nur durch Wendungen, Irrungen und Wirrungen das Ihre beigetragen. Das hat Schaden genug angerichtet, war aber nicht ursächlich. Ursächlich war auch nicht ein Töpfer. Der hat letztlich nur gesagt, man müsse das unterstützen und es auch so durchgesetzt. Was ja nun nicht ganz so falsch war. Die entscheidenden Weichenstellungen für das Desaster erfolgten unter Schröder und Grün. Da wurde das von mir beschriebene Elend so zementiert, dass auch eine Nachfolgeregierung nicht mehr rauskam.

  • Deine Einschätzung ist ja sowas von überraschend ... :lach-m:

    Gab es tatsächlich eine Möglichkeit, aus diesem ausgewiesenen Schwachsinn rechtlich sauber und ohne riesige Zahlungen für nichts rauszukommen? Vielleicht, auch wenn mir spontan dazu nichts einfällt. Fakt ist auch, dass Merkel da weitergemacht hat, einige Wendungen hingelegt hat, Klientel bedient hat. Das ändert aber nichts am Ursprung. Und genau das droht jetzt wieder. Keinerlei neue Ideen, außer dass Klima jetzt der Grund ist, die aus dem Ruder gelaufene Staatsfinanzierung zu sichern. Keinerlei irgendwie realistischen Alternativangebote, keine Differenzierungen, keine neuen Ideen. Nur Gefasel. Völlig unabhängig davon, wer 2021 als Wahlsieger hervorgeht.

  • Die hat nur durch Wendungen, Irrungen und Wirrungen das Ihre beigetragen. Das hat Schaden genug angerichtet, war aber nicht ursächlich. Ursächlich war auch nicht ein Töpfer. Der hat letztlich nur gesagt, man müsse das unterstützen und es auch so durchgesetzt. Was ja nun nicht ganz so falsch war. Die entscheidenden Weichenstellungen für das Desaster erfolgten unter Schröder und Grün. Da wurde das von mir beschriebene Elend so zementiert, dass auch eine Nachfolgeregierung nicht mehr rauskam.

    Jede Regierung, die so viel Zeit hatte, wie die von Merkel, hätte der Entwicklung eine positive Richtung vorgeben können. Nur braucht es dazu Gestaltungswillen und Vorstellungen, wie man eine Gesellschaft führen muss! Merkel hat sich total als unfähig erwiesen, Schröder hatte damals in diesem Punkt Recht: "Sie kann es nicht!" Noch schlimmer wird es werden, wenn die CDU/CSU weiter den Kanzler stellen sollte, denn AKK oder Merz bzw. Laschet oder Spahn sind höchstens Notlösungen aber keine überzeugenden Kandidaten.