Der Zweit-Autofred - über's Vergnügen, selbst zu lenken

  • Gerade wieder haben zwei besondere Formen von "Fahrspaß" für Schlagzeilen gesorgt.


    Auf der Fürstenrieder Straße in München raste ein Mann auf der Flucht vor einer Polizeistreife über mehrere rote Ampeln und dann über einen Grünstreifen auf die Gegenfahrbahn. An einer Kreuzung erfasste er zwei Jugendliche, die gerade die Fahrbahn überquerten, einen 14-Jährigen und eine 16-Jährige. Beide kamen schwer verletzt ins Krankenhaus, der 14-Jährige starb noch in der Nacht.


    Zuvor hatte das Stuttgarter Landgericht einen (damals) 20-Jährigen wegen "verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge" zu 5 Jahren Jugendstrafe und anschließend 4 Jahre Führerscheinentzug verurteilt. Eine Anklage wegen Mordes wurde fallen gelassen, denn der Angeklagte "habe ernsthaft darauf vertraut, den Tod anderer nicht zu riskieren".


    Das Verständnis für das Stuttgarter Urteil tendiert bei mir gegen Null. Wer mit bis zu 168 km/h durch die Stadt rast, kann nicht im Ernst darauf vertrauen, alle Situationen, wie sie im Stadtverkehr üblich sind, jederzeit zu beherrschen.