Massentierhaltung

  • […] Sind das überhaupt noch für Bauern, die jeglichen Bezug zu den Geschöpfen verloren haben? …] Warum wagen und schaffen denn "richtige echte" Bauern einen Umstieg? Patenschaften, Hofläden […]

    Was ist denn das für ein "idealisiertes" Bild vom Landwirt? Und der Hofladen (DAS ist doch Kapitalismus in Reinkultur, wenn der Bauer sich sagt, dass er den marktüblichen Endverbraucherpreis auch selbst für seine Ware einnehmen kann!) rentiert sich auch nur in verkehrsgünstiger Lage in der Agglomeration größerer Ballungsräume. Drei Kilometer weite käme kein Aas vorbei, um ein Glas selbstgeschleuderten Honig zu kaufen…

  • Naja, wenn er wirklich genmanipuliert ist/war, finde ich das auch ok. Wobei der Handel natürlich aus ganz anderen Beweggründen handelte.

    Der Lila Mais? Der ist eine alte, auf konventionelle Art gezüchtet. Er entspricht nur nicht den optischen Anforderungen. Geschmacklich ist er dem gelben-gen-Mais Längen voraus.

    Unser Gelb-Mais ist eine anfällige, chemieintensive und monokulturelle Pflanze.

    Also überall wird genau die gleiche Sorte angebaut.


    Der konventionell gezüchtete, farbige Mais hat diese Anfälligkeiten nicht. Zum Beispiel der Maiszünsler geht an den Lila-Laune-Mais nicht ran. Scheint ihm wegen dem hohen Beta-Carotin Anteil nicht zu schmecken.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • gun0815


    Dies hier klang halt so, als bezöge sich die Genmanipulation auf den lila Mais.

    Zitat

    Genetiker gentechnisch Gene veränderten, um handelsüblichen Mais erst resistent zu machen. Ja, der resistente Mais hatte in Kolben einige Lila Maiskörner


    Gentechnik ist für mich so ein zweischneidiges Schwert. Züchtungen und Kreuzungen nach alt her gebrachten Methoden sind im weitesten Sinne ja auch Gentechnik.

    Wie in den meisten fortschrittlichen Techniken, liegen darin Chancen und Risiken und es ist ethisch gesehen davon abhängig, für welchen Zweck und unter welchem Risiko sie eingesetzt werden.


    Was ist denn das für ein "idealisiertes" Bild vom Landwirt? Und der Hofladen (DAS ist doch Kapitalismus in Reinkultur, wenn der Bauer sich sagt, dass er den marktüblichen Endverbraucherpreis auch selbst für seine Ware einnehmen kann!) rentiert sich auch nur in verkehrsgünstiger Lage in der Agglomeration größerer Ballungsräume. Drei Kilometer weite käme kein Aas vorbei, um ein Glas selbstgeschleuderten Honig zu kaufen…


    Ach, aber anderswo argumentierst du, man soll statt im Supermarkt auf dem Markt und regional, direkt "auf dem Feld einkaufen".


    Und ich sehe auch nichts verwerfliches oder kapitalistisches daran, wenn man Zwischenhändler ausschaltet und eine Direktvermarktung anbietet.

    Die Zeit, Aufwand und Kosten für den Verkauf wird dann ja ebenfalls in Eigenleistung erbracht.


    Ebenfalls anderswo bemängelst du mit Recht, dass die Innenstädte leer gefegt sind, der Einzelhandel von Konzernen und Großfirmen verdrängt wird.

    Kleingewerbetreibende und Direktvermarkter ist aber der Kapitalismus in Reinkultur?


    Deinem Verständnis von Kapitalismus kann ich nicht folgen und es entspricht auch nicht der allgemeinen Definition.


    Für mich bist du letztlich eher ein Art sehr raffinierter, aber nicht bösartiger Troll, der seine Aufgabe anscheinend darin sieht, grundsätzlich etwas gegen zu halten, des reinen Widersprechens Willen. Denn ansonsten müsste ich doch irgend eine Linie in deinem Denken und Einstellungen erkennen können.


    Es mag an mir liegen, sicher, aber ich erkenne bei dir leider nur ein grundsätzliches "ich bin dagegen, "stimmt nicht", "nein denn".....

    Womöglich willst du damit nur die Diskussion am Laufen halten, suchst dir dazu fleißigst mal mehr oder weniger lesenswerte Links im Netz zusammen, die deine aktuell und nach meinem Gefühl oft nur temporär geltende "Meinung" stützen soll.


    Kontroverse Diskussionen und Einbringen anderer Sichtweisen finde ich wichtig und gut. Aber als starres Disksussionsmuster mitunter eher nervig.


    TM, mit idealisiertem Bild vom Bauern, ohne zu vergessen, dass auch das Bauerntum ein Wirtschaftsbetrieb ist

  • Züchtungen und Kreuzungen nach alt her gebrachten Methoden sind im weitesten Sinne ja auch Gentechnik.

    Ähm.....nicht wirklich. Es wird nur ein natürlicher Anpassungsprozess gezielt genutzt. Ist also kein künstlicher Eingriff von Außen. Es wird nur das Prinzip der natürlichen Anpassung gezielt genutzt.


    Kurz: Es wird mit der Natur gearbeitet. Gentechnik ist die menschliche Diktion, wie sich Pflanzen anzupassen haben. Das ist etwas ganz anderes.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Ähm.....nicht wirklich. Es wird nur ein natürlicher Anpassungsprozess gezielt genutzt. Ist also kein künstlicher Eingriff von Außen. Es wird nur das Prinzip der natürlichen Anpassung gezielt genutzt.


    Kurz: Es wird mit der Natur gearbeitet. Gentechnik ist die menschliche Diktion, wie sich Pflanzen anzupassen haben. Das ist etwas ganz anderes.

    Dann schau dir mal an, was im Haus- und Nutztierbereich durch Züchtungen verunstaltet wird (Stichwort Qualzucht).


    Trotzdem hat moderne Gentechnik nichts mit klassischer Züchtung zu tun, denn den Pflanzen wird meist völlig fremdes Erbgut eingebaut. Beispielsweise wird die Insektenresistenz bei Mais dadurch erzielt, dass Erbmaterial von Bodenbakterien in die Maispflanze eingebracht wird.

  • Auf S. 2 hauptsächlich Spam bei dem ernsten Thema :(

    Jein! Es ist halt auch bequemer sich der Flächen- und quantitätssubventionen anzupassen, als eigene Wege zu versuchen, aus Überzeugung und wegen "Bauernehre".

    Sind das überhaupt noch für Bauern, die jeglichen Bezug zu den Geschöpfen verloren haben? ............

    In einem kapitalistisch geprägtem Umfeld muss sich jeder Produzent den Gesetzen des Marktes anpassen, wenn er nicht bankrott gehen will. Die Klasse der Bauern ist in Deutschland massiv marginalisiert worden. Es gibt noch einige Nischen, wo man als Bauer überleben kann, doch bei den Erzeugerpreisen für die bäuerliche Primärproduktion in Deutschland und in der EU ist man ohne Subventionen und Diversifikationen als bäuerlicher Betrieb nicht überlebensfähig. Allerdings rechtfertigt all das in keinem Fall tierquälerische Haltungsformen und den Umgang mit Tieren als reine Ware! Der Tierschutz gehört ohne Wenn und Aber für alle Tiere ins Grundgesetz! Und die Strafbarkeit von Vergehen dagegen sollte grundsätzlich ohne Bewährung erfolgen.

  • […] ich sehe auch nichts verwerfliches oder kapitalistisches daran, wenn man Zwischenhändler ausschaltet und eine Direktvermarktung anbietet. […]

    Also den Zwischenhändler gleich auszuschalten wäre eine Straftat, ihn zu übergehen mag legitim sein, aber wenn jeder Endkunde dann zum Hofladen des Bauern persönlich anreisen muss, generiert das auch wieder mehr Verkehr, Abgase, Klimaschädlichkeit, als wenn der Zwischenhändler Lkw-Ladungsweise kauft und den örtlichen Einzelhandel beliefert, wo der Kunde dann per Fahrrad oder zu Fuß seinen Kleineinkauf erledigen kann… abgesehen davon verliert der Landwirt mit dem Einzelverkauf viel Zeit, die er sinnvoller für Ackerbau, Feldarbeit oder im Stall nutzen kann…

  • Himmelsakrament, hör doch endlich mal auf mit Deinem dauernden Widersprechen. Sonst machst Du Dich über "Klimaschädlichkeits"-Befürchtungen lustig.

    Du bist einfach unfähig, sinnvoll zu kommunizieren, und daran, fürchte ich, krankt Dein ganzes Leben.

  • Dann schau dir mal an, was im Haus- und Nutztierbereich durch Züchtungen verunstaltet wird (Stichwort Qualzucht).

    Oh, mir sind auch in diesem Bereich die Auswüchse sehr wohl bewußt.

    Ich bin mit Hunden groß geworden.

    Hunde, die einen Nutzen haben sollten und nicht nur "schön" aussehen sollen oder das Outfit der TrägerInnen ergänzen. ;)


    Des weiteren hab ich in der Landwirtschaft gelernt.

    Auch hier kann man gut und gern einige Beispiele aufzählen, die auch ohne Eingriff in die Genetik als abartig bezeichnet werden können.


    Aber du hast es ja ua erwähnt, was so unkalkulierbar ist. Es ist das Einbringen völlig fremder Gene oder das Entfernen jener, die eine Verträglichkeit für Pestizide bevorteilen. ...nur mal als Beispiel.


    Klassische Saatzucht wählt jene Pflanzen aus, die an gewähltem Ort die besten Ergebnisse erzielen.

    Ja, das ist Zeitaufwändig. Es garantiert aber natürliches Wachstum und Veränderungen, die aus der Pflanze selbst kommen.

    Und schaut man mal genauer auf die "Genetiker", dann müssen die wesentlich mehr technologische und menschliche Ressourcen und natürlich auch Geld in die Hand nehmen. Und bis so eine Kunstpflanze dann serienreif ist, dauert es ja auch.


    Ich bin IMMER für den Weg MIT der Natur. Die kann das recht gut und hat in sehr vielen ....sehr vielen! Jahre ihrer Existenz gezeigt, dass sie es kann. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Was ich meine, dass sich die Landwirte von Anfang an in diese Richtung drängen ließen. Wären sie früh genug dagegen vor gegangen, hätten sie di Entwickung beeinflussen können. Teilweise streikten sie ja in die richtig Richtung, aber...


    Wo waren die massiven Streiks, als die Hausschlachtungen verboten wurden, Monsanto und Co., wo die Streiks, dass ihre Erzeugnisse an der Börse gehandelt werden, Preisdumping der Molkereien und Discountern.....

    Nö, sie ließen sich auch treiben vom noch mehr. noch größer, je größer um so mehr Geld der EU. Jedem Bauern war doch klar, dass das auf Kosten v. Natur und Tierschutz gehen wird. Jeder cm mit Büschen und ökologische wichtigen Feldrainen wurden platt gewalzt um noch mehr raus zu holen. Die Wichtigkeit dieser Feldraine MUSSTE jedem Fachmann klar sein, ebenso Fruchtfolge etc. und auch, dass es betriebswirtschaftlich in der Landwirtschaft wenig sinnvoll ist, sich nur auf ein Produkt zu fixieren und Monokulturen zu erzeugen.

    Das werfe ich den Bauern vor und ich finde, das größtenteils auch zurecht.


    Dagegen hätte sie sich auflehnen müssen, zumal die Bauern noch diejenigen von leider zu wenigen sind, bei denen Solidarität mitunter noch recht gut "funktioniert".

    Zumindest, wenn es ans Eingemachte aller geht.


    Über das Thema, wie Gemeinden den Ausverkauf von Acker- Grünland- u. landwirtschaftlichen Flächen an Spekulanten und Hochtreiben der Preise beteiligt sind, fangen wir am besten gar nicht an,



    Der Tierschutz gehört ohne Wenn und Aber für alle Tiere ins Grundgesetz! Und die Strafbarkeit von Vergehen dagegen sollte grundsätzlich ohne Bewährung erfolgen.


    Steht ja in 20a GG. Nur lässt das Tierschutzgesetz Ausnahmen zu. Bzw. dieses fragwürdige Gesetz, dessen Einhaltung ja auch nicht kontrolliert und selten geahndet wird.


    GG also mal wieder Makulatur.

    Also den Zwischenhändler gleich auszuschalten wäre eine Straftat,

    Das belege mir mal bitte!!!


    Zitat

    aber wenn jeder Endkunde dann zum Hofladen des Bauern persönlich anreisen muss, generiert das auch wieder mehr Verkehr, Abgase, Klimaschädlichkeit, als wenn der Zwischenhändler Lkw-Ladungsweise kauft und den örtlichen Einzelhandel beliefert, wo der Kunde dann per Fahrrad oder zu Fuß seinen Kleineinkauf erledigen kann… abgesehen davon verliert der Landwirt mit dem Einzelverkauf viel Zeit, die er sinnvoller für Ackerbau, Feldarbeit oder im Stall nutzen kann…


    Da hast du recht. Nur muss bei Direktvermarktung, bzw. Ausschalten der Zwischenhändler ja nicht nur der Hofladen sein. Es geht auch durch Verträge direkt mit den regionalen Supermärkten

    Nachhaltigkeit durch regionale Vernetzung – Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften im Bedürfnisfeld Ernährung


    Da machen inzw. immer mehr und Rewe geht da mit gutem Beispiel voran.


    TM, die meint dass der Begriff "regional" endlich gesetzlich definiert und geschützt werden muss

  • Aber du hast es ja u.a. erwähnt, was so unkalkulierbar ist. Es ist das Einbringen völlig fremder Gene oder das Entfernen jener, die eine Verträglichkeit für Pestizide bevorteilen. ...nur mal als Beispiel.

    Das Gefettete ist falsch dargestellt. Die Gentechnologie hat ja vielfach, z.B. bei Mais, Raps und Soja gerade darauf gesetzt, das Genom so zu verändern, dass diese Nutzpflanzen für bestimmte Pestizide/Herbizide unempfindlich sind, alle übrigen "UNkräuter" jedoch keine Chance mehr auf den behandelten Flächen haben. Auch das Totspritzen von abgeernteten Flächen mit Round-up ist eine Unsitte geworden. Früher hat man die Fläche 14 Tage in Ruhe gelassen, dann keimten die ausgefallenen Körner und sonstige Samen aus, danach eine Feldbearbeitung mit entsprechender Technik und der Acker war ökologisch sauber für die nachfolgende Zwischenfrucht oder Hauptkultur. Im Übrigen ist richtig angewandte Gentechnik keineswegs ein Teufelsding, sondern eher eine Beschleunigung des züchterischen Fortschritts, allerdings muss sie den Gesetzen der Biologie folgen, keineswegs aber die Resistenzen für Gifte erhöhen.

  • Nimm doch allein mal § 5 Tierschutzgesetz

    Schweine (Kastration) sind hier erstaunlicherweise gar nicht genannt.

    Obwohl das hier fälschlicherweise behauptet wird

    https://www.tierschutzbund.de/…chweine/ferkelkastration/

    Zitat

    Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration verschoben

    Das deutsche Tierschutzgesetz schreibt in Paragraph 5 vor, dass ein schmerzhafter Eingriff bei einem Wirbeltier nicht ohne Betäubung durchgeführt werden darf. Es lässt allerdings die Ausnahme zu, dass Ferkel bis zu ihrem siebten Lebenstag ohne Betäubung kastriert werden dürfen (Tierschutzgesetz, Paragraph 5, vierter Abschnitt "Eingriff an Tieren").


    Aber wir wissen ja, dass die Wirtschaft die Gesetze macht. Der Bauernverband und seine Vernetzungen



    TM, die diese Julia Klöckner widerwärtig findet und eigentlich bei kaum einem Politiker so offensichtlich ist, wie sie dei Lobby hofiert. Mehr als gut aussehen tut die nicht.