Landtagswahl in Thüringen

  • Ich persönlich gehe davon aus, dass min 20% der Wähler der AfD einfach von der Mainsteampolitik die Schnauze voll haben. Abgehängte, denunzierte und enttäuschte Menschen machen nun mal Sachen, die für rational denkende Menschen nicht rational nachvollziehbar sind.

    Wir haben nun mal einen Bodensatz von rund 15% Rechtsradikalen bis Rechtsextremen in D. Ein Teil von denen kommt von Zeit zu Zeit aus den Löchern gekrochen, wenn er sich von einer Partei vertreten fühlt (NPD, DVU, REPs). Im Moment ist es die AfD, die diese Leute quasi gesellschaftsfähig macht.

  • Wir haben nun mal einen Bodensatz von rund 15% Rechtsradikalen bis Rechtsextremen in D. Ein Teil von denen kommt von Zeit zu Zeit aus den Löchern gekrochen, wenn er sich von einer Partei vertreten fühlt (NPD, DVU, REPs). Im Moment ist es die AfD, die diese Leute quasi gesellschaftsfähig macht.

    Jup, diese Gruppe wird ja auch seit Jahrzehnten gepflegt.

    Aber selbst unter den Hardcore Nazis gibt es Typen, die würden ums verrecken nie diese Kaspertruppe wählen. ....zu harmlos! Wählbar wäre für die nur eine Org, die eine Kopie der SA wäre.


    Insgesamt sieht für mich die Wählerschaft so aus: 20% Überzeugte, 20% Dumme, 20% Trotzige und der Rest hat einfach keine Ahnung. Es ist für mich eher die Dynamik, die diese AfDeppen auslösen, die den meisten Schaden anrichten kann.


    mfg

  • Was heißt das eigentlich, "denunzierte und enttäuschte Menschen"? Wer hat denn wen denunziert? Und wie? Und was ist eigentlich eine Identität, die man ihnen angeblich genommen hat?


    Dass in den 50er Jahren die Linke in der BRD unter Druck stand, ist ja angesichts der damals vorwiegend linksmotivierten Verbrechen kein Wunder. Irgendso eine Linken-Maus hat ja sogar neulich auch wieder öffentlich was vom Bürger-Umbringen gefaselt, fand das aber nur irgedwie witzig, es wird aber von den Mittelrechten sofort aufgegriffen - ist doch klar!


    Ich kann dieses Jammern ob der nicht anerkannten Identität (was immer das auch ist) oder dem Abgehängtsein nicht leiden, denn es gibt genügend Beispiele dafür, dass es im Großen und Ganzen den angeblich Abgehängten viel besser geht als früher, als sie noch die Genossen-Identität hatten. Sie fühlen sich "nicht gewertschätzt"? Ja zum Donner, das geht mir auch so...



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Komisch... es bedurfte also nichtmal 2 Jahre um den Neofaschismus aus dem Westen in die Gesellschaft der NBL's zu exportieren und so fest zu integrieren / verankern das Exzesse wie Rostock Lichternhagen

    im Jahre 1992 ( uva just zu dieser Zeit ) ... abgehen konnten... wow...

  • Was heißt das eigentlich, "denunzierte und enttäuschte Menschen"? Wer hat denn wen denunziert? Und wie? Und was ist eigentlich eine Identität, die man ihnen angeblich genommen hat?

    Die "Wende" hat vielen Ostdeutschen ihr Leben genommen.

    Ihre Lebensleistung wird in Teilen bis heute nicht anerkannt.

    Sie wurden von den Versprechen enttäuscht und durch sinnlose und unüberlegte Umstrukturierungen wurde ihre Identität verwaschen.

    Wenn heute noch immer keine Lohnanpassung vorhanden ist, dann ist das nicht nur enttäuschend, es ist denunzierend, weil danach ja der Wert der Arbeit ermittelt wird.


    Dass in den 50er Jahren die Linke in der BRD unter Druck stand, ist ja angesichts der damals vorwiegend linksmotivierten Verbrechen kein Wunder.

    In den 50ern gab es noch keinen Linksterrorismus. Die Linken wurden gejagt, weil sie den Diensten und der Nomenklatura nicht passten. Diese war überwiegend aus rechten Altlasten zusammengesetzt (60% der Richter waren die alten aus der Nazizeit), bei der Polizei sah es nicht besser aus, da lag die Quote so um die 50% und wenn man in die Politik schaut, so hatten wir da einen Anteil von um die 40 %.

    Verfolgt und aus Ämtern gedisst wurden ja auch Menschen, die im Widerstand gegen Hitler waren.

    Wenn du möchtest, dann kann ich dir mal ein paar prominente Namen heraussuchen.


    Irgendso eine Linken-Maus hat ja sogar neulich auch wieder öffentlich was vom Bürger-Umbringen gefaselt, fand das aber nur irgedwie witzig, es wird aber von den Mittelrechten sofort aufgegriffen - ist doch klar!

    Jup, ein typisch falsch platzierter, rhetorischer Klogriff.

    Es ging allein um die Tatsache, dass selbst wenn es das reichste 1% nicht gäbe, sich nichts an der Ökobilanz ändern würde.

    Wortwahl war hier natürlich daneben. Gemeint war aber was anderes.

    Und klar stürzen sich dann aufgeschreckte Konservative und "Mittelrechte" ;) ..also CDUler :) auf solch Äußerung. Kann man ja klasse populistisch ausschlachten.

    Wer hier aber den Zusammenhang und den Kontext kennt, der findet dann eher die Reaktionen lächerlich und konstruiert.


    Ich kann dieses Jammern ob der nicht anerkannten Identität (was immer das auch ist) oder dem Abgehängtsein nicht leiden, denn es gibt genügend Beispiele dafür, dass es im Großen und Ganzen den angeblich Abgehängten viel besser geht als früher, als sie noch die Genossen-Identität hatten. Sie fühlen sich "nicht gewertschätzt"?

    Ich hab den letzten Satz mal weggelassen, denn du hast nicht dein Land und deine Lebensleistung verloren. Du kannst also nicht nachvollziehen, wie sich viele Menschen aus dem Osten nach dem Mauerfall fühlen.

    Aber das ist weder schlimm, noch ist das ein Defizit. Es ist eine schlichte Feststellung.

    Die 90er waren da prägend. Das haben viele nicht vergessen.

    Grad die CDU ist da für einige nicht mehr wählbar. Nach Schröder auch nicht mehr die SPD. Und Dank der Propaganda gegen die Linke, wird diese auch nicht mehr als Alternative gewählt.


    Ich kann vieles davon nachvollziehen, verstehen kann ich es aber nicht.

    Es gefällt mir auch nicht, dass dann solch Gurkentruppe gewählt wird.

    Was mir aber langsam ein wenig auf den Geist geht, ist dieses pauschale "Alles Nazis" ....das ist eben nicht so und verzerrt nur wieder die Darstellung und die Realitäten.


    mfg

  • @BRM


    Diese Menschen wurde durch vieles entwertet. Wen die sich dann etwas suchen, wo sie wieder aufgewertet werden, dann soll sich die alte BRD nicht beschweren, wenn sie etwas übernehmen, dass über Jahre und Jahrzehnte in der alten BRD gepflegt und gehegt wurde.

    Und wer hat letztlich die DSU Anfang der 90er massiv gesponsert? Es war die CSU.

    Und wie die ganzen BRD Nazis (ala Worch und CO) in den Osten eingewandert sind, hat auch keinen interessiert.


    Aber letztlich reden wir hier von wievielen? 10..20 Tausend? Das ist im Promillbereich der gesamten Bevölkerung. Schön wie jetzt wieder eine Minderheit über die Mehrheit gelegt wird und irgendwann dann aus ein paar ALLE werden.


    Auch die 90re-Nazis waren eine Minderheit. Medienpräsenz ist nicht der Faktor, den man für sachliche Argumentation ins Feld führen kann.


    mfg

  • Moderation:

    Worum gehts? Ich hoffe, um das Thema des Threads. Wenn nicht, bitte schleunigst dorthin zurückkehren. Danke.

    Es artet wieder in Naziphobie aus.....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Ich bin wieder einmal der Meinung, dass niemand, außer dir, diesen Satz nachvollziehen kann.

    Worüber reden wir?

    Das nach der Wende die ganzen Nazis erst aus dem Westen nach dem Osten zugereist sind?

    Das es vor der Wende keinen einzigen in der ehm. DDR gabe, der das Gedankengut in sich hatte?

    Eure Staatssicherheit und die Gestapo hatte...was an Methoden und Akribik...gemeinsam?

    Jaja, der Glaube kann Berge versetzen....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Eure Staatssicherheit und die Gestapo hatte...was an Methoden und Akribik...gemeinsam

    Euer BND war die Gestapo, du geschichtsunbeflissener.

    Beschaffe dir doch endlich mal ein wenig Hintergrundwissen und wenn du von der Stasi keine Ahnung hast, dann red nich von.


    Immer was zu schreiben aber nix zu sagen.


    Beschämend.

  • Eine andere Aussage hätte ich jetzt auch nicht von dir erwartet....:lach-m:...du hast aber noch nicht beantwortet,

    was "Eure Staatssicherheit und die Gestapo hatte...was an Methoden und Akribik...gemeinsam" damit los ist bzw. war....

    Und über den Rest bist du ganz geflissentlich drüber weggebügelt....

    Tja, die Gunn'sche Glaubwürdigkeitskampagne....die beiden hatten mehr gemeinsam, als du uns warscheinlich glauben lassen willst....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Auch die 90re-Nazis waren eine Minderheit. Medienpräsenz ist nicht der Faktor, den man für sachliche Argumentation ins Feld führen kann.

    Minderheit ? Laut einem meiner Kumpel ( kommt aus Mosambik via ex-DDR ) hatte er das aber ganz anders im Ohr. Da änderte sich der Ton nach 1990 ganz gewaltig auf den Werften ( hier übrigens auch Rostock ) und man "unerwünschte" ihm und seine Hautfarbengleichen. Die Arbeit wäre ab jetzt nur noch für Deutsche. Seit dem war er im "Westen". Ironie des Schicksals, er als gelernter Maschinenführer wurde später kontaktet ob er nicht zurückkommen wollte... weil viele der qualifizierten "Biodeutschen" sich halt ebenso rübergemacht haben....

  • Eine andere Aussage hätte ich jetzt auch nicht von dir erwartet....:lach-m:...du hast aber noch nicht beantwortet,

    was "Eure Staatssicherheit und die Gestapo hatte...was an Methoden und Akribik...gemeinsam" damit los ist bzw. war....

    Und über den Rest bist du ganz geflissentlich drüber weggebügelt....

    Tja, die Gunn'sche Glaubwürdigkeitskampagne....die beiden hatten mehr gemeinsam, als du uns warscheinlich glauben lassen willst....

    Ich will mal so sagen. Gewisse fleissige und zuverlässige Nazigrößen haben sich in Ost und West bei diversen Institutionen nützlich gemacht und ihre wertvolle Erfahrung in neue Aufgaben fließen lassen.