Kapitalismuskritik

  • Andernorts ist ja das pöse Wort bereits eingeführt worden: Manipulation. Der strebsame Mittelstand möchte sehr gern zu den Milliardären gehören. Mangels Masse richtet er wenigstens sein Wahlverhalten danach aus und freut sich, dazuzugehören.

    Ist dem so?? Der Mittelstand wird derzeit definiert als jemand, der mehr als ca. 2000 Euro monatlich verdient. Wie auch immer. Du meinst wirklich, jemand aus diesem Personenkreis macht sich ernsthaft Hoffnung, in absehbarer Zukunft Milliardär zu werden??

  • Ist dem so?? Der Mittelstand wird derzeit definiert als jemand, der mehr als ca. 2000 Euro monatlich verdient. Wie auch immer. Du meinst wirklich, jemand aus diesem Personenkreis macht sich ernsthaft Hoffnung, in absehbarer Zukunft Milliardär zu werden??

    Nein, keineswegs. Aber es ist so, dass der Mensch sich nun mal gern wenigstens ein paar der Insignien gönnen möchte, die ihm als typisch für die Milliardäre vorgezeigt werden. Er möchte dazugehören. Das hat den Beruf der Influencer geschaffen und gilt nicht nur bei denen, sondern überall.

    Und viele leisten sich wenigstens ein paar der Ansichten, wenn sie sich schon sonst nichts leisten können



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Nein, keineswegs. Aber es ist so, dass der Mensch sich nun mal gern wenigstens ein paar der Insignien gönnen möchte, die ihm als typisch für die Milliardäre vorgezeigt werden. Er möchte dazugehören. Das hat den Beruf der Influencer geschaffen und gilt nicht nur bei denen, sondern überall.

    Und viele leisten sich wenigstens ein paar der Ansichten, wenn sie sich schon sonst nichts leisten können

    Welche Insignien der typischen Milliardäre kann sich denn ein Mittelständler/bzw. die Mittelschicht leisten??? Ein Rolls Royce oder Ferrari ist kaum drin, mehrkarätige Brillianten auch nicht, schon ein zweiwöchiger Urlaub in Aspen würde sein Jahreseinkommen völlig überfordern. Ganz zu schweigen von Immobilien, Butler und sonstigen Bediensteten, die ihm die diversen Wünsche erfüllen. Und Macht, das Zentrum des Strebens der Milliardäre, kann er schon gar nicht ausüben!

    Allerdings kann er alle vier bis fünf Jahre ein paar Kreuze auf dem Wahlzettel machen, um zwischen den Dienern der Milliardäre einen ihm Genehmen in Entscheidungspositionen zu hieven.

  • Welche Insignien der typischen Milliardäre kann sich denn ein Mittelständler/bzw. die Mittelschicht leisten??? Ein Rolls Royce oder Ferrari ist kaum drin, mehrkarätige Brillianten auch nicht, schon ein zweiwöchiger Urlaub in Aspen würde sein Jahreseinkommen völlig überfordern. Ganz zu schweigen von Immobilien, Butler und sonstigen Bediensteten, die ihm die diversen Wünsche erfüllen. Und Macht, das Zentrum des Strebens der Milliardäre, kann er schon gar nicht ausüben!

    Allerdings kann er alle vier bis fünf Jahre ein paar Kreuze auf dem Wahlzettel machen, um zwischen den Dienern der Milliardäre einen ihm Genehmen in Entscheidungspositionen zu hieven.

    Na manche können sich ja mindestens ein Motorboot auf der Spree oder sonstwo leisten. Wenn man da nicht zugehörig ist, wann dann?


    Und im SUV auf der Autobahn wird dann offensichtlicher Größenwahn mit haarsträubendem Fahrverhalten vorgeführt.


    Kommt davon wenn man mit den großen Hunden pinkeln gehen möchte und das Bein nicht heben kann. Da bekommt so manche labile Psyche einen Knacks, welcher irreparabele Schäden zeitigt.


    Diese Schäden baden wir alle aus, das ist der Preis der Freiheit. Am Ende des Tages immer noch besser als in Diktaturen wo der "Führer" bestimmt wer das Bein heben darf.


    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

  • Zitat:

    https://www.t-online.de/nachri…ndern-die-masken-weg.html

    Zitat Ende.


    Tja nun zeigt sich die hässliche Fratze der neoliberalen Provitmaximierungskultur.

    Spätestens jetzt müsste auch der allerdümmste Vollpfosten wissen wie er in Zukunft wählen sollte.

    Sicherlich nicht rechts, nicht konservativ, nicht link und auch nicht liberal.


    Wir brauchen für die Zukunft Politiker die darauf achten wie und wo in welchen Mengen welche Waren hergestellt werden. Dann mit vernünftigen gesetzlichen Leitplanken den Herren Multimilliardären und "Investoren" entgültig die Zähne ziehen. Wie irgendein Geschwafel von Lobbyisten kommt muss auch die Medienlandschaft diesen Herren gnadenlos die Masken vom Gesicht reisen. Es ist an der Zeit diesen asozialen von Milliardenvermögen verblendeten Gehirnen endlich klipp und klar zu erklären und auch über die Steuerrechtsgestzgebung knallhart ihre soziale, im GG verankerte, Verantwortung ohne wenn und aber auch einzufordern.


    Es geht in einem Menschenleben eben nicht nur um Vermögensvermehrung, es geht auch um soziale Kompetenz, gerade mit Milliardenvermögen ganz besonders.


    Jeder halbwegs gebildete wusste wie es ausgeht und was passiert in einer solchen Krisensituation. Nur Politlabertaschenmuppets versuchen jetzt schon wieder mit verbalen Nebelkerzen vom eigentlichen Thema und ihrem bisherigen verantwortungslosen Entscheidungshandeln abzulenken.


    Eventuell versuchen sie sogar den aufziehenden Unmut durch trickreiches Beschneiden der demokratischen Grundrechte sich an der Macht zu halten.

    Ungarn, Polen und Tschechien sollten uns als Warnung dienen.


    Die Zeit eine Grundsatzdiskussion wie ein zukünftiges demokratisches Europa für den Bürger und die Firmen nach welchen Regeln funktionieren sollte beginnt genau jetzt.


    Die bisherigen Regeln taugen offensichtlich für eine moderne weltweit vernetzte Industrieproduktion nicht die Bohne.


    Hier müssen Produktionsstandortregeln zwingend vorschreiben welche Waren in welchen Anteilen an welchen Standorten produziert werden müssen.


    Hierbei ist das Maß nicht der Maximalprofit sondern die vor Ort Verfügbarkeit krisenwichtiger Güter.


    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

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  • Produktionsstandortregeln - das ist das Gebot der Stunde, und die sind ganz einfach auch ohne Kapitalismuskritik zu erlassen.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Produktionsstandortregeln - das ist das Gebot der Stunde, und die sind ganz einfach auch ohne Kapitalismuskritik zu erlassen.

    Wie zwingt man -rechtlich korrekt -Unternehmen, nur im Inland zu produzieren??

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Wie zwingt man -rechtlich korrekt -Unternehmen, nur im Inland zu produzieren??

    Eine gute Frage. Dürfte schwierig werden.

    Ich denke wenn die Krise vorüber ist und es wieder läuft, machen sie so weiter wie vorher auch. Hauptsache der Rubel rollt, die Bilanzen schauen fein aus und es ist genügend Geld auf dem Konto der Investoren etc.

    Der kleine Mann schaut wie immer in die Röhre

  • Kommt davon wenn man mit den großen Hunden pinkeln gehen möchte und das Bein nicht heben kann. Da bekommt so manche labile Psyche einen Knacks, welcher irreparabele Schäden zeitigt.

    Kater arbeitet da noch mit sehr, positiv ausgedrückt, tradierten wenn nicht sogar veralteten Wertvorstellungen, hier des "sich Leisten könnens". Aber genau so arbeitet das hiesige System analog natürlich die ebenso aktuellen Wertvorstellungen bei sehr vielen in der Gesellschaft schon lange nicht mehr.


    Wie Du sagst, "mit den großen Hunden pinkeln" wollen tut die halbe Gesellschaft im Konsum, es ist mittlerweile Ethos es sich einfach leisten ZU WOLLEN. Auf Pump. Pump ist übrigens exakt der richtige Begriff wenn schon die kleinsten Hosenscheißer den selbstverliebten Blick in den Spiegel/Schaufenster wagen auf den Weg zur Muckibude. Schein als Sein.

    (Wenn ich mich erinnere das man uns Jugendlichen Ende der 70er/Anfang der 80er Hedonismus vorgeworfen hat, da bekomme ich jetzt vor lauter Rührung - infantiler Neusprech: Pippi in die Augen.. )


    Also, wenn hier schon in den Städten jeder Flaumbarttragender Önerfrischemarkt Regaleinschieber, jeder mit schmuddeliger Baumwollstoffhose und schwuchteliger Männerhandtasche Autos fahren die Sie so ähnlich wie bei den Monaco Geissens vermuten, sie aber selbst vom Hauptschulabschluß soweit entfernt sind wie Kuh Else von einer Raumfahrtmission....wo ist es denn offensichtlicher ?


    On top, diese Autos mittlerweile Werksmässig genau für diese Poser Klientel gebaut werden. Also eigentlich zum fremdschämen derjenigen die mit gleicher Marke unterwegs sind. Das Problem, es schämt sich schon lange keiner mehr.

    Zusammengefasst, das System arbeitet schon seit etlicher Zeit an dieser Projektion.

  • Indem man sie über die in der Corona-Krise gewährten finanziellen Hilfen verstaatlicht. :D


    Von den Marktradikalen werden da ja schon düstere Warnugen abgesondert. =O || :cursing:

    Halte ich nicht für die schlechteste Idee....das dürfte Heuschreckenbegehrlichkeiten abschrecken.....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Wie zwingt man -rechtlich korrekt -Unternehmen, nur im Inland zu produzieren??

    Da hast du wieder mal etwas falsch verstanden.


    Nirgends spreche ich zumindest von nur im Inland produzieren.

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    Hier müssen Produktionsstandortregeln zwingend vorschreiben welche Waren in welchen Anteilen an welchen Standorten weltweit produziert werden müssen.


    Hierbei ist das Maß nicht der Maximalprofit sondern die vor Ort Verfügbarkeit krisenwichtiger Güter.

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    Wer lesen und verstehen kann ist eindeutig im Vorteil.


    Es gilt ergo auch zu definieren was krisenwichtige, im Klartext lebensnotwendige, Güter sind.

    Z.B.: Spargel eher nicht, Weizen dagegen schon. Medikamente ebenfalls absolut krisenwichtige, weil überlebensnotwendige Güter.


    Darunter fallen aber keine Umsatzmedikamente wie "Wirkt wie ein Pflaster für den Darm" oder "Nachts müssen müssen".


    Ergo müssen solche Güter an verschiedenen Standorten von weltweit produzierenden Konzernen gleichzeitig gefertigt werden.


    Warum?


    Damit im Krisenfall in jeder Region der Erde die Versorgung funktionieren kann.


    Deswegen.


    :hut:


    PS.: Genaueres im Thread "Die Marshmallowmaschine"

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

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  • Hier müssen Produktionsstandortregeln zwingend vorschreiben welche Waren in welchen Anteilen an welchen Standorten weltweit produziert werden müssen.


    Hierbei ist das Maß nicht der Maximalprofit sondern die vor Ort Verfügbarkeit krisenwichtiger Güter.

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    ….und das soll international funktionieren??

    Gut,wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt,wo der reine Kommunismus allgemein gültige Staatsform sein wird -eher keinesfalls.

    Nennt man,so glaube ich,Utopie….

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • ….und das soll international funktionieren??

    Gut,wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt,wo der reine Kommunismus allgemein gültige Staatsform sein wird -eher keinesfalls.

    Nennt man,so glaube ich,Utopie….

    Das wird nach dieser Pandemie sehr wohl in der Diskussion weltweit besprochen werden. Die Welt hat sich durch Massenvernetzung weltweit auf einen ganz anderen Daseinslevel begeben. Das werden auch Neokapitalisten fressen müssen und mit Kommunismus hat dies rein gar nichts zu tun. Das Ende der ideologiegetriebenen Politik ist bereits eingeläutet, zunehmen ist die Vernunft in diesem Gewerbe gefragt und nicht das Populismusgehabe brusttrommelnder Homo Sapiensaffen.


    Alle ismus sind reine Religionen, was diese anrichten ist ja gut zu beobachten. Davon haben die Mehrheit so langsam die Nase voll.


    Dieses wird aber von Meinungsmedien wie Bild dir eine Meinung oder besser Murdoch-, Springer-, Burdapresse versucht zu unterbinden.

    Alles reine Propagandamedien, wird allerdings auf Dauer nicht mehr funktionieren.


    Eines noch für das Gebetbuch, der Wandel kommt schneller als viele es glauben. Nicht übersehen, das Medium ist lichtschnell 24 Stunden rund um die Uhr im Dauerkommunikstionsmodus.


    Das können auch Multimilliardäre weder kontrollieren noch beeinflussen, auch wenn sie diesem Wahn verfallen sind.


    :hut:

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