Bauernprotest

  • techniker1 Jetzt soll ich auch noch die Auswertungen der Einkommen kommentieren und begründen und einen Basiskurs in BWL geben.

    Ok, wenn einem nichts anderes mehr einfällt.


    Wie die das versucht haben vergleichbar zu machen steht im Link und ansonsten empfehle ich im Netz mal zu suchen, was Gewinn bedeutet.

    Ansonsten habe auch dafür Matrial geliefert. Wnn das Interesse so ernst ist, kannst du dich da schlau machen.

    Buchführungsergebnisse


    Und ansonsten Dieter klar, die Bauern haben keine Lobby. :rofl:


    Und wo ist der Unterschied für den Bauern, der eine Streuobstwiese bewirtschaftet, wenn sie statt als Biotop ausgewiesen zu werden zerstört wird?


    Tja, das ist bäuerliche Logik, die Dieter ja erklärt hat und auch im Artikel steht. Die Bauern befürchten halt und die nicht existierende Lobby namens Bauernverband hat diese Befürchtungen ja geschürt ääääh gestreut. Wenn Bauern Bio(s) griechisch Leben hören drehen sie anscheinend durch.

    Die Bauern sind die Opfer und die Naturschützer machen sie zu den Ärschen der Nation.


    TM, die noch gut weiß wie es in den 60ern und 70ern auf kleinen Schwarzwaldhöfen ablief

  • Und wo ist der Unterschied für den Bauern, der eine Streuobstwiese bewirtschaftet, wenn sie statt als Biotop ausgewiesen zu werden zerstört wird? Da hat er es den anderen mal gezeigt.

    Wenn sie weg ist, bevor sie zum Biotop erklärt wird, ist sie halt weg. Wie oben erläutert: Aus ein paar Euro, die die Bearbeitung Wiese heute kostet und einem sehr überschaubaren Zeitaufwand pro Monat wird plötzlich ein unüberschaubarer Wust an Vorschriften, Anträgen, Nutzungs- und Bearbeitungsverboten, sonstige Einschränkungen, Gutachten... Also vor allem eines: Verlust von Zeit und Geld. Und was so alles festgelegt wird, nachdem das Gesetz durch ist, kann niemand abschätzen. Also ist es einfacher, die Bäume hier und jetzt zu kappen als künftig jede Menge Geld und Zeit zur Pflege aufbringen zu müssen und das auch noch weitgehend fremdbestimmt. Wie geschrieben, das ist sicher nicht die feine Art, aber ohne Lobby geht es halt nicht anders.

  • Und ansonsten Dieter klar, die Bauern haben keine Lobby. :rofl:

    Nein, die von dem ganzen Schwachsinn am meisten betroffenen Kleinbauern haben eben keine Lobby. Die einflussreichen Verbände haben sich vor allem um anderes Klientel gekümmert. Deshalb gehen die gegenwärtigen Proteste ja auch weitgehend an den Verbänden vorbei. Die haben andere organisiert.

  • Toll. Jetzt hat er keinen Aufwand mit der Pflege der Bäume. Hätte er sie als Biotop sich selbst überlassen, auch nicht.

    Bäuerliche Logik.

    Genau lesen und verstehen, dann andere lächerlich machen. Vor allem, wenn man von der Materie und den Rahmenbedingungen keine Ahnung hat. Natürlich ist das heute auch Aufwand. Aber eben überschaubar. Eine Streuobstwiese kann man nicht sich selbst überlassen. Dann ist in spätestens 20 Jahren nichts mehr davon übrig. Und damit auch nichts vom dem Wert, den sie heute als Biotop wertvoll macht.

  • Ja, Streuobstwiesen gibt es seit Jahrhunderten. Sie werden offenbar so intensiv gepflegt, dass der Bestand in den letzten 50 Jahren auf rund ein Viertel geschrumpft ist.

    Ich gehe mal davon aus,dass ein Grossteil dieser "Schrumpffläche" zu Bauland umgewidmet wurde.

    Dort,wo in meiner Wohngegend vor zwei Jahren noch Kühe weideten,steht jetzt eine neue Siedlung mit rd.30 Häusern.

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Nö, das bestimmt dei Baumschutzverordnug.

    Da hat jede Gemeinde ihre Regelungen. Bäume fällen liegt nicht in der Hand des Grundstücksbesitzers.


    mfg

    Danke Gunnie, Dio hat mir das schon verlinkt....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Manchmal gibt es Situationen nur zu lesen, nur nachzudenken und dann einfach zu schweigen.:lach-w::uglybrav:

  • Hab ich danach erst gelesen. ....ich kannte es nur von meinen Freund, der sich ein Grundstück gekauft hat und mit dieser Regelung konfrontiert wurde.


    Aber die Pflaume trägt heute so viele Früchte, dass er jetzt froh ist, den nicht umgehauen zu haben.


    mfg


    PS: Der Pflaumenschnaps war ein Traum!:cornut:

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Welchen Aufwand, wenn keine Bäume mehr da sind? Ab und zu die Wiese mähen?

    Und dass eine Streuobstwiese, die man sich selbst überlässt, ihren Wert für die Biozönose verliert, halte ich für einen Schmarrn.

    Schön, wenn man Aussagen aus dem Kontext reisst....Es geht um den Aufwand, wenn die Bäume noch da sind....

    Und wenn der Bauer die Bäume stehen lässt, warum sollte er die Wiese dann sich selbst überlassen, wenn er es bist heute auch nicht gemacht hat? Damit er keine Arbeit damit hat und den Ökoterroristen damit einen Gefallen tut?

    Und selbst wenn er hingeht und eine neue Streuobstwiese anlegt, ist das schon einiges an Arbeit, die zu pflegen, damit daraus etwas vernünftiges wird.

    Und kapiert habt ihr es immer noch nicht....es geht einzig und allein darum, das der Bauer keinen Bock darauf hat, sich von einem hergelaufenen Haufen Ökoenteignungsterroristen Vorschriften über seinen Grund und Boden machen zu lassen, und das genau ist der springende Punkt.

    Den Rest hat Dieter schon sehr richtig ausgeführt, weder dem Staat, dem Landkreis noch sonst irgendjemandem ist in Deutschland zu trauen, es kommt meistens so, wie man es vorher nie besprochen hat....Die Streuobstwiese im Laufe des Jahres.....

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  • Aber die Pflaume trägt heute so viele Früchte, dass er jetzt froh ist, den nicht umgehauen zu haben.

    Natürlich, Gunnie, ist man manchesmal froh, etwas nicht gemacht zu haben....

    Das hier ist mittlerweile zu einem ideologischen Streit entbrannt, und ich bin mir fast sicher, das es einigen Bauern auch widerstrebt, solch krasse Maßnahmen zu ergreifen.

    Wenn man die ganz einfach in Ruhe gelassen hätte, wäre das Thema höchstwarscheinlich gar nicht aufgekommen....

    Aber so ist das in Deutschland, niemand kann in Ruhe leben, wenn's dem Nachbarn nicht gtefällt, in diesem Fall eine Minderheit, die gerne Zugriff auf das Eigentum anderer haben möchte....erinnert mich schwer an die Enteignungsdebatte in Berlin.....und sich dann wundern, wenn es was vor den Kopp gibt.....

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  • und ich bin mir fast sicher, das es einigen Bauern auch widerstrebt, solch krasse Maßnahmen zu ergreifen.

    Einigen ganz sicher.

    Ich hab dazu ja sogar einen Bezug. Der Onkel meiner Holden hat selber jede Menge Obstwiesen.

    Die Bewirtschaftung dieser wird von Jahr zu Jahr unrentabler. Mal von der Tatsache ab, dass die letzten Sommer Gift für unsere Obstwirtschaft war. Dieses Jahr mußte er sogar bewässern, damit die Äpfel so groß werden, damit sie im Laden auch verkauft werden konnten.

    Wenn er jemanden findet, der das Obst von Baum holt, denn das ist das nächste Problem: Die Pflücker.


    Da er auch fast nur alte Sorten hat, die zwar shice lecker sind aber optisch eben nicht unbedingt der anspruchsvollen Supermarktkundschaft entspricht, macht er daraus lieber Saft.

    Der ist natürlich geschredderter Apfel pur und richtig lecker.

    Wir holen immer aus der neuen Produktion zwischen 20 und 30 5 Liter Kanister und versorgen hier die halbe Nachbarschaft. ;)


    Aber das Problem bleibt. Das Obst verkauft er nur in seinem Laden und auf Märkten. Die Handelsketten nehmen lieber die optisch optimierte Ware.


    Er hätte auch die Möglichkeit die Wiesen anzuholzen und den örtlichen Tierzüchtern als Wiese zur Verfügung stellen. Denn mit Bäumen drauf ist das ungünstig, weil die auch mal gern an Rinde nagen.


    Er läßt sie. Er wurschtelt sich durch. Gewinn ist kaum drin.

    Es zeichnet sich aber auch ein Trend ab. Denn viele kommen mittlerweile zu ihm, grad weil er andere Sorten im Angebot hat. als die Standardware aus dem Supermarkt.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Der einzige, der hier nix kapiert, bist du. Weil du vor allem nicht richtig liest.

    Na wenn gerade du es sagst.....

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  • ....es geht einzig und allein darum, das der Bauer keinen Bock darauf hat, sich von einem hergelaufenen Haufen Ökoenteignungsterroristen Vorschriften über seinen Grund und Boden machen zu lassen, und das genau ist der springende Punkt....

    Leider hast du Recht, das ist der springende Punkt. Allerdings hat das ja alles Ursachen. Mittlerweile sind 75% der einst existierenden Streuobstwiesen verschwunden. Genauso wie unzählige kleine Bäche in Kanäle begradigt oder gleich unterirdisch in Röhren verlegt wurden, damit Bauer Großkotz besser seine nunmehr planebenen Flächen mit großtechnischen Landmaschinen beackern kann. Die Feldraine und kleinere Busch- und Baumgruppen wurden gleich mit entsorgt, stört einfach wenn man da drum herum ackern muss. Gleichzeitig wird immer mehr Gülle auf die Felder gekippt und Industriedünger benötigt, um überhaupt noch Erträge aus den ausgelaugten Böden zu ziehen, ohne Rücksicht auf Grundwasser und Fließgewässer.

    Dass dies einer bestimmten Verwertungslogik entspricht, liegt nun mal im System begründet.


    Wie also, ohne Vorschriften zu machen, schützt man nun die Biodiversität?

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Wie also, ohne Vorschriften zu machen, schützt man nun die Biodiversität?

    Ich vergleiche das mal mit der momentanen, recht brutalen "Urbanisierung" der freien Räume, der nicht marktgerechten Altbauten in den Städten.


    Hier passiert doch nichts anderes.


    Die Zeiten sind ( Gott sei Dank, für die Investoren ) vorbei als man jedes leerstehendes Haus besetzte, heute kann statt dessen jeder Vollhorst dank Negativzinsen seine 4,80 EURO mehr auf dem Konto als Betongold versenken.


    Das führt dazu das jede freie Ecke, jeder Hinterhof ( mit oder ohne Idylle) bebaut, jede nicht in QM umzurechnender Maximalprofit Gründerzeitbude ruckzuck auf dem Laster endet.


    Der Biostädter fordert Biodiversität für den Wochendtrip auf's Land, zu Hause schaut er aber völlig ungeniert auf ein "Wollt' Ihr den totalen Wohnungsbau" dem alles unterzuordnen ist.


    Weil das Geniale ist doch, das diese Vorgaukelung ja nur den Investoren dient die ebenso frei von Reglementarien Marktpreise ausrufen die nur die obersten Ränge der Claquere diesen Weckrufs nachkommen können. Die Masse die sich Ihren eigen Lebensraum durch dieses zuscheixxxen versauen lässt, geht doch fast leer aus.


    Ergo ist das für mich nichts anderes, warum also soll ich den unter Druck geratenen (Durchschnitts) Bauern moralisch zu was zwingen was ich bei mir vor der Haustür dank Politisch-wirtschaflicher Hand-in-Hand Sirenengesänge recht widerstandslos akzeptiere ?


    Sprich, persönlich habe ich auch kein Bock das "meine" Stadt dank frei rotierender Profiteure nicht nur Preislich, sondern auch architektonisch und stilistisch versaubeutelt wird......


    Von der dadurch immer weiter reduzierten Biodiversität in den Städten mal gar nicht erst gesprochen......

  • .................Die Frage ist jetzt, warum nicht 5000 oder 10.000 Bauern wegen all der Dinge, welche du ansprichst, demonstrieren, sondern wegen sehr wahrscheinlich unvermeidlichen Einschränkungen und Regulierungen, die einen kleinen Teil der durch die Bauern eben auch verursachten Probleme beheben sollen.

    Weil sich in den Jahrzehnten sehr spezialisierte Formen der landwirtschaftlichen Praxis unter dem Diktat des Profits eingeschliffen haben, man vielfach so auch als kleinerer Betrieb über die Runden gekommen ist und Subventionen letztendlich immer dazu führen, dass völlig veraltete Produktionsmethoden auch noch möglich bleiben. Man kann durchaus mit erheblich weniger Pflanzenschutz, Düngung, mit minimal Bodenbearbeitung bei wissenschaftlichen Fruchtfolgen und Zwischenfruchtanbau hohe Erträge erwirtschaften, Tiere müssen nicht auf Gülle stehen und mit Antibiotika vollgestopft werden, Geflügel- und Schweine-KZ müssen nicht sein. Man braucht auch keine Turbokühe die 10 000 bis 12 000 l Milch im jahr geben aber nach 3 Laktationsperioden im 5. Lebensjahr zu Notschlachtung gehen, weil eben der Organismus überfordert war und sie auch kaum tiergerecht gefüttert worden sind, um diese Leistungen zu erbringen.

    Die Landwirtschaft muss, wie viele Produktionszweige in Deutschland, generell umgestellt werden. Ziel muss sein standortgerecht zu produzieren und Bauern müssen kooperativer wirtschaften. Güllehaltung gehört verboten. Die Tiere haben Rechte, zumindest in der relativ kurzen Zeit ihres Lebens auch artgerecht gehalten zu werden. Und man muss EU-weit vergleichbare Bedingungen schaffen, die die Wettbewerbsverzerrungen aufheben. Auch müssen wieder mehr Menschen in der Landwirtschaft beschäftigt werden, damit die Freisetzungen von Arbeitskräften in der Industrie aufgefangen werden können. Die massive Urbanisierung ist ein gesellschaftlicher Irrweg!

  • Genau lesen und verstehen, dann andere lächerlich machen. Vor allem, wenn man von der Materie und den Rahmenbedingungen keine Ahnung hat. Natürlich ist das heute auch Aufwand. Aber eben überschaubar. Eine Streuobstwiese kann man nicht sich selbst überlassen. Dann ist in spätestens 20 Jahren nichts mehr davon übrig. Und damit auch nichts vom dem Wert, den sie heute als Biotop wertvoll macht.

    Ein paar Ziegen und Schafe auf der Wiese bewirken Wunder. Vernünftig eingezäunt kann man sogar darauf Schweine halten. Und das Biotop wird dadurch wertvoller.