Rund um die deutsche Sprache

  • Ich konnte mit Hilfe der Suchfunktion keinen derzeit aktiven Thread zur deutschen Sprache finden, und da ich diese heute nach längerer Zeit mal wieder zum Thema machte, dachte mir, mein Artikel könnte auch hier vielleicht zur Diskussion anregen (ich weiß, Greta ist wirklich sehr wichtig, aber daneben könnte man ja vielleicht trotzdem auch ...). :D


    Also, das war mein Artikel, ich hoffe, nicht er ist zuuu lang für hier und inhaltsreich genug (der Vorspann richtet sich an mir bekannte User):

    'Inflation' im deutschen Sprachgebrauch.

    Liebe Steemians, mein heutiges Thema lautet 'Inflation'.


    "Ach, @jaki01, musst du wirklich zu allem deinen Senf dazugeben? Sind es nicht @freiheit50, @stehaller oder @balte, die vom (Fiat)Geld und dessen Entwertung weit mehr verstehen als du?"


    "Doch, doch, keine Sorge, dieses Feld werde ich weiterhin den Experten überlassen, aber wer sagt, dass Inflation - im weitesten Sinne - stets Geld betrifft?"

    'Inflation' kann die verschiedensten Lebensbereiche tangieren, ...

    Wann ist beispielsweise die Zuneigungsbekundung "Ich liebe dich!" wertvoller, wenn sie täglich mehrmals beiläufig dahergesagt oder eben nur in seltenen, speziellen Momenten ausgesprochen wird?

    Was ist die - eigentlich gute - Schulnote 2,0 heute noch wert, wenn, überspitzt formuliert, eine 1,x mittlerweile fast schon als Standard gilt?

    Kurz gesagt, ebenso wie beim Geld wäre auch sonst weniger oft mehr.

    ... wobei ich mich heute auf ihre Auswirkungen auf den deutschen Sprachgebrauch fokussiere.

    Mir geht es heute jedoch weder um die Liebe (jedenfalls nicht abseits der Verwendung dieses Begriffs in Text und Sprache) noch Schulnoten, sondern nach längerer Pause (nach "Deutsche Sprache, schwere Sprache?", "Euphemismen und verschleiernde Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch." und "Zum 'Gendering' im deutschen Sprachgebrauch.") mal wieder um die deutsche Sprache.

    Auch dort ist mir die immer stärker um sich greifende 'Inflation' ein Dorn im Auge.


    Dass ich offenbar nicht der Einzige bin, der bereits seit geraumer Zeit einen unbändigen Drang zur Steigerung von Adjektiven verzeichnet, belegen beispielsweise folgende Zeitungsartikel aus "DER TAGESSPIEGEL" und dem "ZEIT MAGAZIN":

    • In "Inflation sprachlicher Superlative" fasst es die Autorin leicht ironisch in die Worte, die Bewertung "gut" würde mittlerweile häufig schon fast als Kränkung wahrgenommen ("super" oder "megageil" sollte es schon mindestens sein). Darüberhinaus würden im Rahmen der heutigen "Aufmerksamkeitsökonomie" nur noch alarmierende Formulierungen wie z. B. "Desaster", "Crash" und "Katastrophe" die Aufmerksamkeit vieler Leser zu wecken vermögen, wobei die Gefahr dieses "routinemäßigen" Alarmierens ein sich einstellender Gewöhnungseffekt sei, ähnlich dem von Drogenkonsumenten, die im Laufe der Zeit immer höhere Dosen benötigten.
    • "Liebe war ein großes Wort" zeigt auf, wie die exklusive Anwendung dieses Begriffs für die Umschreibung zwischenmenschlicher Zuneigung und Gefühle auf alle nur denkbaren Bereiche, insbesondere immer dann, wenn es um Werbung geht, ausgeweitet wurde. Egal, ob es um den ÖPNV ("Weil wir dich lieben") oder ums Essen ("Wir lieben Bio") gehe, als Triebfeder für einfach alles gälte mittlerweile die Liebe.

      Da bleibt mir nur, den Worten der Autorin, "Das Wort Liebe selbst verliert an Wert, weil es auf den Wohlfühlfaktor reduziert wird. [...] welches Wort wollen wir verwenden, wenn wir wirklich einmal von dem Gefühl für unseren Partner oder unsere Kinder sprechen wollen, wenn wir "Liebe" schon für Getriebeöl benutzt haben?", aus ganzem Herzen und sehr liebevoll zuzustimmen. :-)

      Mein persönlicher 'Favorit' betreffs dümmlich-naiver 'Liebeswerbung' ist übrigens der 'Landliebe-Slogan' "Liebe ist, wenn es Landliebe ist!" - ok, vielen Dank, diese Definition kannte ich bisher noch nicht!

    Häufige Verwendung (und oft fehlerhafte Bildung) des Superlativs.

    Eine logische Konsequenz des Strebens nach Aufmerksamkeit ist die zunehmende Verwendung des Superlativs.

    Zitat aus "Wortwuchs":


    Es gibt drei Steigerungsformen des Adjektivs im Deutschen: den Positiv (Grundform), den Komparativ (1. Steigerung) und den Superlativ (2. Steigerung). Der Superlativ ist die höchste Steigerungsform der Wortart. Der Komparativ vergleicht zwei Dinge (X ist größer als Y), wobei der Superlativ [...] die höchste Stufe bildet (Z ist am größten).

    Wird in Briefen und E-Mails mittlerweile häufig die Schlussformel "Viele Grüße" durch "Beste Grüße" ersetzt (woran ich nichts auszusetzen habe), ist selbstverständlich auch sonst alles, was Menschen besitzen, kaufen, erleben und machen am besten, schönsten, größten, teuersten und wichtigsten. :)

    Wie sehr sich das Denken in Superlativen bereits in unseren Köpfen verankerte, zeigt sich z. B. an der absurden, aber als völlig normal geltenden Formulierung in Arbeitszeugnissen "Er hat stets zu unserer vollsten Zufriedenheit gearbeitet". Erstens frage ich mich, warum gute Arbeit heute nicht mehr als gut gilt, und zweitens lässt sich das Adjektiv "voll" nicht steigern, ein beträchtlicher Anteil aller Arbeitszeugnisse enthält folglich einen Grammatikfehler! :)

    Zum Troste des armen Adjektivs "voll" sei hier erwähnt, dass es anderen nicht besser ergeht: Die häufig anzutreffenden 'Superlative' "einzigste" und "optimalste" gehören ebenfalls nicht zum offiziellen deutschen Wortschatz (nichts ist 'optimaler' als das Optimum ...). :)

    Um den Rahmen nicht zu sprengen, beschränke ich mich auf einen weiteren Bereich (ihr könnt sicherlich im Kommentarbereich noch zahlreiche weitere Beispiele liefern?!), in welchem dem Hang zur Übertreibung hemmungslos freien Lauf gelassen wird:

    Wir alle sind 'Gourmets', die sich ausschließlich von 'Premium'-Lebensmitteln ernähren ...

    ... das könnte man jedenfalls glauben, wenn man sich die Produktbezeichnungen in Supermarktregalen bzw. Online-Shops so ansieht:

    Dort findet sich kaum noch ein Getränk, das nicht mindestens 'Premiumqualität' bietet, Schokolade unter 'Gourmet-Niveau' suchte man vermutlich vergeblich, und Wurst präsentiert sich selbstredend in 'hochwertiger Spitzenqualität' ...

    Egal ob ihr euch also für

    "GOURMET Premium Schokolade" von ALDI SÜD,

    "Edel-(Zart-)Bitter-Chocolade" (besonders exklusiv durch das fehlende 'S' der Chocolade) von ALDI NORD,

    "Deluxe Grüne Bohnen (extra fein)" von Lidl oder

    "Crops Delikatess Bohnen"

    entscheidet, ich wünsche guten Appetit! :)


    Anmerkung: Nicht, dass das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bezüglich Wurst und Fleisch keine Vorgaben machen würde, wie was genau bezeichnet werden darf, nein, es liegt - wen würde das in Deutschland überraschen - ein 68(!) seitiges Regelwerk (die "Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse") vor ... allerdings spielt darin z. B. die 'Nebensächlichkeit', ob das Fleisch aus Massentierhaltung stammt oder nicht, keine Rolle ...)


    So, genug der Inflation für heute, jetzt muss ich erstmal ein Glas echten Premiumsaft trinken (mein Foto von der "Gourmet-Würstchenbude" finde ich leider gerade nicht). :)


    Premiumsaft.jpg

  • […] mein Foto von der "Gourmet-Würstchenbude" finde ich leider gerade nicht

    In diesem Falle hülfe, sich einer geeigneten Suchmaschine zu bedienen. Bilder vom Gourmet Grill (Berlin) fände man bei GoLocal ebenso wie bei Rostbratwurst Business. Im Übrigen ist der imbissbetreiberseitige Anspruch, bereits in der Namensgebung seines Grills den qualitativen Mehrwert gegenüber anderer Frittenbuden herauszustellen, legitim. Oder sollte man Imbisse gesetzlich dazu verpflichten, sich als "Zum Fettspritzer" oder "Hier gibt's Acrylamid" anzupreisen?

  • Wenn andere die Schnauze voll haben, dann hab ich sie am vollsten.


    Vor allem, wenn Deluxe-Premium-User megaschlau wirken müssen und 110prozentig einspringen, wenn sie ihre Hülfe anbieten.


    ...besser wirds nich, jacky, der Thread is eingeschlagen im Premiumteil dieses Forums. ;)

    Und wenn jemand das Wort "Inflation" lediglich mit Geld assoziiert, dann zeigt das doch, welch Bildung jener genoß. Dabei garantiert eine inflationäre Verwendung von allem das Vorhandensein in Massen.

    Frei nach dem Motto: Es ist genug für alle da, bedient euch!


    Auch ich frage mich manchmal, ob die deutsche Sprache noch tot ist oder doch schon töter. Denn einige geben mehr als 100% beim deformieren und mißinterpretieren. Da hast du meine vollste Zustimmung.

    Aporpos "vollste" ... Ja, wer sich mit dem Regularium des Schreibens der Arbeitszeugnisse auskennt, der weiß um die Schwierigkeiten, wenn man negative Aspekte der geleisteten Tätigkeit verschönt darstellen muß, um das optimalst heraus zu holen.

    Da darf es dann mal schon die Deluxe-Verklausulierung sein, die das Gegenteil von dem bedeutet, was sie augenscheinlich darstellen soll.


    Verwender solcher Unsinnigkeiten sollte man nur nicht fragen, was sie damit ausdrücken wollen. Dann wird aus der Premium-Rhetorik ganz schnell ein Deluxe-Stottern. ;)


    mfg(mit freundlichsten Grüßen!) :)

  • Wenn eine I-Net Suchmaschine ein Foto auf meiner Festplatte finden sollte, dann wäre das extremst beunruhigend für mich. Wenn der Herr sub solch Deluxe-Premium-Suchmaschinen sein Eigen nennt, dann hätte er den Download Link mal zur Verfügung stellen können.


    @jacki

    Deine Verwunderung um die Schreibweise "Choko" kann ich entwirren.

    Das ist eine Umgehung, weil mit "S" die Ansprüche an Schokolade erfüllt sein müßten.

    Da aber solch Produkte übertrieben ausgedrückt nur in der Nähe von Schokoladenfabriken hergestellt wurden, erfand man die Weglassung und gönnt den Produkten nicht den definierten Anteil an Kakao, den Schokolade erfüllen muß.


    ZDF Zeit ist hier immer eine gute Quelle


    Zitat

    Was steckt hinter „Schoko, Choc und Choco“?

    Zur Herstellung von Schokolade benötigt die Industrie zwei Inhaltsstoffe der Kakaobohne: Kakaopulver und Kakaobutter. Das Kakaopulver ist günstig, die Kakaobutter hingegen zählt zu den teuersten Fetten der Welt. Durch die Kakaoverordnung ist ein Mindestanteil von 18 Prozent Kakaobutter für die Lebensmittelindustrie vorgeschrieben. Wer trotzdem günstig produzieren will, greift zu einem Trick: Statt teurer Kakaobutter als Fett wird günstiges Palmfett verwendet. Das Praktische: Kakaobutter und Palmfett schmelzen bei gleicher Temperatur, bei etwa 37 Grad. So warm ist es auch in unserem Mund. Die Fette zergehen uns deshalb wortwörtlich auf der Zunge. Dazu eine ordentliche Portion Zucker als Geschmacksverstärker und ein Minimalanteil Kakaopulver. Der Nachteil: Produkte mit weniger als den vorgeschriebenen 18 Prozent Kakaobutter dürfen nicht als „Schokolade“ bezeichnet werden. Deshalb greift die Industrie zu kreativen Alternativbezeichnung wie „Choc“ oder „Choco“. Für ZDFzeit hat Sebastian Lage auch hier den Geschmackstest gemacht. Bemerken die Tester den Schwindel?


    https://www.zdf.de/dokumentati…smittelindustrie-108.html


    Passt auch super in deinen Sprach-Thread.


    mfg

  • @jacki

    Deine Verwunderung um die Schreibweise "Choko" kann ich entwirren.

    Nicht schlecht recherchiert (bzw. schon vorher gewusst)! Auf Politopia lernt man also doch dazu! ;)

    Ich dachte, es ginge einfach um den 'edleren' (haha) Klang.

    Soll ich dich später (habe jetzt keine Zeit) unter dem Artikel (teil)zitieren? ;)

  • mein heutiges Thema lautet 'Inflation


    Liebe ist, wenn es Landliebe ist!

    Natürlich ist Liebe was anderes, das wissen aber nur noch die Leute aus dem letzten Jahrhundert. :hehehe:


    liebe-ist-comic.jpg


    Ansonsten regt mich an der Sprach-Inflation so schnell nichts auf, sogar Anglizismen finde ich immer mal wieder witzig, denn um die Total Quality zu erreichen können wir ja gar nicht anders als das Target synergetisch so zu focussieren dass wir die Deadline nicht nur kostenneutral, sondern mit einem ordentlichen Return of Invest erreichen und alle ein win-win-Gefühl verspüren... ähhh *grins* Da ist der Bullshit irgendwie mit mir durchgegangen. :biggrin:


    Nein, weder der Bullshit noch die Superlative bringt mich in Wallung. Das einzige was mich furchtbar aufregen kann sind politisch korrekt gegenderte Texte. Da kocht es regelrecht in mir. Aber was soll ich noch dazu sagen ? Auch hier hat jaki schon einen Artikel geschrieben und im Eingangspost verlinkt. Es bleibt also nichts mehr. 8o

  • Nein, weder der Bullshit noch die Superlative bringt mich in Wallung. Das einzige was mich furchtbar aufregen kann sind politisch korrekt gegenderte Texte. Da kocht es regelrecht in mir. Aber was soll ich noch dazu sagen ? Auch hier hat jaki schon einen Artikel geschrieben und im Eingangspost verlinkt. Es bleibt also nichts mehr. 8o

    Gewisse Politiker aber auch Unternehmenslenker beherrschen die Inflation der Sprache doch hervorragend - die Kunst, in 10 Minuten langen Monologen mit vielen Worten keine klare Aussage zu machen.

    „Fürchte nicht menschlich zu sein, fürchte, nicht menschlich zu sein.“

    (Manfred Hinrich)


  • Nicht schlecht recherchiert (bzw. schon vorher gewusst)! Auf Politopia lernt man also doch dazu! ;)

    Ich dachte, es ginge einfach um den 'edleren' (haha) Klang.

    Soll ich dich später (habe jetzt keine Zeit) unter dem Artikel (teil)zitieren? ;)

    Ich sag's mal so, wer als Eltern seinen Gören jahrelang den "Schokotrunk" vorsetzt ohne auf die Idee zu kommen warum das Trockenpulver so heißt

    wie es genau aussieht und im Gegensatz zur teureren Variante die den Namen " Kakao" tragen darf halt doch nur fad ist, dem gehört seine Zunge und Geschmacksorgane halt eigentlich mit Nitroverdünnung abgerieben.


    Aber wir kommen immer wieder dahin zurück, den Verbraucher ist das geschmackliche Erlebnis für sich oder seinen Filiaten egal, Hauptsache es sieht allein Verpackungsmässig in etwa so aus wie man sich das Essen "vorstellt". Alles andere ist nicht mehr so wichtig.

  • Angesichts eines vermeintlichen oder tatsächlichen Sprachdilemmas: will die Menschheit-vornehmlich die deutsche -wirklich besch…. betuppt werden??

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Angesichts eines vermeintlichen oder tatsächlichen Sprachdilemmas: will die Menschheit-vornehmlich die deutsche -wirklich besch…. betuppt werden??

    Jupp. Wie letztens im Spiegel zu lesen war, die Germanisierung der deutschen Sprache fand unter anderen in Rauchrolle ( anstatt Zigarette ) auch schon vor längerer Zeit Ihre Verblödungkrone.

  • Wie letztens im Spiegel zu lesen war, die Germanisierung der deutschen Sprache fand unter anderen in Rauchrolle ( anstatt Zigarette ) auch schon vor längerer Zeit Ihre Verblödungkrone.

    Wir Germanen hatten es schon immer schwer uns gegen die Sprachversiffung zu behaupten, die uns durch eindringende Horden aus allen Himmelsrichtungen das Leben schwer machten. Angefangen mit den Latrinern was uns heute noch zu schaffen macht. So wird unseren armen Kinder zum Beispiel was vom Genitiv, Dativ und Akkusativ eingebleut, statt dass man viel einleuchtender vom wessen-, wem-, oder wem-oder-was-Fall spricht. Und so hat sich das Drama durch die Jahrhunderte immer weiter fortgesetzt, bis ein totaler Wirrwarr entstand. So etwas wie mit dem Rauchröllchen sind ja immer nur die letzten Zuckungen des konservativen Germanen, die meistens wegen des mangelnden Geschmacks ins Lächerliche driften. Ich fand es mal Anfang der 2000er recht witzig, wie auf einer konservativen Seite krampfhaft versucht wurde statt des Begriffes Internet immer Internetz als richtigere, weil germanischere Ausdrucksweise zu gebrauchen.

  • Ich fand es mal Anfang der 2000er recht witzig, wie auf einer konservativen Seite krampfhaft versucht wurde statt des Begriffes Internet immer Internetz als richtigere, weil germanischere Ausdrucksweise zu gebrauchen.

    Aber gib' zu, manchmal wäre es doch reizvoll in diese Richtung aktiv zu werden.


    Letztes Bsp. Black Friday. Finde ich tatsächlich völlig bescheuert.


    Oder wenn bei Gerhard aka "Gerry" Weber, also ich meine jetzt den Flagshipstore, nicht das Outlet, der Showroom mit den vierteljährlich üblichen SALE

    Plakaten verhängt wird. ....

  • Och HANDY ist auch so ein wrong anglizism... cellphone oder mobil ist`s ja im englischem...


    Public viewing ...auch so ein Fauxpas...


    Fauxpas...auch oft falsch gelesen.


    ...Junge, sind die deutsch manchmal blöde....


    Zum Glück bin ich in Tradition der Hermunduren/Thuringia nicht von all dem betroffen. ;)


    mfg

  • Aber gib' zu, manchmal wäre es doch reizvoll in diese Richtung aktiv zu werden.

    Gerade komme ich vom Mittagessen und habe mich innerlich über die Titulierung des Kartoffelpürees als Kartoffelstampf aufgeregt. Wir Mainzer sind ja noch gerade so eben frankophil angehaucht, auch wenn das rechts des Rheins stark abnimmt, aber ich bin von klein auf Püree gewohnt. Allenfalls Kartoffelbrei klingt noch einigermaßen akzeptabel, aber Kartoffelstampf ? Wo kommt das eigentlich her ? An der Konsistenz kann es nicht liegen, denn es gibt unter allen drei Bezeichnungen keinen Unterschied. Ich hätte es noch akzeptiert, wenn das Ergebnis bei "Stampf" etwas gröber gewesen wäre. Also das von der Hausfrau noch eigenhändig zerdrückte Ergebnis. Aber dem ist nicht so. Egal ob ich nun Püree, Brei oder Stampf auf dem Teller habe - es handelt sich um ein geschmeidiges, gelblichweißes Produkt, welches man genauso leicht auf den Teller klatschen wie runterschlucken kann. :kopfkratz2:

  • Weiß ich auch nicht. Kartoffelstampf ist auch so eine Art verbale Herabwürdigung der Küchenleistung ein anständiges, schmackhaftes Kartoffelpüree zu kredenzen. Oder einfach die Entschuldigung für nicht anständig verrührte Stücke dieser Erdfrucht in so einem dann schlampig hergestellten Produkt vorzufinden.

  • Weiß ich auch nicht. Kartoffelstampf ist auch so eine Art verbale Herabwürdigung der Küchenleistung ein anständiges, schmackhaftes Kartoffelpüree zu kredenzen. Oder einfach die Entschuldigung für nicht anständig verrührte Stücke dieser Erdfrucht in so einem dann schlampig hergestellten Produkt vorzufinden.

    Das wäre dann aber eine qualitätsmäßige Einordnung und würde so nicht auf der Speisekarte stehen. Wenn man danach sucht, findet man tatsächlich über die Regionen etliche verschiedene Bezeichnungen für den Brei.