Karneval und andere Traditionen oder Feiertage

  • Ich hätte das mit dem Bus lassen sollen, auf öffentliche Verkehrsmittel reagierst Du immer zu emotional um das Gesagte zu verstehen. 8o

    Wie wäre es mit einem Autofahrer, der seinen Aschenbecher aus dem Fenster kippt?

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • 110 kg? Damit kann man ja alles niederwalzen. Ich bin über 1,90 , wiege aber roundabout 85 kg, je nach Sahne mal mehr mal weniger.

    Du solltest mal anfangen, vernünftiger zu essen.....vor allem viel Fleisch.....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Statistische Ungleichverteilung wird dem Phänomen nicht gerecht dass wir uns trotz der vielen Inkompatibilitäten trotzdem meistens ganz gut miteinander verständigen können jaki.

    Das liegt in unserem speziellen Fall vermutlich daran, dass wir beide eine gewisse Affinität für humorvolle Konversation und geschliffene Sprache aufweisen. Unsere individuellen Kulturen überschneiden sich in diesem Punkt. Aber nicht, weil wir beide deutsch oder europäisch sind, sondern weil ich ich bin und du du. :)


    Aus dem Spezialfall, dass wir beide relativ flüssig miteinander kommunizieren, lässt sich keine Allgemeingültigkeit ("Deutsche können mit Deutschen am besten") ableiten ... man bedenke z. B., wie kläglich meine Kommunikation mit dem Substituten stets scheitert, obwohl er ja mindestens genauso deutsch ist wie ich ...

    Kurz, ich bin fast so wie der Techniker ...

    Was für sich gesehen ja noch nicht als schwerwiegendes Verbrechen einzustufen ist ... ;)

    "Jetzt ist aber mal gut !" Zustimmendes Gebrumm...

    So sind wir.

    Ja, genau, wie ein anderer Deutscher postwendend bestätigt:

    Lol, ich hätte nie gedacht, dass du solch einen Zaunpfahl im Allerwertesten hast, dass dir sogar Lachen im Bus unangenehm ist.

    Ich sehe im öffentlichen Zusammenleben keinen Konsens, der eine grüßt auf der Straße, der andere prescht mit gesenktem Kopf an einem vorbei, der eine trägt Anzug, der andere Jeans, der nächste Trainingsanzug, der eine verhält sich im Bus so, wie du es Deutschen im Allgemeinen zuschreibst, der andere (Deutsche) blökt laut in sein Handy, der eine beginnt im Zug eine Konversation, der andere vergräbt sich demonstrativ in seine Zeitung, Fußballfans machen ohrenbetäubenden Lärm und kippen Bier über die Sitze usw. ...

    Wie ich schrieb, sind nicht innerhalb aller Länder und Gruppen alle Verhaltensweisen gleich häufig, was ich als "statistische Ungleichverteilung" beschrieb, aber mehr als diese graduellen Unterschiede sehe ich nicht. :)

  • Das ist richtig, aber nicht vollständig. Die Grundlage der Verständigung ist eben auch dieses ominöse "Benehmen" und davon sind wir nun mal durch unsere Umgebung geprägt und nennen es Kultur und reagieren entsprechend aufeinander - da kann im Grundgesetz stehen was will.

    Es ist immer noch nicht vollständig; es fehlt noch die Sprache. Wer in die Gesellschaft bei uns integriert sein will, muss die Gesetze achten (nicht so sehr das Grundgesetz; das ist eine Handlungsanweisung für die Staatsmacht), die Sprache erlernen und gewisses "Benehmen" haben. Wobei letzteres das interessantere Thema ist: Was ist dem Zeitgeist unterworfen oder entbehrlich, was gilt uneingeschränkt.

  • […] Kontrolleure, die […]

    […] im Linienbetrieb verkehrende Fahrzeuge des ÖPNV betetreten, kontrollieren für gewöhnlich alle Fahrgäste ausnahmslos und ohne Ansehen der Person, deren Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder ethnischer Herkunft… dass diese Fahrkartenkontrolle bei den Personen, die so tun, als hätten sie nicht verstanden, wonach sie gefragt wurden, oder die eine halbe Stunde lang sämtliche Taschen ihrer Kleidung (und die des Sitznachbarn) durchsuchen, um einen gültigen Fahrtausweis zu finden, zeitaufwendiger sind, ist keiner "rassistischen" Motivation zuzuschreiben.

  • […] im Linienbetrieb verkehrende Fahrzeuge des ÖPNV betetreten, kontrollieren für gewöhnlich alle Fahrgäste ausnahmslos ....

    In Taka Tuka Land vielleicht. Ich habe es mehrfach mitbekommen, dass Kontrolleure gezielt nur bestimmte Fahrgäste nach Fahrscheinen fragten. Du solltest öfter Zug fahren.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Lol, ich hätte nie gedacht, dass du solch einen Zaunpfahl im Allerwertesten hast, dass dir sogar Lachen im Bus unangenehm ist.

    Ich fand das Beispiel auch etwas befremdlich...also schon deshalb, weil Lachen ja nicht gegen das GG verstößt und ich eher ein Typ bin, der das lustig finden würde.

    War wohl eher ein Vergleich, der min. zwei Krücken braucht, um das Hinken zu verbergen. ;)


    mfg

  • Wie wäre es mit einem Autofahrer, der seinen Aschenbecher aus dem Fenster kippt?

    So etwas wollte ich nicht nehmen, denn es ist ganz offensichtlich Arschlochverhalten. :/



    Aus dem Spezialfall, dass wir beide relativ flüssig miteinander kommunizieren, lässt sich keine Allgemeingültigkeit ("Deutsche können mit Deutschen am besten") ableiten ... man bedenke z. B., wie kläglich meine Kommunikation mit dem Substituten stets scheitert, obwohl er ja mindestens genauso deutsch ist wie ich ...

    Nunja, nachdem ich so offensichtlich an Dio und Gunny gescheitert bin - und letztlich auch an Dir - muss ich nochmal darüber nachdenken wie ich mich verständlich ausdrücken kann. =O ;)


    und gewisses "Benehmen" haben. Wobei letzteres das interessantere Thema ist: Was ist dem Zeitgeist unterworfen oder entbehrlich, was gilt uneingeschränkt.

    Ein kleines Bisschen Hoffnung bleibt aber immer. ;)

  • Da der Threadtitel darauf hinweist, dass es hier auch um Traditionen (und damit um den lebendigen Umgang mit Traditionspflege) geht:


    Bereits im Januar schrieb ich in diesem Thread, dass […]

    […] die im heutigen Alltag "gelebte Kultur" weiterhin auf einigen tiefverwurzelten Traditionen [gründet], die ihrerseits von wachsenden Teilen der Gesellschaft zu gern mit Füßen getreten werden - und die (diese besagten Traditionen nämlich) innerhalb der letzten Jahrzehnte (im Sinne der jüngeren Generationen also "seit Menschengedenken") zugleich starken Modifikationen - vor allem aber auch Umwertungen - unterworfen waren. […]

    Der lebhafte Ausbruch eines Ikonoklasmus bestätigt dies in erschreckendem Maße. Auch das Denkmal des "eisernen Kanzlers", das auf dem Geestrücken über den Hamburger Landungsbrücken die das Tor zur Welt ansteuernden Schiffe grüßt, steht zur Disposition… ausgerechnet der Pastor einer vor Jahren teilsekularisierten Kirche sähe die 1906 errichtete Statue lieber gstürzt…


    In popkulturdominierten Zeiten - und dank der technischen Möglichkeiten der Neuzeit - werden demnächst Denkmäler sowieso nicht mehr für die Nachwelt errichtet, sondern ähnlich der an Nahverkehrsbahnhöfen montierten "Infoscreens" und an Bushaltestellen aufgestellte "City-Light-Poster", die rasch wechselnde Motive anpreisen…

  • Genauso, dass man jetzt alle möglichen Straßen, angefangen bei Hindenburg bis hin zu irgendeiner kleinen Nazigröße, umbenennen will. […]

    "Öfter mal was Neues" ist halt das Motto der "Erneuerer"… schließlich ist es doch toll, wenn Stadtpläne neu gedruckt werden müssen, Anwohner sämtlichen Institutionen, Unternehmen etc. eine Adressänderung mitteilen müssen, selbst wenn sie nicht umgezogen sind, und sich irgendwann auch Taxifahrer nicht mehr zurechtfinden…


    Ich lese grad', dass im hessischen Schwalbach der Rudolf-Dietz-Weg dringend einen neuen Namen benötigt… dem Heimatdichter und Volksschullehrer wird zur Last gelegt, in der falschen Zeit gelebt zu haben, denn als er, längst pensioniert, 70 Jahre alt wurde, kamen die Nazis an die Macht, und der Senior trat auch noch in deren Partei ein!

  • Zitat

    Dietz hat eine Reihe antisemitischer Gedichte verfasst, war bereits während der Kaiserzeit Mitglied des Deutschbundes, einer Organisation der „völkischen Bewegung“

    Gibt es heute noch Taxifahrer ohne Navi?

  • Moderation:

    @ Dyl

    Das geht gar nicht. Absolut nicht.

    Ich kläre das und habe die Beiträge in den Adminbereich verschoben.


    Ich habe den Beitrag bereinigt und wieder hier platziert.

    Du bekommst dann eine PN.