Gesundheitswesen

  • Das Kosten für das Gesundheitswesen in Deutschland beliefen sich im Jahr 2017 auf 375,6 Milliarden EUR mit steigender Tendenz.

    Könnte man da nichts ändern? Wenn z. B. nicht so viele Hausärzte und Fachärzte ihr eigenes Süppchen kochen würden? Würden Polikliniken, wie es in der DDR war oder medizinische Gesundheitszentren wie in Dänemark, die Kosten nicht erheblich senken? Es wäre wohl ein Segen für ALLE wenn dieser Paradigmenwechsel forciert angegangen würde.

    Ich kenne da einige mit multiplen Krankheiten. Es ist ein Wahnsinn zu wie vielen diversen Fachärzten die rennen müssen.

    Auch könnte man, anstatt die kleinen Krankenhäuser zu schließen, hier auch Gesundheitszentren einzurichten?

  • Das Kosten für das Gesundheitswesen in Deutschland beliefen sich im Jahr 2017 auf 375,6 Milliarden EUR mit steigender Tendenz.

    Könnte man da nichts ändern? Wenn z. B. nicht so viele Hausärzte und Fachärzte ihr eigenes Süppchen kochen würden? Würden Polikliniken, wie es in der DDR war oder medizinische Gesundheitszentren wie in Dänemark, die Kosten nicht erheblich senken? Es wäre wohl ein Segen für ALLE wenn dieser Paradigmenwechsel forciert angegangen würde.

    Ich kenne da einige mit multiplen Krankheiten. Es ist ein Wahnsinn zu wie vielen diversen Fachärzten die rennen müssen.

    Auch könnte man, anstatt die kleinen Krankenhäuser zu schließen, hier auch Gesundheitszentren einzurichten?

    Du musst nicht die Gesamtkosten betrachten, sondern sorgfältig die Aufteilung dieser Kosten analysieren. Sowohl die Kliniken als auch die niedergelassenenen Ärzte stellen den geringsten Kostenfaktor im Gesundheitswesen dar. Zudem gliedern sich die Einnahmen über die Gesetzlichen Krankenkassen und die Privaten Krankenversicherungen ziemlich unterschiedlich auf. Bürokratiekosten, die Kosten für Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall und eben die Kosten für moderne Medikamente, die die Pharmafirmen mittels der Preisgestaltung beanspruchen, sind erheblich. Und es ist eben ein Unding, dass der Staat die Privatisierung der Kliniken gestattet hat. Die Gesundheitsfürsorge darf, wie auch die Pflege, keine Basis für die Erwirtschaftung von Profit sein. Das gesamte Sozialwesen gehört in staatliche Hand.

  • Dass die Gesundheitsfürsorge in staatliche Hand gehört meine ich auch. Aber 26 Prozent (98 Mill EUR Ärztliche Leistungen) ist für mich kein geringer Kostenfaktor.

    Das deutsche Gesundheitssystem ist das teuerste der Welt. Auf 1000 Einwohner kommen ca. 4,13 Ärzte. Ich frage mich wie effizient es ist, wenn man bedenkt, dass auf dem Lande Hausärzte fehlen und man bei Fachärzten lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss.

    Die Zahl der Kliniken soll von aktuell knapp 1.400 auf weniger als 600 sinken. Ich meine, wenn man in den kleinen Krankenhäusern Gesundheitszentren installieren würde, würden sowohl Kosten minimiert als auch die Effizienz enorm gesteigert. Durch ambulante Behandlungen in diesen Polikliniken mit Hausärzten, diversen Fachärzten- mit entsprechendem Equipment - würden sicherlich auch die Notaufnahmen in den Klinken wesentlich weniger in Anspruch genommen werden.

  • Das deutsche Gesundheitssystem ist das teuerste der Welt.

    Nicht einmal annähernd.

    Zitat

    In den USA fließen 17,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in das Gesundheitswesen; Deutschland liegt mit 11,3 Prozent auf Platz vier.

    https://www.sueddeutsche.de/ge…-nur-mittelmass-1.3903915


    Es gibt viele verschiedene Kritikpunkte, die allerdings mangels politischem Willen nicht gelöst werden.


    Das fängt bei der Homöopathie und weiteren nutzlosen Ausgaben an, zieht sich über mangelhafte Kontrolle der Kliniken, die Menge der Krankenkassen bis hin zu vorsätzlichem Betrug durch Ärzte, Klinikbetreiber und Gesundheitsdienstleister wie Physiotherapeuthen, Heilpraktiker und endet noch lange nicht bei überteuerten Arzneimitteln.

    „Fürchte nicht menschlich zu sein, fürchte, nicht menschlich zu sein.“

    (Manfred Hinrich)


  • […] Wenn z. B. nicht so viele Hausärzte und Fachärzte ihr eigenes Süppchen kochen würden […]

    Sind die Kosten des Gesundheitswesens nicht zu wesentlichen Teilen der pharmazeutischen Industrie, dem bürokratischen Aufwand, dem die Heilberufe unterliegen und der technischen Ausstattung geschuldet? Im übrigen ist die von Dir genannte Gesamtsumme der Aufwendungen für's Gesundheitsheits auf schlappe 4.000 Euro pro Kopf der Gesamtbevölkerung und Jahr 'runterzurechnen, das sind dann also keine 400,- monatlich. Was sollen Poliklinken daran einzusparen helfen?

  • […] die Notaufnahmen in den Klinken […]

    […] werden ja auch deswegen überlaufen, weil es den meisten Patienten zu lang dauert, beim Facharzt einen Termin zu bekommen… wenn der nämlich nämlich erst in mehreren Monaten stattfindet, die Krankheitsbeschwerden jedoch nicht so lang warten, bis sie sich äußern, bleibt nur die Inanspruchnahme der Notaufnahme.

    Im Übrigen verteilt sich die Ärztedichte in recht unterschiedlicher Verteilung über die Fläche - im ländlichen Raum mangelt es an Ärzten. Und in Ballungsgebieten (bis hinab zu Kreisstädten) gibt es ja Ärztehäuser, wo haus- und fachärztliche Versorgung gebündelt zu finden ist.

  • […] werden ja auch deswegen überlaufen, weil es den meisten Patienten zu lang dauert, beim Facharzt einen Termin zu bekommen… wenn der nämlich nämlich erst in mehreren Monaten stattfindet, die Krankheitsbeschwerden jedoch nicht so lang warten, bis sie sich äußern, bleibt nur die Inanspruchnahme der Notaufnahme.

    Im Übrigen verteilt sich die Ärztedichte in recht unterschiedlicher Verteilung über die Fläche - im ländlichen Raum mangelt es an Ärzten. Und in Ballungsgebieten (bis hinab zu Kreisstädten) gibt es ja Ärztehäuser, wo haus- und fachärztliche Versorgung gebündelt zu finden ist.

    Der Begriff Ärztehaus ist wohl nicht definiert. Ich möchte, dass Polikliniken auch im ländlichen Raum installiert werden. In denen möglichst viele Patienten schnell und kostengünstig ambulant behandelt werden können. Die vielen Einzelpraxen sind sowohl für den Patienten als ökonomisch nicht mehr zeitgemäß.

    Nur einige Vorteile:

    1.     Keine Wartezeiten auf Fachärzte.

    2.     Teure med. Geräte müssen nicht mehrfach angeschafft werden.

    3.     Die Arbeitnehmer müssten nicht viele Fehltage mit krankfeiern oder mit verplempern der Arbeitszeit um diverse Arztpraxen aufzusuchen.

    Sekundäre Wirkung: Mehr Menschen würden dann sicherlich eher aufs Land ziehen, wo genügend Wohnraum zu Verfügung steht. Der Wohnungsmarkt in den Städten könnte entlastet werden.

  • Wär's denn wünschenswert, wenn […]

    […] mehr Menschen […] aufs Land ziehen […]

    […] würden? Das bedeutete doch Zersiedelung, noch mehr Verkehrsaufkommen, die Kosten zur Bereitstellung der nötigen Infrastruktur würden ins Unermessliche wachsen, und die Anfahrtswege für Feuerwehr- und Notarzteinsätze würden sich ebenfalls verlängern, so dass bei Eintreffen am Einsatzort am Ende gar nicht mehr zu helfen ist…

  • Wär's denn wünschenswert, wenn […]

    […] würden? Das bedeutete doch Zersiedelung, noch mehr Verkehrsaufkommen, die Kosten zur Bereitstellung der nötigen Infrastruktur würden ins Unermessliche wachsen, und die Anfahrtswege für Feuerwehr- und Notarzteinsätze würden sich ebenfalls verlängern, so dass bei Eintreffen am Einsatzort am Ende gar nicht mehr zu helfen ist…

    Das ist mal wieder absoluter Blödsinn. Deutschland hatte die vernünftige Infrastruktur zwischen urbanen und ruralen Räumen. Die hat man in vielen Regionen verkommen lassen, indem man die Existenzgrundlagen auf dem Lande aabgebaut hat, alles in den Ballungsräumen konzentriert und so die Menschen zwingt, horrente Mieten zu bezahlen, sich umfassend abzocken zu lassen und dennoch auf Autos etc. angewiesen zu sein. Wenn man in den Bundesländern nur noch wenige Regionale Oberzentren hat, verlängern sich natürlich die Einsatzzeiten für Rettungseinsätze. Gottlob gibt es aber noch die Freiwillige Feuerwehr und Notärzte in den Orten. In Berlin, Hamburg oder München benötigen Notdienste eventuell mehr Zeit, um zum Patienten zu kommen als auf dem Lande, es sei denn, sie haben Hubschrauber zur Verfügung und aufnahmebereite Kliniken. Und auch in Kleinstädten läßt sich leben, wenn sie gut regiert werden.

  • https://www.sueddeutsche.de/ko…e-warteschleife-1.3710499


    https://www.bundesaerztekammer…he-aerztinnen-und-aerzte/


    Ich finde es nicht fair, wenn man ausländische Ärzte für das deutsche Gesundheitswesen abwirbt, die in ihren Herkunftsländern dringend benötigt werden.

    Dann sollte man vielleicht überlegen, ob man deutsche Ärzte nicht so bezahlt und vor allem auch die Arbeitsbedingungen in den Kliniken so gestaltet, dass sie nicht in die Schweiz oder nach Skandinavien auswandern.

    https://www.faz.net/aktuell/wi…elios-stark-16622924.html

    „Fürchte nicht menschlich zu sein, fürchte, nicht menschlich zu sein.“

    (Manfred Hinrich)


  • Dann sollte man vielleicht überlegen, ob man deutsche Ärzte nicht so bezahlt und vor allem auch die Arbeitsbedingungen in den Kliniken so gestaltet, dass sie nicht in die Schweiz oder nach Skandinavien auswandern.

    https://www.faz.net/aktuell/wi…elios-stark-16622924.html

    Ziemlich deutlich: faire Löhne schmälern den Gewinn.

    Hier zeigt sich überdeutlich,wohin die Privatisierung des Gesundheitswesens führt- Kohle,Kohle über alles,über alles in der Welt!!

    Das Gesundheitswesen sollte kostendeckend agieren,von Gewinnmaximierungsideen werden auch keine klar erkennbaren Defizite beseitig.Fraglich,ob die momentan handelnden Politiker überhaupt willens sind,diesem Zustand ein Ende zu bereiten (freie Marktwirtschaft und so...).

  • https://www.sueddeutsche.de/ko…e-warteschleife-1.3710499


    https://www.bundesaerztekammer…he-aerztinnen-und-aerzte/


    Ich finde es nicht fair, wenn man ausländische Ärzte für das deutsche Gesundheitswesen abwirbt, die in ihren Herkunftsländern dringend benötigt werden.

    Egal in welches Krankenhaus ich in Norwegen gehe, ich treffe ueberall deutsche Aerzte und deutsches Pflegepersonal.

    Warum wohl? I.d.R sind es die Arbeitsbedingungen in Deutschland wo jungel Aerzte weg treibt.

    Ach ja, Krankenhaeuser liegen bei uns alle in oeffentlicher Hand. Gewinnoptimierung mit Alten und Kranken duerfte es nicht geben.

  • Ach ja, Krankenhaeuser liegen bei uns alle in oeffentlicher Hand. Gewinnoptimierung mit Alten und Kranken duerfte es nicht geben.

    So sollte es ein. Alles andere macht keinen Sinn und verfehlt den Zweck den diese Einrichtungen erfüllen sollen.

  • Egal in welches Krankenhaus ich in Norwegen gehe, ich treffe ueberall deutsche Aerzte und deutsches Pflegepersonal.

    Und genau deswegen braucht Deutschland ja so dringend ausl. Fachpersonal.

    Ich lag letzte Woche für 3 Tage in einer Klinik, alles war chico... beim Pflegepersonal, bis auf eine Ausnahme rollte das R.

  • https://www.sueddeutsche.de/ko…e-warteschleife-1.3710499


    https://www.bundesaerztekammer…he-aerztinnen-und-aerzte/


    Ich finde es nicht fair, wenn man ausländische Ärzte für das deutsche Gesundheitswesen abwirbt, die in ihren Herkunftsländern dringend benötigt werden.

    Wenn Ärzte in den Heimatländern arbeitslos sind oder miserabel bezahlt sowie ausgebeutet werden, ist es schon vernünftig, ihnen hier Chancen zu bieten, um in ihrem Beruf weiter zu kommen. Jeder Staat trägt eben auch eine Verantwortung für seine Fachkräfte. Und jeder Mensch lebt nur einmal. Niemand dankt es, wenn man aus humanistischer Berufung Hilfe leistet und dafür im Elend lebt. Die Welt insgesamt muss verändert werden, wenn man die gravierenden Mißstände beseitigen will. Der Beginn dafür wären die Ausprägung einer globalen Sicherheitsstruktur, eine gezielte Abrüstung und Konversion des Militärisch-Industriellen-Komplexes sowie eine umfassende Kooperation aller Staaten, die guten Willens sind.

  • Mal zwei Zahlen zum Vergleich, Personalschluessel Pflegepersonal in Krankenhaeusern:

    Deutschland: 13 Patienten pro Vollzeitstelle.

    Norwegen: 4,4 " " "

    Trotzdem beschwert sich das Pflegepersonal in Norwegen. 8o


    Ich hatte nur zwei kuerzere Aufenthalte im Krankenhaus. Meine Erfahrungen, klingeln, auf 5 zaehlen, Pflegepersonal steht am Bett.


    Schliesslich zahlen wir ja insgesamt 6.8% fuer alle Sozialversicherungen. ||