Sollte das Bargeld in Deutschland abgeschafft werden?

  • […] ob man sich im Katastrophenfall lange an seinen Vorräten erfreuen kann […]

    […] hängt im Falle der Kühltruhe u.a. davon ab, ob die Stromversorgung aufrechterhalten bleibt… lt. der aktuellen Berichterstattung finden gegenwärtig übrigens Vorfelddebatten zur schrittweisen Abschaffung des Bargeldes statt, die Ein- und Zwei-Cent-Münzen sollen den Anfang machen, und in nicht allzu ferner Zeit genügt dann ein behördlicher oder hackerseitiger Tastenklick, und schon sorgt die digitalisierte Zahlungsunfähigkeit dafür, dass in zahlreichen Haushalten die bevorrateten Lebensmittel aufgetaut werden…

  • Die Preise bleiben mit Sicherheit. Es wird lediglich bei der Summe auf 5 Cent auf- oder abgerundet. Wenn man mit Karte zahlt, ändert sich gar nichts.

    Vor allem wird nicht bei jedem einzelnen Artikel gerundet, sondern erst an der Kasse. Man verliert oder gewinnt also maximal 2 Cent.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • […] Es wird lediglich bei der Summe auf 5 Cent auf- oder abgerundet. […]

    Es wird bestenfalls vorgeschlagen, dass man die Endsumme des Einkaufspreises in der vorgeschlagenen Weise auf- oder abrunden könne… erfahrungsgemäß läuft's dann eher auf eine Aufrundung hinaus, die ist dann ja einfacher zu verbuchen, und wenn eine zunehmende Anzahl der Kunden per Karte oder App bezahlt, dann wird's nicht lang dauern, bis eine Rundung auf volle Eurobeträge ja viel einfacher zu verbuchen sei, und dass mit der Einsparung von Nachkommastellen einen Beitrag für Stromersparnis und Klimaschutz leistete…

  • erfahrungsgemäß läuft's dann eher auf eine Aufrundung hinaus

    Erfahrungsgemäß? Das sind also deine Erfahrungen in Finnland, Belgien, Irland und Niederlande?

    die ist dann ja einfacher zu verbuchen, und wenn eine zunehmende Anzahl der Kunden per Karte oder App bezahlt, dann wird's nicht lang dauern, bis eine Rundung auf volle Eurobeträge ja viel einfacher zu verbuchen sei, und dass mit der Einsparung von Nachkommastellen einen Beitrag für Stromersparnis und Klimaschutz leistete…

    Au weia. Heute übertriffst du dich wieder selbst. :banana75::narren122::party:

  • … erfahrungsgemäß läuft's dann eher auf eine Aufrundung hinaus…

    Wir werden alle sterben - meine Güte, siehst du eigentlich nur komplett schwarz?


    Die Kosten für Bargeld belaufen sich im Handel derzeit pro Jahr zwischen 10-11 Mrd. Euro. Von mir aus kann der ganze Scheiß weg, wenn unsere Politik endlich mal ihre Hausaufgaben macht. Das fängt schon damit an, jede Banklizenz zwingend mit der Pflicht zur Bereitstellung kostenloser Basiskonten mit entsprechenden Parametern zu verbinden.

    Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen einer aufgeladenen E-Wallet, die es ermöglicht anonym zu bezahlen und Bargeld?

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • […] Die Kosten für Bargeld belaufen sich im Handel derzeit pro Jahr zwischen 10-11 Mrd. Euro. […]

    Vielleicht sollte man mal gegenrechnen, wie hoch die durch Bargeldumsätze erzielten Einnahmen des Handels sind - auch wenn sich unsere Kostenminimierungsfetischisten sagen, dass die künftige Alternativlosigkeit bargeldloser Zahlung die Kunden schließlich zwingt, ihre Einkäufe mit dem Anhang persönlicher Daten zu kombinieren, und sie doch gewiss ihre Konsumgewohnheiten beibehalten werden…

  • ... dass die künftige Alternativlosigkeit bargeldloser Zahlung die Kunden schließlich zwingt, ihre Einkäufe mit dem Anhang persönlicher Daten zu kombinieren, und sie doch gewiss ihre Konsumgewohnheiten beibehalten werden…

    Das ist Dummfug, denn es gibt etliche Möglichkeiten, elektronische Geldbörsen zu implementieren, die anonymes Zahlen weiterhin ermöglichen.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • […] nicht in der EU […]

    In der Tat verlockt die elektronische Geldbörse (das Konto), mal einen Blick hineinzuwerfen…die Pseudo-Anonymisierung spezieller Zahlungskarten, deren "Aufladung" halt über ein bankinternes Zwischenkonto erfolgt, und das insoweit mangels Weiterbelastung, weil das Kartenguthaben ja im Voraus eingezahlt werden muss, dürfte für die einkommensschwächeren Personenkreise keine Option sein, weil deren Liquiditätslage den Aufbau derartiger Reserven oftmals gar nicht zulässt.

  • .... weil deren Liquiditätslage den Aufbau derartiger Reserven oftmals gar nicht zulässt.

    ach, ist das so?

    Selbst ein Hartz IV-Empfänger kann problemlos zu Beginn des Monats 100€ auf eine Geldkarte laden. Das Geld ist ja nicht weg.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Mit der elektronischen Geldbörse hat das gar nichts zu tun, und pro Jahr knapp 1 Mio Kontoabfragen staatlicher Stellen stehen 35 Mio Schufa-Anfragen gegenüber ...

    Allerdings sind 90% der staatlichen Kontoabfragen überflüssige Schnüffelei in den Konton unbescholtener Bürger - der Großteil davon armer Mitbürger, die ALG II oder Grundsicherung beziehen.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Mit der elektronischen Geldbörse hat das gar nichts zu tun, und pro Jahr knapp 1 Mio Kontoabfragen staatlicher Stellen stehen 35 Mio Schufa-Anfragen gegenüber ...

    Es hat aber eine wesentlich größere Dimension. Die durchaus umstrittene Schufa- Abfrage sorgt dafür, dass der Gläubiger mit einiger Wahrscheinlichkeit sein Geld wiederbekommt. Und seinen Profit. Kontoabfragen gewähren einen Einblick in den tagesaktuellen Geldbestand. Die elektronische Geldbörse ermöglicht viel weitere Erkenntnisse, sprich Daten. Lebensweise, Bewegungsprofil, Hobby, Ernährungsweise, unerwünschte Verhaltensweisen (Auslandseinkäufe, Munitionseinkäufe...) und gefühlte 200 Dinge mehr. Und das lässt man sich heute entgehen? Wie war das eigentlich mit den Mautdaten, die aus welchem Grund auch immer für den Fall Rebecca verwendet worden sind? Sind Daten vorhanden, werden die auch genutzt.