Corona auf dem Weg um die Welt

  • Wo waren doch gleich? Ach so, dieser Virus. Und die Maßnahmen dagegen. Hier: Enteignungen.


    Wenn MVP beispielsweise die Anwesenheit auf dem eigenen Grundstück für Nicht- MVPler durch Verweigerung der Einreise für 14 Tage oder 14 Wochen oder 14 Monate nicht gestattet, dann wird ja keiner enteignet. Er kommt halt nur nicht hin und kann sein Eigentum für eine begrenzte Zeit nicht nutzen. Nutzt er das Eigentum gewerblich (das zu vermietende Ferienhaus als Alterssicherung) erleidet er Verluste. Aber das ist ja bundesweit so, weil derart Tourismus nun mal bundesweit nicht funktioniert. Dafür bekommt derzeit niemand auch nur einen Cent, jedenfalls nicht die kleinen Anbieter im Nebenerwerb. Wieso jemand aus Malchow (Brandenburg) seine Kolchose in Brietzig (MVP) nicht bestellen sollte (paar km über die Landesgrenze) entzieht sich allerdings meinem Verständnis. Oder sich dort nicht aufhalten sollte. Es gibt schlicht keinen sachlichen Grund dafür. Da ist rundum kein Mensch, auch nicht zu Ostern. Jetzt muss bestellt werden und selbst wenn dort nur privat auf 300 qm Gemüse wächst, muss jetzt gearbeitet und angepflanzt werden. Das kann man im Mai nicht mehr nachholen und es entsteht erheblicher Schaden. Das ist durchaus kein zu vernachlässigender Einzelfall. Entlang der Grenze der beiden Bundesländer leben eine ganze Menge Menschen, die das auf sehr unterschiedliche Weise betrifft. Wenn man die Küstenbereiche oder die touristische Region um die Müritz vor einem Besucheransturm schützen möchte, bitte sehr. Aber deswegen ein ganzes Bundesland abriegeln wie im Mittelalter? Mit Verhältnismäßigkeit hat dieses Gehabe der Küsten- Barbie jedenfalls nichts zu tun. Eigentümlicherweise haben sich darüber u.a. Linke und Grüne aufgeregt, also die Verbotsparteien schlechthin.

    Urteile werden zeigen, diese Anweisungen sind nicht durch das Recht gedeckt.

    In welcher Wohnung oder Haus, welche sich in meinem Eigentum befindet egal in welchem Bundesland, ich mich aufhalten möchte kann und darf mir nicht vorgeschrieben werden. Das obliegt meiner eigenen Entscheidung welches Eigentum ich benutze.


    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

  • Berlin hat

    Urteile werden zeigen, diese Anweisungen sind nicht durch das Recht gedeckt.

    In welcher Wohnung oder Haus, welche sich in meinem Eigentum befindet egal in welchem Bundesland, ich mich aufhalten möchte kann und darf mir nicht vorgeschrieben werden. Das obliegt meiner eigenen Entscheidung welches Eigentum ich benutze.


    :hut:

    Es geht nicht um die Frage des Eigentums, sondern darum, wo du dich aufhalten darfst oder nicht und ob der Gesetzgeber dir das vorschreiben kann.

    Dazu gibt es ein erstes Urteil in Bayern:

    https://www.biva.de/urteil-die…a-verordnung-ist-wirksam/

  • Urteile werden zeigen, diese Anweisungen sind nicht durch das Recht gedeckt.

    In welcher Wohnung oder Haus, welche sich in meinem Eigentum befindet egal in welchem Bundesland, ich mich aufhalten möchte kann und darf mir nicht vorgeschrieben werden. Das obliegt meiner eigenen Entscheidung welches Eigentum ich benutze.


    :hut:

    Guckstu mal § 17 Abs.7 Infektionsschutzgesetz- sieht 'n bisken was anderes vor.

    Leider/Gott sei Dank (je nach Standpunkt)

  • Urteile werden zeigen, diese Anweisungen sind nicht durch das Recht gedeckt.

    In welcher Wohnung oder Haus, welche sich in meinem Eigentum befindet egal in welchem Bundesland, ich mich aufhalten möchte kann und darf mir nicht vorgeschrieben werden. Das obliegt meiner eigenen Entscheidung welches Eigentum ich benutze.


    :hut:

    Ersteinmal darfst Du selbst auf "deinem Eigentum" nicht alles machen was Du willst. Vor und nach Corona.


    Das ist auch durch jedes Recht abgedeckt was ich irgendwo finden kann.


    Und mal ganz ehrlich, wenn ich sogar höre das Leute schon von Diktatur faseln wenn Sie ne Woche nicht unbedingt dort hin dürfen wo Sie Ihr privater, egoistischer Dickkopf gerne hintransportieren möchte... selten so gelacht wenn es nicht so traurig wäre.


    Und wenn man selbst unbedingt glaubt gesundheitlich der Highländer zu sein, sollte man mal an andere denken. Bei denen geht es nicht um Befindlichkeiten, sondern schlicht um Leben oder Tod.

    ( Wer Pathetik findet, darf Sie gerne behalten )

  • Urteile werden zeigen, diese Anweisungen sind nicht durch das Recht gedeckt.

    In welcher Wohnung oder Haus, welche sich in meinem Eigentum befindet egal in welchem Bundesland, ich mich aufhalten möchte kann und darf mir nicht vorgeschrieben werden. Das obliegt meiner eigenen Entscheidung welches Eigentum ich benutze.


    :hut:

    Das sehe ich ein bisschen anders - und ich bin als L&O- Verfechter bekannt :smilewinkgrin:


    Einerseits ist es einzusehen, dass man in einer solchen außergewöhnlichen Situation (die man nun mal als größte Bedrohung der Neuzeit ever eingeschätzt hat) auch außergewöhnliche Maßnahmen ergreifen muss. Ja, etliche davon sind vermutlich durch Gesetze nicht abgedeckt, weil keiner dachte, das so etwas mal kommen würde. Warum auch immer. Nun ist es da, jedenfalls scheint das eine Mehrheit so zu sehen. Man musste etwas tun, also Maßnahmen ergreifen. Und die sollten erforderlich, geeignet und angemessen sein. Andererseits: Bei genauerer Betrachtung sind sie das in vielen Fällen nicht, siehe mein MVP- Beispiel. Es ist vielleicht nicht mit geltendem Recht vereinbar, einen österlichen Run auf die Erholungsgebiete verhindern zu wollen - zumal es keine Gastronomie und keine Versorgungsmöglichkeiten oder Übernachtung gibt. Es ist erkennbar notwendig. Das kann man mal für ein oder zwei Wochen machen und damit auch die Wohnsitzverlagerung in diese Gebiete verhindern. So what? Inseln dito. Da wird der großstädtische Vorstadtbewohner halt mal 14 Tage nicht hinfahren und für 2 Monate nicht seinen Wohnsitz dorthin verlagern können. Dabei wird ja keinem was ernsthaft weggenommen. Auch die Folgeschäden fürs Eigentum sind erkennbar gering. Weshalb er nicht zum eigenen Ferienhaus in klar erkennbar nicht von der Tourismuswelle betroffene Gegenden soll, ist nicht ersichtlich. Und das trifft für viele gleichartige bzw. gleich wirkende Regelungen zu.

  • Meine Fresse, was Provo-Grau hier verlinkt hat, hat es echt in sich. Ich meine nicht die Statement der vier - wie heißen sie noch? - Oberdeppen, denn was die faseln, ist sowas von wurscht.


    Hingegen hat das Verhalten der AfD auf mich eine sehr zweifelhafte Wirkung, denn ich erkenne, was für ein schlechter Mensch ich bin, da mein erster Impuls der Wunsch war, es möge das Virus sie auf der Stelle umfallen lassen.


    Manchmal nützt ja wünschen was, bei Boris, als er noch der Leugner war, hab ich mir das auch gewünscht, und jetzt probiere ich es gerade bei Donald, dem Gelben :beten:



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Wenn ich mich in meinem Auto von Wohnung 1 nach Wohnung 2 begebe gefährde ich niemanden. Es werden auch keine Kontaktsperre durchbrochen. Das werden auch kommende Urteile so bestätigen.

    Man darf in einer Situation auch nicht absurdes Produzieren und über das Ziel hinaus schießen.

    Keiner kann dir untersagen dich auf deiner Yacht aufs Meer zu begeben.

    Also lasst mal alle die Kirche im Dorf.

    Es geht grundsätzlich darum keine weiteren Personen anzustecken. Diese Gefahr besteht bei einem Ortswechsel von Wohnung 1 nach Wohnung 2 eben nicht. Gefahr besteht bei Menschenansammlungen, Coronaparties in Wohnungen, Bordelle die weiter bedienen und genau hier muß auch durchgegriffen werden.

    Man kann es treiben aber auch übertreiben.


    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

  • Und wenn du dann von Wohnung 1 nach Wohnung 2 gefahren bist, was machst du dann dort? Bleibst du die ganze Zeit in deiner Hütte? Gehst du nicht raus? Einkaufen usw.? Weißt du, meine Tochter wohnt an der Ostsee. In einem Ort, der knapp 1.500 Einwohner hat und in dem sich in der Hauptsaison durchschnittlich 6.500 Touristen tummeln (Tagestouristen und Feriengäste). Wenn dort jetzt jeder mit seinem Partner und seinen Kindern in Wohnung oder Haus 2 einreitet - was meinst du wie voll es dort wird? Zum Beispiel in den zwei Supermärkten vor Ort. Der Ort ist nämlich mit Wohnung bzw. Häusern Nr. 2 reichlich gesegnet einschließlich Dauer-Wohnwagen auf dem Campingplatz - wie so viele Orte an der Küste.

    Ich finde dein Verhalten schlichtweg egoistisch.

  • Außerdem würde dieses Verhalten bewirken, dass die Straßen und Plätze voll sind sind und niemand beurteilen kann, warum die Leut´ unterwegs sind. Um die Sache einigermaßen unter Kontrolle zu haben, muss ein gewisser Stillstand eintreten, so dass nur wenige von hier nach da wechseln, die man (die Polizei) fragen kann, wohin sie unterwegs sind und warum.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Außerdem würde dieses Verhalten bewirken, dass die Straßen und Plätze voll sind sind und niemand beurteilen kann, warum die Leut´ unterwegs sind. Um die Sache einigermaßen unter Kontrolle zu haben, muss ein gewisser Stillstand eintreten, so dass nur wenige von hier nach da wechseln, die man (die Polizei) fragen kann, wohin sie unterwegs sind und warum.

    Nur passiert das ja gerade nicht, insgesamt gesehen. Wenn MVP, um mal beim Beispiel zu bleiben, generell an den Landesgrenzen abgeriegelt wird und das Betreten des Landes generell verboten wird, ist das ja das Gegenteil des gesetzlich gegebenen Rahmens. Das hat ja nichts damit zu tun, dass Polizei keine entsprechenden Kontrollen rechtssicher durchführen könnte. Die sind aber dort durchzuführen, wo es tatsächlich Probleme gibt. Und das ist nicht die Landesgrenze MVP - Brandenburg bei Kleinkleckersdorf und 50 km mit nichts rundrum. Als Beispiel zu sehen...

  • Wenn ich mich in meinem Auto von Wohnung 1 nach Wohnung 2 begebe gefährde ich niemanden. Es werden auch keine Kontaktsperre durchbrochen. Das werden auch kommende Urteile so bestätigen.

    Globale Regelungen treffen nun mal nicht besonders zielgenau. Und da sie kontrolliert werden (müssen), weil ein nicht unerheblicher Prozentsatz von Arschlöchern in der Bevölkerung ihr Leben nach dem Wendler-Song "Egal" ausrichtet, wäre es nahezu unmöglich, in einer derartigen Situation fein granulierte, fein abgestufte Regeln durchzusetzen. Die Überprüfung wäre unmöglich.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Ein Bekannter aus San Diego hat mir geschrieben, dass die Idioten dort auch Klopapier hamstern wie hier.

    Warum ausgerechnet Klopapier?


    Nebenbei erwähnte er, dass dort alle Trump dafür verantwortlich machen, dass Corona die USA so hart getroffen hat. Er wird wohl nicht wiedergewählt werden.

  • […] Warum ausgerechnet Klopapier? […]

    Wahrscheinlich, weil's einerseits, wenn verfügbar, kein tiefes Loch in die Haushaltskasse reißt, andererseits ist es zeitlich so ziemlich unbegrenzt lagerungsfähig - und dann erscheint die bloße Vorstellung, wie unangenehm es sei, keinen Nachschub im Haus zu haben, wenn das letzte Blatt verbraucht ist, dann doch den vorsorglichen Kaufimpuls zu wecken…


    Schon hierzulande ist höchst ungewiss, wann ungefähr, was man doch als normales Leben empfand, wiederanläuft… und San Diego, Millionenstadt in unmittelbarer Grenznähe und mit eher wüstenhaftem Hinterland könnte u.U. länger von der Versorgung abgeschnitten sein.

  • Und wenn du dann von Wohnung 1 nach Wohnung 2 gefahren bist, was machst du dann dort? Bleibst du die ganze Zeit in deiner Hütte? Gehst du nicht raus? Einkaufen usw.? Weißt du, meine Tochter wohnt an der Ostsee. In einem Ort, der knapp 1.500 Einwohner hat und in dem sich in der Hauptsaison durchschnittlich 6.500 Touristen tummeln (Tagestouristen und Feriengäste). Wenn dort jetzt jeder mit seinem Partner und seinen Kindern in Wohnung oder Haus 2 einreitet - was meinst du wie voll es dort wird? Zum Beispiel in den zwei Supermärkten vor Ort. Der Ort ist nämlich mit Wohnung bzw. Häusern Nr. 2 reichlich gesegnet einschließlich Dauer-Wohnwagen auf dem Campingplatz - wie so viele Orte an der Küste.

    Ich finde dein Verhalten schlichtweg egoistisch.

    Ob du Leute von Wohnung 2 oder 1 aus ansteckst spielt wohl keine grosse Rolle. Wohnung 2 koennte auch abgelegen liegen.

  • Wahrscheinlich, weil's einerseits, wenn verfügbar, kein tiefes Loch in die Haushaltskasse reißt, andererseits ist es zeitlich so ziemlich unbegrenzt lagerungsfähig - und dann erscheint die bloße Vorstellung, wie unangenehm es sei, keinen Nachschub im Haus zu haben, wenn das letzte Blatt verbraucht ist, dann doch den vorsorglichen Kaufimpuls zu wecken…

    Das ist doch total dumm. Den Hintern kann man sich auch mit Blättern, Altpapier oder einem feuchten Lappen abputzen.


    Wenn ich mal zum Hamster werde, konzentriere ich mich auf Konserven oder Combat Meals. Letztere sind auch nach 50 Jahren noch essbar.