Corona auf dem Weg um die Welt

  • gun0815

    Deinen Beitrag #886 kann ich nicht einordnen.

    Wie ist das gemeint?

    Falsch verstandene Tierliebe etwas ironisch verbrämt? ;)


    Liebt man Tiere/Hunde, wenn man sie in der eigenen Wohnung einsperrt und nicht artgerecht hält?


    Ich bin nun mal ein Bursche, der Natur und die in ihr leben den Wesen mag.

    Wer aber Tiere wirklich liebt, der sperrt sie nicht ein.


    Jeder muß das für sich entscheiden. Ich mag nur Menschen nicht, die Tiere als Spielzeug, Statussymbol oder aus falsch verstandener Tierliebe quält.


    Natürlich alles mit einem zwinkern...überlegen sollte jeder selbst, wie betroffen er ist und ob das, was er macht, wirklich Tierliebe ist.


    mfg

  • Das war damals normal, zumindest in den ländlichen Gebieten. Stichwort Wohnstallhaus in den jeweiligen regionalen Ausprägungen. Es ist nicht bekannt geworden, dass das jemals unmittelbarer Ausgangspunkt oder Verbreitungsschwerpunkt tatsächlicher breit tödlicher Wellen war. Ganz im Gegenteil. Weil das jahrhundertelang so praktiziert wurde, ergaben sich höhere Grundimmunitäten in diesen Regionen. Und dabei ging es - natürlich - vorrangig um Nutztiere.


    Bei den heutigen Haustieren verhält sich die Sachlage doch ganz anders. Ausnahmen bestätigen die Regel, wie immer. Die hygienischen Bedingungen sind völlig andere. So ein Hund trifft, zumindest in ländlichen Regionen, nur auf Hunde von Herrchen oder Frauchen, die sich ohnehin begegnen oder gar paarweise Gassi gehen, weil sie es immer getan haben. Ein Zusammentreffen mit anderen Tieren ist nahezu ausgeschlossen bzw. eine Aufnahme des Virus unwahrscheinlicher als für den Menschen bei seinen notwendigen Gängen (Supermarkt, Arzt...). Das Haustierbashing ist in diesem Fall sachlich unbegründet. Aber ein gutes Beispiel, wie Corona auf breiter Front dazu missbraucht wird Dinge durchzusetzen, die man persönlich schon immer mal so haben wollte.

    Dieter, ich kenne mich aus.

    Die Historie ist mir bewußt und wenn ich mal eine Anspielung mache, dann nimm es so, wie du willst.


    Meine Ansichten sind nicht immer mit denen der Tierliebhaber konform.

    Aber ich bin ja auch ein Fan von der Wiederkehr der Wölfe und von artgerechter Haltung unserer Nahrung.


    mfg

  • Fällt dir dazu wirklich nichts ein? Also mir schon. Betriebe, die schon lange am Untergehen waren, finden jetzt in Zeiten von Corona das lang ersehnte Rettungsloch. Sogar ganze Industriezweige. Menschen, die nicht ganz uneigennützig nach Globalisierung geschrien hatten, finden sie jetzt mehr so sexy, Kaufen aber Schutzmasken weiterhin in Asien und China ein. Jaja, die Macht des Faktischen. Jeder darf sich selbst und für die, die es nicht können Läppchen zusammennähen. Um dann auf Grund immer noch geltender Richtlinien den Abmahnanwalt an der Tür zu haben. Warum eigentlich sind Masken sonst zertifiziert? Mal gar nicht zu reden von den sonst hochgespülten Gedanken, die eigentlich längst Geschichte sind.

    Abgesehen von dem verschwörungstheoretischen Inhalt - eine Antwort auf

    Zitat

    Das Haustierbashing ist in diesem Fall sachlich unbegründet. Aber ein gutes Beispiel, wie Corona auf breiter Front dazu missbraucht wird Dinge durchzusetzen, die man persönlich schon immer mal so haben wollte.

    war das nicht.

    Wieso ein Abmahnanwalt auftreten soll, wenn jemand in Nachbarschaftshilfe für andere einen Mundschutz näht, ist mir nicht klar - es sei denn, er verkauft die als FFP-zertifiziert. Und ja, Schutzmasken werden jetzt in China eingekauft, weil es die anderswo nicht gibt. Ich hoffe, dass man entsprechend aus der Corona-Krise lernt. Wie ich schon mehrfach gesagt habe: Dinge, die für die Daseinsvorsorge erforderlich sind, neu definieren und von der Globalisierung ausnehmen.

    Und dann der okkulte Hinweis auf die "sonst hochgespülten Gedanken" ... damit kann ich jetzt wieder nichts anfangen. Meine Phantasie ist halt beschränkt.

  • Die Bundesregierung befuerchtet, dass in der Corona-Krise der "Judenhass" noch weiter erstarken koennte - als "Virus-Antisemitismus." Fuer die verstaerkte Antisemitismusforschung stellt des Ministerium fuer Bildung- und Forschung in den naechsten 4 Jahren insgesamt 12 Millionen Euro zur Verfuegung, wie Ministerin Karliczek lt. tagesschau de. ankuendigte.

    https://www.tagesschau.de/inla…RoSRN_DWtHDpSM3TLY9YlZFy4


    Glauben die Ministerin und Felix Klein tatsaechlich, so den Antisemitismus bekaempfen zu koennen.?

    Ich wuesste die Gelder in der Corona- Krisenzeiten besser angelegt. Ich wuensche jedenfalls viel Erfolg bei der Forschung.

  • Abgesehen von dem verschwörungstheoretischen Inhalt

    … auf was genau bezieht sich der?


    Und ja, Schutzmasken werden jetzt in China eingekauft, weil es die anderswo nicht gibt. Ich hoffe, dass man entsprechend aus der Corona-Krise lernt. Wie ich schon mehrfach gesagt habe: Dinge, die für die Daseinsvorsorge erforderlich sind, neu definieren und von der Globalisierung ausnehmen.

    Und dann der okkulte Hinweis auf die "sonst hochgespülten Gedanken" ... damit kann ich jetzt wieder nichts anfangen. Meine Phantasie ist halt beschränkt.

    Jede Firma, die Schnittmaschinen und Nähmaschinen rumstehen hat, könnte diese derzeit gefragten 08-15 Masken ohne Zertifizierung herstellen. Wir haben sogar noch Fabriken, die dafür notwendige Stoffe produzieren könnten. Und paar LKW fahren auch noch. Machen die aber nicht. Warum jetzt genau eigentlich? Man sollte doch meinen, die wissen, was sie tun?


    Und was sollen das denn für Daseinsfürsorgeprodukte sein, die von der Globalisierung ausgenommen werden sollten? Beatmungsgeräte ohne Bauteile aus dem Ausland? Arzneimittel nur aus Eigenproduktion? Schlauchboote aus eigener Produktion mit Motoren für die nächste Hochwasserkatastrophe? Notstromaggregate aus eigener Fertigung nebst Reserve? Meinst du in der Tat, irgendeine Firma (oder meinetwegen der Staat) stellt künftig dieses Zeugs her, wenn es nicht zu weltmarktkonformen Preisen produziert werden kann?


    Was die sonst so hochgespülten Gedanken betrifft: Du hast schon mal die Presse gelesen? Da gab es fast nichts, was nicht im Namen der Krise gefordert wurde. BGE, besonders Anfällige einsperren, gemeinsame Schuldenhaftung in der Eurozone, eine europäische Regierung, Aus des Föderalismus, Transformation der Gesellschaft, Grenzen zu, mehr oder weniger Globalisierung, Schluss mit Fernreisen, Entschleunigung...

  • Arzneimittel nur aus Eigenproduktion?

    Zum Beispiel. Jedenfalls die lebenswichtigen.

    Schlauchboote aus eigener Produktion mit Motoren für die nächste Hochwasserkatastrophe?

    Jetzt wird's albern.


    Beatmungsgeräte, Notstromaggregate und deine Schlauchboote müssen nicht einmal aus deutscher Fertigung sein. Aber im Notfall sollen halt genügend vorhanden sein. Und Verbrauchsgüter wie zum Beispiel Schutzkleidung muss in Fällen wie der jetzigen Krise eben in ausreichender Menge auch im eigenen Land produziert werden können.

    Ich hoffe, man lernt aus der Krise, dass medizinische Versorgung über den Alltag hinaus ein Wert an sich ist, und dass man nicht den neoliberalen Geiern folgt und ein Krankenhaus nach dem anderen dicht macht. Selbst wenn die Gesundheitskosten keine 10%, sondern von mir aus 15% des BIP ausmachen.

    Du hast schon mal die Presse gelesen?

    Ach je, die Presse ... Ich kann gern mit dir über einzelne Dinge diskutieren, aber nicht über dieses Sammelsurium an Halbgewalktem.

  • […] Jede Firma, die Schnittmaschinen und Nähmaschinen rumstehen hat, könnte diese derzeit gefragten 08-15 Masken ohne Zertifizierung herstellen. Wir haben sogar noch Fabriken, die dafür notwendige Stoffe produzieren könnten. Und paar LKW fahren auch noch. Machen die aber nicht. […]

    Erstens ist die Schutzwirkung derartiger 08/15-Masken gleich Null, zweitens bräuchte man für Fertigung, Verpackung, Versand, Verteilung derartiger Behelfs-Maskerade auch einiges an Personal - und es müsste eine Unmenge an Verträgen zwischen unterschiedlichsten Unternehmen geschlossen werden, die ihrerseits einen Haufen Verbindlichkeiten mit sich bringen… nehmen wir mal an, es würde eine flächendeckende Masken-Tragepflicht beschlossen werden, dann bräuchte man allein in Deutschland mehr als 80.000.000 für den Anfang und mindestens täglich dieselbe Menge wieder und wieder, schließlich schützen die Masken im tatsächlichen Bedarfsfall sicher nur einen stark begrenzten Zeitraum… in derselben Menge wären auch noch Einweghandschuhe bereitzustellen, und wenn ich daran denke, als welches Problem schon die weitaus geringere Anzahl von Einwegtrinkhalmen und coffee-to-go-Bechern oder Nespresse-Caps angesehen wurde…

    die von Dir genannten unterbeschäftigten Lkws müssten diesen künftigen Müllberg dann noch in Rekordzeit an sämtliche Haushalte - bzw. an behördlich zu organisierende örtliche Verteilerstellen (mit freiwilligen oder verpflichteten Helfern) deutschlandweit ausliefern.

    Und bei Ausgabe dieser "Hilfsgüter" beschleunigt sich dann wieder die Ausbreitung der Infektionen…

  • Jetzt wird's albern.

    Das ist nicht albern, sondern eine Frage des Grundverständnisses. Kein Land legt sich 400.000 Beatmungsgeräte in irgendein Lager, weil es sie vielleicht in 30 Jahren mal für Verona brauchen könnte. Oder hortet im THW- Ortsverband 40 Schlauchboote. Weil da irgendwo Wasser ist. So läuft das nun mal nicht. Nicht mal bei der von dir genannten Schutzausrüstung. Auch die kann nur in geringem Umfang gelagert werden und deren autonome Herstellung bei schnell wachsenden Bedarfszahlen ist hier nur bedingt möglich. Dazu müsste sich die gesamte Lieferkette im Inland befinden und in jedem erdenklichen Katastrophenfall / Krisenfall auch funktionieren. Das ist glatt illusorisch und rein praktisch nicht mal näherungsweise zu erreichen. Da wird nämlich ganz schnell fast alles an produzierender Industrie systemrelevant. Nur zur Erinnerung: Vieles davon haben wir aus dem Land getrieben.

  • […] Wir sind trotzdem nicht in der Lage, auch nur 20 Millionen davon am Tag über einen längeren Zeitraum zu produzieren. […]

    Eben, eben. Dann kann man sich doch besser gleich daran machen, besser die zertifizierten Schutzmasken für's Klinikpersonal und andere Personenkreise mit tatsächlichem Bedürfnis nach derartiger Schutzausrüstung zu produzieren. Das technische Know-how wenigstens sollte in einigen Betrieben doch vorhanden sein.

  • Eben, eben. Dann kann man sich doch besser gleich daran machen, besser die zertifizierten Schutzmasken für's Klinikpersonal und andere Personenkreise mit tatsächlichem Bedürfnis nach derartiger Schutzausrüstung zu produzieren. Das technische Know-how wenigstens sollte in einigen Betrieben doch vorhanden sein.

    Es hängt ja nicht am Know-how. Auch in Zeiten der Globalisierung wird Produktionskapazität für "Friedenszeiten" aufgebaut. Das Produktionsvolumen ist nicht einfach mal schnell um 500% steigerungsfähig. Erstens nicht, weil die Produktionsstätte so was nicht hergibt. Niemand stellt sich eine Produktionslinie hin, deren Kapazität bis zur endgültigen Abschreibung nur zu 20% ausgelastet wird. Zweitens werden ja auch Rohstoffe und Vorprodukte gebraucht. Für deren Herstellung gilt das auch. Das ist ganz schön viel, was da verstaatlicht bzw. hier erst mal wieder aufgebaut werden soll. Aber was weiß ich schon. Vielleicht machen wir das wie von uns Uschi favorisiert: Wir geben 25 Mrd aus und hebeln die auf 100 Mrd. Prima Plan.

  • […] Vielleicht machen wir das wie von uns Uschi favorisiert: Wir geben 25 Mrd aus und hebeln die auf 100 Mrd. Prima Plan.

    Ich nehme an, Du spielst auf EU-Kommissionschefin von der Leyen an, die da Großes vorhat, was den großzügigen Griff in die Taschen der EU-Beitragszahler betrifft… naja, für konrete Pläne zur geeigneten Exit-Strategie ist's wohl noch zu früh, schließlich kann man auch erst einmal abwarten, ob der Bürger sich nicht an die derzeitigen Einschränkungen gewöhnt…

  • Ich nehme an, Du spielst auf EU-Kommissionschefin von der Leyen an, die da Großes vorhat, was den großzügigen Griff in die Taschen der EU-Beitragszahler betrifft… naja, für konrete Pläne zur geeigneten Exit-Strategie ist's wohl noch zu früh, schließlich kann man auch erst einmal abwarten, ob der Bürger sich nicht an die derzeitigen Einschränkungen gewöhnt…

    der Bürger ist nicht das Kriterium der politischen Entscheidungen, davor kommt erst die Wirtschaft, deren Aufschwung nach der Krise zu schern ist.

  • Erstens ist die Schutzwirkung derartiger 08/15-Masken gleich Null,

    Das eben glaub ich nicht, die Wirkung ist schon durch das sichtbare Bewusstsein des Ausnahmezustands gegeben, sondern auch, weil sich die Leute sich beim Tragen einer Maske nicht mehr dauernd ins Gesicht fassen - die Augenreiben, in der Nase bohren, beim Umblättern von Papier an den Fingern lecken, und was man sonst so alltäglich beobachten kann.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Das ist nicht albern, sondern eine Frage des Grundverständnisses. Kein Land legt sich 400.000 Beatmungsgeräte in irgendein Lager, weil es sie vielleicht in 30 Jahren mal für Verona brauchen könnte. Oder hortet im THW- Ortsverband 40 Schlauchboote. Weil da irgendwo Wasser ist.

    Ich nehme mal an, die Bundeswehr hat mehr als 40 Schlauchboote. Und ich habe den Eindruck, in der Vergangenheit hat der Schutz der Bevölkerung ganz gut geklappt, wenn "irgendwo Wasser" war.


    Wir haben meines Wissens 24.000 Krankenhausplätze mit Betamungsgeräten und sind damit noch ganz gut versorgt. Wenn es mehr wären, hätten die Maßnahmen ("flatten the curve") vielleicht nicht so rigoros ausfallen müssen. Ein größeres Problem scheint mir aber der Mangel an Pflegepersonal und Schutzkleidung zu sein.


    In einer derart globalisierten Welt ist die Wahrscheinlichkeit von Pandemien nun einmal groß, da muss man auch auf schlimme Ereignisse einigermaßen vorbereitet sein.

  • Ich nehme mal an, die Bundeswehr hat mehr als 40 Schlauchboote. Und ich habe den Eindruck, in der Vergangenheit hat der Schutz der Bevölkerung ganz gut geklappt, wenn "irgendwo Wasser" war....

    Hoffen wir das mal...:)...


    Das Problem ist das alles, aber auch alles seit ein paar Jahren von irgendwelchen BWL Fuzzis bestimmt wird, bzw. werden kann weil halt alles lean, just-in-der time etc. pp. ist. Zeit und andere Puffer sind für die Megaout. Vom Gesundheitssystem bis zum öffentlichn Nahverkehr. Die Zahlen stimmen und alles muss schön auf Kante genäht sein.

    On top diesen Schlamassels haben wir die Kaste von gegeelten Großuhrtragenden Smarties die den Konzernen erzählen was deren Kernkompetenzen sind, sprich natürlich nur in den von Ihrer abgesteckten vertraglichen Arbeitsperiode. Inklusive des Verschacherns von nationalen Schlüsseltechnologien. Können wir ja dann später aus China wieder zukaufen. Hauptsache die Investoren und Börsianer freuts.


    Und wäre der "Russe" noch an der Elbe, hätten wir auf sicher die Lager voll, von Unerbüxen aus Bielefeld bis zur Berliner Senatsreserven an NSU Fahrrädern und den ollen Gurken des THW womit Großvaddi noch die Schwarzmarkthändler anno 1948 hat aufsitzen lassen.