Karl Marx und alles, was dazu gehört

  • Wenn ein Autor so fürchterlich "mißverstanden" wird, dass seine "menschenfreundlichen" Thesen Unfreiheit und Mangelwirtschaft zur Folge haben, ....................

    Über Glauben kann jeder diskutieren, zur Diskussion über Gesellschaftswissenschaften bedarf es zumindest der Grundkenntnisse und einer realistischen Reflexion der Zustände in der Gesellschaft. Wenn der Sozialismus in einem der fortgeschrittensten Staaten der Erde zur Macht gekommen wäre, hätte es weder Unfreiheit oder Mangelwirtschaft gegeben. Allerdings hätte dieser Staat eine Größe haben müssen, die die Einwirkungen auf seine Wirtschaft durch die ihm dann naturgemäß feindlichen konterrevolutionären Regimes neutralisieren hätte können.

  • Was natürlich der Aufreger bei Kuddel Marx war das diese "Proleten", falls bewaffnet eben nicht mit Hurra nach vorn ins Feuer laufen, sondern eben nach hinten das Feuer eröffnen sollten. Diese Vorstellung war natürlich in den Augen der, wie User Grau es ausdrückte, englischen "Demokraten" zu Pferde die ja meist ziemlich weit hinten standen extremely shocking.....

    ...und eine irgendwie logische Konsequenz der Aufklärung. Es hat zwar wie auch in der amerikanischen Verfassung noch nicht für die Frauen und Farbigen oder gar die Sklaven gereicht, denn eigentlich war die nur für weiße Männer geschrieben, aber mit der Zeit hat sich das ja auch da gegeben. Und dass hat sich auch in den USA nicht ohne große Opfer von Proleten in der Arbeiterbewegung gegeben. Immerhin geht die amerikanische Verfassung heute noch so weit, dass wenigstens alle Proleten bewaffnet sind. ^^

  • Und eine Revolution findet nur gesetzmäßig statt, wenn die Evolution der Gesellschaft versagt.

    Da gebe ich dir Recht. Marx hielt jedoch nichts von diesem Prinzip. Er wollte willkürlich seine eigene Revolution starten.


    Er tat das, was alle Verbrecher tun die zur Macht streben. Er separierte die Menschen und hetzte eine Gruppe gegen die andere auf.

  • ...und eine irgendwie logische Konsequenz der Aufklärung. Es hat zwar wie auch in der amerikanischen Verfassung noch nicht für die Frauen und Farbigen oder gar die Sklaven gereicht, denn eigentlich war die nur für weiße Männer geschrieben, aber mit der Zeit hat sich das ja auch da gegeben. Und dass hat sich auch in den USA nicht ohne große Opfer von Proleten in der Arbeiterbewegung gegeben. Immerhin geht die amerikanische Verfassung heute noch so weit, dass wenigstens alle Proleten bewaffnet sind. ^^

    Nur ist diese Bewaffnung in keiner Weise geeignet, um eine siegreiche Revolution umzusetzen. Die herrschende Macht in den USA würde nicht zögern, Revolten mit geballter militärischer Überlegenheit niederzuschlagen.

  • ........... was alle Verbrecher tun die zur Macht streben. Er separierte die Menschen und hetzte eine Gruppe gegen die andere auf.

    Dieses Prinzip ist keine Marx´sche Erfindung. Es ist seit dem "ersten gesellschaftlichen Mehrprodukt" die Regel des Machtstrebens!

  • Damals mag Marx recht gehabt haben, aber ihn noch heute zum Maß ökonomisch-sozialen Denkens zu machen, halte ich für absurd.

    Die selbe Frage stellt sich aber doch auch beim Christentum,auf dem Sektor Humanismus/Nächstenliebe usw.

    Da sind inzwischen die honorigen Christen auch -unter vielem anderen -zu Massenmördern verkommen.Welchen Maßstab legen wir da an??

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Rassismus und Demokratiedefizite haben nur wenig miteinander zu tun. Während der Skaverei gab es Demokratie zwar nur für Weiße, aber das war ein temporärer Zustand. Auch die Nachfahren der Natives bekommen heute zahlreiche Vergünstigungen, zum Beispiel bezahlt der Staat ihr Studium.

    Na aber Hola die Waldfee. Der Rassismus hat natürlich imanent etwas mit einer Staatsform zu tun wenn er Gesetzlich verankert ist. Damit führt er, wie in den USA ( wo es genau das bis in die 1960er jahre gab ) eine Demokratie ad absurdum.

    Und besagte Vergünstigungen wurden wann eingeführt ?

    Naja, unter den Freunden des Karl Marx war Antiamerikanismus schon immer en vogue.

    Der kapitalistische Dschungel USA scheint sie schwer traumatisiert zu haben.

    Also, nicht das mich solche rethorischen Rückzugsgefechte an irgendwas und jemanden erinnern, aber...

    Dass Hundertausende von Amerikanern sterben mussten, um Deutschland von Hitler zu befreien, interessiert heute anscheinend niemanden mehr.

    .. es scheint den nicht nur den hier verorteten Kommunismusknechten ganz ordentlich was traumatisiert zu haben.....

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Sie haben viel mehr Angst vor einer marxistischen Regierung, die ein Garant dafür wäre, dass ihre schöne Großmacht das gleiche Schicksal ereilt, wie einst die stolze Sowjetunion.

    Darum wählen sie ja auch die Freiheit auf eine Krankenversicherung zu verzichten oder es ganz toll finden, wenn der Arbeitgeber sie krankenversichert und wenn der Job weg ist, ist dann auch die Krankenversicherung weg. Wer auf solche Art Freiheit steht, braucht wirklich keine Angst vor dem Kommunismus zu haben. :c'mon:

  • Darum wählen sie ja auch die Freiheit auf eine Krankenversicherung zu verzichten ...

    Ja, das ist gerade für junge, gesunde Menschen attraktiv. Dann haben sie mehr Geld in der Tasche zum ausgeben. Wer eher der ängstliche Typ ist, der kann eine freiwillige Krankenversicherung haben. Die Kosten sind etwa so hoch wie hier, bei gleichen Leistungen.

  • Sie haben viel mehr Angst vor einer marxistischen Regierung, die ein Garant dafür wäre, dass ihre schöne Großmacht das gleiche Schicksal ereilt, wie einst die stolze Sowjetunion.

    Die einst stolze UdSSR ist noch lange nicht am Ende. Russland hat ihr Erbe angetreten und sie haben fast alle Ressourcen, die ein erfolgreicher Staat benötigt, sind bei weitem nicht annähernd verschuldet, wie die USA.

  • Darum wählen sie ja auch die Freiheit auf eine Krankenversicherung zu verzichten

    Nachtrag: hinsichtlich der Corona-Sache wird wohl der Staat einspringen müssen, denn es kann durchaus sein, dass viele behandelt werden müssen, die weder Krankenversicherung noch Geld haben.

  • Die einst stolze UdSSR ist noch lange nicht am Ende. Russland hat ihr Erbe angetreten ...

    Dass Russland und besonders sein Diktator Putin immer noch eine Bedrohung für den Westen darstellt, ist mir durchaus bewusst.

    Den Verantwortlichen der NATO aber auch, was ich sehr begrüße.

  • Dass Russland und besonders sein Diktator Putin immer noch eine Bedrohung für den Westen darstellt, ist mir durchaus bewusst.

    Den Verantwortlichen der NATO aber auch, was ich sehr begrüße.

    Putin muss niemanden bedrohen, sein Reich ist ausreichend groß genug. Nur wenn die Nato oder sonstwer Russland angreift, wird es für Dich eventuell ziemlich ungemütlich werden, denn der Gegenschlag dürfte das Ende des Westens besiegeln.

  • Nachtrag: hinsichtlich der Corona-Sache wird wohl der Staat einspringen müssen, denn es kann durchaus sein, dass viele behandelt werden müssen, die weder Krankenversicherung noch Geld haben.

    Ach was, ich denke,keine KV zu haben sei attraktiv -guckstu mal hier: " Ja, das ist gerade für junge, gesunde Menschen attraktiv. Dann haben sie mehr Geld in der Tasche zum ausgeben."

  • Putin muss niemanden bedrohen, sein Reich ist ausreichend groß genug. Nur wenn die Nato oder sonstwer Russland angreift, wird es für Dich eventuell ziemlich ungemütlich werden, denn der Gegenschlag dürfte das Ende des Westens besiegeln.

    Irrtum-angesichts des Atomwaffenpotenzial auf beiden Seiten geht das eher in die Richtung: Ende des homo sapiens.

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Das ist wohl wahr. Das bedeutet aber auch, dass Marx bezogen auf heutige Verhältnisse nur noch wenig bis gar keine Relevanz mehr hat.

    Er hat mit einem sehr großen Teil seiner Kapitalismustheorie und auch der Kritik daran immer noch genug Relevanz. Nicht in allem, aber überwiegend.


    Zitat von Grau

    Auf gar keinen Fall sollte irgendein Land versuchen, wieder eine kommunistische Herrschaft zu errichten. Aber manche Menschen sind leider zu dumm um aus der Geschichte zu lernen. Es kann wieder passieren.

    Kommunismus kommt ohne Herrschaft aus. Es ist ein basisdemokratisch anarchistisches System. Dafür ist aber die derzeitige Menschheit schlicht zu blöd, zu gierig und zu gewalttätig.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks