Karl Marx und alles, was dazu gehört

  • Fakt ist aber auch eins: Der Kapitalismus in seiner neofeudalen Form, so wie er heute präsent ist, wird so nicht weiter funktionieren. Irgendwann wird eine weitere Finanzkrise, die wiederkehrender Bestandteil dieses Kapitalismus ist, diesen selbst vernichten.

    Richtig.

    Aktuell ist ein Katalysator unterwegs namens Corona.

    Zoonosen entstehen übrigens nachweislich vermehrt durch den Raubbau an der Natur und Verdrängung der Wildtiere und Ausrottung der Artenvliefalt.

    Hier mein Favorit.


    Und dass zumindest im Kleinen eine an den Kommunismus angelehnte Gesellschaftsform funktionieren kann, sieht man an dem kleinen Ort Marinaleda

    https://diefreiheitsliebe.de/p…sche-dorf-der-gleichheit/

    Zitat

    Wir befinden uns im Jahre 2016 n. Chr. Ganz Spanien ist vom Neoliberalismus besetzt … Ganz Spanien? Nein! Ein von unbeugsamen Sozialisten und Sozialistinnen bevölkertes Dorf hört nicht auf dem Eindringling Widerstand zu leisten. Marinaleda gilt Vielen als ein sozialistisches Musterdorf, das von den Bastionen des Neoliberalismus umzingelt ist.

    Erinnert ein bisschen an ein gallsiches Dorf ;)


    Ergänzend hier noch 3 Beispiele einer gänzlich anderen Gesellschaftsform.

    https://www.stern.de/politik/a…nd-zufrieden-8509412.html

    Zitat

    In ihrer glückseligen Andersartigkeit wirkt die Gemeinschaft wie eine Sekte. Aber es gibt keine Verbote in Noiva do Cordeiro, keine Hierarchien und Privilegien und – ganz nach den Träumen John Lennons – "no religion, too". Die Menschen dürfen rauchen und trinken und homosexuell sein und atheistisch, in jeder Beziehung frei.

    Nur ein Muster fällt auf: In Noiva regieren die Frauen. Sie bestimmen die Politik und die Finanzen, sie regieren in der Kultur, Justiz und Landwirtschaft. Mitten in diesem so patriarchalischen Staat, der mit Jair Bolsonaro gerade einen frauenfeindlichen Autokraten zum Präsidenten gewählt hat, bilden sie die Macht.


    https://www.zeit.de/campus/201…eminismus-frauen-juchitan

    https://www.geo.de/geo-tv/3827…im-reich-der-mosuo-frauen

    Fantasie ist wichtiger als Wissen. *Albert Einstein*

    Fantasie ist, Visionen zu haben. *Dissidentia*

    2 Mal editiert, zuletzt von Dissidentia ()

  • Kommunismus kommt ohne Herrschaft aus. Es ist ein basisdemokratisch anarchistisches System. Dafür ist aber die derzeitige Menschheit schlicht zu blöd, zu gierig und zu gewalttätig.

    Weshalb dein erster Satz auch falsch ist, wenn man ihn auf die derzeitige Menschheit anwendet. Es hat bisher nur mit Gewaltherrschaft geklappt.


    Vielleicht wird das nächste marxistische Projekt das Ziel haben die Menschheit komplett auszulöschen, um sie gegen eine neue Menschheit zu ersetzen.

  • Basisdemokratie ist zeitaufwändig.

    Funktioniert nur in einer friedlichen Welt!

    Und nur, wenn nicht bei allem alle gefragt werden.

    In kleinen überschaubaren Gruppen.

    Nicht bei 40 Mio. direkt stimmberechtigten.

    Es gibt Situationen, da bedarf es kurzfristigen Entscheidungen!


    Ich stelle mir eine basisdemokratische Abstimmung vor, ob wegen Corona die Schulen und Geschäfte geschlossen werden dürfen und Kontaktverbot eingeführt wird.

    Oder wie Pädophile bestraft werden sollen.


    Na denn Prost.

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  • Wenn der Sozialismus in einem der fortgeschrittensten Staaten der Erde zur Macht gekommen wäre, hätte es weder Unfreiheit oder Mangelwirtschaft gegeben. Allerdings hätte dieser Staat eine Größe haben müssen, die die Einwirkungen auf seine Wirtschaft durch die ihm dann naturgemäß feindlichen konterrevolutionären Regimes neutralisieren hätte können.

    Ich möchte nicht unhöflich sein. aber das halte ich für bullshit. Erstens kann niemand wissen, wie das Leben in einem sozialistischen Staat sein würde, denn es hat noch nie einen gegeben, bzw. keiner der Versuche hat geklappt, und ob die "naturgemäß feindlichen konterrevolutionären Regime" sich nicht angesichts des entstandenen Wohllebens angeschlossen hätten, kann auch keiner sagen.

    Es ist aber eine feine Ausrede: Nur weil die konterevolutionären Käfte einen sozialistischen Staat stets zu verhindern trachten, kann er sich nie irgendwo entwickeln...


    Die selbe Frage stellt sich aber doch auch beim Christentum,auf dem Sektor Humanismus/Nächstenliebe usw.

    Da sind inzwischen die honorigen Christen auch -unter vielem anderen -zu Massenmördern verkommen.Welchen Maßstab legen wir da an??

    Natürlich. Es ist genau dasselbe, weshalb ich auch zu denen gehöre, die jeder Religionsgemeinschaft - (Tatsachenbehauptung mit Gesetzeskraft ohne jeden Tatsachenbeweis) - mißtrauisch gegenüberstehe.

    Kommunismus kommt ohne Herrschaft aus. Es ist ein basisdemokratisch anarchistisches System. Dafür ist aber die derzeitige Menschheit schlicht zu blöd, zu gierig und zu gewalttätig.

    Kommunismus gibt es gar nicht, deshalb weiß Du nicht, ob er ohne Herrschaft auskommt. er ist nichts als eine Idee.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Erinnert ein bisschen an ein gallsiches Dorf ;)

    Danke für die Links.


    Ja, es gab auch schon Versuche der Anarchie, die an solche erinnerten. Haben im kleinen auch alle gut funktioniert und sind fast ausschließlich durch Einflüsse von Außen demontiert worden.


    Mir fällt da grad ein Spruch ein, der an den Resten der Berliner Mauer stand:


    "Der Westen ist schlauer - Geld ist die Mauer!"


    mfg

  • Wie wurden denn die Ossis gekauft? Und von wem? Sie sind doch noch da, wo sie immer waren, nur heißen sie nicht mehr Ossis.

    Stimmt, sie wurden verkauft und verraten, ausgeblutet.

    Rosinen wurden raus gepickt, die vertrockneten Krümel da gelassen.

    Fantasie ist wichtiger als Wissen. *Albert Einstein*

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  • Stimmt, sie wurden verkauft und verraten, ausgeblutet.

    Rosinen wurden raus gepickt, die vertrockneten Krümel da gelassen.

    Ach, deshalb fahren sie jetzt in aller Welt herum, weil sie´s daheim nicht aushalten.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Stimmt, sie wurden verkauft und verraten, ausgeblutet.

    Das trifft zu, aber von den Sowjets. Sie haben sogar Industrieanlagen demontiert und in ihr Mutterland verschleppt, nur um sie dort verrotten zu lassen.


    Die armen Ossis kamen vom Regen in die Traufe. Erst Hitlerdiktatur, dann Sowjetdiktatur. Und heute wollen sie Hitler wieder haben.

  • Das trifft zu, aber von den Sowjets. Sie haben sogar Industrieanlagen demontiert und in ihr Mutterland verschleppt, nur um sie dort verrotten zu lassen.


    Die armen Ossis kamen vom Regen in die Traufe. Erst Hitlerdiktatur, dann Sowjetdiktatur. Und heute wollen sie Hitler wieder haben.

    Das hat was.

    Du hast aber die BRD vergessen.

    Sie wollten freiwillig zum Westen gehören. Aber jetzt finden das viele nicht mehr so gut.

    Das wundert dich?

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  • Vielleicht ist das ein Art Projektion?


    Sie kamen oder kommen sich als nicht integriert vor, quasi wie Ausländer im eigenen Land?

    Sind und wurde sie gewissermaßen auch nicht.

    Renten, Löhne, alles niedriger als in den alten Bundesländern.

    Wo ist da die Gleichstellung und Gleichwertigkeit, Respekt vor deren Hände Arbeit?


    Wer meint von heute auf morgen ein Land aufkaufen zu müssen, der soll dort wenigstens alle so behandeln wie den Rest der Bürger.


    Wer faktisch und politisch unterscheidet, muss sich über Abkehr und Spaltung nicht wundern.

    Ost und West dürfte es nur noch im Wetterbericht geben.

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