Nazis, Nationalsozialismus, Hitler, 2. Weltkrieg und alles, was dazu gehört

  • Du meinst also, eine Regierung Stauffenberg wäre schlimmer gewesen als eine Regierung Hitler?

    Also: Hitler sei besser gewesen als Stauffenberg?

    Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen.

    Nein, aber spekulieren wir einfach mal: Stauffenberg und seiner Entourage wäre es gelungen, nach einem geglückten Attentat und erfolgreichen Friedensverhandlungen ihre Vorstellungen von einem deutschen Staatswesen zu etablieren. Dann würden wir eventuell noch heute in einem von Adel und Militär dominierten Obrigkeitsstaat leben. Eine 68er Generation wäre gar nicht möglich gewesen, die wäre gewaltsam zerschlagen worden.


    Insofern ist mir die totale Niederlage des deutschen Reiches und der anschließende durch demokratische Besatzungsmächte überwachte Neuaufbau im Westen wesentlich lieber.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Ich auch nicht, aber ich denke, so war es nicht gemeint.

    Mit Stauffenberg hätte es vielleicht so werden können wie in England oder auch anderen europäischen Ländern - eine Monarchie mit immer weniger Rechten.

    Die Monarchie in Deutschland war nun wirklich zu morbide, dementsprechend waren die Ideen so mancher "Widerständler" wie die um Goerdeler kaum tragfähig gewesen für ein Nachkriegsdeutschland. Kein Vergleich mit einer lang gelebten und gefestigten Krohne wie in England.

    Und damals gab es genügend Diktaturen ( der Offiziere ) in Europa für so manche der Deutschen als Vorbild.


    Nicht vergessen, die Generalstäbler wurden ja erst so richtig entschlossen als die Allierten eine völlig kompromisslose und total Kapitulation Deutschlands vorsahen und daher deren Spielraum, sei es für die Nachkriegsordnung als solche oder deren Träume vereinigt mit dem Westen Stalin zu bekämpfen schwer eingeengt wurden.....

  • Nein, aber spekulieren wir einfach mal: Stauffenberg und seiner Entourage wäre es gelungen, nach einem geglückten Attentat und erfolgreichen Friedensverhandlungen ihre Vorstellungen von einem deutschen Staatswesen zu etablieren. Dann würden wir eventuell noch heute in einem von Adel und Militär dominierten Obrigkeitsstaat leben. Eine 68er Generation wäre gar nicht möglich gewesen, die wäre gewaltsam zerschlagen worden.


    Insofern ist mir die totale Niederlage des deutschen Reiches und der anschließende durch demokratische Besatzungsmächte überwachte Neuaufbau im Westen wesentlich lieber.

    Eben. Es ist Spekulation, es hätte auch ganz anders kommen können, selbst mit dem preussischen Adel, der mir allerdings äußerst suspekt ist. Die "totale Niederlage" allerdings ist mit sehr, sehr vielen Toten verbunden gewesen. Das ist Dir lieber?



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Die totale Niederlage war leider notwendig, um dem Nazi-Spuk ein Ende zu bereiten; sonst hätte es wieder nur eine Art Dolchstoßlegende gegeben. Leider liegt sie mittlerweile zu weit zurück, so dass die Unbelehrbaren wieder aus de Löchern gekrochen kommen und ihre Anhänger finden.

  • Patrioten waren Männer wie Georg Elser denen bundesdeutsche Historiker noch in den 1980ern andichteten ein Terrorist zu sein weil er als einfacher Schreiner noch gar nicht den Weitblick haben konnte (1938) Hitler als solchen Unmenschen zu erkennen der durch einen Anschlag getötet werden musste.

    Das Prädikat "Patriot" verdienen merkwürdigerweise immer irgendwelche arrivierten Nasen in Politik und Gesellschaft, weniger die

    Na ja, Ob unter Einfluss des "Roten Frontkaempferbundes", sprich die SA der KPD, Deutschland frei und friedlich geworden waere wage ich zu bezweifeln. Extrem bleibt ekstrem, und radikal bleibt radikal. Hitler oder Stalin? So gross war der Unterschied wohl nicht. Ich kann auf beide verzichten.

    Ab den 20ern gab es neben einer gemaessigten Mitte nur Extremisten, von beiden Seiten.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Na ja, Ob unter Einfluss des "Roten Frontkaempferbundes", sprich die SA der KPD, Deutschland frei und friedlich geworden waere wage ich zu bezweifeln. Extrem bleibt ekstrem, und radikal bleibt radikal. Hitler oder Stalin? So gross war der Unterschied wohl nicht. Ich kann auf beide verzichten.

    Ab den 20ern gab es neben einer gemaessigten Mitte nur Extremisten, von beiden Seiten.

    Weil Elser mal in dem Verein 10 Jahre vor dem besagten Attentat zahlendes Mitglied war bedeutete das wohl kaum das er sich deren Philosophie als Ersatz für das Naziregime gewünscht hätte.


    Nur im Gegensatz zu Stauffenberg und Co. brauchte er nicht erst durch die Niederlagen der Wehrmacht überzeugt werden anstatt der Hölle auf Erden die diese Ideologie bis dahin verbreitete.. Und wie hier schon mehrfach gesagt, die wenigsten im Widerstand auch allgemein waren Demokraten bzw. wünschten sich dieses System für die Nach Hitler Zeit.

  • Dann könnten wir einen Fachthread aufmachen: "Die Deutsche Wochenschau als historisches Quelle" - geht nicht? Gibt’s nicht?

    Das wird man doch wohl noch Fragen dürfen!!


    Uneingeschränkte Solidarität für Israel - gegen Antisemitismus und Antizionismus.


    Israel ist der einzige Staat im Nahen Osten nach meinem Herzen. 8)


    So geht Internet heute

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  • Dean könnten wir einen Fachthread aufmachen: "Die Deutsche Wochenschau als historisches Quelle" - geht nicht? Gibt’s nicht?

    Taugt nicht viel, wegen zu vieler Lügen. Noch in der letzten Wochenschau haben die braunen Jungs vom baldigen Endsieg geschwärmt. Filme der Alliierten sind besser.

  • ...gefaked????


    Taugt nicht viel, wegen zu vieler Lügen. Noch in der letzten Wochenschau haben die braunen Jungs vom baldigen Endsieg geschwärmt. Filme der Alliierten sind besser.


    Die Guten faken nix. Nur die Bösen, Russen und so'n Gesindel. :D


    Hier beiden grünen Jungs habt’s mächtig Ahnung, — d. i. echt geil, ihr seit richtig gut 🤔


    Wir könnten über John Ford, den großen Regisseur von nich mächtigeren Western-Epen, sprechen und wie seine Dokumentarfilme zustande gekommen sind, und das mit der "Deutschen Wochenschau" vergleichen; aber ich fürchte da fehlt einigen die notwendige Sachkenntnis.

    Das wird man doch wohl noch Fragen dürfen!!


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    Israel ist der einzige Staat im Nahen Osten nach meinem Herzen. 8)


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  • Die Guten faken nix. Nur die Bösen

    Darauf antworte ich mit einem Zitat...

    Zitat


    Vor 15 Jahren stürzten US-Soldaten in Bagdad die Statue Saddam Husseins. Heute wissen wir: Dieser Krieg hat Hunderttausende Opfer gekostet, den Mittleren Osten ins Chaos gestürzt - und war auf Lügen gebaut.

    https://www.dw.com/de/irak-kri…-die-l%C3%BCge/a-43279424


    ...hust... bleibst du bei deiner Aussage? ;)