SARS-CoV-2 - Pandemiefunktion kontra Kapitalfunktion

  • https://www.freitag.de/autoren…t-den-kapitalismus-killte


    Ein sehr langer Artikel des englischen Adam Tooze, ein britischer Wirtschaftshistoriker, zu den chronologischen Abläufen an den Weltbörsen. Er zeigt Zusammenhänge auf und vermittelt eine Ahnung was da noch so auf uns zurollt.


    Übersetzung: Holger Hutt


    Sehr interessant dort Dinge zu lesen welche wir hier schon vor Jahren sehr kontrovers diskutiert haben. Ich habe zur Erinnerung mal im Archiv so in einigen Wirtschaftsfreds zum Thema Kapitalmarkt, Banken, Staatshilfen im Zusammenhang mit Krisen nachgelesen.

    Kann ich nur empfehlen, da kann ein jeder von seinen Fehlmeinungen auch etwas lernen.


    Was durch diese Pandemie weltweit jetzt von allen zur gleichen Zeit an Kapitalproblemen, Wirtschaftsproblemen, Rohstoffnachschublogistik und und und bewältigt werden muss ist wahrlich kein Spaziergang.

    Genau jetzt offenbart sich in der gesamten Tiefe wie wir inzwischen global vernetzt sind und dadurch keiner mehr einfach so irgendwelche Alleingänge durchziehen kann.

    Schön zu beobachten wenn der Hochtöner dann immer zurückrudern muss und dann dieses verzweifelt als Erfolg verkaufen will.


    Ich denke da wird sich jetzt eine weltweite Zusammenarbeit auch an Konzern- und Kapitalinteressen vorbei etablieren welche politisches und auch rechtliches Gewicht aufbaut. Das geht auch nicht anders, unsere Welt hat sich durch unsere Technologie so grundlegend verändert, das ist mit Verwaltungsroutienen und Staatsgebilden sowie Machtstrukturen aus dem Jahr 1850 eben nicht mehr zu bewerkstelligen.

    Je schneller die Machteliten das verstehen und auch für den "Kleinen Mann" kommunizieren und es vorleben um so eher kommen wir alle gemeinsam einigermaßen Heil aus dieser weltweiten Pandemie mit ihren Gesamtfolgen raus.


    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

  • Ich möchte noch einen Blickwinkel hinzufügen, den der Menschen in ihrer Erziehung.


    Diese hat für zukünftige Entwicklungen einen entscheidenden Einfluss auf Politik und Wirtschaft.


    https://www.freitag.de/autoren…rdian/generation-lockdown


    Wirtschaft ist am schrumpfen, das wird sicherlich nicht für alle Menschen zum Guten ausgehen.

    Da werden wohl noch riesige Summen in die Hand genommen werden müssen um eine weltweite soziale Katastrophe zu verhindern. Eine solche kann ein Flucht- und Kriegsgeschehen auslösen was sicherlich niemand erleben möchte.


    Was mich an dem Artikel stört ist diese Unterstellung


    Zitat:

    Die ältere Generation setzt ihre Verwüstungstour derweil durch verschwörerischen Leichtsinn fort. Die US-Präsidentschaftswahl 2020 wird zwischen zwei alten Boomern geführt, die zum letzten Mal richtig zugreifen wollen. Die Wut der Millennials ist mehr als verständlich: Warum irgendeiner von ihnen an das System, wie es derzeit besteht, glauben oder sich daran beteiligen sollte, ist mir unbegreiflich.

    Zitat Ende.


    einer Verwüstungstour der älteren Generation.

    Welche Hipstergeneration fährt den als Helikoptereltern mit SUV seine Brut überall hin?

    Welche Hipstegeneration findet Geiz ist Geil und fliegt für 19,90€ schnell mal nach Malle zum Saufen.

    Wer muss denn immer die Angesagten Klamotten haben?

    Ich aus der alten Generation jedenfalls nicht. Ich könnte mir so einiges finanziell erlauben, mache es aber nicht. 4 Autos in 66 Lebensjahren mit je maximal 110PS, Klamotten nur wenn nötig, kein Industriefutter sondern immer selber gekochtes frisches.


    Bevor ergo irgendeiner aus der Generation X mit Vorwürfen daherkommt stünde es diesen Leuten mal besser zu Gesicht ihr eigenes Lebensverhalten zu hinterfragen. Jetzt im Lockdown haben sie ja mal Zeit dafür ihr eigenes Anspruchsdenken zu erkennen und zu begreifen was Leben eigentlich noch so alles an Verantwortung mit sich bringt.


    Wenn sie dann mit 60 Jahren feststellen können, wir haben die Welt durch unser Verhalten zum besseren verändert Hut ab.


    Unsere Generation hat zumindest schon mal geschafft Demokratien zu etablieren und Europa in Richtung einer gemeinsamen Schicksalsgemeinschaft zu entwickeln.


    Genau diese Errungenschaften werden jetzt von der Generation X mit ihren Fake News Gehirnen die irgendwelchen Nationalspacken hinterherhecheln und auch noch wählen, ganz krass in Amiland sichbar, aus Mangel an Geschichtskenntnis und unsäglicher Arroganz so langsam aber sicher alles zerstört was eigentlich wichtig und richtig ist.


    Die Lösung wäre eigentlich mit den Alten Hand in Hand zu gehen welche eben genau dieses Bereichern um jeden Preis eben politisch demokratisch bekämpfen, anstatt sich genau von den Zugreifern übertölpeln zu lassen, weil man zu borniert ist zu begreifen was diese veranstalten um ihr System am laufen zu halten. Aber vielleicht öffnet es ja die Gedanken beim Zuhausebleiben, mal weniger Party bläst vielleicht das Gehirn etwas frei.


    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

  • Eine Seite der Pandemiefunktion scheint sich langsam heraus zu kristallisieren, die Menschen beginnen sich, Dank Zeit ohne Arbeitsdruck, mit den sozialen Verwerfungen der neoliberalen Kapitalismuslehre und deren angerichteten sozialen Verwüstungen zu beschäftigen.


    Als Beispiel hier mehrere Artikel:


    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/problemriesen


    https://www.freitag.de/autoren…d/als-gegner-unerbittlich


    https://www.freitag.de/autoren…uft-werden-wir-airbnb-los


    https://www.t-online.de/nachri…gt-in-sturmmaske-los.html


    Wie zu erkennen ist wird immer kritischer das Handeln der Politiker auf soziale Auswirkungen hinterfragt. Der Primat des Kapital first wird zunehmend in Frage gestellt und dies ist auch gut so.


    Ich glaube auch nicht daran als wohlhabender auf Dauer gegen eine Milliardenübermacht von Habenichtsen bestehen zu können. Das geht rein statistisch betrachtet schon ins Auge.


    Wir kommen als Menschheit gar nicht drum herum uns genau jetzt mit dem Thema zusammen Leben im globalisierten Zeitalter der Wirtschaft und seine sozialen und umweltbelastenden Auswirkungen auseinander zu setzen.

    Eine reine Ausrichtung unter den Primat Maximalprofit ist hier sicherlich der absolut falsche Weg.

    Ökologisch Nachhaltig und Profit sind da schon eher die richtigeren Prämissen das Thema anzugehen.


    :hut:

    Leben und Leben lassen.

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  • https://www.arte.tv/de/videos/…der-arbeiterbewegung-1-4/


    Diese 4 Teile zur Geschichte der Arbeiterbewegung anzusehen sind ein Muss um die Funktionsweise des Kapitalismus im Grundsatz zu verstehen.


    Im Blick über die Jahrhunderte werden sehr viele Zusammenhänge überdeutlich.

    Ein Zusammenhang ist glasklar, die Politik hat schon immer nur dem Kapital gedient, Veränderungen mussten von der Arbeiterschaft immer mit Blut bezahlt werden. Streiks und Aufstände wurden immer mit Militär- und Polizeigewalt niedergeknüppelt.


    Auch die Medienpropaganda wurde schon immer zielgerichtet gegen Sprecher der Bewegungen zum Zweck der Kriminalisierung dieser Personen eingesetzt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Rethorik und Methoden sind immer noch die gleichen wie zum Beginn der Fabrikproduktion in England.


    Von Anfang an war es ein verbrecherisches System, welches den Arbeiter in ein Sklavendasein versetzte. Ähnliches gab es schon im römischen Reich und auch dort kam es schon zu Aufständen wenn die Bedingungen zu schlecht wurden. Immer wenn die Schraube von den Kapitalbesitzern zu weit angezogen wurden, die Arbeiterschaft eh nur noch ihr Leben zu verlieren hatten weil sonst nichts mehr übrig war, kam es zu blutigen Auseinandersetzungen.


    Wie ich in anderen Texten schon bemerkte ist auch in diesen Beiträgen zum Thema zu erkennen wie das Kapital clever nicht mehr gebrauchte unnütze Fresser in zwei Weltkriegen als Kanonenfutter verheizen lies. Hier wurde die ungebildete Arbeiterschaft psychologisch bei ihrem Stolz gepackt und propagandistisch unbemerkt von Kapitalbesitzern manipuliert in eine Vernichtung getrieben, an der sich die Kapitalbesitzer hinterher obendrein noch eine goldene Nase verdient haben.


    Immer mit der Verbesserung von Maschinen wurden weniger Fließbandarbeiter gebraucht, die im Fließbandtakt stupide schuften mußten.

    Inzwischen haben wir Roboter welche im Hightechbereich die stupidesten körperliche Kräfte zehrenden Arbeiten mehr und mehr übernehmen.


    In der Bekleidungsindustrie, modern Fashion mit ihrem gesamten Klamauk von Stars und Sternchen drumrum, welche lediglich den Blick auf die unsäglichen Produktionsumstände in Bangladesh und sonstigen Billiglohnländern für hiesige Verbraucher verstellen, zeigt sich deutlich wie wenig sich eigentlich seit dem Beginn in England mit der Fabrikproduktion geändert hat.


    Nein man ist nicht verantwortlich, das sind die "Geschäftspartner" vor Ort, immer noch das gleiche Verbrechertum an Leib und Leben anderer Menschen. Die Arbeiter bei uns sind die politische Manövriermasse, sie profitieren mit scheinbarem "Reichtum", welcher sie scheinbar psychologisch auf die Stufe des Kapitalbesitzers stellt, mit deren Hilfe im Zuge der Globalisierung der Arbeiter in Billiglohnländern gegen jene in den Hochlohnländern ausgespielt werden.


    Das zunehmde Kriegsgeschehen ist lediglich mit der Vernichtung von Arbeitern, unnützen Fressern, zu erklären, welche im Zuge der Robotisierung der Produktionsprozesse nicht mehr gebraucht werden. Da eine Großauseinandersetzung angesichts von Atomwaffen nicht mehr machbar ist, wird dad Thema eben in "Stellvertrehterkriegen" abgehandelt. Dafür spricht wo Kriege stattfinden und die Bevölkerung am härtesten treffen, überall wo Bildung nieder und viele Menschen sind. In modernen Produktionsprozessen werden keine großen Massen an niedrig gebildeten Stupidschrauber mehr gebrauchr, das machen Roboter besser, schneller, billiger. Für die Wartung solcher Maschinen bedarf es allerdings höhere Bildung und dadurch auch einen anderen Umgangslevel.


    Modern als Work Live Balance ausgedrückt ist dies aber auch nicht mehr als psychologische Übertölpelung des Arbeiters, welcher durch Goodies die Augen verkleistert bekommt und mit dadurch möglichen Konsum von den waren Verhältnissen abgelenkt wird.


    Es ist angesichts der Klimakrise, Finanzkrise und der Schuldenexplosion durch die Coronapandemie jetzt schon darauf zu achten wie und wer am Ende sich wie am Bezahlen der durch die Hilfen entstehenden Schulden beteiligt.

    Eines darf nicht passieren, Kapitalbesitzer haben noch mehr Kapital dadurch bekommen weil die Arbeiter vollkommen verarmt über Steuern alles bezahlen müssen. Dann fliegt uns alles mit Sicherheit gnadenlos um die Ohren. Die Gelbwesten in Frankreich sind ein erstes Signal an die Kapitalbesitzer. Dieses sollten sie beachten, im Zuge der weltweiten Kommunikation sind weltweite gleichzeitige Aufstände sehr wohl denkbar. Diese wären aber auch nicht mehr durch Militär so einfach zu Händeln, das ist denn eine Frage von Loyalitäten, welche auch durchaus von Bildung und damit Erkennen von Zusammenhängen bestommt werden.

    Dabei könnte der Schuß für das Kapital auch nach hinten los gehen.


    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

  • Selbst die fleißigen Bienen sind locked down, jedenfalls dort, wo die Imker Einschränkungen ihrer Mobilität hinnehmen müssen, und wo Landwirten die Bewirtschaftung ihrer Anbauflächen de facto nicht mehr möglich ist… "Kreislaufwirtschaft" bedeutet heutzutage anscheinend, dass man unterpflügt, was man doch als Ernteertrag verbuchen wollte… Über Trockenheit wird zudem geklagt, Nur auf die alleinseligmachende Weisheit unseres Krisenmanagements ist noch Verlass. Alternativlos!

  • Wie krank ist die Welt, dass man schon ganze Bienenvölker als Saisonarbeiter durch die Lande karren muss. Und an der Trockenheit ist natürlich auch unser Corona-Krisenmanagement schuld. <X

    Btw, Spargel muss man nicht unterpflügen.


    Und über diesen Satz solltest du mal etwas nachdenken:

    Zitat

    Virologen liefern Einschätzungen zu Virus und Pandemieverlauf, Politik muss abwägen und entscheiden, unter großem zeitlichen Druck, mit vielen Unbekannten, auf ungesicherter Datenbasis.

  • Diese aufkommende Diskussion in der Generation X mit Verzichtsforderungen auf alles mögliche sehe ich sehr kritisch.


    Diese Diskussionsschiene wird sicherlich von Kapitalbesitzern gnädig unauffällig unterstützt. Sie hilft diesen Kapitalbesitzern genau dabei den Spaltkeil in die Arbeiterschaft zu treiben und sie so ganz nebenbei noch bei der Selbstverarmung mit maximaler Medienpower zu unterstützen.


    Das geschieht zum Eigenschutz der Kapitalbesitzer und nicht um irgendwas nachhaltig zu schonen. Es lenkt grandios vom eigentlichen Thema ab und beschäftigt die Arbeiterschaft mit sich selbst. Damit sind die Revolutionsenergien, welche sich am Entwickeln sind, zuallererst mal in eine für Kapitalbesitzer ungefährliche Richtung abgebogen.


    Es wird massenpsychologisch geschickt unter Zuhilfenahme der eigenen Massenmedienpower die gut dressierte Generation X manipulativ gegen die Alten ausgespielt.


    Warum?


    Weil diese aufgrund der Lebenserfahrung und des in langer Zeit erworbenen Wissen ein Gefährdungspotential für die bestehenden Verhältnisse darstellen.


    Es wird ohne Beschneidung und Deckelung von Kapitalvermögen, Durchsetzung von prozentual gleicher Besteuerung, Herunterbrechen von Monopolen und der Gleichsetzung von Lobbyismus zu Korruption kein soziales, nachhaltiges und lebenschützendes Wirtschaften auf diesem Planeten geben.

    Solange der Primat der Gier nicht eingeschränkt, wiedersprochen und gesetzlich absolut aus dem Verkehr gezogen ist, werden wir gnadenlos immer wieder ins nächste Desaster rennen.


    Der Kapitalismus braucht zur Ausübung seiner Macht die Krise


    Nur durch Gewalt erzeugte Angst diszipliniert die Arbeiter und erhalten für die Kapitalbesitzer den Status quo.


    Dieses hat Gültigkeit egal ob Staatsparteikapitalismus, Neokapitalismus, Religionskapitalismus, Kaiserkapitalismus oder Bürokratiekapitalismus, immer sind Verwaltungsordnungsstrukturen im Spiel, welche uneingeschränkt ihrer rechtlich abgesicherten Machterhaltungsdienste für gewährte besondere Privilegien leisten.


    Wie man unschwer erkennen kann werden Arbeiter gegen Arbeiter auf sehr perfide Art und Weise gegeneinander ausgespielt, das klassische Spalte und Herrsche eben.


    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

  • […] Und an der Trockenheit ist natürlich auch unser Corona-Krisenmanagement schuld. […]

    Nun, würde Corona nicht Vorwand für Homeoffice und Videokonferenzen sein, hätte man Gelegenheit, zur Abwendung der Folgeschäden ausbleibenden Regens Bewässerungsanlagen zu installieren… das technische Know-how soll ja eigentlich vorhanden sein.

  • Nun, würde Corona nicht Vorwand für Homeoffice und Videokonferenzen sein, hätte man Gelegenheit, zur Abwendung der Folgeschäden ausbleibenden Regens Bewässerungsanlagen zu installieren… das technische Know-how soll ja eigentlich vorhanden sein.

    ….und das Wasser kommt natürlich aus der Leitung.Im Wald,auf den Almen,den Weizenfeldern oder in den Forstbaumschulen.

    Aber sischer dat!

  • "Die Situation ähnelt einer Katastrophe", fasst es Thomas Role, Schausteller und mithin b.a.w. zwangsweise geshutdownt treffend zusammen. Und selbst, wenn die bisweilen in Aussicht gestellten Lockerungen eines fernen Tages wahr werden sollten, wird Otto-Normal-Home-Officer vorerst sicher nicht sogleich die vormalige Ausgabenfreudigkeit an den Tag legen… das Zukunftsszenario des nächsten Oktoberfests wird wohl eher vorsichtig, nur mal schauende Kleingrüppchen von Wiesn-Besuchern in größerem Abstand von den Festzelten und Fahrgeschäften mit sich bringen. Und die Mutigsten unter den Schaulustigen gönnen sich vielleicht ein Würstchen oder ein Brathendl… die Nachhaltigkeitspleitewelle dagegen wird dann so richtig zuschlagen. Immerhin könnte man die bisherige Festwiese dann bebauen, obwohl weder Bürohäuser noch Hotels in absehbarer Zeit gebraucht werden. Naja, 'n Windrad ginge natürlich auch.

  • Irgendwie beschleicht mich der Eindruck,dass hier so'n Weltuntergangsprophet unterwegs ist.

    Es ist ja alles soooo schlecht und soooo traurig.

    Truarig,nichtwahr??

  • Wir brauchen bezahlbare Wohnungen.

    Ach, bei der Größenordnung der prognostizierten Corona-Sterblichkeit müsste ja ohnehin bald ein Überangebot an Wohnungen vorherrschen… und weil man ja bald nur noch mit Leuten Kontakt haben darf, deren gemeldeter Wohnsitz im gemeinsamen Haushalt liegt, dürfte die Belegung der einzelnen Wohnungen statistisch wieder auf Großfamilien-Stand wachsen… mit zehn oder zwanzig Leutchen in der Einzimmerwohnung könnte auch das so ebenfalls prognostizierte Grundeinkommen/BGE für's Wohnraumsharing ausreichen, zumal ja auch das Warenangebot und damit der Konsumterror eher wegdämmern…

  • Ja, müsste, dürfte, könnte. Schon komisch, dass sich da nichts tut.

    Was ich auch nicht verstehe: Jeder erwartet eine schwere Rezession, aber der DAX ist in einem Monat schon wieder von 8.500 auf 11.000 gestiegen.

  • Ach, bei der Größenordnung der prognostizierten Corona-Sterblichkeit müsste ja ohnehin bald ein Überangebot an Wohnungen vorherrschen… und weil man ja bald nur noch mit Leuten Kontakt haben darf, deren gemeldeter Wohnsitz im gemeinsamen Haushalt liegt, dürfte die Belegung der einzelnen Wohnungen statistisch wieder auf Großfamilien-Stand wachsen… mit zehn oder zwanzig Leutchen in der Einzimmerwohnung könnte auch das so ebenfalls prognostizierte Grundeinkommen/BGE für's Wohnraumsharing ausreichen, zumal ja auch das Warenangebot und damit der Konsumterror eher wegdämmern…

    Wenn die dann alle wieder hungrig und verarmt sind werden sie um so empfänglicher für Propaganda. Dann kommt der Führer und zeigt wo die Bösen Schuldigen sind und alle rennen mit Hurra ins Schlachtermesser.

    Hinterher sind diejenigen welche es wussten und das System am entlarven waren beerdigt und mit den übriggebliebenen blöden kann man das Spiel wieder ungefähr ein Jahrhundert weiter treiben. Dann sind wieder zu viele nachgewachsen die es durchschauen, dann macht das System es wieder so.


    Auch diese zyklische Wiederkehr könnte man wie ein kapitalistischen Fabrikationsmechanismus verstehen und begreifen. Das möchte ich keineswegs zynisch verstanden wissen, aus der Geschichte läßt sich solcherlei durchaus ableiten, es kommt immer nur auf den Blickwinkel an.


    In allen Epochen waren auch immer Einzelpersonen im Zusammenspiel mit Personengruppen auf allen Seiten der Denk- und Handlungsmodelle für ihre Sache aktiv. Dadurch wurden und werden auch heute noch immer geschichtlich relevante Ereignisse in das menschliche Dasein induziert. Erst in der Nachschau mit dem nötigen Abstand ist eine exaktes Beurteilen der Einzelfakten und ihr Zusammenwirken in der Ausbildung von Ereignissen möglich.

    Diesem Handicap der exakten Beurteilungsmöglichkeit unterliegen wir in der Realzeit nun einmal alle mehr oder weniger, je nach Informationstiefe denen der Einzelne unterliegt oder die Gruppen unterliegen.


    Die Erhöhung der Informationstiefe, durch die globale lichtschnelle Kommunikation, hat sich inzwischen auch für die Personen in der Masse der Gesellschaft, also dem Arbeiter, drastisch erhöht. Dadurch schmilzt der Wissensvorsprung als auch die frühere Bekanntheit von Ereignissen zum Ummünzen in eigenen Vorteil der Eliten dahin.

    Ich denke diese Tatsache wird zwangsläufig eine Politikveränderung herbeiführen. In welche Richtung diese Veränderungen driften können wir nur durch unser eigenes Wahlverhalten beeinflussen, wobei die Kunst des Einzelnen darin besteht aus der vorhandenen Informationstiefe die Propagandafakenews zu Erkennen und auszusieben, um diesen nicht auf den Leim zu gehen.


    Diesen auf den Leim zu gehen bedeutet das Spiel unverändert am Laufen zu halten. Veränderung lässt sich aber nur durch Änderung der Spielregeln im kapitalistischen Wirtschaften für alle zum positiven drehen, aber nicht durch die Abschaffung des Witschaftssystems an sich.


    Die Entscheidung zur spezialisierten Wirtschaftsproduktion hat schon vor zigtausend Jahren stattgefunden und der Erfolg unserer Spezie zeigt auf wie richtig diese ist.

    Das bedeutet aber nicht die Genzen welches unser planetares Dasein uns in diesem Wirtschaften setzt zu missachten. Dies würde aufgrund der Menge an Einzelindividuen und deren Bedarf an Resourcen mit unserem jetzigen Lebensstandard , wie wir jetzt erkennen, unsere Lebensnische auf diesem Planet überstrapazieren und damit zerstören.


    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.

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  • Ja, müsste, dürfte, könnte. Schon komisch, dass sich da nichts tut.

    Was ich auch nicht verstehe: Jeder erwartet eine schwere Rezession, aber der DAX ist in einem Monat schon wieder von 8.500 auf 11.000 gestiegen.

    Empfehle das Studium der Volks- und Betriebswirtschaft, soll für das Verstehen von Zusammenhängen in Börsianerzockerbuden sehr hilfreich sein, wie man so in Fachkreisen verlauten hört.


    Einen Tipp um deinen Verstehensprozess zu fördern, Börsenkurse sind immer eine Wette auf zukünftige Ereignismöglichkeiten.


    :hut:

    Leben und Leben lassen.

    Bevor isch misch uffresch isses mir lieber egal.