eine kürzest-mögliche Religionsumfrage

  • Welcher Religion rechnet ihr euch zu? 10

    Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

    Dieses soll eine möglichst kurze Reli-Umfrage werden - ich hoffe, das klappt nun.

  • Eine große Mehrheit von 3 von 4 Stimmen sagt bisher: "keine Religion".

    Habe "sonstige" angekreuzt. Wobei ich Buddismus eher unter Philosophie und Lebensweise einordne. Irgend welche Goetter anzubeten ist frei gestellt.

    Man probiert gerne welche durch. Beten hilft vielleicht nicht, schadet aber auch nicht. Immer entspannt bleiben. :thumbup:


    Ach ja, "Kirchensteuer" bezahle ich, egal ob ich in einer Glaubensgemeinschaft bin oder nicht. So geht mein Beitrag an die Buddisten.

  • <...>Irgend welche Goetter anzubeten ist frei gestellt.

    Man probiert gerne welche durch. Beten hilft vielleicht nicht, schadet aber auch nicht. Immer entspannt bleiben. :thumbup:<...>

    Das finde ich putzig. Was genau "probiert" man denn durch? Religion heißt "Glaube", und entweder man glaubt was, oder eben auch nicht. Ein Glaube ist keine Reparaturanweisung oder Kochrezept, denn wie will man das "Funktionieren" denn ausprobieren?

    Glauben heißt: Für wahr halten.


    Was mich betrfft, so halte ich die Grundlage der Religionen, die Existenz eines oder mehrerer Götter, die über menschliches Verhalten urteilen, nicht für wahr, sondern Erfindung zum Zwecke der Disziplinierung des Menschen.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Das finde ich putzig. Was genau "probiert" man denn durch? Religion heißt "Glaube", und entweder man glaubt was, oder eben auch nicht. Ein Glaube ist keine Reparaturanweisung oder Kochrezept, denn wie will man das "Funktionieren" denn ausprobieren?

    Glauben heißt: Für wahr

    Buddisten sehen Glaube als Spekulation an. Er wird nie einem Christen wiedersprechen, hoechstens die Dinge anders sehen.

  • Religion heißt "Glaube", und entweder man glaubt was, oder eben auch nicht.

    Glauben heißt: Für wahr halten.

    Glauben heisst nicht wissen!! Zum Beispiel weiss ich,dass den kirchliche Aussagen über Auferstehung und Jungfernzeugung beim Menschen keinerlei Beweise zugrunde liegen.Derart obskure Dinge sollten Menschen,die rational denken schon zu denken geben.

  • Es ist aber verwegen, aufgrund von Spekulation Verhaltensregeln aufzustellen.

    Wieso? Agnostiger und Atheisten haben i.d.R. auch Verhaltensregeln. Wie gesagt, Buddismus ist eine Lebensweise. Ich kenne Vietnam recht gut. Die Buddisten haben ihre Goetter behalten. Bei mir hatte meine Ex eine Goettin auf dem Altar stehen, wie bei ihrer Familie in Vietnam.

    Der Lama hatte ja auch seinen Gott gewechselt. 8)

  • Und das ist ein Wahrheitsbeweis? Natürlich, man kann seine Götter wechseln wie sein Hemd, aber an ein Hemd glaubt auch keiner.

    Ich halte JEDE mir bekannte Religion für bullshit. Ein menschenfreundlicher Verhaltenskatalog ohne Berufung auf erdachte höhere Mächte tät´s auch.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Kleine Episode mit meiner Ex.

    Speyerer Dom Besichtigung. Dort sah sie die Kerzen die man kaufen konnte. Ich erklaerte ihr man nimmt sie an Stelle von Raeucherstaebchen.

    Reaktion, Kerzen kaufen, am Altar aufstellen, Haende vor der Brust falten, verbeugen und sich rueckwaerts vom Alter entfernen.

    Geschadet hat es ihr wohl nicht. Geholfen? Vielleicht, Spekulation.


    Man muss ja nicht alles so verbissen sehen. :P

  • Wozu gibt es Religionen??

    In erster Linie doch dazu bei irgendwelchen Miseren im Leben die Schuld auf "eine höhere Macht" schieben zu können.Nicht wir sind des Übels Wurzel,sondern irgendetwas verschwommenes,was des Geschickes Mächte steuert. Egal,ob's Kriege mit Millionen Toten,Tsunamis,Erdbeben oder Hungersnöte sind.

    Würde ein "allmächtiger Gott" so etwas wirklich wollen?

  • Kommt drauf an, was der Allmächtige für einer ist :arxvoll::mad:

    Ich denke, dass die Wurzel des Götterglaubens sowohl das Unwissen über tatsächliche Ursachen von Geschehnissen als auch die Egozentrik des Menschen sind, der alles, was geschieht, auf sich bezieht. Das wiederum wird von Schlaueren ausgenutzt, die sagen: "Du sollst!" wobei sie das meist zum eigenen Nutzen tun.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Wozu gibt es Religionen??

    Die Affinität zu glauben ist genetisch bedingt und hat sich in der Evolution als nützlich erwiesen (sonst würden die dafür verantwortlichen Allele immer seltener werden).

    Zu glauben wirkt im Prinzip wie ein Placebo: Wer glaubt, denkt, er werde beschützt, alles habe einen Sinn. Das macht optimistisch und zuversichtlich. Optimismus und Zuversicht sind gut für Immun- und Herzkreislaufsystem.

    So die Kurzform.

  • In JEDER Gesellschaft, so weit wir zurückblicken können, wurde der Glaube als Herrschaftsmittel benutzt, wobei der Gedanke, beschützt zu werden, viel seltener war als die Angst vor Repressalien für vermeintliches Fehlverhalten.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • In JEDER Gesellschaft, so weit wir zurückblicken können, wurde der Glaube als Herrschaftsmittel benutzt, wobei der Gedanke, beschützt zu werden, viel seltener war als die Angst vor Repressalien für vermeintliches Fehlverhalten.

    Dem Einzelnen muss es - statistisch gesehen - dennoch etwas gebracht haben, zu glauben, sonst wären bestimmte Allele wie gesagt viel seltener in der Gesamtpopulation.


    Lies bei Interesse z. B. einfach mal

    - hier (Biologe Lionel Tiger: "Believing in God generates soothing "juices" in the brain that make us feel good".)


    - hier (Die Idee des 'Gottesgens' wurde vermutlich erstmals vom Genetiker Dean Hamer in seinem Buch "The God Gene: How Faith is Hardwired into our Genes" postuliert.),


    - hier ("VMAT2 is an integral membrane protein that transports monoamines - particularly neurotransmitters such as dopamine, norepinephrine, serotonin, and histamine - from cellular cytosol into synaptic vesicles.") oder


    - hier ("Nowadays scientists are of the opinion that a mix of several components might be responsible for religiosity: the neurotransmitter serotonin, a network of neurons in the frontal, parietal and temporal lobes, and - beside other genes - also the already mentioned gene VMAT2.")

  • Diesen Satz verstehe ich nicht. Meinst Du mit "unsichtbar" nicht spürbar? Denn Vieles ist unsichtbar, Strahlung z. B.

    Mir ist das echt zu unkonkret. Ist Religion unkonkret? Ist sie, jeder sieht darin was anderes, viele wollen daran glauben unter dem Motto: Das kann´s doch nicht sein, dass das, was wir kennen, schon alles ist.

    Ich denke: Ist es.

    Und: Ameisen oder Motten machen sich sicher keine Gedanken, was "das Unsichtbare" ist. Und sind wir, nur weil wir mehr Phantasie haben, schon die höheren der Tiere? Was werden sich Menschen in 500 Jahren noch ausdenken?



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Das finde ich putzig. Was genau "probiert" man denn durch? Religion heißt "Glaube", und entweder man glaubt was, oder eben auch nicht. Ein Glaube ist keine Reparaturanweisung oder Kochrezept, denn wie will man das "Funktionieren" denn ausprobieren?

    Glauben heißt: Für wahr halten.


    Was mich betrfft, so halte ich die Grundlage der Religionen, die Existenz eines oder mehrerer Götter, die über menschliches Verhalten urteilen, nicht für wahr, sondern Erfindung zum Zwecke der Disziplinierung des Menschen.

    Der Test der Religionen kommt nach dem Ableben, wenn die Maden lachen und dem Gläubigen mitteilen, dass für sie jetzt das Paradies darin besteht, seinen Korpus verspeisen zu dürfen.:D:D:D:(:(:saint: