eine kürzest-mögliche Religionsumfrage

  • "menschlichen Rhythmus" müsstest du genauer definieren. Meinst du die gängigen (meist grauenhaft frühen) Arbeitszeiten des bemitleidenswerten Durchschnittsarbeitnehmers? Oder Sonn- und Feiertag? Aus biologischer Sicht betracht, sind derartige Regelungen völlig willkürlich und laufen dem tatsächlichen Biorhythmus vieler Menschen zuwider. Natürlich könnte man argumentieren, dass gemeinsame Tage, an denen 'alle' frei haben, sinnvoll seien. Diesbezüglich sprach ich mich an anderer Stelle dafür aus, statt religiöser Feiertage jedem Arbeitnehmer einfach eine bestimmte Anzahl zusätzlicher Urlaubstage zu gewähren, die er legen kann wie er will. Dann könnte ja jeder religiös Verwurzelte sie immer noch an 'seinen' ursprünglichen Feiertagen nehmen, und somit hätten dann immer noch all diejenigen gemeinsam frei, die das wünschten ...

    Wenn jeder irgendwann mal frei hat, und seien es mehrere Tage, gibt es keine gemeinsamen Feiertage. Ich halte es aber für wichtig, dass es regelmäßig für alle gleichzeitig eine Verschnaufpause gibt, in der es ruhiger ist und nicht Remmidemmi wie immer. Deshalb bin ich kein Freund von Sonntagsarbeit und halte Zuschläge für die, die dann arbeiten müssen, für absolut angemessen.


    Es kann schon sein, dass der eine oder andere einen anderen Rhythmus hat, aber dass es in allen Kulturen Pausen nach ungefähr sieben Tagen gibt, halte ich für aussagekräftig genug. Das hat gar nix mit Religion zu tun, war aber sehr wichtig, weil es immer Ausbeuter gegeben hat, die die Leute ohne religiöses Gebot durcharbeiten gelassen hätten.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Wenn jeder irgendwann mal frei hat, und seien es mehrere Tage, gibt es keine gemeinsamen Feiertage.

    Doch, alle, die gemeinsam frei haben wollen, nehmen dann eben 'ihre' zusätzlichen freien Tage zur gleichen Zeit. Wer nicht gemeinsam mit jemand anderem frei haben will, hat ja auch keinen Grund dafür, gemeinsame freie Tage zu haben. :)


    Aber du hast Recht: Es sollte unbedingt leiser werden. Dieselautos, Benzinrasenmäher (ohnehin wird viel zu viel gemäht) und -laubsauger etc. halte ich für tyrannisch-primitive Überbleibsel aus einer Zeit, dir wir eigentlich schon längst hinter uns gelassen haben sollten. Auch darüber, dass viele Menschen immer noch laut knatternd zu Büroarbeitsplätzen fahren, statt zu Hause zu arbeiten kann ich eigentlich nur den Kopf schütteln ... Es sollte keiner Feiertage bedürfen, um das öffentliche Leben zu entlärmen!

    Es kann schon sein, dass der eine oder andere einen anderen Rhythmus hat, aber dass es in allen Kulturen Pausen nach ungefähr sieben Tagen gibt, halte ich für aussagekräftig genug. Das hat gar nix mit Religion zu tun, war aber sehr wichtig, weil es immer Ausbeuter gegeben hat, die die Leute ohne religiöses Gebot durcharbeiten gelassen hätten.

    Genau, es ist letztlich Verhandlungssache zwischen den Sklaven und ihren Ausbeutern, wie lang am Tag und wie viele Tage hintereinander gearbeitet wird. Die Zahl Sieben ist in biologischer Hinsicht völlig willkürlich gewählt und auch in der Historie der Arbeitswelt keine konstante Größe, wenn man bedenkt, dass viele Menschen heutzutage 'nur' fünf Tage pro Woche arbeiten, es vor nicht sehr langer Zeit aber hierzulande meist sechs waren ... und es in Asien oft immer noch keinen freien Wochentag gibt ...

  • Verhandlungssache zwischen Ausbeutern und Sklaven???

    Wie dumm, dass das den Sklaven früher nicht eingefallen ist.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Wenn jeder irgendwann mal frei hat, und seien es mehrere Tage, gibt es keine gemeinsamen Feiertage. Ich halte es aber für wichtig, dass es regelmäßig für alle gleichzeitig eine Verschnaufpause gibt, in der es ruhiger ist und nicht Remmidemmi wie immer. Deshalb bin ich kein Freund von Sonntagsarbeit und halte Zuschläge für die, die dann arbeiten müssen, für absolut angemessen.


    Es kann schon sein, dass der eine oder andere einen anderen Rhythmus hat, aber dass es in allen Kulturen Pausen nach ungefähr sieben Tagen gibt, halte ich für aussagekräftig genug. Das hat gar nix mit Religion zu tun, war aber sehr wichtig, weil es immer Ausbeuter gegeben hat, die die Leute ohne religiöses Gebot durcharbeiten gelassen hätten.

    Verkaufsoffene Sonntage mehrmals im Jahr, Bäcker, die Sonntags ihre Brötchen anbieten, werden von den "Wirtschaftsverbänden" auch als notwendig bezeichnet. Vlt., um wirklich nur gesundheitliche und sonstige Notversorgung aufrechtzuerhalten, sollten wir alles andere wieder abschaffen. Ebenso die Ladenöffnungszeiten bis 22 - 0 h. M. E.


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • Verhandlungssache zwischen Ausbeutern und Sklaven???

    Wie dumm, dass das den Sklaven früher nicht eingefallen ist.

    Der Begriff "Ausbeuter" stammt ja von dir, ich habe ihn lediglich um den des "Sklaven" ergänzt. :)


    Aber natürlich ist mir bewusst, eine ziemlich drastische Umschreibung der Arbeitswelt gewählt zu haben. Wie in vielen Übertreibungen steckt meiner Meinung nach aber tatsächlich auch ein Körnchen Wahrheit in diesem 'Bildnis': Solange Menschen Arbeiten ausführen, die sie nicht mögen, aber aufgrund finanzieller Zwänge ausüben müssen, sind sie letztlich 'Sklaven' ihrer Arbeit, und von dieser Art 'Sklaven' gibt es nicht wenige. Selbstverständlich verrichten andererseits auch Menschen ihre jeweilige Arbeit gern und voller Freude (so munkelt man).

    Nicht jeder kann jedoch so arbeiten. Vielen ergeht es eher so. :)

  • Weil dem nun aber mal so ist, dass die wenigsten Menschen ihre Arbeit danach auswählen können, ob sie ihnen Spaß macht, bin ich ein Fan von gemeinsamen, regelmäßigen Feiertagen, an denen das Arbeitsleben/Geschäftsleben zur Ruhe kommt. Ich bin auch davon überzeugt, dass das ein Grundbedürfnis des Menschen ist, weil - unabhängig von Religion - der 7-Tage-Rhythmus ungefähr der ist, der in allen Kulturen gilt, soweit wir sie kennen.

    Man kann trefflich darüber streiten, ob man diesen Rhythmus selbst braucht oder ob acht Tage besser wären, es soll ja nur ein Schema aufzeigen.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Man kann trefflich darüber streiten, ob man diesen Rhythmus selbst braucht oder ob acht Tage besser wären, es soll ja nur ein Schema aufzeigen.

    Warum acht, warum sieben? Ich fände fünf Tage frei und dann einen Drittel-Tag Arbeit wären ziemlich OK. :)