Ausbeutung via Praktikum

  • In vielen Studiengängen sind Pflichtpraktika vorgeschrieben, die in Vollzeit angelegt teils mehrere Monate umfassen können. Aus diesem von der Politik willkürlich bedingten Umstand versuchen nicht wenige Unternehmen in Deutschland und Europa privates Kapital zu schlagen. Für wenig Lohn sollen diejenigen, die ein Praktikum leisten müssen, Arbeiten erledigen, für die sonst besser bezahlte Angestellte eingestellt werden müssten. Unternehmen setzen teils verstärkt auf die Beschäftigung von Praktikanten als Teil eines willkürlich versuchten Lohndumpings.


    Zitat

    „Ich war drei Monate dort – Arbeitszeiten von 10 und mehr Stunden sind durchaus üblich. (Ich) habe dort aber keinen Cent für die Arbeit gekriegt. (…)

    Alle Arbeiten, die die festen Mitarbeiter nicht gerne machen, mussten wir machen – bis spät in die Abendstunden und an den Wochenenden.“


    So ein Erfahrungsbericht aus einem der Weblogs, die dem Austausch von Erlebnissen im Praktikum dienen – genau so oder ähnlich seit geraumer Zeit immer wieder von den Medien zum Thema erhoben und dort zu lesen und zu hören. Von ihren Bemühungen, mit einem Praktikum den Einstieg in das Berufsleben nach dem Studium zu schaffen, wissen HochschulabsolventInnen in den Medien Ernüchterndes zu berichten. Trotz hoher Qualifikationen und beträchtlicher Flexibilität bleibt vielen von ihnen der Zugang zu regulären Arbeitsverhältnissen verschlossen. Stattdessen arbeiteten sie in gar nicht oder nur niedrig entlohnten Praktikumsverhältnissen, um dort zum Teil verantwortungsvolle Positionen oder sogar reguläre Stellen zu besetzen.


    https://www.ssoar.info/ssoar/b…ekare_Beschaftigung_-.pdf


    Auch in der reichen Schweiz scheint ein ähnliches Problem zu bestehen:


    Zitat

    Wie eine aktuelle Studie von Travail.Suisse zeigt, befindet sich jeder vierte der 15- bis 24-Jährigen in einem befristeten Arbeitsverhältnis. 40,9 Prozent davon sind Praktika. Damit hat sich die Zahl der Praktikanten seit 2010 um einen Drittel erhöht.


    Neu sind Praktika nicht. Bereits 2005 prägte der ZEIT-Autor Matthias Stolz den Begriff «Generation Praktikum» und machte damit auf ein negatives Lebensgefühl aufmerksam, das vor allem unter jungen Akademikern verbreitet war, die versuchten Lücken in ihrem Lebenslauf mit unterbezahlten Praktika zu überbrücken. Doch heute sind es nicht mehr nur Akademiker, die Praktika absolvieren.


    Doch heute sind es nicht mehr nur Akademiker, die Praktika absolvieren. Es sind auch Kleinkinderbetreuer, Köche, PR-Berater oder Haustechniker. Viele davon arbeiten als ordentliche Mitarbeiter zu einem Hungerlohn und haben dabei nicht einmal die Sicht auf eine Festanstellung. (...)


    https://www.watson.ch/schweiz/…aufstand-der-praktikanten


    (Anmerkung: Ich empfehle diesen Artikel im Original ganz zu lesen).


    Und hier noch der Erfahrungsbereich eines von Praktikantenausbeutung Betroffenen:


    Zitat

    "Die Scheißarbeit macht der Praktikant"


    Natürlich war mir während der ersten Wochen die Stumpfsinnigkeit der Arbeit bewusst, doch ich sagte mir, dass sie mich eben testen wollten, ob ich selbst die einfachen Arbeiten fehlerfrei und diszipliniert erledigen würde. Leider dämmerte es mir erst später: Die Firma benutzte mich als Billiglöhner. Für ein überschaubares Salär macht der unverbrauchte und motivierte Praktikant alles, was sonst niemand machen will, so schien die Devise zu sein. Ein befreundeter Kollege, ehemals selbst Praktikant, berichtete mir von seinem Einweisungsgespräch, in dem der Vorgesetzte wörtlich sagte: "Wenn es irgendwelche Arbeiten gibt, die langweilig sind und lange dauern, gib sie den Praktikanten. Du bist jetzt teuer." Ein anderer Kollege erzählte, wie mein Vorgesetzter beim Mittagessen prahlte: "Die Scheißarbeit, die gebe ich immer dem Praktikant!"


    https://www.zeit.de/karriere/b…ung-ausbeutung-stumpfsinn

  • In vielen Studiengängen sind Pflichtpraktika vorgeschrieben, die in Vollzeit angelegt teils mehrere Monate umfassen können. […]

    Naja, die praktische Anwendung der im Studium erworbenen Kenntnisse kann dem Studenten ja nicht schaden, und sie verhilft ihm zudem dazu, erste Erfahrungen im angestrebten beruflichen Werdegang zu sammeln, ohne sich längerfristig festzulegen… erscheint ein Praktikant dem Vorgesetzten während des Praktikums fähig und motiviert, hat er eine gute Chance, später, bei der Suche nach einer Festanstellung unter den Bewerbern bevorzugt berücksichtigt zu werden.

  • Naja, die praktische Anwendung der im Studium erworbenen Kenntnisse kann dem Studenten ja nicht schaden, und sie verhilft ihm zudem dazu, erste Erfahrungen im angestrebten beruflichen Werdegang zu sammeln

    Naja, das ist ja in Ordnung, aber nicht das Problem. Tatsächlich haben es einige Firmen quasi zu ihrem Geschäftsmodell gemacht, in großem Stil Praktikanten zu beschäftigen, um an billige und trotzdem motivierte Arbeitskräfte zu kommen und sich selbst nicht festlegen zu müssen, d.h. die Praktikanten haben praktisch keine Chance auf Übernahme.

  • Naja, die praktische Anwendung der im Studium erworbenen Kenntnisse kann dem Studenten ja nicht schaden, und sie verhilft ihm zudem dazu, erste Erfahrungen im angestrebten beruflichen Werdegang zu sammeln, ohne sich längerfristig festzulegen… erscheint ein Praktikant dem Vorgesetzten während des Praktikums fähig und motiviert, hat er eine gute Chance, später, bei der Suche nach einer Festanstellung unter den Bewerbern bevorzugt berücksichtigt zu werden.

    Kannst du mal von deinem Egotrip herunter kommen?


    Das Strickmuster, mit dem du hier Stränge zu zerfleddern versuchst ist bekannt, langweilig und war es noch nie wert, darauf inhaltlich einzugehen. Um die geht es dir auch nicht.


    Zwangshaft versuchst du die Beiträge anderer zu konterkarieren indem du auf die dort gemachten Ausführungen nicht wirklich eingehst (falls du die überhaupt gelesen hast) und jedesmal eine Gegenposition herbeiredest, egal wie bescheuert die sich ausnimmt.


    Dümmlich süffisant haust du eine nichtssagende Binse nach der anderen raus, was einer Frechheit gegenüber den Threaderstellern und Mitduskutanten gleichkommt.


    So kann z.B. natürlich die praktische Anwendung der im Studium erworbenen Kenntnisse dem Studenten nicht schaden, aber ein Praktikum hat mehr zu leisten, als dass es einem Studenten "nicht schadet". Du scheinst nicht mal ansatzweise zu ahnen, wozu ein Praktikum gut sein soll.


    Du stellst dich an wie ein Autist, der erste Erfahrungen in einer politischen Diskussion zu sammeln versucht, was allerdings angesichts einer Anzahl von 4310 von dir seit Januar 2019 in dieses Forum eingetüteten Beiträgen keine überzeugende Erklärung für das omnipräsente Problem liefert, dass du seit Jahren an fast jedem Thema vorbeischreibst.


    Geh in einen Schützenverein und baller da sinnlos in die Decke, vielleicht finden die das zur Abwechslung mal ganz lustig.

  • Naja, das ist ja in Ordnung, aber nicht das Problem. Tatsächlich haben es einige Firmen quasi zu ihrem Geschäftsmodell gemacht, in großem Stil Praktikanten zu beschäftigen, um an billige und trotzdem motivierte Arbeitskräfte zu kommen und sich selbst nicht festlegen zu müssen, d.h. die Praktikanten haben praktisch keine Chance auf Übernahme.

    Es sind nicht nur einige Firmen, die sich dieses miese Geschäftsmodell zu eigen gemacht haben. Unterstützt werden sie durch die Verpflichtungen zu Langzeitpraktika, die heue in vielen Studiengängen üblich sind sowie durch laxe bzw. gar nicht existente Arbeitnehmerrechte, was durch eine Politik verursacht wird, die seit Jahrzehnten der Seite korrupter Arbeitgeber zuarbeitet und das arbeitende Volk und dabei besonders die jüngere Generation verrät.

  • Eine Kasseler Produktionsfirma sucht Praktikanten, die für eine mehrmonatige Arbeit in Vollzeit keinen Cent Vergütung bekommen sollen. Da habe ich im November 2019 eine erste Anfrage an dieses Unternehmen gerichtet:



    Natürlich habe ich auch von diesem Unternehmen keine Antwort bekommen, obwohl ich am 19. November 2019 an meine Anfrage erinnert habe. Als ich vor einigen Wochen den Link zur alten Stellenausschreibung testete, war diese noch aktiv geschaltet. Und auch anderweitig sucht diese TV-Produktionsfirma immer noch Praktikanten, die für lau, sprich ohne jegliche Vergütung arbeiten sollen. Da habe ich am 17.04.2020 mich bei dem Unternehmen in Erinnerung gebracht:



    Der Verein hat sich wieder nicht gerührt, so dass ich ihm am Montag den 18.Mai 2020 folgendes zukommen lasse: (...)


    Fortsetzung in Beitrag # 7

  • Der Verein hat sich wieder nicht gerührt, so dass ich ihm am Montag den 25. Mai 2020 folgendes zukommen lasse: (...)


    Fortsetzung in Beitrag # 7


    Hier die Kopie meiner öffentlichen Kritik:


  • Hier die Kopie meiner öffentlichen Kritik:

    Ich muss meine Kritik aktualisieren:


    Als ich heute (20.Mai 2020) die gut ein halbes Jahr auf den Seiten des Studentenwerks Ffm geschaltete Ausschreibung aufrufen wollte, zeigt sich diese als deaktiviert. Deswegen habe ich eine kleine Änderung an meiner aktuellen Kritik vorgenommen:


    Hier die aktualisierte Kopie meiner öffentlichen Kritik:


  • Ein neues Beispiel: Praktika bei der Firma Digital Minds.


    Diese Firma sucht im 3. Quartal 2020 auf den Seiten des Studentenwerks Ffm Praktikanten, die im Homeoffice 2-3 Monate ihr Praktikum bei dieser Firma leisten wollen (besser gesagt via Pflichtpraktikum müssen):


    https://stellenmarkt.studenten…reich-digitales-marketing


    https://stellenmarkt.studenten…reich-digitales-marketing


    Beide Anzeigen wurden am 31.08.2020 erneut geschaltet, sind aber schon seit gut 2 Monaten auf den benannten Seiten zu finden.


    Am Montag, 06. Juli 2020 richte ich diese Anfrage an das Unternehmen:



    Da ich bis zum Mittwoch, 15. Juli 2020 keine Reaktion seitens des Unternehmens erkennen kann, erinnere ich zum 1. Mal an meine Anfrage vom Montag, 06. Juli 2020:



    Auch danach übt sich das Unternehmen in einer m.E. feigen Funkstille, auch eine am 22.07.2020 versendete 2. Erinnerung kann an dieser Haltung nichts ändern. Am 02.September 2020 beschwere ich mich öffentlich über das m.E. schwer unfaire Verhalten seitens Digital Minds: (...)


    Fortsetzung in Beitrag # 10


    RE: Ausbeutung via Praktikum

  • Auch danach übt sich das Unternehmen in einer m.E. feigen Funkstille, auch eine am 22.07.2020 versendete 2. Erinnerung kann an dieser Haltung nichts ändern. Am 02.September 2020 beschwere ich mich öffentlich über das m.E. schwer unfaire Verhalten seitens Digital Minds: (...)


    Fortsetzung in Beitrag # 9


    Hier die Kopie meiner öffentlichen Kritik:


    [QUOTE]Thomas Schüller

    Taunusstr. 50

    63303 Dreieich


    Digital Minds

    Bluecherstraße 90

    86165 Augsburg

    Betreff: öffentlich Kritik an arbeitnehmerfeindlicher Geschäftspolitik und Unternehmenskommunikation*Digital Minds


    Guten Tag die Damen und Herren,


    im 3. Quartal hat Ihre Firma Digital Minds auf den Seiten des den Seiten des Studentenwerks Ffm Ausschreibungen geschaltet, die an Studierende

    ortsunabhängige Online-Praktika (z.B. im Bereich Digitales Marketing (SEO / SEM / Affiliate)) anbieten. Die Dauer dieser Praktika wird von Ihnen mit 2-3 Monaten angegeben, es soll keine Vergütung erfolgen.


    https://stellenmarkt.studenten…reich-digitales-marketing


    https://stellenmarkt.studenten…reich-digitales-marketing


    Die verlinkten Ausschreibungen lassen mich leider 2 Momente erkennen, die als defizitär empfinde:


    Ansprache der studentischen Zielgruppe in der 2. Person Singular


    Digital-Mind will die von ihm nachgefragte Mitarbeit der gesuchten Praktikant(inne)n nicht vergüten


    Bezüglich dieser beiden von mir erkannten Defizite habe ich an Ihre Firma am 06. Juli 2020 eine Anfrage (s. Anlage 1) gerichtet. Mit Hilfe dieser Anfrage versuchte ich mit Ihrem Unternehmen ins Gespräch zu kommen, warum die Geschäftspolitik Ihres Unternehmens die Umstände erkennen lässt, welche ich als defizitär veranlagt empfinden muss.


    Da ich bis zum 15. Juli 2020 keine auf diese Anfrage bezogene Reaktion seitens Ihres Unternehmens erkennen konnte, erinnerte ich an diesem Tag zum 1. Mal an meine Anfrage (Anlage 2). Da auch auf diese Erinnerung keine Reaktion seitens Digital Minds erfolgte, erlaubte ich mir am 22.07.2020 eine 2. Erinnerung (Anlage 3) an meine ursprüngliche Anfrage, die aber Ihr Unternehmen auch nicht zu der Aufnahme eines Dialog bewegen konnte, da ich bis heute (02.September 2020) keinerlei Reaktion seitens Digital Minds in benannter Angelegenheit erkennen kann.


    Dieser Umstand bewegt mich zu dieser öffentlichen Kritik, in der ich diese beiden Kritikpunkte zum Gegenstand machen muss.


    1. Digital Minds beweist eine miserable und menschenunwürdige Unternehmenskommunikation


    2. Digital Minds scheint eine arbeitnehmerfeindliche Geschäftspolitik zu verfolgen


    Lassen Sie mich bitte meine Kritik erläutern:


    Zu 1.: Digital Minds beweist eine miserable und menschenunwürdige Unternehmenskommunikation


    a) ignorantes Antwortverhalten seitens Digital Minds


    Digital Minds scheint es nicht für nötig zu halten trotz zweier zwischenzeitlich erfolgten Erinnerungen auf meine am 05. Juli 2020 erfolgte Anfrage (Anlage 1) zu reagieren. Ich sehe diesen Umstand als einen Hinweis auf ein schwer ignorantes Kommunikationsverhalten, das ich als unhöflich gegenüber meiner Person und ungeeignet empfinde

    um einer etwaigen Kontroverse produktiv begegnen zu können.


    b) unhöfliche Ansprache in der Unternehmenskommunikation


    Digital Minds verwendet in den beiden verlinkten Ausschreibungen eine Ansprache der studentischen Zielgruppe in der 2. Person Singular. Das sehe ich als anmaßend und übergriffig, wenn die derart angesprochenen Personen nicht vorher darauf befragt wurden, ob diese mit einer solchen Anrede einverstanden sind und ihr diesbezügliches Einverständnis erklärt haben.


    Ausschreibungen bilden allgemein üblich einen Erstkontakt zwischen Unternehmen und den Personen, welche diese Ausschreibungen wahrnehmen. Ein Vertrauensverhältnis, das eine Ansprache in der 2. Person Singular rechtfertigen könnte, kann zwischen den hier beteiligten Akteuren allgemein nicht vorausgesetzt werden, ein solches Verhältnis muss erst durch eine eine gegenseitige Wertschätzung ausdrückende Interaktion erworben werden. Unternehmen, die vorab duzen, unternehmen den zweiten vor dem ersten Schritt. Das sollten Unternehmen wissen, die ihren realen und potenziellen Mitarbeiter/innen wertschätzend gegenüber auftreten wollen. Die von Digital Minds in den oben benannten Zusammenhängen bewiesene Unternehmenskommunikation lässt entschieden daran zweifeln, dass Digital Minds Grundanstandsregeln der Kommunikation bekannt sind bzw. von ihm als relevant erachtet werden.


    2. Digital Minds scheint eine arbeitnehmerfeindliche Geschäftspolitik zu verfolgen


    Digital-Minds sieht keine Vergütung der Mitarbeit im Rahmen der in den verlinkten Ausschreibungen angebotenen Praktika vor, obwohl für diese Mitarbeit seitens Digital-Minds eine Dauer von 2-3 Monaten vorgesehen wird.


    Laut Ausschreibung werden die Praktikant(innen) mit verantwortungsvollen Aufgaben von Anfang an betraut, zudem würde das Team bei Digital-Minds "motiviert, kreativ und leistungsorientiert" arbeiten. Diese Information gibt Anlass für die Vermutung, dass Digital-Minds von Seiten der hier gesuchten Praktikant(inne)n eine solide wertschöpferische Arbeit bezogen auf eine Mitarbeit erwartet, die auf eine Dauer von 2-3 Monaten angelegt ist. Sollte diese Mitarbeit in Vollzeit angedacht sein, dann könnte das eine ca. 400-500 Zeitstunden umfassende Gesamtarbeitszeit bedeuten, in der für Digital-Minds "motiviert, kreativ und leistungsorientiert" gearbeitet werden soll, ohne dass die diese Arbeit leistenden Personen auch nur einen Eurocent an monetärer Gegenleistung für Ihre Mitarbeit erhalten.


    Das lässt mich meinen entschiedenen Verdacht bilden, dass Digital Minds eine besonders offensive Form der Ausbeute von jungen Menschen versucht, die via Pflichtpraktikum als leichte Opfer für eine solche Ausbeutung erscheinen. Dieses Verdachtsmoment sehe ich als mehrfach prekär veranlagt, denn die Opfer einer solch möglicherweise versuchten Praktikantenausbeite seitens Digital Minds dürften junge Menschen sein, die


    a) bezogen auf die Arbeitswelt noch eher als unerfahren gelten können

    b) über kein selbst erwirtschaftetes ausreichendes Einkommen verfügen

    c) durch die Pflicht zu monatelangen Praktika der Willkür von Arbeitgebern ausgesetzt sein können, welche die Mitarbeit im Rahmen solcher Praktika nicht oder nur geringfügig vergüten wollen (und das obwohl diese Arbeitgeber meist gut aufgestellt sind bzw. eine solche Aufstellung behaupten).


    Ich hatte in meiner in Anlage 1 vermerkten Anfrage Digital Minds darauf gewiesen, dass ein Teil der Studierenden neben einer Unterstützung durch Eltern und Bafög (so denn sie eine solche überhaupt bekommen) auf einen Erwerb durch einen Nebenjob bzw.durch eine Praktikumsvergütung angewiesen sind um die wichtigsten Ausgaben decken zu können. Da müsste die Vergütung zu diesen Lebensanforderungen passen - im Falle einer Mitarbeit als Praktikant bei Digital-Minds quasi ein Ding der Unmöglichkeit.


    Ich versuchte ebenso mit der benannten Anfrage kooperativ mit Digital Minds den oben benannten Umständen nachzugehen und stellte diesbezügliche Fragen. Das Digital Minds meine Anfrage dauerhaft zu ignorieren versucht, bestärkt mir nur leider den Verdacht, dass Digital Minds schamlos Praktikanten auszunutzen versucht und damit eine sehr arbeitnehmerfeindliche Geschäftspolitik verfolgt.


    Tragischerweise wäre bzw. ist ein solch arbeitnehmerfeindliche Geschäftspolitik auf Grund extrem laxer rechtlicher Vorgaben seitens der deutschen Bundespolitik nicht einmal illegal, weil es selbiger Politik und vielen weiteren gesellschaftlichen Akteuren vollkommen egal ist, wie sehr junge und meist wehrlose Menschen in Deutschland schamlos ausgebeutet werden.


    Schlusswort:


    Sollten die oben benannten Kritikpunkte sowie Verdachtsmomente, welche ich hier öffentlich gegenüber Digital Minds erhebe aus der Sichtweise seitens Digital Minds überzogen erscheinen bzw. nicht der Realität entsprechend, dann sehe ich spätestens jetzt einen Zeitpunkt gekommen, an dem Digital Minds am besten gegenüber der mit dieser Kritik bedachten Öffentlichkeit erklärt was wirklich laut seiner Sichtweise Sache wäre.


    Vielleicht lässt sich dann eine gegenseitig zufriedenstellende Aufklärung in benanntem Sachverhalt betreiben.


    Mit freundlichen Grüßen Thomas Schüller


    P.S.: Diese Kritik wird im Netz veröffentlicht, z.B.:


    http://politikarena.net/showpost.php?p=1276881&postcount=101

    RE: Ausbeutung via Praktikum

    https://politik-forum.net/foru…aktikum/?postID=99#post99

  • Eine Kasseler Produktionsfirma sucht Praktikanten, die für eine mehrmonatige Arbeit in Vollzeit keinen Cent Vergütung bekommen sollen. Da habe ich im November 2019 eine erste Anfrage an dieses Unternehmen gerichtet: (...)


    Natürlich habe ich auch von diesem Unternehmen keine Antwort bekommen, obwohl ich am 19. November 2019 an meine Anfrage erinnert habe. Als ich vor einigen Wochen den Link zur alten Stellenausschreibung testete, war diese noch aktiv geschaltet. Und auch anderweitig sucht diese TV-Produktionsfirma immer noch Praktikanten, die für lau, sprich ohne jegliche Vergütung arbeiten sollen. Da habe ich am 17.04.2020 mich bei dem Unternehmen in Erinnerung gebracht: (...). Der Verein hat sich wieder nicht gerührt, so dass ich ihm am Montag den 18.Mai 2020 folgendes zukommen lasse: (...)


    Fortsetzung in Beitrag # 7


    Etwa 5 Monate war auf den Seiten des Studentenwerks Ffm keine Ausschreibungen seitens dieser Kasseler Produktionsfirma zu erkennen, seit dem 25.09.2020 versucht der Laden aber auch dort wieder für ihn extrem billiges Personal (0,0 Euro die Stunde) zu rekrutieren:


    https://stellenmarkt.studenten…r-fernsehproduktionsfirma


    Das muss wieder erneut kritisch gewürdigt werden:


  • An billigen Praktikanten besteht immer Bedarf, auch das Zentrum für Psychotherapie Wiesbaden sucht im Januar 2021 wieder nach Praktikanten:



    https://stellenmarkt.studenten…r-psychologie-studierende


    Screenshot der Ausschreibung:


    https://www.directupload.net/file/d/6063/5syi9xgk_jpg.htm


    Ich hatte im 1. Quartal 2020 in ähnlicher Angelegenheit an das Unternehmen eine kritische Anfrage gerichtet, die trotz zweier Erinnerung von der Geschäftsleitung nicht beantwortet wurde, Das darf aber kein Argument sein, den neuerlichen Versuch billige Praktikanten zu gewinnen unkommentiert zu lassen. Am 13.01.2021 richte ich eine neue Anfrage an das Unternehmen:



    Parallel zu dieser Anfrage versuche ich mit der Politik ins Gespräch zu kommen um die Problematik schlecht oder gar nicht vergüteter Praktika zu erörtern, dazu mehr im nächsten Beitrag.

  • Parallel zu dieser Anfrage versuche ich mit der Politik ins Gespräch zu kommen um die Problematik schlecht oder gar nicht vergüteter Praktika zu erörtern, dazu mehr im nächsten Beitrag.



    Mitte Januar 2021 richte ich auf Abgeordnetenwatch.de an die Adresse von mehreren Bundestagsabgeordneten diese Fragestellung:



    Prof. Dr. Matthias Zimmer (CDU) lässt mir zeitnah diese Antwort zukommen:



    https://www.abgeordnetenwatch.…r/fragen-antworten/565964


    Ich sehe diese Antwort als inhaltlich schwach und frage deswegen nach:



    Die Antwort seitens Herrn Prof. Zimmer:



    https://www.abgeordnetenwatch.…r/fragen-antworten/566059


    Auch diese Antwort sehe ich als Versuch meinen Fragen aus dem Wege zu gehen. Mehrere Nachfragen sind auf abgeordnetwach.de nicht möglich, deshalb lasse ich hier erst einmal bewenden. Aber es gibt ja noch andere MsBs.

  • Auch diese Antwort sehe ich als Versuch meinen Fragen aus dem Wege zu gehen. Mehrere Nachfragen sind auf abgeordnetwach.de nicht möglich, deshalb lasse ich hier erst einmal bewenden. Aber es gibt ja noch andere MsBs.

    Wieso? Lohnverhandlungen sind Sache von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, logisch.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Wieso? Lohnverhandlungen sind Sache von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, logisch.

    Im Fall dieses Praktikums beim Zentrum für Psychotherapie gibt es nichts zu verhandeln.


    Zitat

    Vergütung: Keine (Pflichtpraktikum)



    Das hättest du erkennen können, wenn du vor dem Schreiben versuchen würdest,

    dich durch Lesen sachkundig zu machen.

  • Wo wurde ein entsprechender Passus wie von dir behauptet hier veröffentlicht?

    In irgendeiner Deiner als Spoiler hier hineinkopierten Korrespondenz (es ging um das einjährige Praktikum als Schulbegleiter) hattest Du die Angabe zur Vergütung (in der beigesteuerten Stellenazeige "nach Qualifikation" angegeben) als nichtssagend bezeichnet.

    Besagten Passus hatte ich über Deinen Beitrag gefunden, auf den Wudi sich bezog, als er Dir geantwortet hatte

  • In irgendeiner Deiner als Spoiler hier hineinkopierten Korrespondenz (es ging um das einjährige Praktikum als Schulbegleiter) hattest Du die Angabe zur Vergütung (in der beigesteuerten Stellenazeige "nach Qualifikation" angegeben) als nichtssagend bezeichnet.

    Besagten Passus hatte ich über Deinen Beitrag gefunden, auf den Wudi sich bezog, als er Dir geantwortet hatte

    Dann scheint hier ein Missverständnis vorzuliegen - was schnell passieren kann, wenn man sich auf irgendeinen Bestandteil meiner in diesem Thread hineinkopierten Korrespondenz berufen möchte ohne diesen zu zitieren oder sonst wie auf diesen zu weisen.