Polizeigewalt in Minneapolis der USA: Der Todesfall George Floyd

  • Da sei mal vorsichtig, den Roten Khmer sind in vier Jahren zwei Mio Menschen zum Opfer gefallen, und der "Große Sprung" des Genossen Mao ...

    Gutes Beispiel wie verzwickt das Rechts/Links Schema ist. Ergoogle mal wer Jahrelang den Khmer Rouge die Stange gehalten hat weil jene sich als wunderbare Gegner der Vietnamesen positionierten...

  • Das Rechts/Links Schema ist in Ordnung. Das wird sich auch nicht in einer höheren Sozialdarwinistischen-Ordnung auflösen.

    Nicht in diesem Kontext. Das vermeintliche Steinzeitkomunistische Terrorregime Kambodcha's wurde jahrelang als Gegengewicht zu Vietnam ( ein Land welches eine US Besetzung oder deren Ihnen zugetane Diktatoren rausgeschmissen hat ist immer deren Public Enemy No.1 ) von den USA hochgehalten.

  • Gutes Beispiel wie verzwickt das Rechts/Links Schema ist. Ergoogle mal wer Jahrelang den Khmer Rouge die Stange gehalten hat weil jene sich als wunderbare Gegner der Vietnamesen positionierten...

    Nicht vergessen, China. Der Einmarsch Vietnams in Kambodscha hatte den Grenzkonflikt mit Vietnam als Folge.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Nicht in diesem Kontext. Das vermeintliche Steinzeitkomunistische Terrorregime Kambodcha's wurde jahrelang als Gegengewicht zu Vietnam ( ein Land welches eine US Besetzung oder deren Ihnen zugetane Diktatoren rausgeschmissen hat ist immer deren Public Enemy No.1 ) von den USA hochgehalten.

    Dazu hab ich sogar was in meinem Archiv.

    http://www.zeitgeistlos.de/zgb…-usa-und-die-roten-khmer/


    mfg

  • Kommen wir mal zurück zu den Protesten wegen George Floyd. Zwischen den (West-)europäischen und den US-amerikanischen Grundhaltungen hinsichtlich der Zivilgesellschaft gibt es einen bedeutenden Unterschied.


    Aristoteles wies im 4. Jahrhundert vor Christus in seinem 8-bändigen Hauptwerk "Über die Politik" schon auf eine entscheidende Schwäche der Demokratie hin. Diese Schwäche, bekannt als "Diktatur der Mehrheit" lässt sich kurz so beschreiben: die Mehrheit in einem Staatswesen besteht immer aus relativ armen Menschen, verglichen mit der besitzenden Elite. Würde man nicht Mechanismen einbauen, um diese Mehrheit daran zu hindern, den Besitzenden einfach durch Mehrheitsentscheidung ihren Besitz wegzunehmen, wäre dies eine Form der Diktatu, und zwar die der nicht besitzenden Mehrheit.


    Er definierte 2 Wege, dies zu erreichen - entweder durch eine soziale Umverteilung, um die Masse der Bevölkerung so weit zufrieden zu stellen, dass alleine auf Grund dieser Umverteilung die Wegnahme des Besitzes der Reichen keine Mehrheiten mehr findet, oder durch Domination, also eine durch staatliche Macht und Repression gewährleistete Besitzstandswahrung. Natürlich gibt es zwischen diesen beiden Extrempunkten viele Abstufungen, und auch eine eher auf dem Umverteilungsgedanken beruhende Gesellschaft wird nicht vollständig auf staatliche Machtausübung verzichten können. Entscheidend aber ist, wo der Schwerpunkt liegt.


    Wo dieser Schwerpunkt in den USA liegt, lässt sich gut aus der Entstehungsgeschichte ihrer Verfassung herleiten. James Madison, der 4. Präsident der USA schrieb dazu folgendes:

    Zitat

    The man who is possessed of wealth, who lolls on his sofa or rolls in his carriage, cannot judge the wants or feelings of the day-laborer. The government we mean to erect is intended to last for ages. The landed interest, at present, is prevalent; but in process of time, when we approximate to the states and kingdoms of Europe, — when the number of landholders shall be comparatively small, through the various means of trade and manufactures, will not the landed interest be overbalanced in future elections, and unless wisely provided against, what will become of your government? In England, at this day, if elections were open to all classes of people, the property of landed proprietors would be insecure. An agrarian law would soon take place. If these observations be just, our government ought to secure the permanent interests of the country against innovation. Landholders ought to have a share in the government, to support these invaluable interests, and to balance and check the other. They ought to be so constituted as to protect the minority of the opulent against the majority. The senate, therefore, ought to be this body; and to answer these purposes, they ought to have permanency and stability.

    Da zu Beginn des Entstehens der USA die Senatoren und Gouverneure sehr langfristig eingesetzt (nicht gewählt) wurden, meist Großgrundbesitzer oder anderweitig Besitzende waren (Eisenbahn, Minen pp.), wurde hier der Grundstein gelegt für die noch heute existierende Mischform aus Plutokratie und Demokratie.

    In ihren Wurzeln und auch der späteren Ausgestaltung sind die USA eben weniger auf Ausgleich und soziale Teilhabe innerhalb der Zivilgesellschaft ausgelegt als die Staaten Westeuropas, sondern mehr auf Dominanz der Reichen über die Masse der Bevölkerung.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Die "allgemeine Krise des Kapitalismus" ist gekennzeichnet durch die Verkürzung und Häufung seiner zyklischen Krisen und einen zunehmenden Widerstand der entrechteten und ausgebeuteten Massen. deshalb erprobt man den Krieg gegen die Völker mit diversen Methoden der Überwachung und der Demonstration der Macht, um die Massen zu manipulieren und ihnen klar zu machen , dass jeglicher Widerstand gegen das System erfolglos ist. Die USA und Ihr Appendix gehen dabei voran.

  • Wo dieser Schwerpunkt in den USA liegt, lässt sich gut aus der Entstehungsgeschichte ihrer Verfassung herleiten. James Madison, der 4. Präsident der USA schrieb dazu folgendes:

    Da zu Beginn des Entstehens der USA die Senatoren und Gouverneure sehr langfristig eingesetzt (nicht gewählt) wurden, meist Großgrundbesitzer oder anderweitig Besitzende waren (Eisenbahn, Minen pp.), wurde hier der Grundstein gelegt für die noch heute existierende Mischform aus Plutokratie und Demokratie.

    In ihren Wurzeln und auch der späteren Ausgestaltung sind die USA eben weniger auf Ausgleich und soziale Teilhabe innerhalb der Zivilgesellschaft ausgelegt als die Staaten Westeuropas, sondern mehr auf Dominanz der Reichen über die Masse der Bevölkerung.

    Dass überall die "Reichen" auch die Regierenden waren, kann auch daran liegen, dass sie in der Regel gebildeter waren als die Masse der Bürger. Ein gebildeter und vermögender Mittelstand ist erst spät entstanden, und vergleicht man die "Klassen" früher und heute, so wären die heutigen "Armen" eher der Mittelstand von früher. Ich glaube, dass wir uns heute gar nicht mehr vorstellen können, wie wenig die Masse des Volkes früher hatte. Auch, wie wenig Zugang zu Informationen.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Dass überall die "Reichen" auch die Regierenden waren, kann auch daran liegen, dass sie in der Regel gebildeter waren als die Masse der Bürger. ...

    Nö, das liegt seit dem Ende der Steinzeit daran, dass diejenigen mit dem meisten Besitz auch meistens diejenigen mit der Macht dazu waren, ihren Willen durchzusetzen. Viele wirklich gebildete Menschen verstarben arm wie Kirchenmäuse.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Was ist das für eine "Black Lives Matter-Bewegung"? Was haben die für Ziele?


    https://www.wsws.org/de/articles/2016/10/14/blac-o14.html


    Zitat: http://www.wsws.org

    Zitat

    Milliardäre unterstützen die Bewegung „Black Lives Matter“ in den USA

    14. Oktober 2016

    Die Ford Foundation, eine der mächtigsten privaten Stiftungen der Welt mit engen Beziehungen zur Wall Street und zur amerikanischen Regierung, kündigte kürzlich an, sie beabsichtige in den folgenden sechs Jahren 100 Millionen Dollar an verschiedene Organisationen weiterzuleiten, die eine führende Rolle in der Bewegung „Black Lives Matter“ spielen.

    „Wir wollen, dass diese Gemeinschaft von Förderern der sozialen Gerechtigkeit vertieft und erweitert wird“, ist in der Ankündigung der Stiftung zu lesen. „Wir wollen mutige Experimente fördern und der Bewegung helfen, eine solide Infrastruktur aufzubauen, die es ihr ermöglichen wird, erfolgreich zu sein.“

  • Der Postillon bringt einen Teilaspekt des ganzen sehr schön auf den Punkt:


    Weiße Deutsche halten "nicht so schlimm wie in den USA" offenbar für akzeptable Menge Rassismus

    Zitat

    Rassismus ist nur eines von mehreren Problemen, das in Deutschland nach Ansicht eines Großteils der Bevölkerung angenehm harmlos wirkt, wenn man über den Atlantik blickt. Auch in den Bereichen Arbeitnehmerrechte ("solang wir keine Hire-and-Fire-Zustände, wie in den USA haben, ist doch alles gut"), Umweltverschmutzung ("klar, stoßen wir viel Dreck aus, aber schau doch mal nach Amerika"), Spaltung der Gesellschaft ("bei den Amis sind die Gräben ja viel größer") und sozialer Ungleichheit ("das mit den Superreichen ist in den Vereinigten Staaten ja echt pervers") sei dank den USA hierzulande alles in bester Ordnung.

    Diese Art zu diskutieren finden wir ja leider auch hier im Forum oft genug, z.B. beim Thema Armut. Es gibt soooo viele andere Länder, in denen es den Menschen, speziell den Armen noch viel schlechter geht als in Deutschland.

    Immer schön mit den schlechteren vergleichen und sich dabei auf die Schulter klopfen .....

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Der Postillon bringt einen Teilaspekt des ganzen sehr schön auf den Punkt:


    Weiße Deutsche halten "nicht so schlimm wie in den USA" offenbar für akzeptable Menge Rassismus

    Diese Art zu diskutieren finden wir ja leider auch hier im Forum oft genug, z.B. beim Thema Armut. Es gibt soooo viele andere Länder, in denen es den Menschen, speziell den Armen noch viel schlechter geht als in Deutschland.

    Immer schön mit den schlechteren vergleichen und sich dabei auf die Schulter klopfen .....

    Das war immer das Prinzip der Herrschenden, dass sie ideologisch darauf verwiesen haben, wie relativ gut es den Beherrschten unter ihrem Regime doch geht und wieviel schlechter es doch noch gehen könnte. Und den Geknechteten war es immer angenehm, noch auf Menschen herabblicken zu können, denen es schlechter ging. Wenn sich die Unterdrückten solidarisieren, wird es für die Mächtigen gefährlich.

  • Dann müßte es heute ja nicht mehr so sein, oder? ;)

    Ist es ja auch nicht mehr, jedenfalls nicht bei uns, wo jeder Bürger die Möglichkeit hat, gewählt zu werden. Er braucht nicht mal einen superteuren Wahlkampf wie in Amerika dafür.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Nö, das liegt seit dem Ende der Steinzeit daran, dass diejenigen mit dem meisten Besitz auch meistens diejenigen mit der Macht dazu waren, ihren Willen durchzusetzen. Viele wirklich gebildete Menschen verstarben arm wie Kirchenmäuse.

    Was sind denn "wirklich gebildete Menschen"? Es gibt sehr gebildete Menschen, die ihren Willen nicht durchsetzen, weil ihnen kommunikative Fähigkeiten oder angenehme Umgangsformen fehlen. Zumindest in Europa jedenfalls ist Geld nicht unbedingt ein Machtmittel.

    (Jaja, ich weiß, die Reichen haben andere Mittel und lassen regieren...:flööt:)



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • .... Zumindest in Europa jedenfalls ist Geld nicht unbedingt ein Machtmittel.

    In was für einer Traumwelt lebst du eigentlich? Es geht nicht um eine Verschwörung irgendwelcher Multimilliardäre, es geht darum, dass bis zum heutigen Tag die Möglichkeiten und der Einfluss von Big Money tendenziell als Unterdrückungs- und Beeinflussungsmöglichkeit genutzt wird. Vergleiche einfach mal den Zugang zur Politik von Liz Mohn und Lieschen Müller. Man braucht sich nur mal genauer anschauen, wie viel Zeit Wirtschaftslobbyisten gewidmet wird und wie viel zivilen NGOs aus den verschiedensten Bereichen, egal ob es sich um soziale oder ökologische Belange dreht. Alleine dieses Missverhältnis zeigt sehr deutlich, wo der Hammer hängt.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Jaja, ich weiß schon. Die Liz Mohns dieser Welt sind es, die uns regieren.


    Möglicherweise leben wir beide in Traumwelten. Aber Deiner ist ein böser Traum, weil Du überall Machenschaften witterst, viel mehr, als es wirklich gibt, und ich begrüße, was trotz all dieser bösen Verschwörer für den Einzelnen doch möglich ist.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Jaja, ich weiß schon. Die Liz Mohns dieser Welt sind es, die uns regieren.

    Möglicherweise....

    Möglicherweise liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.... Ich mochte Peter Scholl-Latour, der oft als konservativ ( Jesuitenerziehung ) und später als alter Sack abgelächelt wurde aber (fast) immer recht behielt in seinen Prognosen und Denkansätzen.


    Daher sein.... "Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die viel besser ist als anderswo, ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu veröffentlichen."


    Und da dieses Zitat aus der Zeit der "nur" Printmedien kommt ist letztendlich wohl das Resultat was der Gesellschaft, aber vor allen der hiesigen Journallie in Sachen Meinungsbildung gerade anfängt um die Ohren zu fliegen.

  • Das kann man begrüßen, aber das tue ich nicht. Denn die, die der Journaille den Garaus machen wollen und "Lügenpresse" schreien, sind genau die, vor denen wir uns fürchten sollten.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Das kann man begrüßen, aber das tue ich nicht. Denn die, die der Journaille den Garaus machen wollen und "Lügenpresse" schreien, sind genau die, vor denen wir uns fürchten sollten.

    Es wird aber seltenst Verleger geben,die in ihrem Medium eine andere als zustimmende Meinung als der ihren verbreiten lassen.

    Oder hat die Bild schon mal Linke schreiben lassen?? Oder die "Neue Bild Post" Atheisten ??