Alles rund um die Eisenbahn

  • […] wenn Züge überfüllt sind, gibt es offenbar Nachfrage. […]

    […] Oder die Züge verkehren auf der Strecke zu selten oder mit zu wenigen Waggons… in Stoßzeiten, in der Urlaubshauptsaison oder anlässlich des Besuchs von Großveranstaltungen mag Otto Normalbahnreisender das Gedränge ja hinnehmen.

  • […] Oder die Züge verkehren auf der Strecke zu selten oder mit zu wenigen Waggons… in Stoßzeiten, in der Urlaubshauptsaison oder anlässlich des Besuchs von Großveranstaltungen mag Otto Normalbahnreisender das Gedränge ja hinnehmen.

    Was für ein realitätsfernes Geschwafel. Wenn Züge nur selten verkehren, sind die leer.

    Männer die nur einmal im Jahr einen hoch bekommen,

    sind nun auch nicht gerade die Helden auf dem Heiratsmarkt.

  • […] Auch der Straßenbau wird so gesehen subventioniert.

    Es wird ja leider vom heutigen Bürger nur zu gern vergessen, dass am Straßennetz auch die Gesamtzahl der Bürger (ob Autofahrer oder nicht) profitiert. Die Straßen dienen als Verkehrsweg eben nicht nur dem Autofahrer, sondern auch der allgemeinen Versorgung/Versorgungssicherheit, und darunter ist dann nicht nur der Hänger-/Sattelzug, der dem benachbarten Discounter Ware anliefert zu verstehen… die Straßen dienen auch als Rettungswege (Krankentransporte, Feuerwehreinsätze) - und leider auch als Auflauffläche für die zahlreichen Demonstrationen, zu denen aufzurufen vom heutigen Bürger ja als sein wichtigstes Recht empfunden wird…


    Übrigens: Die bis in die Abendnachrichten hineinwirkenden Staus im Straßenverkehr entstehen dadurch, dass größere Menschenmassen sich zeitgleich auf derselben Reiseroute in Richtung ihres Urlaubsorts oder von dort wieder auf die Heimfahrt machen… die Stockungen, in den sich meine Weiterfahrt für vielleicht bis zu 10 Minuten verzögert, waren durch Baustellen, verstopfte Straßenkreuzungen, Falschparker etc. verursacht - ich fahre nun mal selten Autobahn, weil mich nicht "der schnellste" Weg interessiert, sondern eher der landschaftlich reizvollere.

  • Du vergisst, dass auch die Schiene zur Versorgungssicherheit beiträgt. Sämtliche Transporte (egal ob Personen oder Güter) auf die Straße verlagert, und der Verkehrsinfarkt ist perfekt.

    Übrigens: Die bis in die Abendnachrichten hineinwirkenden Staus im Straßenverkehr entstehen dadurch, dass größere Menschenmassen sich zeitgleich auf derselben Reiseroute in Richtung ihres Urlaubsorts oder von dort wieder auf die Heimfahrt machen…

    Man sieht, dass du selten Auto(bahn) fährst ... achte mal morgens und abends auf die Verkehrsinfos ... da sind Urlauber eher eine verschwindende Minderheit.

  • Du vergisst, dass auch die Schiene zur Versorgungssicherheit beiträgt. Sämtliche Transporte (egal […]

    […] Man sieht, dass du selten Auto(bahn) fährst (…]

    Zum 1. Teil des Zitats: Ja, gut, die Bahn versorgt sicher die dort noch weiterbeschäftigten Beamten… und die Politiker und Staatssekretäre, die im jeweiligen Referat des Bundesverkehrsministeriums einen Sitzplatz ergattert haben… ansonsten ist die Bahn wegen der benötigten Infrastruktur eines eigenen Verkehrsnetzes eben kein Beitrag zur Versorgungssicherheit, sondern ein überaus personal- und kostenträchtiges Relikt des 19. Jahrhunderts, dessen heutige Überbleibsel nicht mal mehr hübsch anzusehen sind…


    Zum 2. Tail des Zitats: Es kommt ja vor, dass ich Autobahnteilabschnitte nutze - seit Jahrzehnten allerdings habe ich mir keine Verkehrsdurchsagen mehr angehört, denn erstens nutze ich den Hörfunk nur in Ausnahmefällen (also etwa in den Jahren 2003-2006), wenn ich mit dem Dienstwagen unterwegs war, in meinen eigenen Fahrzeugen war nie ein Radio eingebaut.

    Und die Staumeldungen aus den Zeiten des Berufsverkehrs in den Morgen- und Abendstunden betreffen ja eher Verzögerungen von vielleicht 20 Minuten… bei den Urlaubsreisewellen kann es dagegen auch zum Verlust eines halben Tages kommen. Oder zur unfreiwilligen Übernachtung, bevor die Autobahn wieder zu verlassen ist.

  • Die Bahn ist also ein anachronistischer Notbehelf, der nur staatlich subventioniert fortzubestehen vermag.

    Das sonst geschriebene mag richtig sein, das obige ist es nicht. Um von Berlin nach München zu kommen (und dort bleiben zu wollen) ist das ja durchaus ausreichend. Oder von Berlin nach Hamburg. Es betrifft halt aber nicht mal die Hälfte der Mobilitätsbedürfnisse in DE.

  • Wobei deine Relation noch sehr direkt an der Luftlinie von der Schiene noch heute bedient wird.

    Heute gibt es da objektiv gar keine nutzbare Bahnverbindung mehr. Bitte noch mal auf eine aktuelle Karte sehen. Heute müsste ich mit dem Auto nach Neugersdorf fahren, von dort mit Zug bis Bischofswerda und dann zurück über Bautzen nach Löbau. Oder mit dem Auto nach Zittau, von dort nach Görlitz und dann nach Löbau. Oder mit dem Auto direkt zur Arbeitsstelle, was zielführender erscheint und in etwa die gleichen km sind (Bezug Zittau). Danke, aber ich habe genug guten Kontakt zu Triebfahrzeugführern von Berufs wegen. Und die km willst du gar nicht wissen....


    Bis zur Wende und etwa 5-10 Jahre danach war das oben verlinkte Netz noch teils vorhanden,

    Das Netz war, im Fall Oberlausitz, schon nach dem Krieg in weiten Teilen nicht mehr vorhanden. Steht heute noch irgendwo in Kasachstan in der Steppe. Nach der Wende sind noch ein paar Strecken gestorben. Und nicht mehr wiederzubeleben. Die sind heute Radwege. Oder, so noch vorhanden (Ebersbach - Löbau) in einem solchen Zustand, dass eigentlich nur ein Neubau in Frage kommt. Übrigens verpachtet an die Tochterfirma eines sehr aktiven Verbandes in Sachen Bahn. EG wurden im Paket an eine Holding verhökert (hier betrachtetes Gesamtnetz). Null Service und ich hocke bei Schneetreiben traurig in so einem zugigen Kasten. Nö, so wird das mit Bahn nix mehr.

  • […] Um von Berlin nach München zu kommen (und dort bleiben zu wollen) ist das ja durchaus ausreichend. Oder von Berlin nach Hamburg. […]

    Dass die mit dem ICE betriebenen Hochgeschwindigkeitsverbindungen den rentablen Teil des aktuellen Bahnwesens ausmachen, ist bekannt, weil oft schon veröffentlicht. Aber auch die Schaffung und der Erhalt der Neubaustrecken wären unsubventioniert nicht gelungen.

    Und, offen gestanden, die Fahrt im ICE ist ebenfalls eher langweilig. Natürlich mag vom Zeitaufwand her die Verbindung von Metropolenzentrum zu Metropolenzentrum gegenüber einer Autofahrt sogar einen "Zeitgewinn" mit sich bringen, weil die Parkplatzsuche entfällt… aber ich wette, zum Vergnügen setzt sich niemand in den ICE, um die Fahrt zu genießen…

  • Du vergisst, dass auch die Schiene zur Versorgungssicherheit beiträgt. Sämtliche Transporte (egal ob Personen oder Güter) auf die Straße verlagert, und der Verkehrsinfarkt ist perfekt.

    Man sieht, dass du selten Auto(bahn) fährst ... achte mal morgens und abends auf die Verkehrsinfos ... da sind Urlauber eher eine verschwindende Minderheit.

    Tja, da hinkt Deutschland etwas hinterher. Und beim wichtigen Guetertransport von und nach Rotterdam gibt es in Deutschland immer noch ein Nadeloer bei Koblenz. Da herrscht oft stundenlanger Stillstand. In Autobahnen wurde nach 1945 investiert, das Schienennetz dagegen wurde abgebaut.


    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • […] In Autobahnen wurde nach 1945 investiert, das Schienennetz dagegen wurde abgebaut. […]

    Das Straßennetz ist halt flexibler - das Schienennetz spielt seine Vorteile dagegen nur auf stark genutzten Hauptverbindungen aus. Der Güterverkehr auf der Schiene rechnet sich beispielsweise von Kiruna nach Narwik, Aber im postindustriellen Deutschland verteilt der Gütertransport sich auf dermaßen zahlreiche Routen, Ziele und Liefertemine, dass die Umladung auf den Zug nebst nochmaligen Umladung auf den Lieferverkehr der "letzten Meile" irgendwie nicht lohnte…


    Es ist mir jedenfalls ein unvergessliches Erlebnis, wie ich meinen 1995er Haupturlaub wegen technischen Defekts an meinem Motorroller leider bereits am ersten Tag abbrechen musste, und den Roller in Soest in Westfalen bei der Bahn als Stückgut zur Rücksendung nach Hamburg in meine Werkstatt aufzugeben gezwungen war… ich selbst war am selben Abend daheim, mein Roller kam 'ne Woche später an. Die zweite Urlaubswoche verbrachte er in der Werkstatt… der Bahntransport und die Reparatur hatten zudem meine Reisekasse in Mitleidenschaft gezogen.

  • . Die zweite Urlaubswoche verbrachte er in der Werkstatt… der Bahntransport und die Reparatur hatten zudem meine Reisekasse in Mitleidenschaft gezogen.

    Den Roller in Soest reparieren lassen haette wohl Zeit und Geld gespart.


    ( zu dumm, dass Toyota keine Roller baut 8))

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  • Heute wäre das flotter gegangen. Schenker hätte ihn direkt in der Werkstatt abgeworfen... :smilewinkgrin:

    Geht heute alles innerhalb von 24h, auch ueber groessere Entfernungen. Mittags um 14 Ihr habe ich in HH gestellt, zwischen 4 und 7 Uhr

    lagen die Teile bei mir vor der Tuer, auch groessere Sachen. Geht mit der Bahn nicht.


    Die Produktion arbeitet heute Roro, die bestellen morgens beim Zulieferer und wollen innerhalb weniger Stunden die Teile an der Produktionsstrasse haben. Auf Lager bestellen die so gut wie nichts mehr

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  • Den Roller in Soest reparieren lassen haette wohl Zeit und Geld gespart. […]

    Falsch geraten. Bevor ich den Roller zur Bahn gebracht habe, hatte ich in Soest einen Zweiradhändler mit Werkstatt derselben Marke aufgesucht. Dort sagte man mir, allein die Beschaffung der nötigen Ersatzteile würde mindestens eine Woche dauern. Und ich hatte ja nicht vor, den Urlaub in Soest zu verbringen…

  • mich würde mal interessieren, auf welches Ersatzteil die Werkstatt eine Woche warten muß. Kann ich mir nur vorstellen, wenn der Roller ein H-Kennzeichen benötigt. ....nö, och nich, denn dann hätte ein guter Schlosser sich was einfallen lassen.


    Also wieder nur Bullshit....was sonst.


    8o

  • […] Kann ich mir nur vorstellen […]

    Ich hab' mir seinerzeit auch nicht vorstellen können, wie oft an 'nem sonst doch angenehm zu fahrenden Motorroller Verschleißreparaturen anfallen, und welche Kosten die so mit sich bringen… gut, zum Zeitpunkt der auf diese Weise verhinderten Urlaubsfahrt hatte das Gefährt schon etwa 150.000 km auf dem Buckel (ein Brief an den Importeur wurde dann mit den Worten beantwortet, ich hätte den Roller zweckentfremdet genutzt, denn der sei doch nur für Kurzstrecken konzipiert…)


    Naja, etwas mehr als ein halbes Jahr später habe ich als vermeintlich kostensparende Alternative eine Piaggio Sfera als Zweitfahrzeug gekauft, ein weiteres halbes Jahr darauf, die Honda CN 250 an einen Bastler abgegeben: und schon 1997 musste ich einen weiteren Urlaub vorzeitig abbrechen: Da ist die Sfera nämlich in Amsterdam geklaut worden, während ich das dortige Schiffahrtsmuseum besichtigte…


    Auch der Tag endete dann mit einer Bahnfahrt… um den Bogen zum Topic zu schlagen.

  • Die Bahn ist also ein anachronistischer Notbehelf, der nur staatlich subventioniert fortzubestehen vermag. In der flächenmäßg kleineren Schweiz mag das Eisenbahnwesen dank guter Organisation und der relativ kurzen zurückzulegenden Entfernungen in topographisch "bahntauglicher" Landschaft bessere Voraussetzungen haben, ihren Wert als Verkehrsmittel noch ein Weilchen länger zu bewahren.

    Wäre politikseits so viel Geld in die Bahn investiert worden,wie in die Strasse: das Unternehmen DB hätte wohl eher Probleme,die nötigen Transportkapazitäten bereit zu stellen.Hätte man dies mit einer brauchbaren Preispolitik verbunden,dann wäre die Bahn auch auf der Mittelstrecke (~1000 km) konkurrenzlos.

    Leider fehlt und fehlte es in D schon immer an weitsichtigen Entscheidern auf diesem Sektor,kein Wunder also,dass die Bahn inzwischen den Anschluss verliert.

    Zitat:" ansonsten ist die Bahn wegen der benötigten Infrastruktur eines eigenen Verkehrsnetzes eben kein Beitrag zur Versorgungssicherheit, sondern ein überaus personal- und kostenträchtiges Relikt des 19. Jahrhunderts"

    Da verwundert es mich aber ungemein,dass sich dieses Relikt in ganz Europa noch hält und (je nach politischem Geschick) durchaus konkurrenzfähig seine Aufgaben erfüllt. Wie ist es denkbar,dass der Bahn beispielsweise in China ,alle Wege als Massentransportmittel geebnet werden??? Sicher nicht aus Nostalgie!

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

    Einmal editiert, zuletzt von Seifert ()

  • Wäre politikseits so viel Geld in die Bahn investiert worden,wie in die Strasse: das Unternehmen DB hätte wohl eher Probleme,die nötigen Transportkapazitäten bereit zu stellen.Hätte man dies mit einer brauchbaren Preispolitik verbunden,dann wäre die Bahn auch auf der Mittelstrecke (~1000 km) konkurrenzlos.

    Leider fehlt und fehlte es in D schon immer an weitsichtigen Entscheidern auf diesem Sektor,kein Wunder also,dass die Bahn inzwischen den Anschluss verliert.

    Zitat:" ansonsten ist die Bahn wegen der benötigten Infrastruktur eines eigenen Verkehrsnetzes eben kein Beitrag zur Versorgungssicherheit, sondern ein überaus personal- und kostenträchtiges Relikt des 19. Jahrhunderts"

    Da verwundert es mich aber ungemein,dass sich dieses Relikt in ganz Europa noch hält und (je nach politischem Geschick) durchaus konkurrenzfähig seine Aufgaben erfüllt. Wie ist es denkbar,dass der Bahn beispielsweise in China ,alle Wege als Massentransportmittel geebnet werden??? Sicher nicht aus Nostalgie!

    Lieber Seifert,


    dein sachlich treffender Beitrag wäre nur auf Substi´s Allüren gemünzt vergebene Liebesmüh.

    So viel Stuss wie der da in dem Beitrag zusammenreimt, auf den du sich beziehst, soviel Stuss glaubt selbst der Substi selber nicht. Als verdeckter Bahnfan, der wahrscheinlich immer noch seinen alten Bahnhof Altona, der ominösen Doppeldrehscheibe im dortigen Bahnbetriebswerk oder der schönen Bahnsteighalle in Sternschanze nachtrauert, will er heute mal in seiner klassischen Provo-Tour den Scheuer des Forums geben. Dagegen zu stinken würde höchstens dann Sinn machen, wenn der verscheuerte Andi es mal auf diese Seiten schaffen könnte. Aber der dürfte andere Sorgen haben, soviel Blödheit wie der raus haut kann sich selbst die CDU nicht mehr erlauben.


    Was den Forenkasper an geht soll der sich lieber mal um seine Schätzles kümmern:


    https://www.hamburg.de/content…al-aktiv-hh-bahnhoefe.pdf


    http://www.zielbahnhof.de/index.htm


    Ich fange da lieber mal mit Skizzen für einen Bastelbogen vom den ollen Bhf. Alina an, den der brauch wirklich mehr Zeit als die neue Käseschachtel im Modell zusammenzukloppen.