• Heute ist der 17. Juni, man sollte sich vor Augen führen, dass damals durch Adenauers Westorientierung und der verpassten Chance einer Möglichkeit der Vereinigung in einem Neutralen Deutschland der Kalte Krieg derart angefacht wurde, dass den Russen und Ulbricht gar nichts anderes übrig blieb, als mit völlig unverhältnismäßiger Gewalt auf den Volksaufstand zu reagieren und in der Folge ein Zwangsregime zu errichten, das die Reputation der sozialistischen Idee auf Jahrzehnte völlig negativ prägte.:evil::evil::!:

  • Heute ist der 17. Juni, man sollte sich vor Augen führen, dass damals durch Adenauers Westorientierung und der verpassten Chance einer Möglichkeit der Vereinigung in einem Neutralen Deutschland der Kalte Krieg derart angefacht wurde, dass den Russen und Ulbricht gar nichts anderes übrig blieb, als mit völlig unverhältnismäßiger Gewalt auf den Volksaufstand zu reagieren und in der Folge ein Zwangsregime zu errichten, das die Reputation der sozialistischen Idee auf Jahrzehnte völlig negativ prägte.:evil::evil::!:

    Dass den Russen und Ulbricht nichts anderes übrig blieb, als mit unverhältnismäßiger Gewalt den Aufstand niederzuschlagen, ist eine starke Behauptung. Sie rechtfertigt jede Gewalt, auch die der Sklavenhalter in aller Welt.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Dass den Russen und Ulbricht nichts anderes übrig blieb, als mit unverhältnismäßiger Gewalt den Aufstand niederzuschlagen, ist eine starke Behauptung. Sie rechtfertigt jede Gewalt, auch die der Sklavenhalter in aller Welt.

    Ein ziemlich bigotter Satz von jemand, dem es gefällt, dass Statuen (Denkmäler) von Sklavenhaltern/-händlern, Kriegstreibern und antisozialen Reaktionären kritiklos die Stadtlandschaft zieren dürfen sollen.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Ein ziemlich bigotter Satz von jemand, dem es gefällt, dass Statuen (Denkmäler) von Sklavenhaltern/-händlern, Kriegstreibern und antisozialen Reaktionären kritiklos die Stadtlandschaft zieren dürfen sollen.

    Jetzt musst du mir nur noch erklären was das mit katers Post zu tun hat, auf den Argo geantwortet hat.

  • Jetzt musst du mir nur noch erklären was das mit katers Post zu tun hat, auf den Argo geantwortet hat.

    Nun, er hat ja anscheinend kein Problem damit, dass durch öffentliche Denkmäler und Statuen in unseren Städten Menschen verehrt werden, die ähnliches taten wie das, was er an Ulbricht und Konsorten bemängelt. Das genau ist bigott. Wobei wenigstens Statuen und Denkmäler dieser Herren ja längst aus dem Straßenbild verschwunden sind.


    Ich sehe es sehr ähnlich wie sie:

    https://www.spiegel.de/kultur/…79-4e51-be15-30afdb651f1c

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

    Einmal editiert, zuletzt von Diogenes2100 ()

  • Dass den Russen und Ulbricht nichts anderes übrig blieb, als mit unverhältnismäßiger Gewalt den Aufstand niederzuschlagen, ist eine starke Behauptung. Sie rechtfertigt jede Gewalt, auch die der Sklavenhalter in aller Welt.

    Diese Aussage rechtfertigt rein NICHTS, sie ist nur eine Beschreibung der damaligen Realität zwischen zwei Machtblöcken. Zudem ist es in den USA, Israel und weiteren Staaten, wie China oder auch Russland bis heute Usus, mit unverhältnismäßiger Gewalt gegen alle vorzugehen, die nur ihre ureigensten Menschenrechte einfordern. Niemand regt sich darüber auf, wenn es in die jeweilige Interessenlage passt.

  • Nun, er hat ja anscheinend kein Problem damit, dass durch öffentliche Denkmäler und Statuen in unseren Städten Menschen verehrt werden, die ähnliches taten wie das, was er an Ulbricht und Konsorten bemängelt. Das genau ist bigott. Wobei wenigstens Statuen und Denkmäler dieser Herren ja längst aus dem Straßenbild verschwunden sind.


    Ich sehe es sehr ähnlich wie sie:

    https://www.spiegel.de/kultur/…79-4e51-be15-30afdb651f1c

    Nun die Herren Stalin, Lenin etc. standen dort als Repräsentanten eines Systems. Als dieses geändert wurde, hat man die Leute entfernt. Das hatte einen unmittelbaren aktuellen Bezug und passiert regelmäßig wenn ein System oder ein Diktator gestürzt wird.

    Nachdem das Kaiserreich und die Zeit davor ja nun schon ein bisschen vorbei ist, sinkt auch die Motivation, solches zu tun und die Standbilder zu entfernen. Abgesehen davon müsste man sich dann auch Gedanken darüber machen, wie man den antiken Hinterlassenschaften umgehen soll. Die Römer mit ihren blutigen Spielen, der Versklavung ganzer Völker etc.


    Nichts desto trotz, es ging um katers Posting bzgl. des Militäreinsatzes am 17. Juni, dem er nicht negativ gegenübersteht, was er mehr als einmal zum Ausdruck gebracht hat.

  • Nichts desto trotz, es ging um katers Posting bzgl. des Militäreinsatzes am 17. Juni, dem er nicht negativ gegenübersteht, was er mehr als einmal zum Ausdruck gebracht hat.

    Das ist eine Fehlinterpretation, denn, wenn die Russen den Aufstand nicht beendet hätten, wäre damals schon das Regime Ulbrichts am Ende gewesen und damit die Auflösung des Ostblocks eingeleitet worden. Ähnlich war es in Ungarn 1956 und in der CSSR. Ebenso krass in China bei der Zerschlagung der Studentenrevolte auf dem "Platz des himmlischen Friedens".

    Von einem "Nicht negativ gegenüber stehen" kann keine Rede sein, Die Intervention der USA beim Sturz von Allende liegt auf der selben Ebene. Systemerhalt aus machtpolitischen Gründen. Analog auch die Beendigung des "Arabischen Frühlings", der Sturz von Gaddafi, etc.! Einzig objektive Bewertung von historischen Vorgängen.

  • Du hattest das in einem anderen Post einmal als ordnungspolitische Maßnahme bezeichnet.Ist schon ein bisschen her. Da wurde das Forum noch von Dieter's Vorgängern betrieben. Jedenfalls hattest du die Intervention der SU damals verteidigt.

  • Nun, er hat ja anscheinend kein Problem damit, dass durch öffentliche Denkmäler und Statuen in unseren Städten Menschen verehrt werden, die ähnliches taten wie das, was er an Ulbricht und Konsorten bemängelt. Das genau ist bigott. Wobei wenigstens Statuen und Denkmäler dieser Herren ja längst aus dem Straßenbild verschwunden sind.

    Das ist doch albern. Wer genau verehrt denn diese Nasen, die auf Denkmälern städtischen Plätzen einen architektonischen Mittelpunkt geben? Stell Dich doch mal neben eine solche Säule hin und frag Passanten, wer der Typ ist mit oder ohne Pferd. Niemand weiß das und noch weniger werden sie verehrt. Bei Stalin oder Ulbricht (gibt es von dem überhaupt Statuen???) ist das anders, da hat sich niemand die Mühe gegeben, wenigstens künstlerisch tätig zu werden, von Stalin gibt es doch nur immer dieses Frontalgesicht.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Du hattest das in einem anderen Post einmal als ordnungspolitische Maßnahme bezeichnet.Ist schon ein bisschen her. Da wurde das Forum noch von Dieter's Vorgängern betrieben. Jedenfalls hattest du die Intervention der SU damals verteidigt.

    Hab ich auch in Erinnerung, aber die Zeit heilt nicht nur Wunden, auch Synapsen.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Was in der DDR der 17 Juni....war in der BRD die 68er Proteste.


    Gut, nicht als Vergleich aber prinzipiell hat man hier und dort eien Bewegung unterdrückt, die massive Veränderungen gefordert haben.


    Zum 17. Juni


    Ein trauriger Tag. Und wie den Potentaten der Arsch auf Grundeis ging, kann man an der Art und Weise der Niederschlagung erkennen.

    So zynisch, wie das heute und jetzt klingen mag, aber es gab einfach zu wenig Tote.

    Bitte nicht falsch verstehen. Nur wenn das Ding richtig kollabiert wäre, wären die Auswirkungen andere gewesen.


    Es kam aber so wie es kam und damit müssen wir im Heute leben.

    Kein schöner Tag für ein Land, dass sich Deutsche "Demokratische" Republik nannte.


    Andererseits, und da kommt nun der Hobby-Historiker in mir zum Vorschein, hatte der "Westen" (hier in Form von subversiven Typen, die diese Proteste anheizten) da seine Finger ganz tief drin.

    Wenn es wirklich konsequent zu Ende gedacht gewesen wäre, dann hätte man einen Plan für das "Danach" gehabt. Es ging aber leider, wie so oft, nur um reine Destabilisation eines unangenehmen und abgelehnten Systems. Ohne den logischen Plan danach. Das kann man recht deutlich an der "Presse" der damaligen Zeit festmachen.


    Was wurde denn im "Westen" getan, um einen Vorteil aus dieser Situation zu ziehen? Nix!

    Lediglich argumentativ und agitatorisch wurde wieder der "bessere" Westen propagiert und dann wars das auch schon.


    Wenn man nun noch hinzuzieht, dass die größten Ablehner der Einheit (weit vor dem 17.) die Briten und Amis waren, dann bekommt die ganze Schose ein Geschmäckle, dass bitter und sauer zu gleich ist.


    mfg

  • Ich hab das ganz anders in Erinnerung, war aber noch einigermaßen jung. Einerseits gab es viel private Euphorie, andererseits aber Angst vor dem Verlust der Gemütlichkeit einer vor sich hin friedlich hinschlummernden BRD, und vor allem vor den Kosten, die man erwartete. Das vor allem.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.