Wie sprecht ihr das Land aus, dessen Hauptstadt Peking heißt?

  • Wozu brauchen wir ein CH (oder ein C), das wie K ausgesprochen wird? Wozu brauchen wir V oder PH, das wie F ausgesprochen wird? Was ist daran logisch? Oder flexibel?

    Flexibel wäre, wenn jeder schreibt wie er will. :)

    Manches, um die Unterschiede zu wissen, wie Vase, Fase, Phase ... Und mal ganz ehrlich: Filosof ist einfach doof, oder?:)Anderes kling(el)t besser, so etwa das Portemonnaie (der Duden lässt auch gruseligerweise Portmonee zu) im Gegensatz zum Geldbeutel.

  • Filosof ist einfach doof, oder?

    Frag mal Wudi, was er dazu meint. Für mich ist das PH ein Relikt des deutschen Bildungsbürgertums.

    Geldbeutel und Portemonnaie oder Portmonee klingen für mich egal, an letzterem finde ich nichts Gruseliges. Gruselig sind für mich die Pseudo-Anglizismen. Aber die klingen in deinen Ohren wohl auch besser. :)

  • Weil es alles keine deutschen Wörter sind, sondern Lehnwörter welche eingedeutscht wurden.


    Chor, Chemie, Chirug und Chaos sind griechisch. China kommt von Qin (-Dynastie) und wird ähnlich dem Ch-Laut ausgesprochen. Bei Chiemsee musst du die Bayern hier fragen, vielleicht hat ein Trottel in einem Kloster aus Kiemsee ein Chiemsee gemacht.

  • Im Zeitalter der EDV ("file" = Datei) ist auch die Philosophie keine vorwiegend in der griechischen Antike gepflegte Tätigkeit…

    ... mit ein Grund, warum der Titel Filosofix für eine großartige Sendung gut passt https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/filosofix

    Frag mal Wudi, was er dazu meint. Für mich ist das PH ein Relikt des deutschen Bildungsbürgertums.

    Geldbeutel und Portemonnaie oder Portmonee klingen für mich egal, an letzterem finde ich nichts Gruseliges. Gruselig sind für mich die Pseudo-Anglizismen. Aber die klingen in deinen Ohren wohl auch besser. :)

    Was sind Pseudoanglizismen?

  • Englisch klingende Wörter, die es so im Englischen nicht gibt. Z.B. guckst du hier. Besonders schön finde ich das Public Viewing und den Streetworker. :D

    Jepp, Deutschland schafft sich sprachlich - kulturell ab. In Kiel von der Faehre, was liest man? City. Frueher war das ein Zentrum oder die Stadtmitte.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Jepp, Deutschland schafft sich sprachlich - kulturell ab. In Kiel von der Faehre, was liest man? City. Frueher war das ein Zentrum oder die Stadtmitte.

    Deutschland schafft sich kulturell ab, weil man ein Wort verwendet welches international Verwendung findet- huh?

    Unsere ganze Standardsprache besteht aus Lehnwörtern und ich hoffe das dies in Zukunft genauso bleibt. Demnächst werden noch einige ostasiatische hinzukommen. Sollen die Franzosen ruhig auf ihrer Sprache sitzen wie die Henne auf dem Ei, die englische und deutsche Sprache wird sich auffächern und permanent verändern.


    Und die permanente Veränderung der Sprache ist Kultur, eine ziemlich flexible und vitale.

  • Und die permanente Veränderung der Sprache ist Kultur, eine ziemlich flexible und vitale.

    Sie verändert sich, aber so hat das nichts mit Kultur zu tun. Beispiel "Service Point": Gibt's im Englischen nicht, dort sagt man "information desk". Jetzt erklär mir mal, warum es der Begriff "Information" nicht auch tut.

    Beim Sprachpanscher des Jahres gibt es viele schöne Beispiele für Sprachkultur.

  • […] In Kiel von der Faehre, was liest man? City. Frueher war das ein Zentrum oder die Stadtmitte.

    Wozu muss man in Kiel auf die City vom Oslokai aus mit'm Schild hinweisen? Die liegen doch direkt benachbart… abgesehen davon hat auch Deutschland heutzutage mehr Urlauber/Besucher/Geschäftsreisende zu Gast, die eventuell der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Ich meine, es war so zur Zeit der Olympiavorbereitungen München 1972, als an deutschen Flughöfen und Bahnhöfen Piktogramme erstmals als Hinweisschilder aufkamen.

  • Wozu muss man in Kiel auf die City vom Oslokai aus mit'm Schild hinweisen?

    Da musst du die Kieler fragen. Fuer Norweger zu Fuss wuerde ein Schild zum naechsten Schnapsladen reichen. :D

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Sie verändert sich, aber so hat das nichts mit Kultur zu tun. Beispiel "Service Point": Gibt's im Englischen nicht, dort sagt man "information desk". Jetzt erklär mir mal, warum es der Begriff "Information" nicht auch tut.

    Beim Sprachpanscher des Jahres gibt es viele schöne Beispiele für Sprachkultur.

    Service Point gibt es im Englischen sehr wohl nur wird es anders verwendet. Im Übrigen ist amerikanisches Englisch schon anders als das britische Englisch oder die diversen Abwandlungen in den ehemaligen Kolonien.

    Deutsche Lehnwörter im englischen (USA) haben vielfach auch nicht die gleiche Bedeutung wie hier in Deutschland. Das Wort "Spiel" oder Kindergarten bedeuten nicht das gleiche wie bei uns. Wortkreationen und Umdeutungen sind integraler Bestandteil von Sprache und somit Kultur. Man kann das blöd finden und versuchen das aufzuhalten Erfolg wird man damit aber nicht haben.


    Nach der Sinnhaftigkeit dieser Wortschöpfungen zu fragen könnte schon der Weg in die Sackgasse sein. Würde man die Jugend fragen käme wohl nur ein "Ok Boomer". Liest man einen 300 Jahre alten Text fragen sich die meisten sicherlich "Was waren das denn für Vögel".


    Denglish ist erst am Beginn seiner Entwicklung und wird eine völlig neue Sprache hervorbringen. Welchen Einfluß chinesisch in 150 Jahren haben wird ist noch nicht abzusehen. Wer die digitalen Medien beherrscht wird die zukünftigen Sprachen beherrschen. Das lateinische Alphabet hat durch seine Logik und Einfachheit momentan die Nase vorn. Da hat es arabisch, indisch und chinesisch etwas schwerer.

  • Ich unterscheide sehr wohl zwischen Lehnwörtern, Fremdwörtern und Anglizismen. Letztere sind ein Zeichen dafür, dass Deutsch eine tote Sprache ist, die nicht in der Lage ist, sich aus sich heraus weiter zu entwickeln. Dabei geht es mir nicht um "Jugendsprache".

  • Ich unterscheide sehr wohl zwischen Lehnwörtern, Fremdwörtern und Anglizismen. Letztere sind ein Zeichen dafür, dass Deutsch eine tote Sprache ist, die nicht in der Lage ist, sich aus sich heraus weiter zu entwickeln. Dabei geht es mir nicht um "Jugendsprache".

    Es werden immer noch neue Wörter gebildet die einen eher deutschsprachigen Hintergrund haben. Aber wenn du von tot sprichst. Gehst du ins Gericht=griechisch, gehst du zum Arzt= griechisch, gehst du in die Naturwissenschaften=griechisch, gehst du in die hohe Schule der Kochkunst=französich, gehst du ins Flugzeug= englisch und fährst du ein Schiff ebenfalls englisch. Unterhälst du dich mit Nr.5 dann musst du ebenfalls englisch rudimentär beherrschen.


    Tot ist eine Sprache wenn sie niemand mehr spricht wie galic, livisch oder tasmanisch. Deutsch oder ein anderes deutsch wird aber weiterhin gesprochen werden, weil Anglizismen oder Fremdwörter deutsche Endungen bekommen und der Grammatik angepasst werden. Aber was spielt das für eine Rolle was die Menschen in 100 Jahren für eine Sprache sprechen, dann bin ich schon lange tot.

  • Man kann in einem Sprachwörterbuch die phonetisch richtige Aussprache sich anschauen. Wie man es dann für sich selbst als korrekt ansieht, ist jedem gegönnt.

    Darum ging es mir ÜBERHAUPT nicht.

    Ich bin im Besitz eines Aussprache-Dudens.

    Mir ging es nicht um die "richtige" Version, sondern um eine Unterhaltung zu einem sprachlichen Thema.


    Die Unterhaltung kam nun doch noch zustande.

    Aber ich als Thread-Eröffner habe Teufels Dank dafür ge-erntet - nur Verhöhnung und Beschimpfung.

    Thanx for nothing!

  • Moderation:

    4 Beiträge sind in den Adminbereich umgezogen.

    Gründe: 2 Beiträge waren OT. 1 Beitrag hatte keinen Text.


    Bitte das Threadthema beachten. Das gilt auch für den Threaderöffner. Beschweren kann man sich bei der Moderation, indem man Beiträge melden. Jammern darf man im POTT. Danke.


  • Es werden immer noch neue Wörter gebildet die einen eher deutschsprachigen Hintergrund haben. Aber wenn du von tot sprichst. Gehst du ins Gericht=griechisch, gehst du zum Arzt= griechisch, gehst du in die Naturwissenschaften=griechisch, gehst du in die hohe Schule der Kochkunst=französich, gehst du ins Flugzeug= englisch und fährst du ein Schiff ebenfalls englisch. Unterhälst du dich mit Nr.5 dann musst du ebenfalls englisch rudimentär beherrschen.

    Ich habe nicht so recht verstanden, was du damit sagen willst. Dass es im internationalen Rahmen Verkehrssprachen gibt wie z.B. Englisch - geschenkt. Dass es für Krankheiten neben den deutschen auch international gebräuchliche griechische oder lateinische Bezeichnungen gibt - so what. In den Naturwissenschaften hat sich jetzt auch Englisch durchgesetzt, nachdem sich Deutschland aus dem Kreis der führenden Nationen verabschiedet hat; in den 1920er Jahren haben Physiker noch Deutsch gelernt, um die Veröffentlichungen in der "Zeitschrift Physik" zu verstehen.


    Es geht mir um neue Begriffe, für die es nur noch Anglizismen gibt, weil man zu phantasielos ist, deutsche Wörter zu bilden. Wobei man ganz so schwarz gar nicht sehen muss. Auf einem Gebiet, in dem man es gar nicht erwartet hätte, gibt es so viele Eindeutschungen wie kaum in einem anderen Gebiet: der Computertechnik. :)