Alles rund um den Islam

  • Was ist das fuer eine demokratische Gesellschaft, in der es sich nur in Frieden leben laesst, wenn die "auessere Aufmachung" mit der Mehrheitsgesellschaft uebereinstimmt. ?

    Wenn ich die Geschichten lese der Erfahrungen von Kopftuchfrauen in Deutschland, so unterstelle ich ihnen eher Mut als Oppositionsgeist.

    Sie sind Opfer Jener, die sie bewusst des Kopftuchs wegen ablehnen. Die "Opferrolle" suchen sie sich somit nicht aus.


    Und wenn ich geschrieben habe, dass es nicht genuegt, kein Rassist zu sein, dann meine ich, dass Rassismus bekaempft werden muss. NIcht so laecherlich, dass man den N Negerkuss" verbannt oder die Mohrenstrasse in Taka- Tukaland umbenennt. Kinderbuecher umschreibt.

  • NIcht so laecherlich, dass man den N Negerkuss" verbannt oder die Mohrenstrasse in Taka- Tukaland umbenennt. Kinderbuecher umschreibt.

    Ich finde das nicht lächerlich. Menschen werden nicht als Rassisten geboren, und auch Rassismus fängt klein an. Aber es reicht natürlich nicht aus.

  • Was ist das fuer eine demokratische Gesellschaft, in der es sich nur in Frieden leben laesst, wenn die "auessere Aufmachung" mit der Mehrheitsgesellschaft uebereinstimmt. ?

    Wenn ich die Geschichten lese der Erfahrungen von Kopftuchfrauen in Deutschland, so unterstelle ich ihnen eher Mut als Oppositionsgeist.

    "Sie sind Opfer Jener, die sie bewusst des Kopftuchs wegen ablehnen. Die "Opferrolle" suchen sie sich somit nicht aus.


    Und wenn ich geschrieben habe, dass es nicht genuegt, kein Rassist zu sein, dann meine ich, dass Rassismus bekaempft werden muss. NIcht so laecherlich, dass man den N Negerkuss" verbannt oder die Mohrenstrasse in Taka- Tukaland umbenennt. Kinderbuecher umschreibt.

    Oppositionsgeist, denke ich, ist es eben doch, der sich in dieser ganz vertrackten "Kultur der Opferrolle" suhlt, zu der natürlich Mut gehört. Ich denke, im Gegensatz zu Dir, dass nicht wenige der Kopftuchträgerinnen, besonders die, die früher keins trugen, und die ganz Jungen, die das Kopftuch mit schwerem Make-Up kombinieren, sich bewusst abgrenzen wollen.


    "Sie sind Opfer Jener, die sie bewusst des Kopftuchs wegen ablehnen. Die "Opferrolle" suchen sie sich somit nicht aus." Doch. Genau das. Zur Verdeutlichung: Ich spreche nicht von den Frauen, die gerade erst in Deutschland angekommen sind, und auch nicht von denen, die - wo auch immer sie sind - in Anatolien sind, kein Wort Deutsch sprechen, keine Schulbildung haben und unverändert in ihrer muslimischen Umgebung leben.

    Aber es gibt viele andere, die sich bewusst entscheiden (können). Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass es, zumindest in München, ein bisschen abnimmt,

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Nimm doch einfach zur Kenntnis, dass es völlig unterschiedliche Motivationen gibt, ein Kopftuch zu tragen: Religiosität, Tradition, Gewohnheit, Zwang, Opposition ... Das alles rechtfertigt es nicht, muslimische Frauen, die ein Kopftuch tragen, zu Opfern zu machen, und die Schuld dafür bei ihnen selbst zu suchen.

  • Ich finde das nicht lächerlich. Menschen werden nicht als Rassisten geboren, und auch Rassismus fängt klein an. Aber es reicht natürlich nicht aus.

    Es ist nur dann vor allem laecherlich, wenn man Alltagsrassismus verharmlost - und das wird er - und glaubt, mit Namensumbenennungen den Anfaengen zu wehren. Das reicht dann natuerlich nicht aus.

    Es ist eine Schande, dass eine rechtsextremistische Partei im Bundestag sitzt, dass Menschen angepoepelt, angespuckt und mehr werden, nur weil sie sich von der Mehrheitsgesellschaft unterscheiden. Nicht Schwarze, nicht Muslime, nicht Juden, nicht Sinti und Roma duerfen geaechtet werden. Damit faengt es naemlich an, Namensumbenennungen sind nur ein Nebenschauplatz.

  • Nimm doch einfach zur Kenntnis, dass es völlig unterschiedliche Motivationen gibt, ein Kopftuch zu tragen: Religiosität, Tradition, Gewohnheit, Zwang, Opposition ... Das alles rechtfertigt es nicht, muslimische Frauen, die ein Kopftuch tragen, zu Opfern zu machen, und die Schuld dafür bei ihnen selbst zu suchen.

    Muslimische Frauen zu Opfern zu machen, billige ich nicht, ich nehme aber zur Kenntnis, dass es auch Menschen gibt, die sich selbst - auf welche Weise auch immer - zu Opfern machen um damit manipulativ etwas zu erreichen, das sie ohne Opferattitüde nicht erreichen würden.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Muslimische Frauen zu Opfern zu machen, billige ich nicht, ich nehme aber zur Kenntnis, dass es auch Menschen gibt, die sich selbst - auf welche Weise auch immer - zu Opfern machen um damit manipulativ etwas zu erreichen, das sie ohne Opferattitüde nicht erreichen würden.

    Natuerlich gibt es solche Menschen, das ist aber kein spezifisch muslimisches Phaenomen.

  • Muslimische Frauen zu Opfern zu machen, billige ich nicht, ich nehme aber zur Kenntnis, dass es auch Menschen gibt, die sich selbst - auf welche Weise auch immer - zu Opfern machen um damit manipulativ etwas zu erreichen, das sie ohne Opferattitüde nicht erreichen würden.


    Natuerlich gibt es solche Menschen, das ist aber kein spezifisch muslimisches Phaenomen.

    Das wären dann auch all die Menschen, die sich dieser äußerlichen Zeichen bedienen (Kopftuch, Kippa nur als Beispiel), allein um sich "irgendwie" solidarisch zu zeigen. Ein sehr schwieriges Thema, m. E.


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • […] Die "Opferrolle" suchen sie sich somit nicht aus." Doch. Genau das. […]

    Das ist doch raffiniert! Einerseits sind kopftuchtragende Frauen/Mädchen somit Opfer der patriarchalischen Familienstruktur der ethnischen Minderheit, der angehörig somit deutlich gekennzeichnet sind, was zweitens, im Falle der Nichteinstellung bei einem Arbeitgeber sofort die erfolgreiche Klage wegen Verletzung des Anti-Diskriminierungsgesetzes erlaubt; und drittens ist das selbstbewusste Zur-Schau-Tragen einer kulturellen Andersartigkeit Garant dafür, jedem, der auch nur einen schrägen Blick auf sie wirft, vorzuwerfen, er sei Rassist…

  • Das ist doch raffiniert! Einerseits sind kopftuchtragende Frauen/Mädchen somit Opfer der patriarchalischen Familienstruktur der ethnischen Minderheit, der angehörig somit deutlich gekennzeichnet sind, was zweitens, im Falle der Nichteinstellung bei einem Arbeitgeber sofort die erfolgreiche Klage wegen Verletzung des Anti-Diskriminierungsgesetzes erlaubt; und drittens ist das selbstbewusste Zur-Schau-Tragen einer kulturellen Andersartigkeit Garant dafür, jedem, der auch nur einen schrägen Blick auf sie wirft, vorzuwerfen, er sei Rassist…

    Wahnsinnig raffiniert. Einerseits Opfer der patriachalischen Familienstruktur und gleichzeitgi ein selbstbewusstes Auftreten. Sehr "andersartig".

  • Und wer wie BudSpencer meint, dass es mehr als Einzelfaelle sind, also eine sehr grosser Bevoelkerungsanteil rassistisch eingestellt ist, duerfte schwer von diesen wenigen Vorkommnissen abzuleiten sein,

    Reicht es nicht, wenn es sich "nur" um einen kleinen Bevoelkerungsanteil handelt? Wie war es doch gleich, mit "wehret den Anfaengen?"


    Wie klein oder gross ist nun der rassistische Bevoelkerungsanteil?


    Jedenfalls finde ich es entsetzlich, dass Kopftuchtraegerinnen in Deutschland "fluchttauglich" gekleidet sein muessen. ;


    " Besonders jüngere Frauen sichern sich zurzeit oft ab, indem sie sich fluchttauglicher anziehen, keine Röcke oder Schuhe mit hohen Absätzen mehr tragen, um im Ernstfall rennen zu können."

    Was passiert, wenn man nicht schnell genug rennen kann, zeigen Vorfälle wie der in Berlin Ende Oktober: Unvermittelt packte ein Mann auf offener Straße eine Frau mit Kopftuch, die ihm entgegen kam, an den Armen und trat ihr in den Bauch. Ende August attackierte in Schwerin ein Mann ein 13-jähriges Mädchen. Auch sie trug Kopftuch und musste anschließend mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Vorfälle wie diese häufen sich."


    https://www.lz.de/owl/22610862…pjxqupiq7sXc1rvL96buZjiMY


    https://taz.de/Angriffe-auf-Kopftuchtraegerinnen/!5619662/


    "Taka Tuka Land laesst gruessen. Alles Einzelfaelle?

  • So schrecklich solche Vorfälle sind, so sind sie eben doch Einzelfälle.

    Frauen werden immer wieder angegriffen, gelegentlich liegt eine Frau tot im Gebüsch. Es gibt eigens Frauenhäuser für die Frauen, die daheim nicht sicher sind, es gibt Männer, die mit blitzendem Messer vor dem Haus einer Frau paradieren (übrigens ohne dass die Polizei eingeschritten wäre), und fluchttauglich gekleidet zu sein ist jeder Frau anzuraten, die nachts allein unterwegs ist. Das alles ist nicht weiter der Rede wert, aber wehe, eine Kopftuchträgerin wird angegriffen. Das verstehe ich unter Opferkultur, und die hat durchaus politische Dimensionen.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Sorry Argonaut, dann oeffne doch mal die Links.


    Muslime sind täglich Opfer von Rassismus und Übergriffen - auch in OWL


    Es ist u.a. von mangelnder Sensibilitaet von Justiz und Polizei die Rede. Eine Linke Politikerin fordert, dass dem antimuslimischen Rassismus ein wesentlich hoeheres Mass an Aufmerksamkeit und Anerkennung zukommen muss und klagt ueber massive Diskriminierung. AfD - Politker sehen das bekanntlich gegenteilig. "Wehe eine Kopftuchtraegerin wird angegriffen".


    Deutschland tut sich offensichtlich schwer mit dem Gedenken. Ich erinnere an den Mord einer Apothekerin aus Aegypten, die vor den Augen ihres Ehemannes und Kindes in einem Gerichtssaal in Dresden ermordet wurde. Versuche der Familie, die Umstaende des Mordes und die Verantwortung der saechsischen Justiz zu klaeren, wurden abgewiesen. War "nur " ein Einzelfall.


    https://www.tagesspiegel.de/po…pftuch-trug/24510176.html

  • Last not least habe ich noch einen schoenen Artikel gefunden:


    "Ja, man soll die Kippa tragen dürfen. Man kann jedoch nicht parallel zu dieser Forderung wochenlang über ein Verbot des Kopftuchs diskutieren, ohne dass der Eindruck der Heuchelei entsteht." © Thomas Peter/Reuters


    Wochenlang waere gut. Wir reden darueber seit Jahren!!


    "Menschen mit Kippa werden in Deutschland angegriffen. Das ist furchtbar, und es ist wichtig, das zu verurteilen. Das Land hat schließlich eine besondere historische Verantwortung. Was viele dabei aber vergessen: Es werden täglich Menschen aufgrund ihres vermeintlichen Andersseins oder ihrer Religion angegriffen, ohne dass jemand auch nur aufschauen würde."


    (So viel zu Argonauts "..wehe, es wird eine Kopftuchtraegerin angegriffen...")


    https://www.zeit.de/gesellscha…semitismus-kopftuch-kippa

  • Ich sage ja nicht, dass nicht jeder dieser Fälle schrecklich ist. Ich gebe nur zu bedenken, dass die Gewalt in unserem Land nicht nur Muslime trifft und die Gewalt gegen Frauen nicht nur muslimische Frauen. Dass eine Frau ein Kopftuch trug und deshalb zum Opfer wurde, ist imho eine Ausrede des jeweiligen Täters, der auf heimliche Zustimmung hofft. Klar, es gibt nicht wenig Rassismus in unserem Land, aber der richtet sich nicht nur gegen Muslime. Diesen Eindruck kann man aber haben, wenn man die Schlagzeilen liest.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Ich sage ja nicht, dass nicht jeder dieser Fälle schrecklich ist. Ich gebe nur zu bedenken, dass die Gewalt in unserem Land nicht nur Muslime trifft und die Gewalt gegen Frauen nicht nur muslimische Frauen. Dass eine Frau ein Kopftuch trug und deshalb zum Opfer wurde, ist imho eine Ausrede des jeweiligen Täters, der auf heimliche Zustimmung hofft. Klar, es gibt nicht wenig Rassismus in unserem Land, aber der richtet sich nicht nur gegen Muslime. Diesen Eindruck kann man aber haben, wenn man die Schlagzeilen liest.

    Allein deine Behauptung, dass Taeter das Kopftuch als "Ausrede" nutzen , um auf heimliche Zustimmung zu hoffen, spricht Baende.

    Leider ist Rassismus ein weit verbreitetes Phaenomen, das nicht nur Muslime trifft. Schlagzeile zu lesen genuegen nicht, um zu umfassenden Erkenntnissen zu gelangen.

  • Was ist daran schlimm, eine Ausrede auch eine Ausrede zu nennen? Ein Argument kann man es ja schlecht nennen. Gott bewahre, was Du unterstellt hättest, hätte ich es ein Argument genannt... Einen Punkt möchte ich noch ansprechen: Es sind nicht nur die Rassisten hierzulande, die Musliminnen zu Leibe rücken, es sind auch sehr oft - ich möchte meinen, öfter - muslimische Männer, die Gewalt gegenüber Musliminnen ausüben. Frag mal rum, wieviele Musliminnen in den Frauenhäusern sind.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Du vergisst das Entscheidende, Argonaut, naemlich "Ausrede, um auf Zustimmung zu hoffen!"

    Es ist schon recht grotesk, dass ein Kopftuch auf Zustimmung hoffen laesst. Zustimmung von wem begruendet diese Hoffnung ?


    Wenn es so ist, dass muslimische Maenner muslimischen Frauen "zu Leibe ruecken", dann gibt es also keinen Grund, Rassismus gegen Muslime zu bekaempfen, meinst du das?

    Ausserdem spreche ich gegen Rassismus allgemein. Es macht nur Sorge, wenn dieser sich vermehrt gegen eine Gruppe von Menschen richtet, in diesem geschilderten Fall Muslimas und dieser verharmlost oder bagatellisiert wird.

  • Natuerlich gibt es solche Menschen, das ist aber kein spezifisch muslimisches Phaenomen.

    Eben, wir haben seit ein paar Jahren in Bundestag und Landtagen eine ganze politische Strömung sitzen, die sich dieser Opferrolle bedient.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Du vergisst das Entscheidende, Argonaut, naemlich "Ausrede, um auf Zustimmung zu hoffen!"

    Es ist schon recht grotesk, dass ein Kopftuch auf Zustimmung hoffen laesst. Zustimmung von wem begruendet diese Hoffnung ?


    Wenn es so ist, dass muslimische Maenner muslimischen Frauen "zu Leibe ruecken", dann gibt es also keinen Grund, Rassismus gegen Muslime zu bekaempfen, meinst du das?

    Ausserdem spreche ich gegen Rassismus allgemein. Es macht nur Sorge, wenn dieser sich vermehrt gegen eine Gruppe von Menschen richtet, in diesem geschilderten Fall Muslimas und dieser verharmlost oder bagatellisiert wird.

    Bitte unterlass Deine aufgeregten Unterstellungen. Wo habe ich gesagt, dass es keinen Grund gäbe, Rassismus gegen Muslime zu bekämpfen, weil muslimischen Frauen ihre eigenen Männer gefährlich werden?


    Dass Täter auf Zustimmung hoffen, wenn sie einer Kopftuchträgerin etwas antun, nehme ich an, weil solche Männer sich erfahrungsgemäß in einer Blase befinden, die ihnen diese Zustimmung gewährt.


    Und bitte erkläre mir, wo und womit ich Rassismus verharmlose und bagatellisiere? Darauf hätte ich gern eine Antwort.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.