Alkoholkonsum in Deutschland

  • Anlässlich der Schließung des "Corona auf dem Weg um die Welt"-Threads äußerte Zizou den Vorschlag, dem Thema Alkoholkonsum einen neuen Thread zu widmen, zumal hinsichtlich der angeordneten Schutzmaßnahmen und des wachsenden Unmuts hinsichtlich des social distancing Menschenmengen auf öffentlichen Straßen ungeordnete Versammlungen abhalten, wo kollektives Berauschen oft mit anschließender Straßenschlacht gegen die Platzverweise aussprechenden Ordnungshüter als neue Form der Freizeitgestaltung gepflegt wird…


    C2H5OH - Ethylalkohol - ist ein Naturprodukt, und müsste in der heutigen Zeit also eher in positivem Ansehen stehen, aber Alkoholkonsum wird, zeitgeistbedingt, meist mit Alkoholmissbrauch gleichgesetzt… während Filme wie "Die lustige Welt der Tiere", in denen u.a. zu sehen ist, wie auch in der Wildnis manche unserer zwei- und vierbeinigen Freunde sich an der Gärung mancher Früchte erfreuen, als heiter betrachtet werden, wird die kulturhistorische Bedeutung des Brauens, des Weinbaus und des Brennens/der Destillation mittlerweile nur zu gern ignoriert, ja tabuisiert. Die gesellschaftlichen Einstellungsveränderungen gegenüber dem Alkohol vollzogen im Laufe der Jahrhunderte Schwankungen, die jene eines Menschen im Vollrausch bei weitem übertreffen. Deswegen wählte ich auch Deutschland/Land und Leute als passende Rubrik, in der Thema diskutiert werden könnte. Kultur oder Hobby wären natürlich ebenfalls passend gewesen.


    Wie sich in einigen Beiträgen im Corona-Thread bereits gezeigt hat, dominiert und trübt ja längst die gesundheitspolitische Lobbyarbeit mit ihren Kostensteigerungsprognosen den Blick auf jeglichen Genuss, als wäre jenem der Kampf anzusagen… .

  • Tollkirsche und Fliegenpilz, nur mal als Beispiel, sind auch Naturprodukte. Viel Spaß damit.

    Lass mich raten....du bist Antialkoholiker, nicht wahr?

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Substi, du solltest noch einen Prohibitionsfred aufmachen....dem Dyl würde das gut gefallen....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Ach Technikus, dazu hat er doch schon alles geschrieben. Musst erst lesen.

    Und ja, ich trinke keinen Alkohol. Aber ich bin deshalb kein Antialkoholiker. Ich halte es nur für unangemessen, die Alkis in Schutz zu nehmen, die durch ihre Sucht der Allgemeinheit auf der Tasche liegen und vor allem nicht zu Hause bleiben und dort ihren Rausch ausschlafen, sondern draußen für Randale sorgen, ihrer Zerstörungswut freien Lauf lassen und womöglich noch Auto fahren. Immerhin habe ich dank Substitutes Link gelernt,

    Zitat

    18 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen nehmen riskante Mengen Alkohol zu sich

    und das ist schon eine ganze Menge.

  • Tollkirsche und Fliegenpilz, nur mal als Beispiel, sind auch Naturprodukte. Viel Spaß damit.

    Gleich die erste "Antwort" im neu gestarteten Thread ist mal wieder OT… kein guter Beginn.

    Übrigens gilt auch die Vogelbeere für den menschlichen Genuss ungeeignet, und trotzdem wird auch diese als Basis für eine Spirituose genutzt - ich hatte grad letzte Woche Gelegenheit einen solchen zu probieren, und der erste Geruchseindruck war durchaus gewöhnungsbedürftig… der Geschmackeindruck war dagegen weit dezenter. Das Destillat schmeckte keineswegs spritig.

  • Zum Thema Verkaufsbeschraenkungen von Alkohol in Deutschland gibts nur so viel zu sagen:

    Baden - Wuerttemberg war bislang das einzige Bundesland, in dem voruebergehend ein naechtliches Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen bestand.

    Das Verbot wurde dann wieder abgeschafft, trotz der Erkenntnis, dass Krankenhauseinlieferungen aufgrund von Alkoholkonsum zurueck gegangen waren. Nicht wirklich nachvollziehbar.


    Volksfeste zaehlen in Deutschland zum Kulturgut, Die Betrachtungsweise, Volksfeste wie Karneval und Oktoberfest auf Trinkgelage zu reduzieren, ruft deswegen Empoerung hervor. Die dunkle Seiten von Karneval und der Wiesn - dass Alkohol ein Riesenproblem ist. Der Spass hoert endgueltig auf, wenn Jugendliche sich volllaufen lassen. Behoerden greifen dort staendig alkoholisierte Teenager auf. Von einem Fuenfzehnjaehrigen! mit 2,8 Promille wurde u.a. schon berichtet.


    Mythen halten sich haertnaeckig. So wie dieses hier, dass ein Glas Rotwein am Tag gesund sei. Ist es aber nicht, auch wenn viel daran festhalten moechten.


    Ist man in Deutschland gesellschaftlich out, wenn man auf das Kulturgut Wein und Bier verzichtet? Irgendwie scheint hierzu das Verstaendnis zu fehlen.

  • Gleich die erste "Antwort" im neu gestarteten Thread ist mal wieder OT… kein guter Beginn.

    Es war kein OT, sondern ein Vergleich, selbst wenn manche den Unterschied nicht kapieren. Alkohol ist ein Giftstoff, auch wenn er natürlichen Ursprungs ist, da hilft kein Schönreden. Dass er deshalb "in der heutigen Zeit also eher in positivem Ansehen stehen" müsste, ist schon sehr weit hergeholt.

  • Lass mich raten....du bist Antialkoholiker, nicht wahr?

    Antialkoholiker zu sein würde an der Teilnahme einer themenorientierten Diskussion nicht hindern; im Übrigen ist Alkoholismus ja durchaus ein ernstzunehmendes Problem - für die Betroffenen und oftmals auch deren engeres Lebensumfeld.

    Insofern kann nicht wundern, dass, kaum nachdem Spirituosen in den Ausschank kamen, religiöse Gruppen dagegen wetterten. Das ist so volkstümlich, dass Udo Jürgens bekanntlich sogar einen Schlager wider die Trunksucht in die Charts bringen konnte, Naja, in dem Jahr, als in der Bundesrepublik die Promillegrenze von 0,8 Promille gesetzlich eingeführt wurde…

  • […] Alkohol ist ein Giftstoff, […]

    Auf Paracelsus geht der berühmte Ausspruch "Die Dosis macht das Gift" zurück, und eben dies wird in der hysterischen Such nach dem "richtigen" und "gesunden" Leben so gern übersehen… letztlich gibt es nichts, das im Übermaß nicht schädlich wäre, und so streben unsere Gesundheitsapostel danach, sich (und viel lieber noch ihren Mitmenschen!) mit dem, was sie für gesundheitsfördernd halten, das Leben zu vergiften… die Konsequenz aus unseren Diättips, Ratschlägen, Fitnessrezepten etc. sind die gewissermaßen als Mode grassierenden fehlernährungsbedingten Krankheiten, etwa die gegenwärtig weit verbreitete Magersucht.


    Das Gläschen Wein (oder wahlweise ein tägliches Glas Schnaps), das viele ältere Menschen als ihr persönliches Hausmittel, ein hohes Alter erreicht zu haben, preisen, das Chandralatha in #8 für unwahr hält, was ja auch in Publikumszeitschriften gern so dargestellt wird, weil die anderen, apothekenpflichtigen Selbstmedikamentierungen in den jeweiligen Blättern inseriert werden, ist (für Nichtalkoholiker) wenigstens unschädlich. Als "kleine Sünde", eine Freude bereitende Gewohnheit, als heilsames Placebo wenigstens wirkt diese minimale und folglich nicht berauschende Dosis Alkohol entspannend, eventuell appetitanregend, durchblutungsfördernd…

  • Auf Paracelsus geht der berühmte Ausspruch "Die Dosis macht das Gift" zurück, und eben dies wird in der hysterischen Such nach dem "richtigen" und "gesunden" Leben so gern übersehen… letztlich gibt es nichts, das im Übermaß nicht schädlich wäre, und so streben unsere Gesundheitsapostel danach, sich (und viel lieber noch ihren Mitmenschen!) mit dem, was sie für gesundheitsfördernd halten, das Leben zu vergiften… die Konsequenz aus unseren Diättips, Ratschlägen, Fitnessrezepten etc. sind die gewissermaßen als Mode grassierenden fehlernährungsbedingten Krankheiten, etwa die gegenwärtig weit verbreitete Magersucht.


    Das Gläschen Wein (oder wahlweise ein tägliches Glas Schnaps), das viele ältere Menschen als ihr persönliches Hausmittel, ein hohes Alter erreicht zu haben, preisen, das Chandralatha in #8 für unwahr hält, was ja auch in Publikumszeitschriften gern so dargestellt wird, weil die anderen, apothekenpflichtigen Selbstmedikamentierungen in den jeweiligen Blättern inseriert werden, ist (für Nichtalkoholiker) wenigstens unschädlich. Als "kleine Sünde", eine Freude bereitende Gewohnheit, als heilsames Placebo wenigstens wirkt diese minimale und folglich nicht berauschende Dosis Alkohol entspannend, eventuell appetitanregend, durchblutungsfördernd…

    Nicht ich halte es fuer unwahr. sondern: Nach Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft fuer Kardiologie braucht der Mensch, um etwas fuer seine Herzgesundheit zu tun, keinen Alkohol zu trinken.

  • Rotwein enthält außer seinem Alkoholgehalt weitere gesundheitsfördernde Stoffe

    Weitere? Alkohol ist nicht gesundheitsfördernd.

    Wer sich ausgewogen mit Obst, Gemüse und Mineralwasser ernährt, braucht auch keinen Wein als "Nahrungsergänzungsmittel". :)


    Interessantes Zitat aus dem Link:

    Zitat

    Wer seinem Körper also lebenswichtige Vitamine zukommen lassen will, sollte besser auf die frischen Traubenfrüchte zurückgreifen.

    8)

  • […] Wer sich ausgewogen mit Obst, Gemüse und Mineralwasser ernährt, braucht auch keinen Wein als "Nahrungsergänzungsmittel". […]

    Dass unsere älteren Mitbürger sich erstens so optimal zumeist nicht ernähren, hätte zu Dir vordringen können; und dass jene Altersgruppe ein Vermögen für Nahrungsergänzungsmittel ausgibt, ist ebenfalls allgemein bekannt. Den Apothekern und Drogerien sei diese Einnahmequelle ja gegönnt, aber der sein tägliches Glas Rotwein trinkende Senior lebt auf alle Fälle gesünder, als der, der auf Mulitvitaminpräparate, Mineralstoff-Brausetabletten, Abführmittel und dergleichen mehr setzt…

  • Auf t-online wird heute berichtet, dass in Nuernberg ein "stark betrunkener " Elfjaehriger einem Polizisten die Nase blutig geschlagen hat.

    Der Kleine war in einem Park aufgegriffen worden. Er lebt in einer Betreuungseinrichtung und war von dort ausgebuext.


    Wie kommt bloss ein Kind an Alkohol?