Alkoholkonsum in Deutschland

  • Die FAZ, auf der Pirsch nach neuen Leserkreisen zunehmend an Lifestylethemen interessiert, bietet jetzt auch praktische Lebenshilfe und klärt uns mittels einer Umfrage unter Fachleuten und interessierten Laien darüber auf, was ich so vorstellt, wofür der Anglizismus drinkability steht.

  • Na toll. "Drinkability" statt "Trinkbarkeit". Mir ist schon nicht klar, warum man überhaupt eine Wissenschaft daraus macht, ob ein Bier trinkbar ist oder nicht, aber so ein Anglizismus klingt natürlich besonders wichtig. :) Es lebe die deutsche (Sprach-)Kultur.

  • […] Es lebe die deutsche (Sprach-)Kultur.

    Als Kulturpessimist bin ich mir ja gar nicht sicher, ob die deutsche Sprachkultur selbst in der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt noch ein Lebenszeichen von sich zu geben wagt; aber bei der unüberschaubaren Vielzahl von Braurezepturen und neu kreierten Craft-Beers ist schon eine gewissermaßen wissenschaftliche Klassifizierung oder Ordnung nötig, um festzustellen, welches Bier zu welchem Anlass passend ist; und gerade in heutiger Zeit, wo doch der gute Rat von Fachleuten so sehr gefragt ist, dass selbst die Wahl des passenden Tafelwassers in besseren Lokalen dem speziell ausgebildeten Sommelier überlassen wird! Und, man sollte es kaum glauben, dieser junge Berufsstand verfügt mittlerweile über einen eigenen Berufsverband.

  • Und welches Bier trinkt man denn, sagen wir, anlässlich einer Beerdigung?

    Also bei mir würdest du Corona kriegen....:lach-m:

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Ich bin zum Glück KEIN Europäer.....



  • Der tendenziell nachlassende Konsum alkoholischer Getränke hierzulande, führt auch dazu, dass beispielsweise Henkell-Treixenet den Verkauf jetzt stärker auf die lokalen und internationelen Kernmarken konzentriert, und deswegen eine überregional einstmals bekannte Marke an die Kellerei Peter Mertes abgetreten hat. Von Sektlaune ist auf dem Markt jedenfalls nichts mehr zu spüren.

    Das trockene Zeug kann ja auch keiner saufen....ist genau wie ein Glas Wüstensand....bähhhh....

    Dann doch schon lieber einen süffigen Asti Spumante....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Ich bin zum Glück KEIN Europäer.....



  • Das trockene Zeug kann ja auch keiner saufen....ist genau wie ein Glas Wüstensand....bähhhh....

    Dann doch schon lieber einen süffigen Asti Spumante....

    Ooch,mit 'n paar Löffelchen Zucker kannste aus der sauersten Lorke auch noch'n runterwürgbares Getränk zaubern.

    Freiwillig trinken? Nur mit mir als Leiche!!

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Das trockene Zeug kann ja auch keiner saufen […]

    Immerhin gilt Deutschland seit Jahren als Weltmeister im Sektkonsum, was in diesem Jahr wohl eine Konjunkturdelle erfahren dürfte, weil im Homeoffice ja die üblichen kleineren Umtrünke zur Feier von Geburtstagen, Jubiläen und Geschäftserfolgen weggefallen sein dürften. Auch Schiffstaufen finden finden hierzulande seltener statt, weil Reedereien ihre Flotten eher verkleinern und Werften den Betrieb längst eingestellt haben oder nur noch Reparaturen durchführen. Hier ist übrigens eine (nicht ganz aktuelle) Liste der beliebtesten Sektmarken nebst Nennung der im Jahresverlauf konsumierten Menge.

  • Alkohol am Arbeitsplatz ist mittlerweile bei den meisten Firmen sowieso tabu.

    Das stimmt so nicht - im Gegenteil werden Vorgesetzte in Hinblick auf den Umgang mit Alkoholikern geschult, so dass Betriebsrat, Betriebarzt und Personalabteilung auf den betreffenden Mitarbeiter einwirken, dass er sich einer Therapie unterzieht, während die Führungsebene sich einem zu inhalierenden weißen Pülverchen hingeben darf…

  • Alkohol am Arbeitsplatz ist mittlerweile bei den meisten Firmen sowieso tabu.

    In der Tat tut sich auch hier ein Teilphänomen der aktuellen Cancel Culture Aktivitäten auf… natürlich gibt es Berufsfelder, in denen Nüchternheit Verletzungsgefahren vorbeugt, aber Bier gilt beispielsweise in überwiegend vom Anbau der Gerste geprägten Landschaften eher als Grundnahrungsmittel und ist auch neben der Flüssigkeitsaufnahme zugleich nahrhaft und versorgt den Körper mit Mineralstoffen und Vitaminen. Gerade also in körperlich anstrengenden Berufen war Bier also to leranteren Zeiten zurecht Volksgetränk Nr. 1 (es gab doch mal einen Arzt, der Brau-/Schankstuben als Apotheken für's Volk titulierte)

  • .....eher als Grundnahrungsmittel und ist auch neben der Flüssigkeitsaufnahme zugleich nahrhaft und versorgt den Körper mit Mineralstoffen und Vitaminen. Gerade also in körperlich anstrengenden Berufen war Bier also to leranteren Zeiten zurecht Volksgetränk Nr. 1 (es gab doch mal einen Arzt, der Brau-/Schankstuben als Apotheken für's Volk titulierte)

    Wo hast Du eigentlich so einen nahrhaften BlXXXXXn her ? in diesen "toleranten Zeiten " mussten die Ehefrauen an den Landungsbrücken Ihre Männer aus den Hafenjobs abfangen damit Sie nicht den Wochenlohn an einem Abend versoffen. Das gleiche in den Zechen oder Fabriken.

    Auf dem Bau waren wohl mehr Alkis unterwegs als anderswo......

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Du schreibst

    Das stimmt so nicht

    und bringst dann das Beispiel von Alkoholkranken, deren Sucht nirgendwo geduldet wird? Widerspruch um des Widerspruchs willen? Mittlerweile gibt es fast überall Betriebsvereinbarungen, die man in einem Satz zusammenfassen kann: Jeder Suchtkranke erhält genau eine Chance.

    Das Verbot von Alkohol am Arbeitsplatz hat nichts mit Cancel Culture zu tun, sondern eher damit, dass viele immer übertreiben müssen. Und Bier ist nicht wegen des Alkohols gesund.


    Weiße Pülverchen sind hier allerdings nicht das Thema. Kannst ja einen Fred dafür aufmachen.

  • Auf dem Bau waren wohl mehr Alkis unterwegs als anderswo......

    Weiß nicht, Polizei und Feuerwehr waren wohl kaum besser, zu meiner Zeit gab es in jeder Schicht mindestens zwei oder drei Schranktrinker, die normalerweise nie auf die Straße gelassen wurden. Die wurden entweder ständig für die Anzeigenaufnahme oder den Zellentrakt "zwangsverpflichtet", meist mit dem sanften Hinweis, sich Pfefferminz neben die Kladde zu legen. Und was die Feuerwehr angeht - ich habe selten derart gut ausgestattete "Sozialräume" gesehen wie bei der Berliner Feuerwehr. Kellerbar wäre die bessere Bezeichnung gewesen.

    Libertarismus. Eine einfältige rechte Ideologie, die sich ideal für diejenigen eignet,

    die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, über ihre eigene soziopathische Haltung hinauszusehen.

    * Iain Banks

  • Bei einem großen Automobilproduzenten in der Nähe von Frankfurt war das Rechenzentrum in einem separaten einstöckigen Gebäude untergebracht. In der Belegschaft hatte das früher den Spitznamen "Blauer Bock". Allerdings nicht (nur) wegen des blauen Anstrichs. Immerhin war es gut für viele Storys ...

  • Weiß nicht, Polizei und Feuerwehr waren wohl kaum besser, zu meiner Zeit gab es in jeder Schicht mindestens zwei oder drei Schranktrinker, die normalerweise nie ..

    Klar, bis vor gar nicht langer Zeit war saufen halt ein Breitensport in vielen Berufssparten. Weil sozial ja auch verankert und dadurch wurde vieles akzeptiert bzw. vertuscht...

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind