Alkoholkonsum in Deutschland

  • Der Reiz des Verbotenen führt zu derartigen Entwicklungen wie dieser: Komasaufen ist out, aber jetzt nimmt die Zahl der 10-15-Jährigen zu, die mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden…

    Die gab es in den 70ern auch schon....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Ich bin zum Glück KEIN Europäer.....



  • Will still es gerade auch in diesem Thread geworden ist! Kein Wunder eigentlich, denn mit den Fitnesswellen der vergangenen 50 Jahre ist natürlich auch der (genuss- und verantwortungsvolle) Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft auf dem Rückzug - das zeigt sich auch im Niedergang traditionsreicher Unternehmen, die in einigen Epochen die gehobene bürgerliche Lebensart symbolisierten… ganze Städte und Landkreise trocknen wirtschaftlich aus.

  • Will still es gerade auch in diesem Thread geworden ist! Kein Wunder eigentlich, denn mit den Fitnesswellen der vergangenen 50 Jahre ist natürlich auch der (genuss- und verantwortungsvolle) Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft auf dem Rückzug - das zeigt sich auch im Niedergang traditionsreicher Unternehmen, die in einigen Epochen die gehobene bürgerliche Lebensart symbolisierten… ganze Städte und Landkreise trocknen wirtschaftlich aus.

    Das Rauchen ist auch auf dem Rückzug.

    Schließt sich den "Fitnesswellen" an, wobei manche ja dabei eher an die Erfolge der Aufklärung denken....


    Höre ich doch immer wieder von CDU/CSU Politikern, sie wollen eine "Welt mit weniger Drogen und Menschen, welche Drogen konsumieren". Scheint nicht für Alkohol zu gelten.


    Ja, ja.... mit Krombacher den Regenwald retten. :saint:

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Wer propagiert denn eine asketische Lebenweise? […]

    Tja, wer wohl? Und das, obwohl die Gesetzeslage dafür eigentlich gar keine Grundlage bietet… auch die Medien sehen sich immer stärker der Volks- und Umerziehung verpflichtet. Das wird uns jetzt als Lifestyle verkauft, so machen alle mit, und der Einzelhandel (jedenfalls die großen Ketten) profitieren von der Bio-Welle.

  • Das ist doch riesengroßer bullshit. Es kann Dir doch nicht entgangen sein, dass diese Einschränkungen verhindern sollen, dass sich angeheitert-kontaktfreudige Truppen überall gegenseitig anstecken. Du tust immer so, als sei grundsätzlich die Demokratie in Gefahr.

    Himmel, wie verstockt kann man sein...!



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Tja, wer wohl? Und das, obwohl die Gesetzeslage dafür eigentlich gar keine Grundlage bietet… auch die Medien sehen sich immer stärker der Volks- und Umerziehung verpflichtet. Das wird uns jetzt als Lifestyle verkauft, so machen alle mit, und der Einzelhandel (jedenfalls die großen Ketten) profitieren von der Bio-Welle.

    Was spricht gegen Bio und weniger Fleischkonsum? Erzaehle mal.

    Menschen muessen ihre Lebensweise aendern. Das ist praktisch gesehen ein Rueckschritt in die "gute alte Zeit" ohne Massentierhaltung .


    Altmodisch muesste dir doch zusagen. ;)

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Was spricht gegen Bio und weniger Fleischkonsum? […]

    Solange es dem Endkunden selbst überlassen bleibt, welches Produkt er bevorzugt, zunächst einmal gar nichts. Wenn aber in den Medien, wie dies seit geraumer Zeit geschieht, Einfluss auf das Konsumverhalten ausgeübt wird, ist diese Freiwilligkeit schon nicht mehr gegeben; und wenn manche Märkte wegen der steigenden Umsätze und der höheren Gewinnmarge mit "Bio"-zertifizierten Produkten ihre Sortimentsgestaltung dahingehend anpassen, überwiegend die zu höherem Preis verkäuflichen anzubieten, die anderen aber nicht mehr zu bevorraten, steigen nur die Lebenshaltunskosten, nicht aber der versprochene Gesundheitsnutzen… und wenn die Politik, teilweise sogar die politischen Amtsträger hier aktiv einmischen, darf man getrost von reiner Lobbyarbeit ausgehen.


    Und gerade der gesellschaftlich zusehends geächtete Konsum alkoholischer Getränke (nach chinesischem Vorbild?) motiviert jüngere Menschen ja, schon, um sich rebellisch zu fühlen, mit dem Trinken zu beginnen, bis es dann zur Gewohnheit wird

  • Und gerade der gesellschaftlich zusehends geächtete Konsum alkoholischer Getränke (nach chinesischem Vorbild?) motiviert jüngere Menschen ja, schon, um sich rebellisch zu fühlen, mit dem Trinken zu beginnen,

    Die hören aber auch schnell wieder auf. Wer in jungen Jahren mal mit einer Alkoholvergiftung auf der Intensivstation gelandet ist, der merkt sich das. Ist einem Jugendfreund von mir passiert. Martin ist sein Name. "Remy Martin" war fortan sein Spitzname. Er hat danach nie wieder Alkohol angerührt.


    Echte Trinker fangen ganz langsam an. Sie kommen aus einem Milieu, in dem Alkohol gesellschaftlich akzeptiert ist. Es dauert 10 bis 20 Jahre, bis einer vom Genußtrinker zum abhängigen Alkoholiker geworden ist. Als erstes ist der Führerschein weg, dann Wohnung, usw.

  • […] Echte Trinker fangen ganz langsam an. Sie kommen aus einem Milieu, in dem Alkohol gesellschaftlich akzeptiert ist. […]

    Erstens ist das Thema dieses Thread nicht Alkoholismus und zweitens gibt es die unterschiedlichsten "Suchtpersönlichkeiten", weswegen auch der Beginn der Abhängigkeit individuell verschieden ist.


    Was hingegen stärkeren Themenbezug aufweist, ist die Betrachtung des gesellschaftlichen Verhältnisses zu Genussmitteln und deren Konsum. Und genau hier sind in den vergangenen 40-50 Jahren erhebliche Änderungen vorgenommen worden, auf politischer Ebene ebenso wie kulturell, ökonomisch und in der "öffentlichen Meinung"… der jetzige Shutdown ist so gesehen lediglich die radikalere Ausdrucksform der Konsequenz der allgemeinen Entwicklung, die jetzt alternativlos am Rechtsweg vorbei, aber dennoch amtlich zu verkünden Gelegenheit war und ist.


    Die Einschränkung privater Kontakte, das Verkaufsverbot alkoholischer Getränke, die verbotsgesättigte Nutzung des öffentlichen Raums sind wiederum nur ein Anfang der Fortsetzung o.g. Entwicklung, und wie die "Empfehlung", auf private Gäste oder gar Feiern in der eigenen Wohnung zu verzichten, zeichnet schon vor, bis wie weit ins private Leben "der Staat" (wer ist's?) Einfluss zu nehmen beabsichtigt, was der demoskopischen Mehrheit nicht einmal weit genug zu gehen scheint…


    In diesen düsteren Zeiten, die Tage gehen immer früher und selbst das after-homeoffice beer muss ausfallen, zeigt auch die abendliche Fernsehwerbung nicht mehr Johnnie Walker, sondern nur noch Inkontinenzwindeln und Treppenlifte… wie sympathisch, dass Robert Carlyle uns die Geschichte Johnnie Walkers in einem Kurzfilm präsentiert!

  • Solange es dem Endkunden selbst überlassen bleibt, welches Produkt er bevorzugt, zunächst einmal gar nichts. Wenn aber in den Medien, wie dies seit geraumer Zeit geschieht, Einfluss auf das Konsumverhalten ausgeübt wird, ist diese Freiwilligkeit schon nicht mehr gegeben; und wenn manche Märkte wegen der steigenden Umsätze und der höheren Gewinnmarge mit "Bio"-zertifizierten Produkten ihre Sortimentsgestaltung dahingehend anpassen, überwiegend die zu höherem Preis verkäuflichen anzubieten, die anderen aber nicht mehr zu bevorraten, steigen nur die Lebenshaltunskosten, nicht aber der versprochene Gesundheitsnutzen… und wenn die Politik, teilweise sogar die politischen Amtsträger hier aktiv einmischen, darf man getrost von reiner Lobbyarbeit ausgehen.


    Und gerade der gesellschaftlich zusehends geächtete Konsum alkoholischer Getränke (nach chinesischem Vorbild?) motiviert jüngere Menschen ja, schon, um sich rebellisch zu fühlen, mit dem Trinken zu beginnen, bis es dann zur Gewohnheit wird

    Es bleibt dem Endkunden überlassen, zumal - Beeinflussung hin oder her - Bio-Produkte immer teurer sind als konventionell erzeugte, und meist auch nicht in gleichem Umfang vorhanden sind. Dass die Märkte wegen der höheren Marge "überwiegend" Bio-Produkte führen, stimmt ja einfach nicht, es sei denn, man sucht einen Bio-Markt auf. Den kann man natürlich aufsuchen und sich dann trefflich erregen.


    Wenn man weiß, was alles auf die Felder gekippt und gepritzt wird und womit die Tiere in welchem Umfeld gemästet werden, dann ist es durchaus verständlich, dass manche Leute gerne dort kaufen, wo ein Mindestmaß an natürlicher Handhabung vorhanden ist. Es MUSS ja keiner Bio kaufen. Dass konventionell hergestellte Produkte nicht mehr bevorratet werden, ist einfach unwahr und reine Polemik.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • […] Dass konventionell hergestellte Produkte nicht mehr bevorratet werden, ist einfach unwahr und reine Polemik.

    Bio ist "in" und wird längst nicht nur in Biomärkten zum Verkauf angeboten - abgesehen vom alten Problem, dass bei der Vielzahl unterschiedlicher "Gütesiegel" für den Endkunden sowieso unklar bleibt, wie "bio" ist, wofür er gern den Aufpreis zahlt, bedeutet der Trend zum "Bio"-Konsum eher die Umwidmung heimischer Ackerflächen in Vogelbrutgebiete und an anderer Stelle ökologische Probleme, gegen die dann in 20 Jahren demonstriert werden muss… Bio ist zwar chic, aber Augenwischerei und Ressourcenverschwendung


    Übrigens: Nach dem deutschen Reinheitsgebot gebrautes Bier ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Bio-Lebensmittel, ganz ohne grüne Ideologie. Und auch traditionell gekelterter Wein ist öko- und önologisch ein Naturprodukt erster Güte!

  • Bei der weit verbreiteten Geiz ist geil Kultur in Deutschland wird man auch in Zukunft noch billige, minderwertige Lebensmittel bekommen

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Die Vorstellung, dass, was nicht teuer ist, auch nicht vergleichbar gut sein kann, hält sich hartnäcki… das mag den Erfolg der Bioprodukte z.T. erklären, obwohl die Diskrepanz zwischen Kundenbefragungen und tatsächlich ermitteltem Konsumverhalten durchaus erkennen lässt, dass sich schon jetzt das Gros der Verbraucher nicht mehr traut, andere Antworten zu geben, als Einstimmigkeit mit dem Mainstream zu äußern…


    Das greift nun in sämtliche Lebensbereiche - und war durchaus schon Thema im einstigen "juste milieu"-Thread… das bringt mich jetzt übrigens darauf, dass ohne die in den letzten Jahren wieder auflebende Bar- und Cocktailkultur Hamburgs einstiges Wirtschaftszentrum, der Hafen, eine Attraktion weniger besäße. Eines der vormals den Anblick des Hafens prägenden HADAG-Typschiffe ist dank des Sponsoring durch Gin-SUL, wenn auch in neuer Farbegebung, wieder in Betrieb genommen worden.